Etosha Nationalpark

Welcome to our blog! While the full article is in German, here are the key takeaways for your Etosha adventure

Welcome to one of Africa’s greatest wildlife sanctuaries. Etosha National Park is a place of stark contrasts, where an immense, silvery-white salt pan meets endless savannahs teeming with life. Whether you are watching hundreds of elephants gather at a single waterhole or tracking a pride of lions under the vast Namibian sky, Etosha delivers an unforgettable, accessible safari experience that captures the raw essence of the African wilderness.

Must-See Highlights

  • The Etosha Pan:A colossal, shimmering salt pan so vast it can be seen from space, offering a dramatic, otherworldly backdrop for photography.
  • Okaukuejo Waterhole:Famous worldwide for its floodlit nighttime viewing area, where rhinos, elephants, and lions regularly gather just meters away from the camp.
  • Halali & Namutoni Waterholes:Excellent stops in the central and eastern sections, known for leopard sightings and vibrant birdlife amidst historical fort settings.

Best Travel Time

  • Dry Season (May to October):The absolute prime time for wildlife viewing. As natural water sources dry up, thousands of animals migrate to the permanent waterholes, making sightings incredibly easy and spectacular.
  • Wet Season (November to April):Ideal for birdwatching and seeing newborn animals, turning the arid landscapes beautifully green, though wildlife disperses more widely.

Where to Stay

  • Inside the Park (NWR Resorts):Staying at managed camps like Okaukuejo, Halali, or Namutoni grants you exclusive access to the floodlit waterholes all night long.
    While the lodges inside the park were once considered the „gold standard“, they have become quite dated. Even the state-owned operating company, Namibia Wildlife Resorts (NWR), has officially admitted to a growing number of complaints regarding run-down infrastructure, poor service, and a lack of value for money.
  • Luxury Private Lodges:Situated just outside the park gates, offering premium comfort, exceptional service, and guided game drives.
    We highly recommend Okutala Etosha Lodge (close to Andersson gate) and The Mushara Outpost (close to Von Lindequist gate).

How to Get There

  • By Car (Self-Drive):Easily accessible via well-maintained tarred roads from Windhoek (approx. a 4 to 5-hour drive to the southern Andersson Gate). Inside the park, the gravel roads are suitable for standard vehicles, though a 4×4 or high-clearance vehicle offers much better visibility and comfort.
  • Guided Safaris:For a completely stress-free experience, joining an expert-led small group tour ensures you hit the best spots without the pressure of navigating the vast terrain yourself.

What to Bring

  • High-Quality Camera & Telephoto Lens:Essential for capturing distant wildlife and crisp close-ups without disturbing the animals.
  • Layers of Clothing:Safari mornings can be freezing cold, while mid-days get very hot—neutral-colored layers are your best friend.
  • Binoculars & Wildlife Guidebook:Crucial for spotting camouflaged predators and identifying the diverse bird species around the waterholes.

Cultural Pro Tips

  • Patience at the Waterholes:The best safari strategy is often to park safely by a busy waterhole, turn off the engine, and just wait. Let the wildlife come to you.
  • Respect Park Rules & Boundaries:Never leave your vehicle unless you are inside a designated, fenced camp area—this is wild territory, and the animals always have the right of way.

Das weiße Herz Namibias

Wenn die Reifen deines Geländewagens leise über den hellen Kalkstaub knirschen und vor dir die schier unendliche, gleißend weiße Weite der Etosha-Pfanne am Horizont in der Hitze flimmert, spürst du, dass du im Herzen eines der magischten Wildtierreservate Afrikas angekommen bist. „Etosha“ bedeutet in der Sprache der Oshivambo treffend „großer weißer Platz“. Doch so lebensfeindlich diese riesige Salzpfanne auf den ersten Blick wirkt, so spektakulär ist das Leben an ihren Rändern.

Hier, im Norden Namibias, erlebst du die Natur in ihrer absolut reinsten, rausten und faszinierendsten Form. Es ist ein Ort, an dem die Zeit stillzustehen scheint, während das Leben im Rhythmus der Wildnis pulsiert.

Im Sommer, wenn die namibische Trockenzeit das Land fest im Griff hat, verwandelt sich der Park in ein echtes afrikanisches Wildlife-Theater. Die Tiere sind gezwungen, aus dem dichten Busch an die verbliebenen Wasserlöcher zu ziehen – für Fotografen und Filmer beginnt genau jetzt die Zeit der ganz großen, unvergesslichen Momente im perfekten afrikanischen Licht.

