Sossusvlei – Das magische Lichtspiel der höchsten Dünen der Welt

Welcome to our blog! While the full article is in German, here are the key takeaways for your Sossusvlei adventure.

Welcome to one of the most surreal landscapes on Earth. Sossusvlei, nestled within the ancient Namib Desert, is a spectacular wonderland of towering, rust-red sand dunes shifting silently against a brilliant blue sky. It is a place of dramatic contrasts, raw natural beauty, and haunting emptiness that will leave you absolutely breathless.

Must-See Highlights

Deadvlei: A hauntingly beautiful white clay pan punctuated by the dark skeletons of 900-year-old camel thorn trees, framed by the massive orange dune walls.

Big Daddy: The highest sand dune in the area, standing at around 325 meters. The challenging trek to the top rewards you with an endless sea of sand before a thrilling run straight down into Deadvlei.

Dune 45: The most photographed dune in the world, famous for its perfect, elegant curves. It is highly accessible and offers an unforgettable spot to watch the sunrise.

Sesriem Canyon: A natural canyon carved deep into the sedimentary rock by the Tsauchab River, providing a cool, shady walk between narrow stone walls.

Best Travel Time

The ideal months to visit are from May to October during the cooler dry season. Daytime temperatures are highly pleasant (around 20–25°C), and the crisp morning light makes the colors of the dunes pop dramatically for photography. If you want to avoid peak crowds, the shoulder months of April and September/October are excellent alternatives.

Where to Stay

Currently, staying at the accommodations inside the park is not recommended.

The Sossusvlei Lodge is located directly at the gate—you simply cannot get a better location. However, the property is quite large and geared towards hosting many guests.

If you prefer a more intimate and individual experience, the nearby Le Mirage Sossusvlei and Desert Homestead Lodge are excellent choices. Both are situated in Sesriem, and the drive to the main gate takes only about 15 to 20 minutes from either location.

How to Get There

The most popular way to explore is a self-drive road trip from Windhoek or Swakopmund, which takes about 4.5 to 5 hours. While the main road from the gate into the dunes is fully paved, the gravel access roads to Sesriem can be bumpy. We highly recommend renting a sturdy 4WD vehicle, which is also absolutely required to conquer the final 5-kilometer sandy stretch to the Deadvlei parking area. Alternatively, shuttles are available at the 2WD parking lot.

What to Bring

Sun Protection: High-SPF sunscreen, a wide-brimmed hat, and quality sunglasses are absolute essentials in the harsh desert environment.

Sturdy Closed Shoes: The sand gets incredibly hot by mid-morning, making sandals unusable for climbing the dunes.

Layers of Clothing: Desert temperatures plunge drastically at night and early in the morning, so bring a warm jacket alongside your lightweight daywear.

Plenty of Water: Always carry at least 2–3 liters of water per person when heading out into the dunes.

Cultural Pro Tips

Namibia is a vast, sparsely populated country where hospitality and community matter deeply. When stopping at remote outposts like Solitaire on your way to the dunes, take the time to greet the locals warmly and enjoy a chat—and do not miss trying the legendary local apple pie! Always ask for permission before taking photos of people, respect the fragile desert ecosystem by strictly staying on designated tracks, and remember that patience is key when driving on Namibia’s endless gravel roads.

Sossusvlei: Das glühende Herz der Namib-Wüste

Wenn die ersten Sonnenstrahlen die monumentalen Sandkämme in ein tiefes, fast unwirkliches Rotorange tauchen, während die Täler noch in kühlem Blauschwarz im Schatten liegen, hältst du unwillkürlich den Atem an. Sossusvlei ist kein Ort, den du einfach nur besichtigst – es ist eine visuelle Naturgewalt. Das meditative Zusammenspiel aus perfekter Geometrie, den endlosen Texturen des Sandes und dem surrealen Kontrast zwischen strahlend weißem Tonboden, tiefschwarzen Akazien-Skeletten und dem kobaltblauen Himmel brennt sich für immer in dein Gedächtnis ein. Die uralte Namib-Wüste strahlt eine erhabene Ruhe aus, die dich dazu einlädt, den Moment ganz bewusst aufzusaugen, die Kamera in Position zu bringen und der Magie des afrikanischen Lichts zu folgen.

