Yellowstone: Ein Guide durch das Herz der Wildnis

Stell dir vor, die Erde unter deinen Füßen würde atmen. Überall um dich herum zischt und brodelt es, während dampfende Quellen in den leuchtendsten Farben des Regenbogens erstrahlen. Plötzlich unterbricht das tiefe Grollen eines Bisons die Stille, das gemächlich eine Straße überquert, als ob die Zeit hier vor über hundert Jahren stehen geblieben wäre.

Willkommen im Yellowstone-Nationalpark – dem ältesten Nationalpark der Welt und einem Ort, der sich jeder Beschreibung entzieht. Er ist mehr als nur ein Naturschutzgebiet; er ist ein lebendiges Labor der Geologie und eines der letzten großen Refugien für die Tierwelt Nordamerikas. Ob du wegen der weltberühmten Geysire wie dem Old Faithful kommst, die dramatischen Wasserfälle im Grand Canyon des Yellowstone bestaunen willst oder darauf hoffst, einen Wolf im frühen Morgennebel des Lamar Valley zu sichten: Yellowstone bietet Abenteuer, die dich tief beeindrucken werden.

In diesem Guide nehmen wir dich mit auf eine Reise durch dieses UNESCO-Weltnaturerbe. Wir zeigen dir, wie du deine Route planst, wo du die besten Chancen auf Tierbeobachtungen hast und wie du die Massen hinter dir lässt, um die wahre Magie der Wildnis zu spüren.

Die Highlights (Die „Must-Sees“)

Das Geysir-Becken: Old Faithful und seine Nachbarn

Wenn man an Yellowstone denkt, hat man sofort das Bild einer riesigen Wasserfontäne im Kopf. Das Upper Geyser Basin beherbergt die weltweit höchste Dichte an geothermalen Quellen.

Old Faithful: Er ist der berühmteste Geysir der Welt. Er ist zwar nicht der größte, aber der verlässlichste. Etwa alle 60 bis 110 Minuten bricht er aus.

Tipp: Schau im Besucherzentrum oder in der App nach den nächsten Vorhersagezeiten. Setz dich auf die Holzbänke, aber sei mindestens 20 Minuten früher da, um einen guten Platz zu ergattern.

Morning Glory Pool: Wenn du dem Steg vom Old Faithful aus etwa 2 Kilometer folgst, erreichst du diesen tiefblauen, trichterförmigen Pool. Die Farben sind fast surreal.

Castle & Grand Geyser: Während Old Faithful der Star ist, sind diese Geysire oft noch spektakulärer, brechen aber seltener aus. Wenn du siehst, dass sich dort eine Menschenmenge ansammelt: Bleib stehen, es könnte sich lohnen!

Grand Prismatic Spring: Das bunte Auge der Erde

Nur ein kurzes Stück nördlich vom Old Faithful liegt das Midway Geyser Basin. Hier findest du das wohl meistfotografierte Motiv des Parks: die Grand Prismatic Spring. Sie ist die größte Thermalquelle der USA und besticht durch ihre leuchtenden Regenbogenfarben, die durch hitzeliebende Bakterien entstehen.

Der Blick von oben: Vom Parkplatz direkt an der Quelle siehst du meist nur viel Dampf. Für das echte „Postkarten-Foto“ musst du zum Fairy Falls Trailhead fahren und dort den kurzen, steilen Weg zum Grand Prismatic Overlook wandern. Von dort oben siehst du die gesamte Farbpalette in ihrer vollen Pracht.

Der Grand Canyon of the Yellowstone: Tosende Wasserfälle

Nach all dem Dampf und Schwefelgeruch wartet ein dramatischer Kontrast auf dich. Der Grand Canyon des Yellowstone ist eine gewaltige Schlucht, deren gelbe Wände (daher der Name Yellow Stone) steil in die Tiefe stürzen.

Lower Falls: Mit 94 Metern sind sie fast doppelt so hoch wie die Niagarafälle.

Artist Point: Dies ist der klassische Aussichtspunkt auf der Südseite (South Rim). Von hier aus hast du den perfekten Blick auf den Canyon und den Wasserfall – ein Muss für jeden Besucher.