Quick-Facts & Best Travel Time

Quick Facts and best travel time

Lokation & Region: Norden Namibias, Kunene- und Oshikoto-Region.

Einwohner: Unbewohntes Naturschutzgebiet (Heimat von über 114 Säugetier- und 340 Vogelarten).

Sprache: Englisch (Amtssprache in Namibia), Afrikaans, Deutsch, sowie indigene Sprachen wie Oshiwambo.

Währung: Namibia-Dollar (NAD), im Verhältnis 1:1 an den Südafrikanischen Rand (ZAR) gekoppelt (beide Währungen werden überall akzeptiert).

Beste Reisezeit: Die trockenen Wintermonate von Mai bis Oktober. Die Vegetation ist spärlich und die Tiere versammeln sich in riesigen Herden an den verbleibenden Wasserlöchern – perfekt für spektakuläre Sichtungen.

Anreise: Am besten mit dem eigenen Mietwagen (idealerweise ein SUV mit erhöhter Sitzposition) von der Hauptstadt Windhoek aus. Die Fahrt dauert über die gut ausgebaute B1 rund 4 bis 5 Stunden (ca. 420 km bis zum Andersson Gate).

Preisniveau: Moderat bis gehoben. Die Parkeintritte sind fair bepreist. Exklusive private Lodges an den Parkgrenzen bewegen sich im Premium-Segment. Übernachtungen im Park sind gemessen am gebotenen Gegenwert sehr teuer.

Unser Vibe-Check: Staubig, magisch, absolut entschleunigend und voller Adrenalin. Ein unvergessliches Safari-Abenteuer.

3 Dinge, die in den Koffer gehören:

  • Ein gutes Fernglas, eine Kamera mit starkem Teleobjektiv (mindestens 300 mm) und ein stabiler Bohnensack (Beanbag) als Kamerastütze auf der Autotür – perfekt für wackelfreie Tele-Aufnahmen bei ausgeschaltetem Motor.
  • Ein warmer Fleece-Pullover (die Nächte und frühen Morgenstunden im namibischen Winter sind eiskalt).
  • Effektives Mückenspray und helle, lange Kleidung.

Top Highlights

Die Etosha-Salzpfanne

Das unbestrittene Wahrzeichen des Parks. Die 5.000 Quadratkilometer große, ausgetrocknete Salzpfanne ist eine surreale, weiße Wüste. Wenn du am Aussichtspunkt direkt an der Kante stehst, verschmilzt der weiße Boden am Horizont mit dem pastellblauen Himmel. In der Regenzeit verwandelt sie sich manchmal in einen flachen See, der tausende Flamingos anlockt.

Das Okaukuejo-Wasserloch

Das wohl berühmteste Wasserloch Afrikas befindet sich direkt am gleichnamigen Hauptcamp. Es wird nachts beleuchtet. Setz dich abends mit einem Fernglas auf die Bänke hinter dem Sicherheitszaun und beobachte schweigend, wie Antilopen, Nashörner, Elefanten und viele andere Tiere im fahlen Scheinwerferlicht trinken. Ein Gänsehaut-Moment, den du nie vergessen wirst.

Beachte, dass du im Park übernachten musst, wenn du nach Toresschluss noch am Wasserloch sein möchtest. Ansonsten musst du den Park rechtzeitig verlassen, bevor die Tore verschlossen werden (dazu unten mehr).

Chudop & Kalkheuwel – Die Oasen im Osten

Zwei der absolut besten Wasserlöcher im östlichen Teil des Parks nahe Namutoni.

Chudop ist eine tiefe, kalte Quelle, die regelmäßig riesige Elenantilopen, Giraffen beim akrobatischen Trinken und verspielte Elefanten anlockt.

Kalkheuwel liegt eingebettet im Mopane-Busch und ist unter Fotografen ein echter Favorit für dramatische Tierbegegnungen auf Augenhöhe.

Der Märchenwald (Sproogieswoud)

Ein skurriler und wunderschöner Ort westlich von Okaukuejo. Hier wächst eine seltsame Ansammlung von afrikanischen Moringa-Bäumen, die normalerweise nur an steilen Berghängen gedeihen. Laut einer Legende der San wurden die Bäume aus dem Himmel geworfen und landeten verkehrt herum – weshalb ihre Wurzeln nun in die Luft ragen.

