Aspen – Auf den Spuren von John Denver

Ein Abstecher in das schneeverzierte Aspen führt uns zum John Denver Sanctuary, einem liebevoll gestalteten Park voller Poesie und Naturverbundenheit. Erlebe mit uns diesen emotionalen Ort der Stille, an dem in Stein gemeißelte Songtexte an den unvergessenen Country-Barden erinnern und Erinnerungen an Jugendtage sowie Live-Momente wieder lebendig werden.

“John Denver”

Anyone who loves country music and belongs to our generation will certainly remember John Denver. In 1978/79, his best-of album hit the stores in Germany, followed by numerous concerts across many German cities starting in 1979. Back then, I was in 10th grade, and we were on a class trip to Berchtesgaden with John Denver’s music in our luggage. Every evening, as we sat together in the mountains, his songs echoed through the night.

For me, it marked the beginning of a wonderful friendship with his music. In 1992, I had the fortune of experiencing John Denver live in Stuttgart. Tragically, he passed away far too soon in a plane crash on October 12, 1997. Younger generations likely know „Take Me Home, Country Roads,“ as it is played every year at various Oktoberfest events, keeping a piece of John Denver present today, even if a bit differently than how we older fans experienced it.

“The John Denver Sanctuary”

In Aspen, his final hometown, stands a small yet deeply fascinating memorial dedicated to him. Thus, we planned a stop in Aspen on our route to the Rocky Mountains—a quick detour before reaching our lodge just ahead of the mountains.

Aspen is well known among winter sports enthusiasts. Shortly before entering the town, you can see numerous ski lifts on the right and even a snow-covered slope. I immediately blurts out: „Imagine going skiing right now!“ „Oh, nonsense, that can’t be!“ But being on the slopes in May—simply crazy. As we drove past, thoughts crossed my mind: „Is the snow cover still good for this time of year, or was it better a few years ago?“ This reflection on nature and climate change perfectly tuned me in for visiting the memorial.

We found a parking garage close to the sanctuary and set off on foot, packed with our camera gear. „It should be right around here, shouldn’t it?“ We looked over a large lawn where kids were playing soccer, but couldn’t spot anything else. As we walked around the area, I grew thoughtful—his death happened so long ago. What if I asked the kids on the field? What would they tell me? „Who on earth is John Denver?“ But finally, we stumbled upon pillars with an inscription pointing toward John Denver. Tucked away in the park lay the sanctuary.

“In Memory of John Denver for his Songs and his Love of Nature”

I walked through with deep humility and tears in my eyes. To this day, I am moved by his lyrics, his bond with loved ones, with animals, plants, and nature itself. But also by his calls to protect the environment and his hopes for world peace. Many of his songs addressed the Cold War era; he traveled to the former USSR and China to promote peace.

If he were alive today, he would certainly be one of the songwriters addressing the ongoing conflicts in the East through new lyrics, shaking people awake with his renown. The garden is beautifully arranged—a mini Rocky Mountains! A small grassy area filled with large rocks, a pond, a stream, plenty of flowers, plants, trees, and the soothing sound of rippling water. The surrounding rocks are engraved with his song lyrics, his quotes, as well as quotes from other famous contemporaries. All of this forms a unique composition, and at every rock, I paused, read, and felt immense gratitude for his music.

Anyone traveling through this region should definitely not miss the opportunity to visit this special place.

„John Denver“

Wer Country-Musik mag und wer aus unserer Generation ist, ja, der wird John Denver noch kennen.

1978/79 kam auch in Deutschland seine Best-of Schallplatte in die Läden und ab 1979 gab es dann auch viele Konzerte von ihm in vielen deutschen Städten. Ich war damals in der 10.ten Klasse und wir waren auf Klassenfahrt in Berchtesgaden und hatten die Musik von John Denver mit dabei. Jeden Abend, wenn wir in den Bergen zusammen saßen, dann sang er seine Lieder.