Quick-Facts & Best Travel Time

  • Lokation & Region:Hardap-Region, im Herzen des 50.000 km² großen Namib-Naukluft-Nationalparks im Südwesten Namibias.
  • Einwohner:Die Wüste selbst ist menschenleer; die kleine Versorgungsstation am Parkeingang heißt Sesriem.
  • Sprache:Englisch (Amtssprache), Deutsch und Afrikaans sind in den Lodges weit verbreitet.
  • Währung:Namibia-Dollar (NAD), im Verhältnis 1:1 an den Südafrikanischen Rand (ZAR) gekoppelt. Beide Währungen werden überall akzeptiert.
  • Beste Reisezeit:Mai bis September. In diesen Monaten herrschen angenehmere Tagestemperaturen, und die Fernsicht ist durch die klare Winterluft für Fotografen absolut unschlagbar.
  • Anreise:Von Windhoek aus erreichst du Sesriem mit einem Allrad-Fahrzeug (4×4) über die C24 und C19 in etwa 5 Stunden Fahrt.
  • Preisniveau:Gehoben (aufgrund der abgeschiedenen Lage und des aufwändigen Ressourcen-Transports in die Wüste).
  • Unser Vibe-Check:Episch, zeitlos, majestätisch und ein absolutes Mekka für die Landschafts- und Astrofotografie.
  • 3 Dinge die in den Koffer gehören:
    • Ein Blasebalg und feine Reinigungstücher (der feine Wüstensand findet jede Lücke im Kamera-Equipment).
    • Feste, geschlossene Wanderschuhe (der Sand auf den Dünenkämmen kann verdammt heiß werden).
    • Eine hochwertige Stirnlampe mit Rotlicht-Modus für den Erhalt der Nachtsicht beim Stargazing.

Die Top-Highlights im Sossusvlei

Deadvlei – Das surreale Meisterwerk der Natur

Es gibt Orte auf dieser Welt, die so unwirklich erscheinen, dass man vor ihnen steht und für einen Moment vergisst, zu atmen. Das Deadvlei ist genau so ein Ort. Sobald du diese schneeweiße Tonpfanne betrittst, fühlst du dich wie in einem Gemälde von Salvador Dalí. Vor Jahrhunderten schnitt eine gewaltige Sanddüne das Gebiet vom Tsauchab-Fluss ab, woraufhin das Wasser verdunstete und die dortigen Kameldornbäume starben. Doch statt zu verrotten, trocknete die extreme Hitze das Holz aus.

Heute stehen die tiefschwarzen, über 900 Jahre alten Baumskelette wie filigrane Skulpturen in der weißen Pfanne, majestätisch eingerahmt von den gigantischen, intensiv orange-leuchtenden Sanddünen und einem tiefblauen, wolkenlosen Himmel. Das Deadvlei ist ein absolutes Eldorado für Fotografen – unser Tipp ist es, die Perspektiven zu wechseln und das Spiel der Schatten auf dem hellen Boden einzufangen, bevor die Mittagssonne die Kontraste schluckt.

Das Geheimnis des Wüstennebels

Um das Deadvlei frühmorgens im dichten Nebel zu erleben, müssen einige Dinge an der Skelettküste und dem eiskalten Benguelastrom zusammen kommen.

  • Das Treffen der Extreme: Wenn die heiße Wüstenluft des afrikanischen Kontinents auf die eiskalte Luft über dem Atlantischen Ozean trifft, kühlt die Feuchtigkeit schlagartig ab und kondensiert. Es entsteht eine gigantische, dichte Nebelbank über dem Meer.

  • Der nächtliche Transport: Nachts, wenn die Wüste abkühlt, drückt eine leichte Brise diesen schweren Seenebel landeinwärts. Er kriecht wie ein weißes Gespenst über die riesigen Dünen der Namib.