Brink of the Lower Falls: Wenn du gut zu Fuß bist, wandere den steilen Serpentinenweg hinunter direkt zur Abbruchkante des Wasserfalls. Die schiere Kraft des Wassers dort zu spüren, ist atemberaubend.

Wildlife-Abenteuer

Im Yellowstone sind die Tiere die eigentlichen Herrscher. Es ist einer der wenigen Orte auf der Welt, an denen das gesamte Ökosystem mit all seinen Raubtieren noch so intakt ist wie vor hunderten von Jahren.

Lamar & Hayden Valley: Wo sich Bisons und Wölfe treffen

Wenn du Tiere beobachten willst, musst du dorthin, wo das Gras saftig und der Raum weit ist.

Lamar Valley (Nordosten)

Oft als das beste Tal für Tierbeobachtungen weltweit bezeichnet. Hier hast du die größten Chancen, Wölfe und Grizzlies zu sichten – vor allem in den frühen Morgenstunden oder in der Dämmerung. Pack auf jeden Fall ein Fernglas ein!

Hayden Valley (Zentrum)

Dieses Tal liegt direkt am Yellowstone River. Es ist das Reich der Bisons. Es ist fast garantiert, dass du hier riesige Herden triffst, die oft seelenruhig die Straße blockieren. Auch Grizzlybären werden hier oft beim Überqueren der Wiesen gesichtet.

Sicherheit im Bärenland: Verhaltenstipps für Wanderer

So faszinierend die Tiere auch sind, sie sind wild und unberechenbar. Sicherheit ist hier kein Marketing-Gag, sondern lebenswichtig.

Abstand halten: Die goldene Regel lautet: Mindestens 91 Meter (100 yards) Abstand zu Bären und Wölfen und 23 Meter (25 yards) zu allen anderen Tieren wie Bisons oder Hirschen.

Bärenspray: Wenn du wandern gehst, solltest du immer ein Bärenspray griffbereit am Gürtel tragen (nicht im Rucksack!). Es ist das effektivste Mittel, um einen neugierigen Bären im Notfall abzuwehren.

Lärm machen: Unterhalte dich laut oder singe beim Wandern, damit du keinen Bären überraschst. Die meisten Tiere ziehen sich zurück, wenn sie dich kommen hören.

Die besten Spots für Tierfotografie

Mammoth Hot Springs

Hier triffst du fast immer auf Wapiti-Hirsche (Elk), die seelenruhig zwischen den Häusern und auf den Rasenflächen grasen.

Mount Washburn

Ein toller Ort, um Dickhornschafe zu sehen, die geschickt durch die Felsen klettern.

Flussufer

Halte Ausschau nach Osprey (Fischadlern) und Weißkopfseeadlern, die in den Bäumen entlang des Madison River nisten.

Outdoor-Aktivitäten

Die schönsten Wanderwege für jedes Level

Mit über 1.500 Kilometern Wanderwegen bietet der Park für jeden Fitnessgrad das Richtige. Hier sind unsere drei Favoriten:

Der Einfache: Storm Point Trail (ca. 3,5 km)

Ein fast flacher Rundweg am Ufer des Yellowstone Lake. Er führt durch den Wald zu einer felsigen Landzunge, von der aus du einen fantastischen Blick über das Wasser und auf die umliegenden Berge hast. Oft triffst du hier auf Murmeltiere.

Der Klassiker: Mount Washburn (ca. 10 km)

Wenn du einen Gipfel stürmen willst, ist das dein Weg. Von oben hast du einen 360-Grad-Blick über den gesamten Park – bei gutem Wetter siehst du sogar die Gipfel der Grand Tetons im Süden. Achtung: Hier oben sind oft Dickhornschafe unterwegs!

Der Spektakuläre: Uncle Tom’s Trail / South Rim Trail

Dieser Weg am Grand Canyon of the Yellowstone bietet dir dramatische Ausblicke auf die Wasserfälle. Er ist anstrengend (viele Treppenstufen!), aber das Tosen des Wassers aus nächster Nähe ist jede Schweißperle wert.

