Kapstadt Reiseführer: Entdecke die „Mother City“ Südafrikas
Kapstadt, die „Mother City“ am südwestlichen Zipfel Südafrikas, ist eine der faszinierendsten Metropolen der Welt. Umgeben vom majestätischen Tafelberg, zwei Ozeanen und den berühmtesten Weinregionen des Landes, zieht Kapstadt Besucher durch seine einmalige Mischung aus atemberaubender Natur, reicher Geschichte und kosmopolitischer Kultur in seinen Bann.
Dieser Guide hilft dir dabei, deine Reise optimal zu planen und die Höhepunkte der Stadt zu erleben.
Die Top-Sehenswürdigkeiten in Kapstadt, die du nicht verpassen darfst
Kapstadt bietet eine unglaubliche Vielfalt an Attraktionen. Diese Highlights sollten ganz oben auf deiner Liste stehen:
Der Tafelberg (Table Mountain): Das Naturwunder über Kapstadt
Der Tafelberg ist weit mehr als nur ein Berg; er ist ein UNESCO-Weltnaturerbe und eine geologische Ikone, die die Silhouette Kapstadts seit Millionen von Jahren dominiert. Seine einzigartige Form – flach wie ein Tisch – macht ihn auf der ganzen Welt sofort erkennbar. Der höchste Punkt ist der Maclear’s Beacon mit 1086 Metern über dem Meeresspiegel. Der Berg selbst besteht hauptsächlich aus massivem Tafelberg-Sandstein, dessen Schichten sich vor etwa 450 Millionen Jahren gebildet haben. Die flache Spitze ist das Ergebnis von Erosion.
Ein bekanntes Phänomen ist die sogenannte „Tischdecke“ (Tablecloth). Dabei handelt es sich um eine Wolkenformation, die entsteht, wenn feuchte Luft vom Meer aufsteigt und an den Bergseiten kondensiert. Dieses Wolkenband fällt oft dramatisch über die Kanten ab, während die Stadt darunter in der Sonne liegt.
Der Tafelberg wird von zwei weiteren markanten Gipfeln flankiert: Devil’s Peak im Osten und Lion’s Head im Westen. Zusammen bilden sie einen majestätischen Halbkreis um die City Bowl.
Die Tafelberg-Seilbahn (Table Mountain Aerial Cableway)
Die Seilbahn ist die beliebteste und schnellste Art, den Gipfel zu erreichen. Die Fahrt dauert nur etwa 5 Minuten. Die modernen Gondeln fassen jeweils bis zu 65 Personen. Das Besondere ist der rotierende Boden der Gondel. Während du hochfährst (oder hinunter), dreht sich die Kabine langsam um 360 Grad, so dass jeder Fahrgast eine perfekte Panoramasicht erhält – ganz ohne drängeln zu müssen!
Die Seilbahn kann bei starkem Wind oder sehr schlechtem Wetter den Betrieb einstellen. Prüfe vor deinem Besuch auf der offiziellen Website den Betriebsstatus.
Buche deine Tickets online im Voraus, um lange Wartezeiten an den Kassen zu vermeiden. Es gibt oft separate Schlangen für Online- und Kassentickets.
Die Tafelberg-Wanderwege: Sportliche Gipfeleroberung
Für Naturliebhaber und sportlich Ambitionierte ist der Aufstieg zu Fuß ein unvergessliches Abenteuer.
Platteklip Gorge ist die bekannteste und direkteste Route zur Spitze. Sie ist ein steiler, anspruchsvoller Aufstieg über natürliche Steinstufen in einer felsigen Schlucht. Du solltest etwa 2 bis 3 Stunden für den Aufstieg einplanen. Diese Route ist besonders an heißen Tagen sehr anstrengend.
Routen wie India Venster (deutlich anspruchsvoller und nicht für Anfänger geeignet) oder Skeleton Gorge (beginnt in Kirstenbosch und führt durch Wald) bieten Abwechslung, erfordern aber oft mehr Zeit und Erfahrung.
Egal, welche Route du planst: Starte früh, nimm immer mindestens 2 Liter Wasser pro Person mit, trage festes Schuhwerk und gehe nie allein. Das Wetter kann sich auf dem Berg extrem schnell ändern. Es wird dringend empfohlen, sich vorab über die Route und die Bedingungen zu informieren.
