Wir hatten unsere Reise in Deutschland über einen großen Reiseanbieter gebucht. Dieser Reiseanbieter war neben vieler anderen Länder und Kontinente auch auf Afrika spezialisiert. Die Erfahrung und die Vielfalt war uns sehr wichtig. Hier in Afrika arbeitet dieser Anbieter mit Kilimandscharo Safari Tour zusammen. Es scheint eine sehr große Gesellschaft hier in Tansania zu sein, denn auf den vielen Pirschfahrten ist jeder zweite Land-Cruiser bestimmt von Kilimandscharo Safari Tour gewesen, so erschien es uns jedenfalls. Im Logo haben sie die Zebras und ja, Tansania ohne Zebras, einfach undenkbar. Mehr als 200.000 Zebras gibt es hier in Tansania. Schon vom ersten Tag an sind uns Zebras begegnet und es steigerte sich dann von Tag zu Tag.
Das Zebra – ein malerisches Kunstwerk
Nach dem Tarangire NP und dem Mawengina Camp haben wir uns dann gemeinsam auf gemacht in den Lake Manyara NP.
Der Lake hat sich durch die vielen Regenfälle seit 2019 stark vergrößert und so macht der See mittlerweile 2/3 vom Nationalpark aus. Damit haben sich aber auch die Lebensräume für die vielen Wildtiere stark verändert oder die Lebensräume sind sogar ganz verschwunden.
So wie für die Flamingos. Der See sich zu sehr mit Süßwasser vermischt hat und hat nun den Flamingos den Lebensraum genommen. Flamingos brauchen eher alkalisches Wasser und nur in solchem Wasser finden sie notwendiges Nahrungsangebot.
Der Nationalpark bestand früher aus dem normal großen See, einer riesigen Weidefläche rund um den See und dann der Waldfläche.
Seit 2019 sind die Weideflächen verschwunden und das Ufer vom See grenzt mittlerweile direkt an die Waldflächen an. Früher weideten hier viele Herden, wie Wasserbüffel und auch Zebras. Während unserer Tour durch den Park konnten wir nur noch vereinzelt Zebras finden. Viele der großen Herden sind aus dem Park abgewandert. Ihnen fehlte es an Nahrung und hauptsächlich fehlte die weite Ebene, um frühzeitig Gefahren erkennen zu können. Aber die wenigen Zebras hatten es uns angetan. Diese Zebras beeindruckend uns mit ihren wundervollen kräftigen Farben und Streifen. Diese beeindruckenden Streifen mit dem extremen Schwarz und dem leuchtenden Weiß mit Braun gemischt. So stand ein Zebra direkt vor uns und fraß genüsslich einige Grashalme. Der Kopf geneigt und so zeigte er uns seine gesamte Rückenpartie. Ausgehend von der Stirnfalte hatte die Natur dieses Zebra gemalt. Jeder schwarze und auch weiße Strich saß. Mit ruhiger Hand wurden abwechselnd schwarze und weiße Partien gezogen.
Das Zebra – ein malerisches Kunstwerk.
Zebras zwischen Egoismus und Zurückhaltung
An einem großen Wasserloch in der Ndutu Region am Rande der südlichen Serengeti hatten wir unsere Mittagspause eingelegt. Elly hatte den Land-Cruiser so platziert, das wir einen guten Blick auf die vielen Tiere hatten. Eine Mittagspause inmitten so vieler Zebras – einfach gigantisch. So standen wir im Land-Cruiser und aßen unser Sandwich, aber immer mit dem Blick auf die Zebras. Also in der einen Hand das Sandwich und in der anderen Hand die Kamera. Denn jetzt bloß keine super Szene verpassen. Und dann auch einfach nur den Blick auf die Zebras, auf die Weite, auf die Staubwolken genießen. Familienweise näherten sich die Herden dann dem Wasser. Zögern, gingen rein, sprangen zurück, versuchten es erneut, tranken und trotteten zurück.
Elly hatte es uns dann auch erklärt. „Zebras sind sehr vorsichtig und extrem egoistisch. Sie warten ab, sie beobachten ganz genau. Sie lassen am besten anderen den Vorrang, am besten anderen Tierarten. Wenn dann die Luft rein ist, dann gehen auch sie“.
Sie standen da – andere stupsen und schubsen. „Geh Du – nimm ihn“! Man weiß ja nie, was einem im Wasser erwartet.

