Angeln und Bootfahren auf dem Yellowstone Lake

Der Yellowstone Lake ist der größte Hochgebirgssee Nordamerikas und ein Paradies für Wassersportler.

Bootstouren: Du kannst am Bridge Bay Marina geführte Bootstouren buchen oder dir ein Ruder- oder Motorboot leihen. Vom Wasser aus wirkt die Weite des Parks noch beeindruckender.

Angeln: Der See ist berühmt für die „Cutthroat-Forelle“. Beachte aber, dass du eine spezielle Angellizenz des Parks benötigst und es strenge Regeln zum Schutz der heimischen Arten gibt.

Ranger-Programme und geführte Touren

Wenn du tiefer in die Materie eintauchen willst, sind die kostenlosen Ranger-Programme ein tolles Angebot.  Ranger führen dich zu Geysir-Becken und erklären die extremen Lebensformen, die in den heißen Quellen überleben. Das ist besonders für Familien mit Kindern spannend!

Außerdem gibt es in vielen Camps und Lodges abends Vorträge über Geologie oder die Geschichte der Wölfe.

Geführte Touren oder Safaris bieten die Möglichkeit, die Tierwelt des Parks sicher und mit fachkundiger Führung zu erleben.

Praktische Tipps & Insider-Wissen

Die „Grand Loop Road“: Effiziente Routenplanung

 Die Hauptstraße des Parks ist wie eine riesige 8 geformt. Da man im Park selten schneller als 40–50 km/h vorankommt, solltest du deine Route klug wählen:

Fokus auf Sektionen: Versuche nicht, den ganzen Park an einem Tag zu sehen. Nimm dir einen Tag für die untere Schleife (Geysire & Lake) und einen Tag für die obere Schleife (Mammoth & Wildlife).

Frühaufsteher-Bonus: Wer um 7:00 Uhr morgens am Parkplatz steht, sieht die schönsten Lichtstimmungen, die meisten Tiere und entgeht dem Parkplatz-Chaos an den Hotspots wie dem Grand Prismatic Spring.

Packliste: Zwiebelprinzip und Wanderschuhe

Das Wetter im Yellowstone kann innerhalb von 20 Minuten von strahlendem Sonnenschein zu Hagel oder Schneeregen wechseln – selbst im Juli!

Schichten (Layering): Ein T-Shirt, ein Fleece und eine wind- und wasserdichte Regenjacke sind Pflicht.

Sonnenschutz: Auf über 2.000 Metern Höhe ist die UV-Strahlung extrem stark. Hut und Sonnencreme nicht vergessen.

Technik: Eine Powerbank für das Handy (du wirst viele Fotos machen!) und ein Fernglas für die Tierbeobachtung sind Gold wert.

Nachhaltiges Reisen: Hinterlasse keine Spuren

Yellowstone ist ein sensibles Ökosystem. Hilf mit, es zu bewahren:

Bleib auf den Stegen: In den Thermalgebieten ist der Boden abseits der Holzwege oft hauchdünn. Es besteht Lebensgefahr durch Einbrechen in kochendes Wasser!

Kein Plastik: Nutze wiederauffüllbare Wasserflaschen. Es gibt im ganzen Park Stationen mit frischem Quellwasser.

Müll: Wirf absolut nichts weg und füttere keine Tiere. Ein gefütterter Bär ist oft ein toter Bär, da er lernt, Menschen mit Nahrung zu verbinden und dann aggressiv wird.

Planung & Vorbereitung

Die beste Reisezeit: Wann du den Park besuchen solltest

Der Yellowstone ist kein klassisches Ganzjahresziel – zumindest nicht, wenn du den gesamten Park mit dem Auto erkunden willst. Das Klima auf dem Hochplateau der Rocky Mountains ist rau und unberechenbar. Jede Jahreszeit hat ihren ganz eigenen Reiz, aber auch ihre Herausforderungen:

Sommer (Juli & August): Dies ist die Hauptsaison. Das Wetter ist meist sonnig und warm, alle Straßen und Einrichtungen sind geöffnet. Der Nachteil? Du teilst dir die Highlights mit tausenden anderen Besuchern, und Unterkünfte müssen oft ein Jahr im Voraus gebucht werden.

