Zu Besuch am Tarangire-Fluss

Zu Besuch am Tarangire-Fluss

Nach der Giraffen-Beobachtung nach der Mittagspause ging es ein Stück weiter am Tarangire-Fluss entlang. Der Fluss hatte jetzt im Januar nicht viel Wasser und so konnten die vielen Tiere ganz smooth durch den Fluss trotten. Genau so, wie wir es von hoch oben von der Tarangire Safari Lodge aus an einem Giraffen-Bullen beobachten konnten.

Hier stand jetzt auf einer größeren Sandbank in einer Flusskurve eine kleine Elefanten-Herde. Sie dösten noch in der Mittagssonne. „Wenn der Fluss in der großen Trockenzeit kein Wasser mehr führt, dann sieht man die Elefanten hier auf der Sandbank nach Wasser buddeln!“.

Die Symbiose zwischen Elefanten und Pavianen

Gerade in der Trockenzeit gehen dann viele andere Tiere mit den Elefanten eine Symbiose ein. Die Elefanten suchen, buddeln nach Wasser und die anderen Tiere wie die Paviane bilden das Frühwarnsystem. Dann sitzen die Paviane in einiger Entfernung zu den Elefanten und warten, warten auf Wasser. Die Symbiose ermöglicht das Überleben zu allen Jahreszeiten hier in Afrika.

Die Elefanten-Herde war wohl gerade erst aus dem Wasser gekommen, denn viele ihrer Rücken waren noch nass. Hier auf der Sandbank hatten sie sich doch einige Schlammkuhlen erstellt und mit ihren langen Rüsseln wurde der Schlamm über ihre Rücken geschleudert.

Einige standen im Schatten und die vielen Kleinen standen bei ihren Müttern oder auch Tanten.

Ein Elefant muss einem Angriff mit einem Raubtier gerade noch entkommen zu sein. So wurde ihm wohl der Schwanz ganz abgebissen. Auch das ist eben Natur. Sie müssen hart im Nehmen sein im Kampf ums Überleben.

Wer hämmert denn da?

An der Uferseite waren viele Kiebitze anzutreffen. Elly zückte seine Enzyklopädie und schlug die Seite mit diesem Kiebitz auf. „Auf Deutsch heißt der Kiebitz auch Schmiedekiebitz“, meinte er. Klar dachte ich dabei gleich an unseren Hufschmied, aber Hufeisen, Hufhorn kürzen verbinde ich nun wirklich nicht mit dem Kiebitz, dachte ich. Aber einen Moment später wurde klar warum er seinen Namen mit Recht trägt. Elly nahm sein Fernglas und hämmerte auf ein Eisenrohr. Und wie aus dem Nichts antwortete der Kiebitz. Sein Laut hämmerte und hämmerte, eben metallisch klingend. So ein kleiner Vogel imposant und besonders.

Und damit nicht genug waren rechts im Wurstbaum einige hübsche bunte Vögel. „Gerade hier in der Baumsavanne sind die wunderschön bunten Vögel sehr oft anzutreffen“, erklärte uns Elly „Habt ihr den Schwanz gesehen. Sieht der nicht aus wie eine Gabel?“ Und ja, so sieht der Schwanz aus und daher hat dieser bunte Vogel auch einen Teil seines Namens. Es ist ein Gabelracke, der mit dem Gabelschwanz.

Paviane bei der Mittagsruhe

Im Schatten eines uralten Affenbrotbaums direkt an unserem Weg und nicht weit weg vom Tarangire Fluss saß nun eine große Pavian-Familie. So, wie wir es schon mehrfach beobachten konnten. Paviane, mal als Stauverursacher auf der Autobahn, mal als Straßengäste, aber immer ruhig sitzend. Paviane haben über die Jahre gelernt das Land-Cruiser keine Bedrohung sind. Also kamen wir die Spur längs und die Paviane am Weg ließen sich nicht stören. Sie saßen dort im hohen Gras und ganz vorne am Weg saß ein ganz kleiner süßer männlicher Pavian. Er war mit einem Grashalm beschäftigt und die anderen machten untereinander ganz viel Fellpflege.

Affenbrotbaum, ein Zeitzeuge von mehreren Jahrhunderten

Und nun noch zum Affenbrotbaum. Er schien alt zu sein, sehr alt und hatte besteht bereits einen Umfang von mehr als 15 Metern. Am Stamm hatten sich über die Jahre immer wieder Elefanten ihre Stoßzähne geschärft, gereinigt und von all diesem ließ sich der Affenbrotbaum nicht beeindrucken und genoß weiter sein Alter.

„Ein Affenbrotbaum kann mehrere tausend Liter Wasser in seinen Fasern speichern. Und während der Trockenzeit dient der Affenbrotbaum als lebenswichtiger Wasserspeicher für die Elefanten“, meinte Elly.

Ach ja, dann verletzt ein Elefant die Rinde, weil er an das Wasser ran will.

Elly meinte dann „Dieser Affenbrotbaum ist mit einem Umfang von ca. 15 Metern bestimmt über 300 Jahre alt!“. Mann, wie krass ist das denn.

Hier im Tarangire National Park gibt es so viele, sehr alte Affenbrotbäume. Jeder dieser Affenbrotbäume ist ein Wasserspeicher von mehreren tausend Liter Wasser und auch die Früchte sind extrem nahrhaft und werden als Superfood bezeichnet. Der Affenbrotbaum das Lebenselixier für Mensch und Tier.

Ohne unseren Guide, Elly, hätten wir die Bäume des Lebens nicht wahrgenommen. Von alldem sind einige Hornvögel unbeeindruckt. Sie nutzen den Affenbrotbaum einfach zum Sitzen. Das geht eben auch.

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