  • Das Zeitfenster: Der Nebel schafft es meist nur in den frühen Morgenstunden und an bestimmten Tagen im namibischen Winter und Frühjahr (oft zwischen Mai und September) so tief ins Landesinnere – bis zu 60 Kilometer weit zum Sossusvlei. Sobald die Sonne aufgeht und die Wüste aufheizt, löst sich der Nebel innerhalb kürzester Zeit auf.

Unser Foto-Tipp dazu: Der Kontrast zwischen den weichen, weißen Nebelschleiern, den tiefschwarzen Baumskeletten und den schemenhaft auftauchenden, roten Dünenwänden im Hintergrund gehört zum Visuellsten, was man in Namibia überhaupt einfangen kann.

Wenn die Wüste lebt: Wasser im Sossusvlei

Noch seltener als der Nebel ist das absolute Jahrhundertereignis: Echtes Wasser im Deadvlei oder Sossusvlei.

Dazu muss man wissen: Das Sossusvlei ist eine Endpfanne (ein sogenanntes „Vlei“) für den Tsauchab-Fluss. Dieser Fluss führt die meiste Zeit des Jahres überhaupt kein Wasser – er ist ein reines Trockenflussbett (Rivier).

Damit die Pfannen im Sossusvlei oder gar im Deadvlei vollaufen, müssen extreme Bedingungen herrschen:

  • Heftige Regenfälle im Naukluft-Gebirge: Es nützt nichts, wenn es an den Dünen selbst regnet. Die heftigen Sommerregen (meist zwischen Januar und April) müssen tief im Landesinnere, im östlich gelegenen Naukluft-Gebirge, niedergehen.

  • Die Sturzflut: Wenn dort genug Regen fällt, verwandelt sich der Tsauchab-Fluss in eine reißende Sturzflut. Die Wassermassen bahnen sich ihren Weg durch den Sesriem Canyon und schießen die 60 Kilometer weiter hinein in die Wüste.

  • Der finale Stopp: Am Ende des Weges prallt das Wasser auf die unüberwindbaren, gigantischen Sanddünen. Das Sossusvlei läuft voll und verwandelt sich in einen surrealen, spiegelnden Wüstensee.

Während das Sossusvlei alle paar Jahre (etwa alle 5 bis 10 Jahre) mal Wasser führt, schafft es die Flut nur in ganz extremen Ausnahmejahren über die Dünenbarrieren hinweg bis ins Deadvlei. Wenn das passiert, spiegelt sich die afrikanische Sonne auf einer glasklaren Wasserfläche, aus der die schwarzen Äste der jahrhundertealten Bäume ragen. Ein Anblick, der sich tief ins Gedächtnis einbrennt.

Big Daddy & Big Mama – Das gigantische Dünen-Paar

Er ragt majestätisch empor und dominiert die gesamte Landschaft: „Big Daddy“ ist mit rund 325 Metern die höchste Düne in der Sossusvlei-Region und eine echte Legende. Der Aufstieg ist eine sportliche Herausforderung, die deinen Puls in die Höhe treiben wird. Schritt für Schritt setzt du deine Füße in den tiefen, nachgebenden Sand, während du langsam auf dem messerscharfen Dünengrat balancierst. Der Wind weht feine Sandkörner um deine Knöchel, und je höher du kommst, desto spektakulärer wird das Panorama.

Oben angekommen, liegt dir ein scheinbar unendliches, wellenförmiges Meer aus roten Sandbergen zu Füßen. Das eigentliche Abenteuer wartet jedoch beim Abstieg: Statt mühsam zurückzugehen, rennst oder rutschst du den steilen, fast senkrechten Hang an der Flanke hinab. Der Sand fängt an zu „singen“ – ein tiefes, vibrierendes Brummen, das durch die Reibung der Körner entsteht –, und nach nur wenigen Minuten voller Adrenalin landest du direkt im weißen Kessel des Deadvlei.