Herbst (September & Oktober): Für viele Fotografen und Tierliebhaber die goldene Zeit. Die Temperaturen werden kühler, die Touristenströme lassen nach und die Hirschbrunft beginnt. Das Röhren der Wapiti-Hirsche im Morgennebel ist ein unvergessliches Erlebnis.

Frühling (Mai & Juni): Eine Zeit des Erwachens. Die Wasserfälle führen durch die Schneeschmelze enorme Wassermassen und die neugeborenen Bison-Kälber (die „Red Dogs“) tollen auf den Wiesen. Beachte jedoch, dass viele Wanderwege in höheren Lagen noch tief verschneit sein können.

Winter (November bis März): Eine magische, fast surreale Welt aus Eis und Dampf. Die meisten Straßen sind für private PKW gesperrt, sodass du den Park nur per Snowcoach oder Schneemobil erkunden kannst. Ein exklusives und sehr ruhiges Erlebnis.

Tipp: Wenn du die perfekte Balance aus gutem Wetter und etwas weniger Trubel suchst, sind die sogenannten „Shoulder Seasons“ – also der Juni oder der September – die absolut beste Wahl.

Anreise und Fortbewegung vor Ort

Die Anreise zum Yellowstone ist bereits Teil des Abenteuers, denn der Park liegt recht abgelegen in der nordwestlichen Ecke von Wyoming. Um das Beste aus deiner Reise herauszuholen, solltest du die Entfernungen nicht unterschätzen.

Für Routenvorschläge incl. Yellowstone schau bitte mal hier: Kanada & USA – Roadtrips incl. Yellowstone.

Die Anreise mit dem Flugzeug

Es gibt nicht den „einen“ Flughafen für den Yellowstone. Je nachdem, welchen Teil des Parks du zuerst sehen möchtest, hast du mehrere Optionen:

Bozeman (BZN), Montana: Der beliebteste Flughafen. Er ist etwa 90 Minuten vom Nordeingang (Gardiner) entfernt und bietet die meisten Mietwagen-Optionen.

Jackson Hole (JAC), Wyoming: Ideal, wenn du den Besuch mit dem Grand-Teton-Nationalpark verbinden möchtest. Du landest praktisch direkt in den Bergen und fährst von Süden in den Park ein.

Salt Lake City (SLC): Oft die günstigste Variante für internationale Flüge. Von hier aus musst du allerdings eine Fahrtzeit von etwa 5 bis 6 Stunden einplanen.

Unterwegs im Park: Dein eigener fahrbarer Untersatz

Eines vorweg: Ohne eigenen Mietwagen (oder Camper) geht im Yellowstone fast nichts. Es gibt keinen nennenswerten öffentlichen Nahverkehr innerhalb des Parks.

Mietwagen-Tipp: Ein SUV ist kein Muss, da die Hauptstraßen (die Grand Loop Road) gut asphaltiert sind. Er bietet dir aber mehr Komfort und eine bessere Sicht bei der Tierbeobachtung.

Die Grand Loop Road: Diese Straße ist wie eine riesige „8“ angelegt. Plane deine Fahrten so, dass du nicht unnötig hin- und herpendelst, da die Höchstgeschwindigkeit oft bei 45 mph (ca. 72 km/h) liegt – und Bison-Staus („Bison Jams“) dich jederzeit komplett ausbremsen können.

Tanken: Es gibt Tankstellen im Park (z. B. bei Old Faithful, Canyon Village oder Mammoth), aber die Preise sind höher als außerhalb. Geh lieber auf Nummer sicher und fahre nie mit fast leerem Tank los.

Unterkunft: Camping, Lodges oder Hotels außerhalb?

Die Frage aller Fragen: Solltest du direkt im Park übernachten oder dir eine Basis in den umliegenden Städtchen suchen? Beides hat Vor- und Nachteile, die du kennen solltest.