Fynbos: Die einzigartige Pflanzenwelt
Die flache Spitze des Tafelbergs ist keine kahle Felswüste, sondern ein florales Wunderland. Der Berg ist Teil des kleinsten, aber artenreichsten Pflanzenreichs der Welt, dem Cape Floral Kingdom, das zum Weltkulturerbe gehört.
Die hier vorherrschende Vegetation ist der Fynbos (Afrikaans für feiner Busch). Er besteht aus widerstandsfähigen, oft kleinblättrigen Pflanzen, darunter Heidekrautgewächse, Gräser und viele endemische Arten. Besonders spektakulär sind die Protea, die Nationalblume Südafrikas. Du kannst auf dem Berg verschiedene Arten bewundern, die in leuchtenden Farben und imposanten Formen blühen.
Robben Island: Das Gefängnis, das zur Ikone der Freiheit wurde
Robben Island, auf Afrikaans Robbeneiland, ist eine Insel in der Tafelbucht, etwa 9 Kilometer vor der Küste Kapstadts. Über Jahrhunderte hinweg diente die Insel als Isolationseinrichtung: von einem Verbanungsort und einer Quarantänestation bis hin zu einer Militärbasis. Ihre größte Bedeutung erlangte sie jedoch als Hochsicherheitsgefängnis während der Apartheid-Ära.
Zwischen 1961 und 1996 diente Robben Island als Gefängnis für politische Gefangene, die gegen das rassistische Apartheid-Regime Südafrikas kämpften. Der berühmteste Insasse war Nelson Mandela, der hier 18 seiner 27 Jahre in Haft verbrachte, meist in der winzigen Zelle 46 im Block B. Auch andere hochrangige Anti-Apartheid-Aktivisten, darunter Walter Sisulu und Robert Sobukwe, waren hier inhaftiert.
Die Gefangenen, insbesondere die schwarzen politischen Gefangenen, wurden unter unmenschlichen Bedingungen gehalten und mussten harte Arbeit in den Kalksteinbrüchen verrichten. Die Bedingungen waren darauf ausgelegt, ihren Widerstand und ihre moralische Stärke zu brechen.
Das Erbe und die Bedeutung heute
Heute ist Robben Island ein UNESCO-Weltkulturerbe und ein Museum, das der Welt die Geschichte des Triumphs des menschlichen Geistes über die Unterdrückung erzählt. Die Insel ist ein kraftvolles Symbol für den Sieg der Demokratie und die Überwindung des Rassismus. Sie erinnert daran, wie die Gefangenen trotz ihrer Isolation eine Gemeinschaft des Widerstands, der Bildung und des politischen Diskurses aufrechterhielten.
Der Besuch von Robben Island
Der Besuch ist ein Muss, um die Geschichte Südafrikas wirklich zu begreifen. Die Überfahrt mit der Fähre zur Insel dauert etwa 30 bis 45 Minuten und beginnt an der V&A Waterfront in Kapstadt. Die Führungen auf der Insel werden von ehemaligen politischen Gefangenen geleitet. Diese persönliche Erzählung macht das Erlebnis extrem bewegend und authentisch. Du besuchst die verschiedenen Bereiche des Gefängnisses, einschließlich Mandelas Zelle.
V&A Waterfront
Die Victoria & Alfred Waterfront ist das touristische Herz der Stadt. Sie bietet eine gelungene Mischung aus Shopping, Restaurants, Unterhaltung und maritimem Flair mit aktivem Arbeitshafen.
Maritimes Flair und Lage
Die V&A Waterfront liegt im ältesten Teil des Hafens von Kapstadt, benannt nach Queen Victoria und ihrem Sohn Alfred, der 1860 mit dem Bau des ersten Beckens (Alfred Basin) begann. Du genießt einen fantastischen Blick auf den Tafelberg, den Signal Hill und das Meer. Trotz der vielen modernen Elemente ist der maritime Charakter mit Schiffen, Fischerbooten, dem historischen Clock Tower und sogar Seehunden, die sich oft auf den Stegen sonnen, erhalten geblieben.