Insider Tipps & lohnende Abstecher

Der Park erstreckt sich über fast 300 Kilometer von West nach Ost. Jede Region hat ihren ganz eigenen Charakter.

Der wilde Westen (Dolomite & Olifantsrus)

Lange Zeit war dieser Teil für die Öffentlichkeit gesperrt. Heute erwartet dich hier eine hügelige, unberührte Landschaft mit rötlicher Erde. Das Olifantsrus Camp bietet ein besonderes Highlight: Ein verglaster, zweistöckiger Beobachtungsbunker führt direkt über ein Wasserloch. Näher kommst du den Elefanten nirgends.

Das lebhafte Zentrum (Okaukuejo & Halali)

Hier schlägt das touristische Herz des Parks. Die Dichte an klassischen Safari-Tieren ist enorm hoch.
Unser Tipp: Fahr nicht nur von Hauptwasserloch zu Hauptwasserloch. Nutze die kleinen, unscheinbaren Stichstraßen und „Loops“ (Rundwege). Abseits der staubigen Hauptpisten verstecken sich die Leoparden gerne im Dickicht der Mopane-Bäume.

Der grüne Osten (Namutoni)

Rund um das alte deutsche Fort Namutoni wird die Landschaft merklich grüner. Hier dominieren Palmen und dichte Baumsavannen. Es ist die beste Region, um die scheuen, winzigen Damara-Dik-Diks (eine Mini-Antilopenart) zu entdecken.

Die beste Strategie für den Etosha National Park

Die Entscheidung, ob man Unterkünfte innerhalb des Nationalparks (staatliche NWR-Camps) oder in privaten Lodges vor den Parktoren wählt, ist die wichtigste logistische Weichenstellung für jede Etosha-Safari. Beide Optionen bieten fundamentale Vor- und Nachteile.

Während die Lodges im Park früher der „Goldstandard“ waren, sind sie mittlerweile in die Jahre gekommen. Sogar die staatliche Betreibergesellschaft Namibia Wildlife Resorts (NWR) musste offiziell einräumen, dass es vermehrt Beschwerden über marode Infrastruktur, mangelnden Service und ein schlechtes Preis-Leistungs-Verhältnis gibt.

Der unschlagbare Vorteil und aus unserer Sicht der einzige Grund, im Park zu übernachten ist der 24×7 Parkzugang. Du verlierst morgens keine Zeit an den Parktoren und hast exklusiven Zugang zu den beleuchteten Wasserlöchern (z. B. in Okaukuejo oder Halali).

Wenn du maximalen Komfort, gutes Essen und ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis suchst, fährst mit Unterkünften außerhalb (wie von den Ketten Gondwana, Onguma oder Mushara) definitiv besser. Wenn dein Fokus auf die nächtliche Tierbeobachtung am Camp-Wasserloch liegt, musst du für 1 oder 2 Nächte in den sauren (und teuren) NWR-Apfel beißen.

Das beste aus beiden Welten?

Viele Namibia-Reisende wählen deshalb heute einen Mix: Zum Einstieg eine Nacht drinnen für das Wasserloch-Erlebnis, danach der Wechsel in den Komfort außerhalb.

Wir haben uns gegen eine Übernachtung im Park entschieden und im Süden in der Okutla Etosha Lodge übernachtet. Die haben auch ein beleuchtetes Wasserloch.

Acht Stunden reine Safari-Fahrt (Game Drive) sind bei der Hitze, dem Staub und der Konzentration, die man beim Sichten der Tiere braucht, ohnehin extrem intensiv. Danach ist man oft einfach platt und freut sich auf den Komfort, den Pool und das gute Essen einer privaten Lodge außerhalb.

Deine Route durch den Etosha National Park

Die Durchquerung von Süd (Andersson Gate bei Okaukuejo) nach Ost (Von Lindequist Gate bei Namutoni) ist der absolute Klassiker für Selbstfahrer.

Die Route

Du fährst von Okaukuejo über Halali nach Namutoni. Das sind reine Fahrtzeit zwar nur etwa 3 bis 4 Stunden (ca. 140 km Schotterpiste, aktuell einige Umleitungen aufgrund von Straßenbaumaßnahmen), aber mit Abstechern zu den Wasserlöchern füllt das perfekt einen kompletten Safaritag.