Übernachten im Park (In-Park Lodging)

Wenn du das volle Yellowstone-Erlebnis willst, führt kein Weg an den offiziellen Lodges vorbei. Du sparst dir täglich zwei bis drei Stunden Fahrzeit und bist schon vor den Tagesbesuchern an den Geysiren. Abends auf der Veranda der Old Faithful Inn zu sitzen, ist purer Kult.

Die Preise sind allerdings stolz, der Standard oft eher rustikal (viele Zimmer haben kein WLAN oder Fernseher) und du musst bis zu 12 Monate im Voraus buchen.

Camping: Schlafen unter dem Sternenzelt

Es gibt im Park zwölf offizielle Campingplätze. Einige können reserviert werden, andere funktionieren nach dem Prinzip „First-come, first-served“.

Vorteil: Es gibt nichts Schöneres, als morgens vom Geruch der Pinien und dem fernen Röhren der Hirsche geweckt zu werden. Es ist zudem die günstigste Art, im Park zu bleiben.

Wichtig: Du befindest dich im Bärengebiet. Lebensmittel müssen zwingend in speziellen „Bear Boxes“ verstaut werden.

Hotels außerhalb (Gateway Towns)

Die Orte West Yellowstone, Gardiner oder Cody bieten klassische Motels, Kettenhotels und Ferienwohnungen. Hier hast du hast mehr Auswahl, besseres WLAN und deutlich mehr Restaurants und Supermärkte zur Verfügung.

Der Nachteil ist die Anfahrt. Besonders in West Yellowstone (Empfehlung: Holiday Inn West Yellowstone, an IHG Hotel) kann es sich morgens am Parkeingang stauen. Wer nicht sehr früh unterwegs ist, muss mit 30 – 60 Minuten zusätzlicher Fahrzeit rechnen.

Tipp: Splitte deine Unterkünfte! Bleib zwei Nächte im Norden (z.B. in Gardiner) für die heißen Quellen in Mammoth und zwei Nächte im Süden (z.B. Old Faithful oder West Yellowstone) für die Geysir-Becken. So minimierst du die Zeit im Auto. Weitere Informationen haben wir im Special „Unterkünfte“ zusammengestellt.

Bevor ihr Euch für eine Unterkunft entscheidet, ist es wichtig festzulegen, von wo aus ihr den Yellowstone betreten wollt, schließlich hat der Park fünf Haupteingänge, die jeweils unterschiedliche Landschaften und Zugangsmöglichkeiten bieten. Hier eine Übersicht:

Nordeingang (North Entrance) – Gardiner, Montana

Der einzige Eingang, der ganzjährig geöffnet ist. Nahe der historischen Roosevelt Arch, dem ersten offiziellen Eingang des Parks (1903). Zugang zur Mammoth Hot Springs und nahegelegenen Wanderwegen. Ideal für Winterbesucher, da er der einzige Zugang zum Park ist, wenn Schnee die anderen Eingänge blockiert. Nächste Stadt: Gardiner, Montana.

Nordosteingang (Northeast Entrance) – Cooke City/Silver Gate, Montana

Führt durch die spektakuläre Lamar Valley, bekannt als „Serengeti Amerikas“ wegen der Tierbeobachtungsmöglichkeiten (Wölfe, Bisons, Grizzlys). Beartooth Highway (US 212), eine der schönsten Panoramastraßen der USA, endet hier. Perfekt für Naturfotografen und Wildtierliebhaber. Nächste Stadt: Cooke City oder Silver Gate, Montana.

Westeingang (West Entrance) – West Yellowstone, Montana

Der am meisten frequentierte Eingang. Direkter Zugang zu den Geyser-Becken wie dem Old Faithful und Grand Prismatic Spring. Guter Ausgangspunkt für Rundfahrten durch den Park. Nahe an Unterkünften und Touristenangeboten in West Yellowstone. Nächste Stadt: West Yellowstone, Montana.