Einkaufen und Märkte
Das Victoria Wharf Shopping Centre bietet eine breite Auswahl an internationalen und lokalen Marken, Boutiquen und Souvenirläden. Daneben befindet sich The Watershed, eine große Halle, die als Marktplatz für afrikanisches Kunsthandwerk, Design und Mode dient. Hier findest du tolle, oft handgemachte Souvenirs.
V&A Food Market ist ein Paradies für Foodies mit einer großen Auswahl an Street Food, lokalen Spezialitäten und internationalen Köstlichkeiten.
Kultur und Unterhaltung
Das Zeitz MOCAA (Museum of Contemporary Art Africa) ist eines der bedeutendsten Museen für zeitgenössische afrikanische Kunst, untergebracht in einem spektakulär umgebauten ehemaligen Getreidesilo.
Im Two Oceans Aquarium kannst du die faszinierende Unterwasserwelt erleben, die entsteht, wo der kalte Atlantik auf den warmen Indischen Ozean trifft.
Vom Robben Island Fährterminal aus starten die Fähren zur historischen Gefängnisinsel Robben Island.
Aktivitäten an der V&A Waterfront
Es gibt ein großes Riesenrad (Cape Wheel), Hubschrauber-Rundflüge und unzählige Möglichkeiten für Hafenrundfahrten und Bootstouren (besonders beliebt sind die Fahrten bei Sonnenuntergang).
Essen und Trinken an der V&A Waterfront
Die Waterfront bietet eine riesige Auswahl an Restaurants, von zwanglosen Burgerläden und Cafés bis hin zu gehobenen, eleganten Bistros und Fischrestaurants. Viele haben Außenbereiche direkt am Wasser.
Die V&A Waterfront ist ein lebendiger Ort, der zum Bummeln, Schlemmen, Shoppen und Entdecken einlädt und sich durch seine Sicherheit und die langen Öffnungszeiten der Geschäfte und Restaurants auszeichnet.
Kap der Guten Hoffnung (Cape of Good Hope) und Kap-Halbinsel
Ein Tagesausflug zum Kap der Guten Hoffnung (Cape of Good Hope) ist ein absolutes Muss, wenn du in Kapstadt bist! Es ist eine unvergessliche Rundfahrt entlang der atemberaubenden Kap-Halbinsel und du solltest dafür einen vollen Tag einplanen (ca. 8 bis 10 Stunden).
Der Ausflug beginnt typischerweise morgens von Kapstadt aus und führt dich zunächst entlang der Küste der False Bay (Ostseite der Halbinsel). Dein erster Stopp können die berühmten bunten Badehäuschen am Strand von Muizenberg sen. Sie bieten eine tolle Fotokulisse. Weiter geht es Richtung Simon’s Town. Dort kannst du einen kurzen Stopp einlegen, um das charmante Flair zu genießen.
Boulders Beach bietet ein großes Highlight: In einer geschützten Bucht von Simon’s Town lebt eine Kolonie Afrikanischer Pinguine. Du kannst die drolligen Vögel von erhöhten Holzstegen aus beobachten, wie sie watscheln, brüten oder im Meer baden. Nach den Pinguinen fährst du weiter in den Table Mountain National Park (genauer gesagt in das Cape of Good Hope Nature Reserve), wo sich die Spitze der Halbinsel befindet.
Der Cape Point ist das Ziel vieler Besucher. Hier kannst du mit der Standseilbahn (Flying Dutchman Funicular) fahren oder hochwandern zum historischen Leuchtturm. Von oben hast du einen spektakulären Panoramablick über die gesamte Halbinsel und das Meer. Oft siehst du hier auch Paviane (Achtung: nicht füttern und Abstand halten!).
Cape of Good Hope
Vom Kap der Guten Hoffnung aus fährst du zum berühmten Schild am Cape of Good Hope. Dies ist der südwestlichste Punkt Afrikas (nicht der südlichste, das ist das Cape Agulhas). Ein obligatorischer Fotostopp und ein magischer Ort, um die wilde, unberührte Natur zu bestaunen. Im gesamten Reservat erlebst du die einzigartige Fynbos-Flora, die nur in der Kapregion wächst. Mit etwas Glück siehst du Strauße oder verschiedene Antilopenarten.