Der Landschaftswechsel

Im Süden/Westen ist es oft sehr offen, kalkweiß und fast baumlos. Je weiter man nach Osten Richtung Namutoni kommt, desto grüner, buschiger und waldreicher (Mopane-Wälder) wird die Vegetation. Das verändert auch die Tiersichtungen (im Osten sieht man z.B. eher die scheuen Damara-Dik-Diks).

Der perfekte Mittagsstopp

Halali liegt ziemlich genau in der Mitte. Auch wenn man außerhalb übernachtet, kann man hier als Tagesgast reinfahren, eine Mittagspause einlegen und zu Fuß zum Moringa-Wasserloch gehen. So kombinierst du das Beste aus beiden Welten: Den Komfort der Außen-Lodges und den Zugang zu den legendären Camp-Wasserlöchern während des Tages.

Die Wasserlöcher

Für eine Durchquerung von Süd nach Ost (also von Okaukuejo über Halali nach Namutoni) liegen einige der absolut besten und zuverlässigsten Wasserlöcher des Parks direkt an der Strecke oder verlangen nur einen minimalen Umweg.

Okaukuejo bis Halali (Der Westen der Route)

Nebrownii (direkt an der Hauptstraße, kurz nach Okaukuejo)

Ein absoluter Magnet für Elefanten. Der Boden hier ist extrem kalkweiß. Wenn die Elefanten baden und sich einpudern, verwandeln sie sich in die berühmten, hellgrau-weißen „Gespenster-Elefanten“ von Etosha.
Es ist eine riesige, offene Fläche. Man sieht Raubtiere (oft Löwen) schon von Weitem anmarschieren.

Olifantsbad (kleiner Schlenker südlich der Hauptstraße)

Wie der Name verrät, ein toller Badeplatz für Elefanten. Zudem ist das Wasserloch von Mopane-Büschen umgeben, was eine wunderschöne Kulisse für Fotos bietet. Hier drängen sich in der Trockenzeit oft riesige Herden aus Zebras, Kudus und Spießböcken (Gemsböcken) gleichzeitig.

Rund um das Zentrum (Halali)
Salvadora & Sueda (nördlich der Hauptstraße, direkt am Pfannenrand)

Diese beiden Wasserlöcher liegen direkt an der Abbruchkante der gewaltigen Etosha-Pfanne. Der Blick in die unendliche, flimmernde weiße Leere ist atemberaubend.
Weil das Gelände so flach und offen ist, ist dies die absolute „Cheetah-Zone“. Geparden nutzen hier gerne die wenigen Bäume oder Erdhügel als Aussichtspunkte für die Jagd auf Springböcke.

Rietfontein (etwas westlich von Halali)

Eines der größten natürlichen Wasserlöcher. Hier ist eigentlich immer etwas los. Legendär sind die hunderte Zebras, die hier oft zeitgleich im Gänsemarsch zum Trinken kommen und einen unglaublichen Lärm machen. Löwen liegen hier ebenfalls gerne im Gebüsch auf der Lauer.

Halali bis Namutoni (Der Osten der Route)

Goas (ca. 15 km östlich von Halali)

Eine natürliche, grüne Oase mit zwei Wasserbecken. Da es hier etwas buschiger ist, ist Goas einer der besten Orte im Park, um tagsüber mit viel Glück einen Leoparden zu sichten. Zudem sieht man hier die seltenen Schwarznasen-Impalas.

Kalkheuwel (südwestlich von Namutoni)

Von vielen Profi-Fotografen als das beste Wasserloch Etoshas betitelt. Das Auto steht relativ nah am Wasser. Das Buschwerk drumherum sorgt für enorme Dynamik: Tiere tauchen plötzlich auf, und Löwen nutzen das Dickicht perfekt für die Pirsch.

Chudop (kurz vor Namutoni)

Eine tief liegende, von einer artesischen Quelle gespeiste Senke. Man schaut vom Parkplatz leicht erhöht auf das Geschehen herab. Chudop ist berühmt für seine riesigen Giraffen-Familien (oft 15–20 Tiere gleichzeitig beim extrem fotogenen, breitbeinigen Trinken) und regelmäßige Hyänen-Sichtungen.

Unser Tipp: Für die große Parkdurchquerung gilt die Faustregel: Klasse statt Masse. Wer von Wasserloch zu Wasserloch hetzt, verbringt den Tag nur mit Ein- und Ausparken. Wähle stattdessen 3 oder 4 Favoriten (z.B. Nebrownii für Elefanten, Salvadora für das Panorama und Kalkheuwel für die Action), stell den Motor ab und warte mindestens 30 Minuten. Das Kino in Etosha beginnt häufig erst, wenn man schon nicht mehr daran glaubt.