Südeingang (South Entrance) – Nähe Jackson, Wyoming

Verbindet den Yellowstone mit dem benachbarten Grand Teton National Park. Malerische Fahrt entlang des Snake River und durch den John D. Rockefeller Jr. Memorial Parkway. Ideal für Besucher, die beide Nationalparks erkunden möchten. Nächste Stadt: Jackson, Wyoming.

Osteingang (East Entrance) – Cody, Wyoming

Zugang über den landschaftlich beeindruckenden Buffalo Bill Cody Scenic Byway. Führt zu den Absaroka-Bergen und dem Yellowstone Lake. Weniger überlaufen und gute Tierbeobachtungsmöglichkeiten. Viele Museen und Aktivitäten in der Westernstadt Cody. Nächste Stadt: Cody, Wyoming.

Tipps zur Wahl des Eingangs

  • Nordeingang: Ganzjährig zugänglich, ideal im Winter.
  • Nordeosteingang: Beste Tierbeobachtungen.
  • Westeingang: Optimal für kurze Besuche und Geyser-Touren.
  • Südeingang: Verbindung mit Grand Teton NP.
  • Osteingang: Ruhiger und authentisches Wild-West-Erlebnis.

Jeder Eingang bietet ein einzigartiges Erlebnis und ist ein Tor zu den beeindruckenden Landschaften und Sehenswürdigkeiten des Parks.

Wer den Grand Teton und den Yellowstone auf einer Route kombiniert und einmal auf einer Ranch übernachten möchte, der liegt mit der Heart Six Ranch goldrichtig: Ziemlich rustikal, überall Pferde und als Höhepunkt wird am Abend die Herde auf die Weide getrieben. Ein tolles Erlebnis.

Es gibt aber noch weitere Hotels in Moran.

Am Westeingang empfehlen wir das Holiday Inn West Yellowstone, an IHG Hotel.

Es gibt aber noch viele andere Hotels in West Yellowstone.

Wer im Yellowstone übernachten möchte, kann dies im Old Faithful Inn machen. Es ist ein historisches Hotel in der Nähe des Old Faithful Geysirs.

Campingplätze

  • Canyon Campground: In der Nähe des Grand Canyon of the Yellowstone gelegen.
  • Bridge Bay Campground: Direkt am Yellowstone Lake, perfekt für Wassersportler.
  • Madison Campground: Zentral gelegen, ideal für Ausflüge zu den Geysiren.
  • Slough Creek Campground: Beliebt bei Anglern und Wildtierbeobachtern, da es sich in der Nähe des Lamar Valley befindet.
  • Backcountry Camping: Für abenteuerlustige Reisende bietet der Park zahlreiche Backcountry-Campingplätze, die nur zu Fuß erreichbar sind.

Old Faithful

Old Faithful ist wohl der berühmteste Geysir der Welt und ein absolutes Highlight des Yellowstone Nationalparks. Er ist bekannt für seine bemerkenswerte Regelmäßigkeit, die zwar nicht minutengenau vorhergesagt werden kann, aber dennoch einen ungefähren Zeitrahmen für den nächsten Ausbruch liefert.

Während die meisten Geysire unregelmäßig ausbrechen, folgt Old Faithful einem relativ vorhersehbaren Muster. Die Ausbrüche können zwischen 45 Minuten und 2 Stunden auseinanderliegen. Die Wasserfontänen, die bei einem Ausbruch in die Höhe schießen, können bis zu 50 Meter erreichen. Ein typischer Ausbruch dauert zwischen 1,5 und 5 Minuten.
Die bemerkenswerte Regelmäßigkeit von Old Faithful ist auf ein komplexes System unterirdischer Kammern und Röhren zurückzuführen. Wasser sickert in die tieferen Erdschichten ein, wird erhitzt und steigt dann durch die Röhren wieder auf. Wenn der Druck zu groß wird, kommt es zu einem Ausbruch.
Es gibt mehrere Beobachtungsplattformen, von denen aus du den Ausbruch bequem beobachten kannst. Geduld ist gefragt. Obwohl die Ausbrüche relativ regelmäßig stattfinden, kann es vorkommen, dass du etwas warten musst.

