Der Lake Manyara National Park ist ein wahres Juwel und ein fantastisches Ziel für Natur- und Tierliebhaber. Der Park, der sich am westlichen Rand des Rift Valley erstreckt, bietet eine Vielfalt an Landschaften, von üppigen Wäldern bis hin zu weiten, offenen Savannen und dem beeindruckenden Lake Manyara, einem soda-haltigen See, der dem Park seinen Namen gibt.

Der Lake Manyara National Park liegt ca. 125 km südlich von Arusha. Für die Fahrt braucht man ca. 2 Stunden.
Der Lake Manyara National Park ist Teil des nördlichen Safari-Kreises, zu dem auch der Serengeti NP und der Ngorongoro Krater gehören.
Die Fläche beträgt ca. 330 km², davon rund 200 km² Seefläche.

Seit 2019 hat der Lake Manyara eine signifikante Veränderung seiner Seefläche erfahren. Frühere Berichte zeigten, dass der See in den letzten Jahren zunehmend austrocknete, was zu einer Verringerung der Wasserfläche führte. Im Jahr 2021 wurde berichtet, dass der See jährlich um durchschnittlich 5 % schrumpft und die Wassertiefe auf etwa 20 Zentimeter gesunken ist.

Diese Veränderungen haben Auswirkungen auf die Tierwelt und die Umwelt des Sees. Die Verringerung der Seefläche beeinträchtigt die Lebensräume vieler Tierarten, einschließlich der Flamingos, die früher in großen Schwärmen an den Uferbereichen des Sees anzutreffen waren. Die Austrocknung des Sees hat auch zu einer Verringerung der Artenvielfalt geführt, da die Lebensbedingungen für viele Tiere und Pflanzen erschwert wurden.

Der Lake Manyara ist ein alkalischer See, der durch unterirdische Quellen gespeist wird und keine Abflüsse hat. Hatte der See in der Vergangenheit wiederholt Phasen der Austrocknung erlebt, so ist es in den letzten Jahren umgekehrt gewesen: Höchst ergiebige Regenfälle haben dazu geführt, dass sich die Wasserfläche wieder ausgebreitet hat und das ursprünglich alkalische Wasser mittlerweile kaum noch alkalisch ist: Dies wirkt sich u.a. auf das Algenwachstum aus, was wiederum das Gewässer für einige Vogelarten wie Flamingos unattraktiv macht.

Für die Zukunft bleibt abzuwarten, wie sich die Wasserfläche und -qualität entwickeln.

Die Landschaft des Lake Manyara NP reicht von üppigen Wäldern bis hin zu offenen Savannen und Feuchtgebieten.

Direkt am Eingang des Parks befindet sich der dichte Grundwasserwald, der von unterirdischen Wasserquellen gespeist wird.

Die Hauptbäume sind Feigenbäume (Ficus), Mahagonibäume (Trichilia), Tamarinden und Schirmakazien.
Die Vegetation ist üppig, grün und schattig, mit Lianen, Moosen und Farnen.
Dieser Wald bietet Lebensraum für Elefanten, Büffel und Leoparden.

Nach dem Grundwasserwald öffnet sich die Landschaft zu Akazien-dominierten Graslandschaften.
Die Hauptbäume sind Schirmakazien (Acacia tortilis) und Baobabs.
Die Vegetation ist geprägt von trockenem Grasland mit vereinzelten Bäumen und Sträuchern.
Diese Savannen sind bekannt für Zebras, Gnus, Giraffen und die berühmten baumkletternden Löwen.

Rund um den Manyara-See befinden sich ausgedehnte Feuchtgebiete mit Papyrusgras und anderen wasserliebenden Pflanzen.
Die Vegetation besteht vorwiegend aus Papyrus (Cyperus papyrus), Schilf und anderen Sumpfpflanzen.
Diese Zone ist ein Paradies für Vögel, darunter (normalerweise) Flamingos, Pelikane und Reiher.

