Es findet alles auf eigene Gefahr statt. Und ja, es war für uns OK. OK für uns, obwohl wir die Gefährlichkeit der Tiere, der vielen Offroad-Wege und vieles mehr noch gar nicht abschätzen konnten. Nicht vergleichbar mit unseren Offroad-Tours in den USA. Aber genau deshalb hatten wir uns ja für eine Safari mit Guide und einer genau festgelegten Tour entschieden.
Wir wollten es erleben, die Big-Five, die kleinen und großen Tiere, die wilden und weniger wilden Tiere, die Natur und die Menschen.
Die Safari wird dann für immer im Kopf bleiben…
Gestern noch in Frankfurt und heute Morgen bereits zum Frühstück in Tansania, am Kilimandscharo.
Tansania – keine Safari ohne Visum
Für Tansania, also für das Festland und für die Insel Sansibar war ein Visum erforderlich. Und für die Insel Sansibar zusätzlich eine Versicherung. Irgendwie hatten wir beides so gut es ging erledigt, aber dann, am Airport Kilimandscharo, wurden wir eines besseren belehrt.
Visum Vorort – Beantragen, Bezahlen, Einreisen
Bei der Online-Beantragung vom Visum hatten wir noch zu Hause ein paar Probleme, die Beantragung blieb im Pending Status hängen. OK, dann also erst in Tansania direkt bei der Einreise finalisieren, wird schon klappen!
Bei der Einreise waren wir aber nicht die einzigen und so ging es natürlich nicht schnell und wir übten uns im Warten. Als wir dann an der Reihe waren hatten wir doch zu Hause das Online Verfahren vorab falsch verstanden. Wir dachten, es wäre ein Familien-Visum, aber das gibt es gar nicht und so war für mich noch gar nichts beantragt. Wenn wir nicht gleich eine wunderbar nette Frau dort zu fassen bekommen hätten dann wär das noch ein langer Vormittag geworden. Aber so war sie mit mir an allen Stellen, an den langen Schlangen vorbei, jedes Mal direkt an den Schalter.
Beim ersten Schalter beantragen, beim zweiten Schalter bezahlen und am dritten Schalter gab es den Stempel in den Reisepass und fertig!
So war ich sogar schneller durch als Bernd, obwohl ja bei ihm schon einiges online durch war.
Also endlich noch die Koffer genommen und ab zu unserem Guide, Elly, der schon draußen auf uns gewartet hatte.
Dann ging es los, alles wurde verstaut. Beim Verstauen wurde schnell klar, warum wir auf Schalenkoffer oder ähnliches verzichten sollten. Unsere beiden Rucksack-Taschen passten gut hinter die Sitze, aber Schalenkoffer eher nicht. Wir setzten uns dann auf die vordere Rückbank. Elly setzte sich auf den Fahrersitz, Sonnenbrille auf, Ärmel hochgekrempelt und dann startete er den Motor. Fahrersitz links, rechts? Klar, auf der rechten Seite, denn hier gilt Links-Verkehr. Nun also los in Richtung Arusha.
Von Kilimandscharo nach Arusha
Es ging also los. Für diese erste Fahrt hatten wir uns beide direkt auf der Rückbank hinter Elly platziert. So konnten wir durch die Frontscheibe alles besser beobachten. Auch konnten wir uns so besser mit Elly unterhalten und gleich ab der erste Minute das erste Small-Talk zum besseren Kennenlernen nutzen. Ich machte dann Fotos nach vorne raus durch die Windschutzscheibe. Klar, keine Fotos zum Posten, aber wichtig für unser Reise-Tagebuch.
Die Fahrt, raus aus der Region Kilimandscharo rein in die Region Arusha, entlang einer der wenigen asphaltierten Straßen in Tansania.
Auf der Arusha-Himo-Road (A23) war es eine angenehme Fahrt. Wir genossen die Fahrt und versuchten innerlich in Tansania anzukommen. Der Linksverkehr, die Verkehrsregeln, die vielen Dala-Dala’s, die Menschen, die Tiere und die Natur. So wie unser Blick nach vorne ging hatten wir auch den Blick nach hinten auf den Mount Kilimanjaro immer wieder genossen. Unsere Fahrt bis zur Arumeru River Lodge dauerte nicht ganz eine Stunde und führte uns durch Kingori, Kikatiti, Maji Chai.
In USA-River (Ussa) ging es dann nach links ab durch Leganga und kurz danach nach rechts ab zur Arumeru River Lodge.
Vor dem Gate wurden wir von Meerkatzen begrüßt. Sie saßen auf der Steinmauer. Nun noch kurz durch das Gate und ab zum Hotel-Eingang.
Elly machte den Motor aus und noch bevor er den Wagen richtig zum Stoppen gebracht hatte kamen ihm die Worte „Karibu sana“ über die Lippen.
Äh, was wollte er uns damit sagen? Bei uns nur Fragezeichen!
„Karibu sana – Herzlich willkommen“ und Elly fing nun schon in der ersten Stunde an uns sein Land, seine Menschen mit seinen Tieren und hier mit der Sprache, näherzubringen.
Auf Deutsch würden wir darauf antworten „Danke sehr“. Nun also die ersten Floskeln gelernt und schon tauchten wir ein in das Land, die Sprache, die Menschen und ganz besonders die Tiere.
„Danke sehr – Asante sana“. Ja, so ist es hier, hier spricht man Swahili. Die gebräuchlichsten Worte und Sätze auf Swahili, wir freuen uns drauf.
Die Arumeru River Lodge
Da wir uns dazu entschieden hatten bereits den ersten Tag mit Pirschfahrten und Pirschgängen zu verbringen fehlte dafür dann jedoch die Zeit für das große Erkunden der Arumeru River Lodge.
Nach dem Einchecken gab es vor unserer Fahrt in den Arusha NP erst einmal ein Mittagessen. Es tat gut nach der langen Nacht im Flieger jetzt erst einmal auf der Veranda gegessen zu haben. Wir hatten den Blick über die Veranda in die gepflegte Anlage sehr genossen. Die Anlage ist umgeben mit einer hohen Mauer, einer Eingangspforte mit Pförtner. Die Sicherheit steht auch hier an oberster Stelle. Neben den besonders gepflegten Rasenflächen, dem Außenpool und den vielen Gebäuden gibt es hier einen hohen Baumbestand. Am Eingang wurden wir ja bereits von Meerkatzen empfangen und am nächsten Morgen dann von Dik-Diks.