Auf dem Rückweg nach Kapstadt fährst du entlang der Westküste der Halbinsel, der sogenannten Atlantikküste. Chapman’s Peak Drive ist die berühmteste und spektakulärste Küstenstraße der Tour. Die Straße ist in die steilen Felsen gehauen und bietet atemberaubende Ausblicke auf den Atlantik und die Bucht von Hout Bay. Es handelt sich um eine Mautstraße und sie wird bei starkem Wind oder Steinschlag manchmal geschlossen (prüfe das am besten vorher).
Tipp: Fahre diese Straße idealerweise am späten Nachmittag von Noordhoek nach Hout Bay, da die Sonne dann die Klippen beleuchtet – die schönsten Aussichten sind hier garantiert!
Hout Bay ist ein malerischer Fischerort, wo du eine optionale Bootsfahrt zur nahegelegenen Robbeninsel (Duiker Island) unternehmen kannst.
Auf den letzten Kilometern passierst du die mondänen Vororte und Strände von Llandudno und Camps Bay, bevor du Kapstadt am Fuße des Tafelbergs erreichst.
Wichtige Tipps für deinen Ausflug
Am flexibelsten bist du mit einem Mietwagen. Alternativ gibt es viele geführte Tagestouren.
Ziehe dich im Zwiebellook an. Am Kap kann es sehr windig und kühl sein, während es in Kapstadt warm ist.
Beginne früh (gegen 8:00 Uhr), um die wichtigsten Punkte in Ruhe genießen zu können und dem größten Andrang zu entgehen.
Bo-Kaap
Bo-Kaap ist eines der ikonischsten und fotogensten Viertel von Kapstadt, bekannt für seine leuchtend bunten Häuser und die reiche Geschichte der Cape Malay Kultur.
Die wohl auffälligste Eigenschaft von Bo-Kaap sind die leuchtend bemalten Fassaden der Häuser. Die schmalen, kopfsteingepflasterten Straßen sind gesäumt von Gebäuden in Farben wie Türkis, leuchtendem Pink, Limettengrün und Sonnengelb.
Es gibt verschiedene Theorien, warum die Häuser so bunt sind. Eine gängige Erklärung ist, dass die Bewohner nach Abschaffung der Sklaverei im 19. Jahrhundert ihren neu gewonnenen Ausdruck der Freiheit feierten, indem sie ihre zuvor weißen oder dezent gehaltenen Häuser bunt anstrichen. Eine andere besagt, dass es eine visuelle Feier für den Eid al-Fitr (Ende des Ramadans) war.
Bo-Kaap – früher bekannt als Malay Quarter – ist das historische Zentrum der Cape Malay (Kap-Malaien) Gemeinschaft in Kapstadt. Diese Gemeinschaft besteht hauptsächlich aus Nachfahren von Sklaven, die im 17. und 18. Jahrhundert von den Niederländern aus Indonesien, Malaysia, Sri Lanka und dem indischen Subkontinent (besonders Bengalen) an das Kap gebracht wurden.
Muslimisches Erbe: Es ist ein überwiegend muslimisches Viertel. Du findest hier die älteste Moschee Südafrikas, die Auwal-Moschee, die 1794 gegründet wurde.
Die Kultur der Kap-Malaien hat die kulinarische Szene Kapstadts maßgeblich geprägt. Die Cape Malay Küche ist bekannt für ihre aromatischen, oft süß-scharfen Gewürze und ihre einzigartigen Gerichte.
Typische Gerichte sind Bobotie (ein Hackfleischauflauf mit einer süßen Ei-Kruste), Samoosas (gefüllte Teigtaschen) oder verschiedene aromatische Currys.
Kirstenbosch National Botanical Garden: Die Flora des Kaps
Der Kirstenbosch National Botanical Garden gilt als einer der schönsten und bedeutendsten botanischen Gärten der Welt. Er liegt spektakulär an den Osthängen des Tafelbergs und bietet eine unvergleichliche Kulisse. Die majestätische Bergwand bildet einen dramatischen Hintergrund für die üppigen Gärten.