Der See selbst hat (normalerweise) alkalisches Wasser, das spezielle Algen wie Blaualgen unterstützt.
Wasserpflanzen und Algen dominieren die Uferzonen.
Flamingos ernähren sich von den Algen, was dem See sein charakteristisches Rosa verleiht.

In den trockeneren, höheren Lagen des Parks gibt es Gebiete mit Dornstrauchvegetation und trockenem Buschland.
Die Hauptpflanzen sind Dornsträucher, Euphorbien und kleinere Akazien.
Diese Zone wird von Dik-Diks, Pavianen und anderen kleineren Tieren bewohnt.

Säugetiere:

Elefanten: Der Park beherbergt eine große Elefantenpopulation. Du kannst sie häufig in den Waldbereichen und auf der offenen Savanne sehen.

Löwen: Der Lake Manyara NP ist auch für seine Baumlöwen bekannt. Diese seltene Verhaltensweise, bei der Löwen in Bäume klettern, wird hier immer wieder beobachtet.

Giraffen, Zebras und Gazellen: Der Park ist auch ein Zuhause für eine Vielzahl von Giraffen, Zebras, Kudus, Impala und Wasserböcke. Diese Tiere leben hauptsächlich in den offenen Savannen und Wäldern.

Paviane und Affen: Der Blaue Affe und der Colobusaffe sind ebenfalls häufig zu sehen, besonders in den Waldgebieten des Parks.

Geparden und Leoparden: Der Park ist bekannt für seine Raubtiere, darunter Geparden und Leoparden, auch wenn diese in der Regel schwerer zu finden sind als in anderen Parks.

Vögel:

Flamingos: Der Lake Manyara zieht in den trockeneren Monaten eine riesige Anzahl von Flamingos an. Besonders im Juni bis Oktober kannst du sie in großen Schwärmen auf den flachen Uferzonen des Sees beobachten.

Vogelbeobachtung: Der Park ist auch ein Paradies für Vogelliebhaber mit über 400 verschiedenen Vogelarten. Dazu gehören Pelikane, Störche, Geier, Adler, Kraniche und viele mehr.

Reptilien:

Krokodile und Schlangen: Im Lake Manyara NP gibt es auch einige Krokodile und verschiedene Schlangenarten, obwohl diese weniger häufig zu sehen sind.

Die klassischen Pirschfahrten sind die Hauptaktivität im Lake Manyara NP. Du kannst den Park mit einem Safari-Jeep erkunden und eine Vielfalt von Tieren in ihren natürlichen Lebensräumen beobachten.

Es gibt einige Wanderwege, bei denen du den Park zu Fuß erkunden kannst, begleitet von einem erfahrenen Ranger. Das Ngorongoro-Hochland bietet großartige Aussichtspunkte, die du zu Fuß erreichen kannst.

Je nach Saison kannst du auch Bootsfahrten auf dem See unternehmen, um Flamingos und andere Wasservögel aus der Nähe zu beobachten. Diese Touren bieten einzigartige Perspektiven auf den Park.

Im Lake Manyara NP gibt es mehrere Luxus-Lodges und Zelt-Camps, die atemberaubende Aussichten auf den See oder den Park bieten.

Für Abenteurer gibt es Campingplätze im Park, von denen aus du die Nähe zur Natur hautnah erleben kannst.

In der Nähe des Parks gibt es auch zahlreiche Hotels und Gästehäuser in der Stadt Mto wa Mbu, die eine gute Wahl für Budget-Reisende darstellen.

Der Lake Manyara NP ist von Arusha aus gut erreichbar. Du kannst mit einem Mietwagen, einem Safari-Fahrzeug oder mit einem Flug von Arusha zum Lake Manyara Airport anreisen.
Die Temperaturen können tagsüber sehr heiß werden, besonders in der Trockenzeit. Denke daran, genug Wasser mitzunehmen, Sonnenschutz und leichte Kleidung zu tragen.
Es ist empfehlenswert, einen erfahrenen Safari-Guide zu buchen, der dir nicht nur bei der Tierbeobachtung hilft, sondern auch interessante Informationen über die Flora und Fauna des Parks gibt.