Kulinarische Genüsse

Auf einer Safari im Etosha-Nationalpark kannst du dich selbst versorgen oder in den einfachen Restaurants in den staatlichen Camps einkehren. Dort werden internationale und namibische Klassiker angeboten.

In den kleinen Shops bekommst du typische Sachen wie Getränke, Snacks, Souvenirs und Grillkohle.

Das wahre kulinarische Highlight erwartet dich am Abend außerhalb des Parks. Die Küchen der Lodges sind sehr gut und die des Mushara Outpost gilt als eine der besten der gesamten Region. Hier werden dir liebevoll zubereitete Drei-Gänge-Menüs serviert, bei denen frische Kräuter, Gemüse und Früchte direkt aus dem eigenen großen Mushara-Garten stammen. Ein exzellenter südafrikanischer Rotwein am offenen Lagerfeuer rundet den Safari-Tag perfekt ab.

Ein weiterer Höhepunkt einer jeden Namibia-Reise ist das Braai – das traditionelle afrikanische Grillen am Lagerfeuer, welches regelmäßig von den verschiedenen Lodges veranstaltet wird.

Wildfleisch probieren: Was wäre Namibia ohne Wildfleisch? In den Lodges und Restaurants oder frisch für den Grill im Camp bekommst du exzellentes, mageres Fleisch von Springböcken, Oryx-Antilopen oder Kudus.

Sundowner-Kult: Wenn du in einem Camp übernachtest, kannst du dir für den späten Nachmittag eine Kühlbox mit einem Getränk und ein paar Snacks oder Streifen Biltong (getrocknetes, gewürztes Rind- oder Wildfleisch) einpacken. Such dir vor der Schließung der Tore einen sicheren Aussichtspunkt und genieße den glutroten afrikanischenSonnenuntergang. Achte aber darauf, rechtzeitig genug wieder im Camp zu sein.

Auf geführten Nachmittags-Game-Drives gehört der Sundowner meist dazu. Schau hierzu in die Beschreibung der von dir gebuchten Aktivität.

Aktivitäten

Selbstfahrer-Safari

Das größte Abenteuer im Etosha ist, dass du den Park komplett im eigenen Rhythmus mit dem eigenen Auto erkunden darfst. Du benötigst dafür im Grunde nicht einmal ein Allradfahrzeug (4×4) – ein Wagen mit guter Bodenfreiheit reicht in der Trockenzeit völlig aus, da die Schotterpisten gut gepflegt sind. Fahre langsam (maximal 40-50 km/h), schalte den Motor an den Wasserlöchern ab und lausche der Wildnis.

Geführte „Game Drives“ der Lodges

Sowohl Okutala als auch Mushara bieten geführte Touren im offenen Safari-Fahrzeug mit erfahrenen Rangern an. Der Vorteil gegenüber einer Selbstfahrer-Safari: Die Guides sind per Funk vernetzt. Wenn ein Guide etwas Besonderes (z.B. einen Leoparden) entdeckt, lässt er es die anderen Guides dieses wissen. Als Selbstfahrer bist du da natürlich außen vor. Zudem kennen die Guides die aktuellen Bewegungsmuster der Großkatzen und teilen faszinierendes Hintergrundwissen über die Spurensuche im Busch.

Geführte Night-Drives

Da du dich nach Sonnenuntergang im eigenen Fahrzeug nicht mehr außerhalb der umzäunten Camps bewegen darfst, ist eine von Rangern geführte Nacht-Pirschfahrt die einzige Möglichkeit, den Park im Dunkeln zu erleben. Mit starken Scheinwerfern bewaffnet, begibst du dich auf die Suche nach nachtaktiven Jägern wie Löwen, Hyänen oder Leoparden auf der Pirsch.

Praktische Reiseinformationen

Öffnungszeiten

Die Tore des Parks (Andersson, Von Lindequist, Galton und King Nehale Gate) öffnen bei Sonnenaufgang und schließen bei Sonnenuntergang. Die Camps schließen ihre Tore in der Regel eine Stunde später. Plane deine Fahrzeiten großzügig – wer zu spät kommt, zahlt empfindliche Strafen.