Eine Besonderheit von Kirstenbosch ist, dass er ausschließlich Pflanzenarten zeigt, die im südlichen Afrika heimisch sind. Das macht ihn zu einem lebendigen Schaufenster der südafrikanischen Biodiversität. Zudem ist er Teil des Cape Floral Kingdom, eines UNESCO-Weltnaturerbes, welches das kleinste, aber artenreichste Blumenreich der Welt ist. Auf dem über 528 Hektar großen Gelände, von denen etwa 36 Hektar intensiv bewirtschaftet werden, kannst du die vielfältige Kap-Flora bestaunen. Du findest hier riesige Bereiche mit Fynbos (Feingebüsch), der typischen Vegetation des Kaps, sowie die imposanten Proteas, die Nationalblume Südafrikas.
Es gibt spezielle Bereiche wie den Steingarten, den Duftgarten, einen Heilgarten sowie das Konservatorium, welches Pflanzen aus den trockeneren Regionen Südafrikas, einschließlich des riesigen Baobab-Baumes (Affenbrotbaum), beherbergt.
Ein architektonisches Highlight und eine beliebte Attraktion ist der Centenary Tree Canopy Walkway, auch liebevoll „Boomslang“ (Baumschlange) genannt. Dieser 120 Meter lange, geschwungene Pfad aus Holz und Stahl führt dich vom Waldboden aus in und über die Baumkronen des Arboretums. Von der Brücke aus hast du einen spektakulären Panoramablick auf den Garten, die umliegenden Berge und die Cape Flats.
Auf den großen Rasenflächen finden regelmäßig Sunday Summer Concerts statt. Es ist ein beliebtes Event, bei dem Einheimische und Touristen mit Picknickdecken und Körben zusammenkommen, um unter freiem Himmel Musik zu genießen.
Lion’s Head und Signal Hill
Diese beiden Berge bieten eine fantastische Alternative zum Tafelberg, besonders zum Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang. Der Aufstieg zum Lion’s Head ist eine beliebte, wenn auch anspruchsvolle Wanderung, während der Signal Hill mit dem Auto erreichbar ist und eine tolle Aussicht bietet.
Kulinarische Highlights: Essen & Trinken in der Mother City
Kapstadt bietet eine vielfältige und aufregende kulinarische Szene, die von traditionellen südafrikanischen Gerichten bis hin zu internationaler Gourmetküche reicht. Die Stadt profitiert von ihrer Lage am Meer, was sich in einer Fülle von frischen Meeresfrüchten und Fisch widerspiegelt. Gleichzeitig ist sie das Tor zu den berühmten Weinregionen, was eine herausragende Weinkultur mit sich bringt.
Traditionelle Südafrikanische Küche
Braai (Grillen): Grillen ist in Südafrika eine Kunstform und ein wichtiger Teil der Kultur. Man findet Braai-Stände überall, an denen köstliches gegrilltes Fleisch wie Lammkoteletts, Rindfleischspieße (sosaties) und die typische Boerewors (Bauernwurst) serviert werden.
Bobotie ist herzhaftes, süß-würziges Hackfleischgericht, das mit Rosinen und Aprikosen angereichert ist und mit einer Eierhaube überbacken wird. Es hat malayische Wurzeln und ist ein Nationalgericht.
Bei Potjiekos handelt es sich um einen Eintopf, der traditionell in einem dreibeinigen gusseisernen Topf (potjie) über offenem Feuer langsam gekocht wird. Er besteht meist aus Fleisch, Gemüse und Gewürzen.
Biltong und Droëwors sind Trockenfleisch-Snacks, die man in Südafrika überall findet. Biltong ist eine Art Trockenfleisch, das in Streifen geschnitten wird, während Droëwors eine getrocknete Wurst ist. Perfekt als Snack für zwischendurch.
Gatsbys ist ein riesiges, typisches Sandwich aus Kapstadt, das auf einem großen, weichen Brötchen serviert wird und mit Füllungen wie Pommes Frites, Wurst, Steak oder Hähnchen gefüllt ist. Ein Muss für den schnellen, deftigen Hunger.
Curries und Samosas verdankt Kapstadt seiner Kap-Malay-Bevölkerung. Die Curries sind oft etwas milder und süßer als die indischen Versionen und zeichnen sich durch Aromen wie Zimt, Kardamom und Nelken aus.
Meeresfrüchte und Fisch
- Aufgrund der Lage am Atlantik ist frischer Fisch in Kapstadt eine Spezialität.
- Hake (Seehecht): Ein sehr beliebter Speisefisch, der oft frittiert (fish and chips) oder gegrillt serviert wird.