Doch der König der Wüste hat eine ebenso beeindruckende Partnerin an seiner Seite. Genau gegenüber, auf der nördlichen Seite des Sossusvlei-Tals, wacht „Big Mama“ über die sandige Ebene. Sie steht ihrem Gegenpart in Sachen Erhabenheit in nichts nach und fasziniert vor allem durch ihre eleganten, geschwungenen Formen, die sich im sanften Licht des Spätnachmittags tiefviolett und rot färben. Während die meisten Besucher zu „Big Daddy“ pilgern, bietet der Aufstieg auf „Big Mama“ eine wunderbar ruhige, oft menschenleere Alternative. Von ihrem Gipfel aus genießt du einen spektakulären und völlig neuen Blickwinkel auf das gesamte Ausmaß des Sossusvlei und die mächtigen Dynamiken dieser uralten Wüstenlandschaft.

Dune 45 – Die formvollendete Ikone

Sie ist der unbestrittene Star unter den Dünen und vermutlich das am häufigsten fotografierte Sandgebilde der Welt. Ihren pragmatischen Namen verdankt sie der Tatsache, dass sie exakt bei Kilometer 45 des Parkzugangs liegt. Die Düne 45 besticht durch ihre makellose, elegant geschwungene S-Kurve, die sich wie eine Skulptur in den Himmel zieht. Da sie direkt an der Asphaltstraße liegt, ist sie unglaublich leicht zugänglich.

Besonders in den frühen Morgenstunden entfaltet sie ihre ganze Magie. Wenn das erste Licht des Tages auf die Flanke trifft, wird die Düne exakt in zwei Hälften geteilt: Eine Seite erstrahlt in einem warmen, fast glühenden Apricot-Ton, während die andere Seite in tiefem, kühlem Schatten liegt. Wer den Aufstieg wagt, wird mit einem fantastischen Rundumblick belohnt. Doch auch von unten betrachtet ist die Düne 45, oft fotogen flankiert von einzelnen, grünen Kameldornbäumen, ein unvergesslicher Anblick.

Sesriem Canyon – Das schattige Felsenwunder mit seltenem Wasserspiel

Nur wenige Kilometer hinter dem Eingangstor verbirgt sich ein Naturwunder, das man in dieser trockenen Sandwüste kaum vermuten würde. Der Sesriem Canyon ist eine faszinierende, bis zu 30 Meter tiefe Schlucht, die der Tsauchab-Fluss über Jahrmillionen in das zwei Millionen Jahre alte Sedimentgestein gegraben hat. Der Name „Sesriem“ stammt von den frühen Afrikaans-Siedlern, die sechs (ses) Lederriemen (riem) aneinanderbinden mussten, um mit ihren Eimern Wasser aus der Tiefe der Schlucht zu schöpfen.

Normalerweise führt ein kurzer, gut begehbarer Pfad hinab auf den sandigen Grund des Canyons, wo man im Schatten der engen Felswände spazieren kann. Doch in manchen Jahren zeigt sich der Canyon von einer ganz spektakulären Seite: Wenn die seltenen, aber heftigen Sommerregen im östlichen Naukluft-Gebirge niedergehen, verwandelt sich der Tsauchab-Fluss in eine Sturzflut und schießt durch die Schlucht.

Das Wasser bleibt oft monatelang am tiefen Grund des Canyons stehen. Ein klassischer Spaziergang ist dann zwar nicht mehr möglich, da der Boden komplett überflutet ist, doch das Warten an der Kante oder an den zugänglichen Stufen belohnt dich mit einem unvergesslichen Anblick. Wenn das Licht in die Schlucht fällt, verwandelt sich das stehende Wasser in einen makellosen Spiegel. Die Jahrtausende alten, rauen Felsstrukturen und die engen Windungen des Canyons spiegeln sich glasklar auf der Oberfläche – ein absoluter Traum für Fotografen und ein visuelles Spektakel, das den extremen Kontrast zwischen der unbarmherzigen Trockenheit der Wüste und der plötzlichen Lebenskraft des Wassers perfekt einfängt.