Grand Prismatic Spring

Der Grand Prismatic Spring ist nicht nur die größte heiße Quelle in den USA, sondern auch eine der farbenprächtigsten der Welt.

Das Wasser im Zentrum der Quelle ist tiefblau, während die Ränder in leuchtenden Farben wie Orange, Gelb und Grün schimmern. Diese Farben entstehen durch verschiedene Arten von Bakterien, die sich in den unterschiedlichen Temperaturzonen der Quelle wohlfühlen. Mit einem Durchmesser von etwa 110 Metern ist der Grand Prismatic Spring einer der größten heißen Quellen der Welt. Die Quelle ist etwa 50 Meter tief.
Das Wasser in der Mitte der Quelle kann Temperaturen von bis zu 90°C erreichen. Es gibt mehrere Aussichtspunkte, von denen aus du einen atemberaubenden Blick auf die Quelle hast.
Einige Wanderwege führen durch die Thermalgebiete und bieten die Möglichkeit, die Quelle aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Für einen besonders spektakulären Blick kannst du einen Helikopterflug über den Yellowstone Nationalpark buchen.

Mammoth Hot Springs

Die Mammoth Hot Springs sind ein großer Thermalquellenkomplex, der durch die Ablagerung von Kalksinter entstanden ist. Das heiße Wasser, das aus der Erde tritt, enthält gelöste Mineralien. Wenn das Wasser abkühlt, fällt ein Teil dieser Mineralien aus und bildet feine Ablagerungen. Im Laufe der Zeit entstehen so die charakteristischen, terrassenförmigen Ablagerungen, die an riesige, weiße Treppenstufen erinnern.

Die weißen, terrassenförmigen Ablagerungen sind einzigartig und bieten eine faszinierende Kulisse. Die Terrassen sind ständig im Wandel. Neue Terrassen entstehen, während andere wieder verschwinden. In den warmen Gewässern der Terrassen leben verschiedene Arten von Bakterien, die für die charakteristische Färbung der Ablagerungen verantwortlich sind. Die Mammoth Hot Springs sind ein aktiver geologischer Prozess und geben Einblicke in die geothermische Aktivität des Yellowstone.
Es gibt zahlreiche Wanderwege, die durch die Terrassen führen und verschiedene Aussichtspunkte bieten, aber ein Teil der Terrassen kann auch bequem mit dem Auto erreicht werden.
Das Albright Visitor Center bietet Informationen über die Geschichte und die Geologie der Mammoth Hot Springs.

Lower Falls und Tower Falls

Der Lower Falls ist einer der beeindruckendsten Wasserfälle im Yellowstone National Park und bietet einen atemberaubenden Anblick. Er befindet sich im Grand Canyon of the Yellowstone.

Der Lower Falls stürzt über eine Höhe von etwa 94 Metern in den Grand Canyon. Der Wasserfall ist etwa 32 Meter breit.
Es gibt mehrere Wanderwege, die zum Lower Falls führen. Der beliebteste ist der Lower Falls Trail, der etwa 1,6 Kilometer lang ist und einen leichten bis mittleren Schwierigkeitsgrad hat. Man kann auch mit dem Auto bis zu einem Parkplatz nahe dem Wasserfall fahren. Von dort aus sind es nur noch wenige Minuten zu Fuß.
Die Umgebung des Lower Falls ist ebenfalls beeindruckend. Der Grand Canyon of the Yellowstone bietet hier eine spektakuläre Landschaft mit roten Felsen und grünen Wäldern. Die Sommermonate sind die beste Zeit für einen Besuch, da die Wasserfälle dann am stärksten fließen.

Der Tower Fall ist ein 40 Meter hoher Wasserfall, der von markanten Felsnadeln umgeben ist. Die Umgebung des Tower Falls ist ein beliebter Lebensraum für verschiedene Tierarten, darunter Schwarzbären und Elche. Es gibt mehrere Wanderwege, die zum Tower Fall führen. Von verschiedenen Aussichtspunkten aus kann man den Wasserfall in seiner vollen Pracht bewundern.

Ähnliche Beiträge