Der Ngorongoro-Krater ist weltweit einzigartig und wird oft als eines der Naturwunder der Erde bezeichnet. Er ist ein UNESCO-Weltnaturerbe und eines der spektakulärsten Wildschutzgebiete der Welt.

Der riesige Vulkankrater ist vor Millionen von Jahren entstanden. Seine Besonderheit ergibt sich aus einer Kombination von geologischen, ökologischen und kulturellen Merkmalen.

Der Ngorongoro-Krater ist der größte intakte und nicht geflutete Vulkankrater der Welt.
Er entstand vor etwa 2–3 Millionen Jahren, als ein riesiger Vulkan explodierte und in sich zusammenfiel.

Mit einem Durchmesser von etwa 20 Kilometern und einer Fläche von rund 260 Quadratkilometern ist der Krater eine abgeschlossene, nahezu perfekte „Schüssel“, die eine vielfältige Tierwelt beherbergt.

Der Krater ist nicht nur auf seinem Boden beeindruckend, sondern auch von oben:
Der Blick vom Kraterrand, der auf etwa 2.300 Metern Höhe liegt, bietet eine spektakuläre Aussicht auf das darunterliegende Paradies.

Im Krater lebt eine der höchsten Dichten an Wildtieren in Afrika. Etwa 25.000 Tiere leben dauerhaft im Krater, darunter die „Big Five“ (Löwe, Nashorn, Elefant, Leopard, Büffel).
Der Krater ist ein einzigartiges Ökosystem, in dem Raubtiere und Beutetiere sowie Pflanzen und Wasserquellen in einem relativ kleinen Raum im Gleichgewicht leben.
Besonders bemerkenswert ist die Population schwarzer Nashörner, die hier besser geschützt sind als in vielen anderen Gebieten.

Die Landschaft im Krater ist erstaunlich vielfältig und beinhaltet offene Graslandschaften, Wälder, Sümpfe und den Magadi-See.

Diese Vielfalt auf so kleinem Raum macht den Krater besonders für Safaris attraktiv.

Anders als viele andere Nationalparks oder Wildschutzgebiete ist der Ngorongoro-Krater ein relativ geschlossenes Ökosystem.

Aufgrund der hohen Kraterwände (ca. 600 Meter) verlassen nur wenige Tiere den Krater, und das meiste Leben findet innerhalb seiner Grenzen statt.

Der Ngorongoro-Krater ist nicht nur ein Natur-, sondern auch ein Kulturerbe.
Er liegt in der Ngorongoro Conservation Area, die von den Massai bewohnt wird. Diese halbnomadische Gemeinschaft lebt seit Jahrhunderten im Einklang mit der Natur und ihren Tieren.

Die Region umfasst zudem wichtige archäologische Stätten wie die Olduvai-Schlucht, wo Fossilien früher Menschenarten entdeckt wurden.

Die Olduvai-Schlucht (ursprünglich Oldupai-Schlucht) ist eine der wichtigsten archäologischen Stätten der Welt. Sie liegt im Ngorongoro-Schutzgebiet, nahe der Serengeti.
Hier wurden Fossilien und Werkzeuge gefunden, die bis zu 2 Millionen Jahre alt sind, u.a. Überreste von Homo habilis, einem frühen Vorfahren des Menschen, sowie Steinwerkzeuge, die Hinweise auf die frühe Nutzung von Werkzeugen geben.

Die Tierwelt im Ngorongoro-Krater ist eine der beeindruckendsten und vielfältigsten in Afrika. Der Krater bietet eine einmalige Kulisse für Wildtiere, da er ein geschlossenes Ökosystem darstellt, das auf relativ engem Raum eine Vielzahl von Lebensräumen beheimatet. Die Tierwelt ist so dicht, dass Besucher hier oft die „Big Five“ (Löwe, Leopard, Elefant, Nashorn und Büffel) in nur wenigen Stunden sehen können.