Insider Tipps

Das Tor-Timing meistern

Wenn du außerhalb des Parks wohnst, bist du von den Tor-Öffnungszeiten abhängig. Die Parktore werden zu Sonnenaufgang geöffnet und schließen zu Sonnenuntergang. Sei pünktlich dort, wenn du möglichst viel des besten Fotolichts haben möchtest. Die Fahrt vom Haupttor bis zum 2×4-Parkplatz dauert gut 45 bis 50 Minuten auf Asphalt. Dann kommt der tiefe Sand.

Die 4×4-Sand-Herausforderung

Die letzten 5 Kilometer vom normalen Parkplatz bis zum Deadvlei bestehen aus tiefem, tückischem Weichsand. Wer sich den Allrad-Shuttle sparen und selbst fahren möchte, muss zwingend vorab den Reifendruck auf etwa 1,2 bis 1,5 Bar (22 psi) absenken, den Allradantrieb aktivieren und mit gleichmäßiger, schwungvoller Geschwindigkeit in den Fahrspuren bleiben. Bloß nicht mitten im Tiefsand anhalten!

Lichtgipfel auf der Elim-Düne

Nach Öffnung der Tore geht´s morgens im Konvoi tiefer in den Park. Auf dem Rückweg wartet noch ein weiteres Highlight auf dich: Die Elim-Düne. Sie liegt nahe dem Eingangstor. Unser Tipp: Steige rechtzeitig vor Sonnenuntergang hinauf. Das warme, tiefstehende Abendlicht färbt die sanften Sandwellen intensiv rot und lässt die schroffen Naukluft-Berge im Hintergrund violett erstrahlen – ein unvergesslicher Moment in absoluter Ruhe.

Wichtiger Hinweis vorab: Die Öffnungszeiten der Tore richten sich streng nach Sonnenaufgang (äußeres Tor) und Dämmerung (inneres Tor) und verschieben sich im Laufe des Jahres. Erkundige dich daher unbedingt am Vorabend an der Rezeption deiner Lodge nach den aktuell gültigen Öffnungszeiten für den nächsten Morgen, um deine Abfahrt perfekt zu planen.

Der optimale Tag im Sossusvlei (bei Gate-Öffnung um 07:00 Uhr)

06:30 Uhr – Aufbruch in der Morgendämmerung

Dein Tag beginnt im ersten fahlen Licht des Tages. Da du idealerweise direkt am Gate (wie in der Sossusvlei Lodge) übernachtest, bist du pünktlich zur Öffnung um 07:00 Uhr am Tor. Die Temperaturen sind im namibischen Winter frühmorgens oft empfindlich kalt. Packe also unbedingt eine warme Jacke ein. Sobald sich die Tore öffnen, fährst du auf der rund 60 Kilometer langen Asphaltstraße hinein in den Park. Die tiefstehende Sonne wirft jetzt lange, dramatische Schatten auf die monumentalen Sandberge.

07:45 Uhr – Vorbeifahrt an der Düne 45

Nach etwa 45 Kilometern erreichst du die berühmte Düne 45. Unser Tipp: Halte hier nur kurz für ein erstes spektakuläres Foto von unten. Da viele Selbstfahrer hier stoppen, um die Düne zu besteigen, hast du jetzt die perfekte Chance, an ihnen vorbeizuziehen, um das Deadvlei noch vor den großen Besucherströmen zu erreichen.

08:15 Uhr – Die Herausforderung: Aufstieg auf „Big Daddy“

Du erreichst den 2WD-Parkplatz. Wenn du keinen eigenen Allradwagen hast (oder dir die Fahrt im tiefen Sand nicht zutraust), steigst du hier in das Allrad-Shuttle um, das dich die letzten 5 Kilometer zum Deadvlei-Parkplatz bringt. Hier startet dein Aufstieg auf „Big Daddy“, die höchste Düne der Region. Der Weg über den Grat ist im Sand anstrengend. Da es am Morgen noch angenehm kühl ist, lässt sich der Aufstieg wunderbar meistern. Oben angekommen, belohnt dich ein endloser Blick über ein Meer aus roten Wellen.