Für mich selbst war es der Beginn einer wunderbaren Freundschaft mit seiner Musik. 1992 hatte ich dann noch das Glück John Denver in Stuttgart live erleben zu dürfen. John Denver, der dann leider viel zu früh durch den Flugzeugabsturz am 12.10.1997 gestorben ist. Die jüngeren Generationen kennen wahrscheinlich „Take Me Home Country Roads“. Es wird jedes Jahr auf vielen Oktoberfesten gespielt und so bleibt ein Stück von John Denver auch in der Gegenwart präsent, wenn auch ein wenig anders als wir Älteren es kennengelernt haben.

„The John Denver Sanctuary“

In Aspen, seinem letzten Wohnort, gibt es eine kleine, aber sehr interessante Gedenkstätte an ihn. So hatten wir Aspen auf unserer Fahrt in die Rocky Mountains mit eingeplant und es war dann auch nur ein kleiner Abstecher auf der Fahrt zu unserer Lodge kurz vor den Rocky Mountains.

Den Wintersportlern ist Aspen natürlich ein Begriff. Kurz vor Aspen sieht man bereits rechts die vielen Skilifte und dann auch noch eine Piste mit Schnee. Mir kam dann direkt über die Lippen „Das wärs doch, jetzt noch Ski laufen!“ „Ach, Quatsch, das gibt es doch bestimmt nicht!“ Aber jetzt im Mai noch auf der Piste sein, einfach irre. Während wir dort vorbei fuhren kamen mir die Gedanken „ist die Schneedecke für die Jahreszeit noch gut oder war sie vor ein paar Jahren sogar noch besser?“ Und so hat mich der Gedanke an die Natur, an den Klimawandel auf die Gedenkstätte eingestimmt.

Ganz in der Nähe vom Sanctuary, der Gedenkstätte, haben wir ein Parkhaus gefunden und dann geht es zu Fuß los. Natürlich bepackt mit unseren Kameras. „Hier müsste es doch eigentlich sein oder?“ Wir blicken auf eine große Rasenfläche auf der Fußball gespielt wird. Ansonsten können wir einfach nichts erkennen. So laufen wir das Gebiet ab, ich werde nachdenklich, denn sein Tod ist doch schon sehr lange her. Frage ich mal bei den vielen Kids hier auf der Rasenfläche nach. Was würden sie mir dann sagen? „Wer um Himmelswillen ist nur John Denver?“, aber dann endlich stoßen wir auf Säulen, auf denen ein Hinweis zu John Denver angebracht ist. Ganz versteckt im Park befindet sich das Sanctuary.

„In Memory of John Denver for his Songs and his Love of Nature“

Ich wandle entlang voller Demut und mit Tränen in den Augen. Mich berühren noch heute seine Texte, die Verbundenheit zu seinen Liebsten, zur Tier- und Pflanzenwelt und zur Natur. Aber auch sein Aufrütteln gegen die Naturzerstörung und seine Hoffnung auf Frieden in der Welt. Viele Texte hat er damals auch dem „Kalten Krieg“ gewidmet, war auch in der damaligen UdSSR und in China unterwegs und hat für Frieden geworben.

Wenn er heute noch leben würde, dann wäre er sicherlich einer der Liedermacher, welcher die jetzige Kriegssituation im Osten in neuen Texten verewigt hätte. Bei seiner damaligen Berühmtheit hätte er viele Menschen aufgerüttelt. Der Garten ist wunderbar angelegt, „Klein-Rocky Mountains!“ Eine kleine Rasenfläche mit vielen Felsen, einem Teich, einem Bach, vielen Blumen, Pflanzen und Bäumen und eben plätscherndem Wasser. Die vielen Felsen sind beschriftet mit seinen Liedertexten, mit vielen seiner Aussagen, aber auch mit Texten von anderen weltberühmten Zeitgenossen. All dieses bildet zusammen eine ganz besondere Komposition und bei jedem Felsen halte ich inne, lese und bin voller Dankbarkeit für seine Musik.

Wer also hier in diese Gegend kommt, sollte sich die Gelegenheit, diesen Ort zu besuchen, nicht entgehen lassen.

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