Die beste Reisezeit für den Lake-Manyara-Nationalpark hängt von den Aktivitäten und den Tieren ab, die du sehen möchtest.

Trockenzeit (Juni bis Oktober)

Die Trockenzeit fällt in die Monate von Juni bis Oktober. Während dieser Zeit gibt es nur sehr wenig oder gar keinen Regen, was die Landschaft deutlich beeinflusst und die Tierbeobachtungen erleichtert.

Die Temperaturen liegen tagsüber meist zwischen 25–30°C, während es nachts kühler wird, oft um die 10–15°C.
Der Himmel bleibt meist klar, und die Luftfeuchtigkeit ist geringer als in der Regenzeit.

Die Vegetation wird spärlicher, da viele Pflanzen austrocknen und das Gras kürzer wird.
Der Wasserstand im Manyara-See sinkt deutlich ab, wodurch der See kleiner wird. Teilweise bilden sich schlammige Uferzonen.

Tiere sammeln sich um die wenigen verbliebenen Wasserquellen, was die Tierbeobachtung vereinfacht. Besonders am Manyara-See kann man viele Tiere antreffen.
Große Herden von Elefanten, Gnus, Zebras und Büffeln sind häufig zu sehen.
Raubtiere wie Löwen nutzen die Gelegenheit, um Beute in der Nähe von Wasserstellen zu machen.
Vogelliebhaber können Flamingos und andere Wasservögel in reduzierter Zahl beobachten, da der See weniger Wasser führt.

Die trockenen Straßen und Wege sind gut befahrbar, im Gegensatz zur Regenzeit, wo einige Abschnitte schlammig und schwer zugänglich werden können.
Es gibt weniger Moskitos im Vergleich zur Regenzeit, was den Besuch angenehmer macht.

Die Trockenzeit gilt als optimale Zeit für eine Safari im Lake Manyara NP, da die Sichtverhältnisse klar sind und die Tiere leichter entdeckt werden können. Allerdings ist dies auch die Hauptsaison, so dass mehr Touristen vor Ort sind.

Regenzeit (November bis Mai)

Millionen von Zugvögeln, darunter Flamingos, Pelikane und Störche, kommen zum Lake Manyara. Die Feuchtgebiete und der See sind besonders lebendig und bieten spektakuläre Szenen.

Die Regenzeit verwandelt den Park in eine üppig grüne Oase.
Die Zeit ist ideal für Fotografen, die die landschaftliche Schönheit und Kontraste einfangen möchten.

Kleine Trockenzeit (Januar und Februar)

Die Monate Januar und Februar sind eine hervorragende Reisezeit für den Lake-Manyara-Nationalpark, da sie in eine kurze Trockenperiode während der Regenzeit fallen. Diese Zeit bietet eine Mischung aus angenehmem Wetter, lebendiger Natur und guten Tierbeobachtungen.

Die Temperaturen liegen tagsüber bei 25–30°C, abends und morgens bei 15–20°C.
Es gibt nur vereinzelt kurze Regenschauer, meist am Nachmittag oder Abend. Insgesamt ist es trockener als die Hauptregenzeit (März–Mai).
Die Vegetation ist üppig und grün, was eine wunderschöne Kulisse für Safaris bietet.

Es ist eine perfekte Zeit für Vogelbeobachtungen, da viele Zugvögel aus Europa und Asien ankommen.
Der Manyara-See ist (normalerweise) mit Flamingos, Pelikanen und Reihern bevölkert, die ein beeindruckendes Schauspiel bieten.
Elefanten, Giraffen, Büffel und Zebras sind gut zu sehen, da sie immer noch in der Nähe des Sees bleiben.
Die berühmten baumkletternden Löwen können ebenfalls gesichtet werden.
Feuchtgebiete und Flussmündungen sind belebt und ein Paradies für Tiere, die Wasserquellen benötigen.

Hauptregenzeit (März bis Mai)

Diese Periode ist weniger besucht, da starker Regen Straßen unpassierbar machen kann.

Lake Manyara Nationalpark

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