- Kingklip: Ein feiner, weißer Fisch, der als Delikatesse gilt.
- Snoek: Ein salziger, fester Fisch, der typischerweise braaied (gegrillt) oder geräuchert wird.
- Austern, Langusten und Garnelen: An der V&A Waterfront und in Restaurants an der Küste findet man hervorragende Fischrestaurants.
Getränke und Weine
- Kapstadt ist das Herz der südafrikanischen Weinindustrie. Die umliegenden Weinregionen wie Stellenbosch, Franschhoek und Constantia sind für ihre hervorragenden Weine, insbesondere Chenin Blanc, Sauvignon Blanc und Pinotage (eine südafrikanische Kreuzung), weltbekannt.
- Die Craft-Beer-Szene in Kapstadt ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Es gibt zahlreiche Mikrobrauereien, die in den Bars der Stadt zu finden sind.
- Rooibos-Tee, ein koffeinfreier Kräutertee, wird aus einer Pflanze gewonnen wird, die nur in Südafrika wächst. Er wird heiß oder als Eistee getrunken und ist für seine gesundheitlichen Vorteile bekannt.
- Amarula: Ein Likör aus der Frucht des Marula-Baums, cremig und süß.
Hier kannst du einkehren
- V&A Waterfront: Bietet eine breite Palette an Restaurants, von gehobener Küche bis hin zu informellen Bistros mit Meerblick.
- City Bowl: Die Innenstadt und Viertel wie Kloof Street oder Bree Street sind bekannt für ihre trendigen Cafés, Gourmet-Restaurants und Bars.
- Woodstock: Das ehemalige Industriegebiet ist heute ein Hipster-Viertel mit dem berühmten Old Biscuit Mill Market, der eine riesige Auswahl an Street Food bietet.
- Camps Bay: Restaurants entlang des Strandes bieten eine gehobene Küche mit fantastischem Blick auf den Sonnenuntergang.
Sicherheit in Kapstadt
Kapstadt gilt als eine der schönsten Städte der Welt, aber wie viele Großstädte in Südafrika hat auch sie mit einer hohen Kriminalitätsrate zu kämpfen. Für Touristen ist Kapstadt in der Regel sicher, solange grundlegende Vorsichtsmaßnahmen beachtet und bestimmte Gebiete gemieden werden.
Die meisten schwerwiegenden Verbrechen finden in den Townships am Stadtrand statt. Besuche diese Gebiete nur im Rahmen einer organisierten Tour mit einem erfahrenen Führer.
Lass teuren Schmuck und Uhren im Hotel. Benutze dein Smartphone diskret und trage es nicht offen in der Hand.
Besonders in belebten Bereichen wie Märkten oder in Menschenmengen solltest du auf Taschendiebe achten.
Uber und Bolt sind die beste Wahl, um dich in Kapstadt zu bewegen. Sie sind sicher, zuverlässig und die Preise sind fair.
Gehe nachts nicht zu Fuß. Auch wenn ein Weg kurz erscheint, nimm dir ein Uber, Bolt oder Taxi, um sicher zu deinem Ziel zu kommen.
Sei beim Geldabheben vorsichtig und nutze Geldautomaten in gut beleuchteten Bereichen oder direkt in Einkaufszentren und Banken. Lass dich nicht ablenken und verstau das Geld sofort.
Lass keine Wertgegenstände im geparkten Auto liegen, auch nicht im Kofferraum.
Bei Wanderungen auf dem Tafelberg oder dem Lion’s Head solltest du dich an belebte Pfade halten und nicht allein gehen, besonders nicht am frühen Morgen oder späten Abend.
Hotels in Kapstadt
Es gibt eine riesige Auswahl an Unterkünften in Kapstadt.
Wer am liebsten im Hotel nächtigt, für den sind The Glen Boutique Hotel & Spa oder die Cape Diem Lodge hervorragende Adressen.
Aus eigener Erfahrung können wir die Cape Paradise Lodge and Apartments empfehlen. Sie liegt ruhig am Ende einer Sackgasse – am Ende der Kloof Street. Parken ist kostenfrei auf dem abgeschlossenen Gelände möglich.