Die „Big Five“
Löwen: Der Ngorongoro-Krater beherbergt eine große Löwenpopulation, die im Krater selbst auf der Jagd nach Beutetieren wie Gnus und Zebras geht.
Elefanten: Der Kraterboden ist ein bevorzugtes Gebiet für Elefantenherden. Besonders die Elefanten im Krater sind bekannt für ihre beeindruckende Größe und majestätische Präsenz.
Nashörner: Der Krater ist eines der wenigen Gebiete, in denen schwarze Nashörner in freier Wildbahn gut geschützt leben. Diese seltenen Tiere sind eine der Attraktionen für Besucher.
Büffel: Auch die Büffelpopulation im Ngorongoro-Krater ist groß. Sie sind oft in Herden zu sehen, die das Grasland bevölkern.
Leoparden: Obwohl sie im offenen Grasland schwer zu finden sind, gibt es im Krater einige Leoparden. Sie ziehen sich oft in die Wälder zurück, sind jedoch nicht selten zu entdecken.

Weitere Säugetiere
Gnus: Die Kraterlandschaft beherbergt große Herden von Gnus, die als Beute für Raubtiere wie Löwen und Hyänen dienen.
Zebras: Zebras sind ebenfalls weit verbreitet und oft in gemischten Herden mit Gnus anzutreffen.
Giraffen: Giraffen sind im Krater eher selten, aber sie können an den Randbereichen des Kraters beobachtet werden, wo sie in den Wäldern leben.
Hyänen: Hyänen sind häufig im Krater, da sie sowohl jagen als auch Aas fressen. Sie spielen eine wichtige Rolle im Ökosystem.
Flusspferde: Der Magadi-See im Krater beherbergt viele Flusspferde, die dort im Wasser leben und sich tagsüber im Schlick wälzen.
Antilopen und Gazellen: Verschiedene Arten wie Thomson-Gazellen, Grant-Gazellen und Impala-Antilopen bevölkern die Graslandschaften des Kraters.

Vögel
Der Ngorongoro-Krater ist auch ein Paradies für Vogelbeobachter. Über 500 Vogelarten wurden hier gezählt. Besonders auffällig sind:
Flamingos: Diese majestätischen Vögel ziehen saisonal in großen Gruppen an den Magadi-See, besonders während der Regenzeit, wenn die Algen blühen.
Weißstörche: Diese Vögel sind ebenfalls häufig zu sehen, besonders in den feuchten Gebieten des Kraters.
Raubvögel: Verschiedene Arten von Adlern, Geier und Milanen finden sich in der Region, oft auf der Jagd nach kleinen Tieren oder Aas.
Kraniche: Der Kranich ist eine der bekanntesten Vogelarten des Kraters, und sein eleganter Flug ist ein häufiges Bild in der Gegend.

Reptilien und Insekten
Krokodile: Im Magadi-See gibt es auch Nilkrokodile, die vor allem in den sumpfigen Bereichen des Kraters leben.
Schlangen: Der Krater beherbergt einige Schlangenarten, darunter Pythons und Viper. Diese sind jedoch seltener zu sehen, da sie sich meist in den dichten Graslandschaften oder Wäldern verstecken.
Insekten: Der Krater hat eine Vielzahl von Insektenarten, darunter Schmetterlinge, Heuschrecken und Mücken, die insbesondere in den feuchteren Gebieten wie rund um den See präsent sind.

Ökologische Besonderheiten
Der Krater bietet eine Reihe unterschiedlicher Lebensräume: von Grasland über Sumpfgebiete und Wälder bis hin zum Magadi-See, der eine wichtige Rolle im Lebenszyklus vieler Tiere spielt.
Da der Krater ein geschlossenes Ökosystem ist, konzentrieren sich die Tiere oft an den Wasserquellen, besonders im trockenen Winter.

Die Ngorongoro Crater Lodge ist luxuriös mit spektakulärem Blick auf den Krater.
Die Neptune Ngorongoro Luxury Lodge ist eine hochklassige Unterkunft mit exzellentem Service.
Die Rhino Lodge ist gemütlich und in der Nähe des Kraterrands.
Die Ngorongoro Wildlife Lodge ist erschwinglich und bietet einen tollem Panoramablick.

Es gibt öffentliche Campingplätze und exklusive Zeltcamps, die Safari-Enthusiasten eine naturnahe Erfahrung bieten.

Der Ngorongoro Krater ist Teil der Ngorongoro Conservation Area und liegt auf der beliebten Safari-Route, die auch durch die Serengeti führt. Von Arusha dauert die Fahrt etwa 4 Stunden.

Es gibt kleine Charterflüge von Arusha oder anderen Regionen zum Manyara Airstrip, der etwa eine Stunde vom Krater entfernt ist.