Sicherheitsregeln

Verlasse dein Fahrzeug unter keinen Umständen, es sei denn, du befindest dich in einem der umzäunten Camps oder an explizit dafür ausgewiesenen, umzäunten Aussichtspunkten. Die Tiere sind wild und perfekt getarnt.

Malaria-Schutz

Der Etosha National Park liegt im Norden Namibias und gilt je nach Jahreszeit als moderates Malariagebiet (besonders in der feuchteren Regenzeit).
Unser Tipp: Der beste Schutz gegen Malaria ist, gar nicht erst gestochen zu werden. Nutze ab der Dämmerung konsequent tropentaugliches Mückenspray und trage lange Kleidung. Bitte sprich vor der Reise mit einem Tropenmediziner bezüglich einer Prophylaxe.

Tanken & Bargeld

Fahre mit vollem Tank in den Park. Im Park selbst gibt es nur noch eine Tankstelle im Okaukuejo-Camp. Zudem ist der Kraftstoffverbrauch auf den Schotterpisten höher.
Führe außerdem immer etwas Bargeld für die Parkgebühren mit, falls die Kreditkartenleser im Busch einmal kein Netz haben.

Übernachten am und im Etosha National Park

Wie bereits erwähnt, empfehlen wir außerhalb des Etosha National Park in der Nähe der Tore zu übernachten.

Die folgenden Lodges haben uns persönlich sehr gut gefallen:

Die Südwest-Basis

Okutala Etosha Lodge

Die Lodge liegt etwas außerhalb des Andersson-Tors auf einem riesigen, privaten Reservat. Das Besondere hier: Die Lodge hat sich der Aufzucht und dem Schutz verletzter Wildtiere verschrieben.
Unser Tipp: Nutzt den ersten Tag für die lodgeeigenen Aktivitäten, wie geführte Wanderungen oder die Beobachtung der Tiere direkt am hauseigenen, beleuchteten Wasserloch, bevor es am nächsten Morgen pünktlich zur Parköffnung in den eigentlichen Nationalpark geht.

Die Nordost-Basis

The Mushara Outpost

Nachdem du den Park von West nach Ost durchquert hast, checkst du in diesem edlen, im Stil eines alten Farmhauses gehaltenen Tented Camp ein, das nur 10 km vom östlichen Von-Lindequist-Tor entfernt liegt. Eingebettet im grüneren Mopane-Buschland schläfst du hier in luxuriösen Safarizelten auf Holzplattformen.
Unser Tipp: Genieß nach den staubigen Pirschfahrten die erstklassige Küche und die absolute Ruhe (Zutritt erst ab 12 Jahren).

FAQ

Wie viele Tage sollte man für den Etosha Nationalpark einplanen?

Wir empfehlen mindestens zwei bis drei volle Tage. Der Park ist riesig und die Streckenabschnitte ziehen sich. Um entspannt von West nach Ost zu reisen und ohne Zeitdruck an den Wasserlöchern zu verweilen, sind 3 Nächte ideal.

Welches ist die beste Tageszeit für Tiersichtungen im Sommer?

Die frühen Morgenstunden direkt nach Toröffnung sind ideal für Raubkatzen, die von der nächtlichen Jagd noch aktiv sind. Große Elefantenherden und Giraffen ziehen meistens in der wärmeren Mittagszeit und am frühen Nachmittag an die offenen Wasserlöcher.

Darf man im Etosha Nationalpark aus dem Auto aussteigen?

Nein, das Aussteigen ist strengstens verboten und lebensgefährlich. Eine Ausnahme bilden ausschließlich die offiziellen, eingezäunten Restcamps und einige wenige, speziell markierte und umzäunte Picknickplätze.

Wo kann man im Park die Toiletten nutzen?

Toiletten und Picknickplätze gibt es ausschließlich in den gesicherten Hauptcamps (Okaukuejo, Halali, Namutoni) sowie an einigen wenigen, umzäunten Picknickplätzen entlang der Routen.

Muss ich Unterkünfte im Park weit im Voraus buchen?

Ja, unbedingt. Die Unterkünfte innerhalb des Parks (betrieben von Namibia Wildlife Resorts – NWR) sind vor allem für die Hauptsaison (Juli bis Oktober) oft schon viele Monate, manchmal ein Jahr im Voraus ausgebucht. Wer flexibel sein möchte, muss meist auf Lodges außerhalb der Parktore ausweichen. Das muss allerdings kein Nachteil sein (siehe oben).

Ähnliche Beiträge