09:45 Uhr – Das Highlight: Deadvlei erleben

Vom Gipfel der Düne rennst oder rutschst du den steilen Hang hinab – ein riesiger Spaß, der dich direkt in das weltberühmte Deadvlei katapultiert. Die schneeweiße Tonpfanne mit den über 900 Jahre alten, tiefschwarzen Kameldornbäumen vor dem leuchtenden Orange der Dünen ist ein absolut surreales Fotomotiv. Nimm dir hier ausgiebig Zeit, um die magische Atmosphäre in Ruhe auf dich wirken zu lassen.

11:15 Uhr – Spätes Frühstück im Wüstenschatten

Der Fußweg zurück zum Allrad-Parkplatz dauert flach durch den Sand etwa 20 Minuten. Dort angekommen, suchst du dir ein schattiges Plätzchen unter einem der alten Kameldornbäume. Jetzt ist die perfekte Zeit für ein ausgiebiges, mitgebrachtes Picknick-Frühstück. Die Sonne gewinnt nun merklich an Kraft.

12:30 Uhr – Siesta und Erholung in der Mittagshitze

Du fährst die 60 Kilometer zurück zum Parkausgang. Am frühen Nachmittag brennt die Sonne unbarmherzig auf den Wüstensand und das Licht wird für Fotos zu flach. Nutze die kommenden Stunden für ein entspanntes Mittagessen in der nahen Sossusvlei Lodge, eine ausgiebige Siesta im kühlen Zimmer oder eine Erfrischung im Pool.

15:45 Uhr – Erkundung des Sesriem Canyons

Sobald die größte Hitze des Tages nachlässt, machst du dich auf den Weg zum Sesriem Canyon, der ganz in der Nähe des Parkeingangs liegt. Ein Spaziergang führt dich hinab in die kühle Schlucht, die der Tsauchab-Fluss tief in das Gestein gegraben hat. Zwischen den bis zu 30 Meter aufragenden, engen Felswänden lässt es sich wunderbar im Schatten wandern.

17:15 Uhr – Sundowner im Abendrot

Zum Abschluss des Tages fährst du entweder noch ein kleines Stück in den Park hinein (achte auf die Schließungszeit des Tores bei Sonnenuntergang!) oder suchst dir einen schönen Aussichtspunkt direkt bei deiner Lodge. Wenn die Sonne versinkt, glühen die Dünen in einem tiefen Purpur- und Rotton. Stoße mit einem kühlen Getränk auf diesen unvergesslichen Tag an.

ab 19:30 Uhr – Abendessen und der unendliche Sternenhimmel

Nach dem Abendessen solltest du unbedingt noch einmal den Blick nach oben richten. Da die Namib-Wüste zu den dunkelsten und am dünnsten besiedelten Regionen der Erde gehört, ist die Milchstraße hier so klar und greifbar, dass der Blick in den Sternenhimmel den perfekten Abschluss für diesen Tag bildet.

Kulinarische Genüsse

Mitten in den Dünen gibt es verständlicherweise keine Restaurants – hier ist Selbstversorgung bei den Ausflügen angesagt. Die Lodges verwöhnen dich abends mit exzellenten Wildgerichten (wie Oryx- oder Springbock-Steaks), je nach Jahreszeit auch gerne unter dem grandiosen Sternenhimmel.

Ein kulinarischer Kult-Stopp auf der An- oder Abreise ist jedoch absolut unverzichtbar: Das winzige Wüstennest Solitaire. Inmitten von skurrilen Oldtimer-Wracks mitten im Nirgendwo backt die dortige Bäckerei den legendärsten, weltberühmten Apfelstrudel des afrikanischen Kontinents. Zusammen mit einem Kaffee ist das die perfekte Belohnung nach den Anstrengungen des Dünen-Trekkings.