Der Eintritt in die Ngorongoro Conservation Area kostet etwa 70 USD pro Person, plus eine zusätzliche Gebühr für die Fahrt in den Krater (ca. 250 USD pro Fahrzeug).
Safaris sollten mit erfahrenen Führern und Geländewagen unternommen werden.
Schichtenweise Kleidung ist ideal, da die Temperaturen von kühl bis heiß variieren können.
Besucher sollten sich an die Regeln halten, um das empfindliche Ökosystem zu schützen.

Die beste Reisezeit für den Ngorongoro-Krater hängt von den eigenen Vorlieben und den Arten von Erlebnissen ab, die man sich wünscht. Grundsätzlich gibt es zwei Hauptzeiten im Jahr: die Trockenzeit und die Regenzeit, wobei jede Zeit ihre eigenen Vorteile hat.

Trockenzeit (Juni bis Oktober)

Die Trockenzeit gilt als die beste Reisezeit für den Ngorongoro-Krater, und das aus mehreren Gründen:

Da es wenig Regen gibt, konzentrieren sich die Tiere rund um die verbleibenden Wasserquellen, was die Tierbeobachtungen erleichtert. Besonders die „Big Five“ (Löwen, Elefanten, Büffel, Nashörner und Leoparden) sowie zahlreiche andere Tiere sind in dieser Zeit leichter zu finden.
Es gibt weniger Niederschläge, was bedeutet, dass die Straßen im Krater gut befahrbar sind und das Wetter allgemein stabil und angenehm ist. Tagsüber liegen die Temperaturen zwischen 25°C und 30°C, was es zu einer angenehmen Zeit für Safaris macht.
In der Trockenzeit gibt es weniger Moskitos, was den Aufenthalt komfortabler macht.

Regenzeit (November bis Mai)

Die Regenzeit bringt einige Herausforderungen mit sich, hat aber auch ihre eigenen Reize.

Während der Regenzeit verwandelt sich der Krater in eine grüne Oase, und die Vegetation ist üppig und lebendig. Wenn du ein Naturfotograf bist oder die „grüne Seite“ Afrikas erleben möchtest, ist diese Zeit perfekt.
In der Regenzeit sind weniger Touristen im Krater, sodass du eine ruhigere und intimere Safari-Erfahrung haben kannst. Das bedeutet auch weniger Konkurrenz um die besten Beobachtungsplätze.
Die Regenzeit ist ideal für Vogelliebhaber, da viele Vögel, einschließlich Flamingos, den Magadi-See besuchen, um die Algen zu fressen.

Kurze Trockenzeit (Januar und Februar)

Die Monate Januar und Februar gehören im Ngorongoro-Krater zur Regenzeit, während sie in der nahe gelegenen Serengeti als „kurze Trockenzeit“ bezeichnet werden.

Diese Monate bieten, auch wenn es mal regnen kann, einzigartige Vorteile für einen Besuch des Kraters.

Die Temperaturen im Ngorongoro-Krater liegen während dieser Monate tagsüber mit 25°C bis 30°C auf dem Niveau der Trockenzeit. Nachts kann es aber etwas kühler werden, vor allem in den höheren Lagen des Kraters.

Januar und Februar gehören zur kurzen Regenzeit, die im Allgemeinen weniger intensiv und unregelmäßig ist als die großen Regenfälle, die in den späteren Monaten (ab März) auftreten. Du wirst also wahrscheinlich einige Regenschauer erleben, aber sie sind in der Regel kurz und nicht den ganzen Tag anhaltend.

Die Pflanzenwelt ist besonders üppig und grün, was zu einer wunderschönen Kulisse führt. Die Graslandschaften, Wälder und Sümpfe erstrahlen in lebhaften Farben, was insbesondere für Fotografen ein schöner Anblick ist.

Obwohl es regnen kann, sind die Voraussetzungen für Tierbeobachtungen im Januar und Februar sehr gut. Während dieser Zeit gibt es eine große Konzentrierung von Gnus und Zebras im Krater. Diese Monate sind auch die Zeit, in der viele Gnus, Zebras und Gazellen im Ngorongoro-Krater Junge bekommen.

Im Vergleich zur Hauptreisezeit in der Trockenzeit (Juni bis Oktober) sind weniger Touristen unterwegs, was bedeutet, dass du eine ruhigere und weniger überfüllte Safari-Erfahrung hast.

Ngorongoro Krater Galerie

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