Aktivitäten

Astrofotografie im Dark Sky Reserve

Die Namib-Region grenzt direkt an das NamibRand-Naturreservat – Afrikas einziges anerkanntes „International Dark Sky Reserve“. Durch die absolute Abwesenheit von künstlichem Licht und die extrem trockene Luft funkelt die Milchstraße hier so hell und greifbar nah wie an kaum einem anderen Ort der Erde. Nutze die Dunkelheit für atemberaubende Langzeitaufnahmen des Nachthimmels.

Heißluftballonfahrt über das Dünenmeer

Wenn du die grenzenlose Weite der Namib einmal aus einer völlig neuen Perspektive erleben möchtest, ist eine Ballonfahrt zum Sonnenaufgang die ultimative Option. Sanft über die orangefarbenen Sandwellen zu gleiten, während der eigene Schatten riesig über die Dünen wandert, ist ein absolut magisches Erlebnis (inklusive Champagner-Frühstück nach der Landung).

Wüsten-Safari zu Fuß

Schau genau hin – die scheinbar lebensfeindliche Wüste lebt! Bei geführten Wanderungen erklären Guides die faszinierenden Überlebensstrategien der hiesigen Tierwelt. Mit etwas Glück entdeckst du den Nebeltrinker-Käfer, Geckos mit Schwimmhäuten oder majestätische Oryx-Antilopen, die stolz vor den roten Dünenwänden posieren.

Praktische Reiseinformationen

Sicherheit & Gesundheit

Das Sossusvlei liegt in einer extrem trockenen und malariafreien Region. Die größte Herausforderung ist die intensive Sonne und Dehydration. Nimm für den Aufenthalt im Park pro Person mindestens 3 bis 4 Liter Wasser mit.

Ausrüstungs-Schutz

Vermeide es tunlichst, mitten in den Dünen bei Wind das Objektiv deiner Kamera zu wechseln. Der feine Quarzstaub ist gnadenlos. Ein UV-Filter als Schutz für die Frontlinse ist hier wärmstens zu empfehlen.

Eintritt & Genehmigungen

Die Nationalpark-Gebühren werden am NWR-Büro in Sesriem bezahlt (ca. 150 NAD pro Person und Tag plus eine kleine Gebühr fürs Auto). Halte dafür am besten Bargeld oder eine funktionierende Kreditkarte bereit.
Für das Shuttle vom 2×4-Parkplatz zum Deadvlei fallen zusätzliche Gebühren an.

Übernachtung am Sossusvlei

Die Unterkünfte innerhalb des Parks sind aktuell nicht zu empfehlen.

Die Sossusvlei Lodge liegt direkt am Gate. Besser geht es nicht. Allerdings ist die Anlage recht groß und daher auf viele Besucher ausgelegt.

Wer es individueller liebt, ist in den nahen Lodges Le Mirage Sossusvlei und Desert Homestead Lodge sehr gut aufgehoben. Beide liegen in Seisriem und die Anfahrt zum Gate dauert jeweils 15 – 20 Minuten.

FAQ

Wann sollte man am besten am Deadvlei sein? 

Am besten unmittelbar nach der Parköffnung am frühen Morgen. Das magische Zeitfenster öffnet sich, wenn die Sonne gerade über die Kämme bricht und die Dünen intensiv leuchten lässt, während der Pfannenboden noch im tiefen Schatten liegt.

Schafft man den Aufstieg auf den Big Daddy untrainiert? 

Der Aufstieg über den schmalen Sandgrat ist durch den nachgebenden Sand sehr anstrengend für die Wadenmuskulatur und Herz-Kreislauf. Wer es ruhiger angehen möchte, kann auch nur ein Stück hinaufgehen oder direkt unten am Rand entlang in die Pfanne des Deadvlei spazieren.

Gibt es im Park Tankmöglichkeiten? 

Es gibt eine Tankstelle und einen großen Laden in Sesriem direkt vor dem Parkeingang. Hier kann man sich mit allem versorgen.

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