Coyote Buttes South: Das farbenprächtige Labyrinth der Vermilion Cliffs

Dein Guide für die wilde Alternative zur „Wave“: Wie du Permits bekommst, warum ein Guide hier Gold wert ist und unsere Tipps für das einsame Sandstein-Paradies.

Während die berühmte „The Wave“ (Coyote Buttes North) oft die Schlagzeilen dominiert, bieten die Coyote Buttes South ein ebenso spektakuläres Erlebnis – aber mit deutlich mehr Ruhe. Hier erwarten dich surreal geformte Sandsteinformationen, die an Teepees, Wellen und Hoodoos erinnern, in einer unglaublichen Farbpalette aus Rot, Gelb und Orange.

Wir haben dieses Gebiet als eines der fragilsten und gleichzeitig beeindruckendsten Wunder im Südwesten erlebt. In diesem Guide erfährst du, warum die Planung hier alles ist.

Quick-Facts & Beste Reisezeit

  • Lage & Region: Paria Canyon-Vermilion Cliffs Wilderness (AZ/UT Grenze)

  • Einwohner: Reine Wildnis; nächste Orte sind Kanab (UT) oder Page (AZ)

  • Sprache: Englisch

  • Währung: US-Dollar (USD)

  • Beste Reisezeit: März bis Mai & September bis Oktober

  • Anreise: Nur mit 4×4 (High Clearance) oder geführter Tour ab Kanab/Page

  • Preisniveau: Günstiges Permit ($5–$7), aber hohe Kosten für Guide/Spezialfahrzeug

  • Unser Vibe-Check: Absolut einsam, surreal, zerbrechlich und tiefenentspannt

  • Koffer-Checkliste: 1. GPS-Gerät/Offline-Karten, 2. min. 5L Wasser, 3. Schuhe mit gutem Grip

Die Top Highlights

1. Die farbigen Teepees & Hoodoos

Die ikonischen, gestreiften Felshügel (Teepees) und skurrilen Felsfiguren sind das Markenzeichen der South Buttes. Die Erosion hat hier Skulpturen geschaffen, die fast künstlich wirken.

  • Fotografen-Tipp: Nutzt die „Goldene Stunde“. Wir waren fasziniert, wie das weiche Licht die ohnehin schon intensiven Rot- und Gelbtöne zum Glühen bringt. Ein Weitwinkel ist hier Pflicht, aber auch ein Makro für die filigranen Muster im Sandstein lohnt sich.

2. Die „Southern Wave“

Ja, es gibt sie auch im Süden! Diese Sandsteinwellen stehen ihrem berühmten Gegenstück im Norden in nichts nach und bieten fantastische Fotomotive – ganz ohne die Menschenmassen.

Insider Tips: Warum wir einen Guide empfehlen

Der Zugang zu den Coyote Buttes South ist tückisch. Die Zufahrtsstraßen bestehen teilweise aus extrem tiefem Sand.

  • Unsere dringende Empfehlung: Wir raten davon ab, dieses Gebiet auf eigene Faust mit einem Standard-Mietwagen anzusteuern – selbst mit Allrad. Ein Steckenbleiben ist hier extrem kostspielig.

  • Der Guide-Vorteil: Ein lokaler Guide kennt nicht nur die sichersten Routen durch den Sand, sondern führt dich auch zielsicher zu den versteckten Spots in diesem riesigen, pfadlosen Gebiet.

    Kanab: Coyote Buttes South Wandertour (Erlaubnis erforderlich)

    Wichtig: Auch wenn du einen Guide buchst, musst du dich selbst rechtzeitig um das Permit kümmern!

Coyote Buttes South Permit: Dein Ticket ins Paradies

Der Zugang zu diesem fragilen Wildnisgebiet ist streng reglementiert. Du benötigst zwingend ein Permit (Tagesgenehmigung) vom Bureau of Land Management (BLM). Es werden täglich nur 20 Permits vergeben.

  • Kosten: Die Gebühr beträgt ca. $5–$7 USD pro Person/Tag.

  • Advanced Lottery: Vier Monate im Voraus über recreation.gov.

  • Daily Lottery: Zwei Tage vor dem Besuch via App im Geofence-Gebiet (Kanab/Page).

💡 Unser Tipp für alle ohne Permit-Glück: Du hattest bei der Lotterie kein Glück? Oder du möchtest ganz einfach länger im Voraus planen? Kein Grund zur Sorge! Ganz in der Nähe liegt White Pocket. Die Landschaft dort ist mindestens genauso surreal und farbenprächtig, aber das Beste ist: Für White Pocket benötigst du kein Permit. Alles, was du zu dieser genialen Alternative wissen musst, findest du in unserem White Pocket Reiseführer.

Essen und Trinken

In der Wildnis selbst gibt es nichts – du musst alles mitbringen (Leave No Trace!).

  • Verpflegung: Bei einer geführten Tour ist normalerweise für ausreichend Proviant gesorgt. Erkundige dich aber sicherheitshalber vorher!
    Ansonsten gilt: Packe energiereiche Snacks und deutlich mehr Wasser ein, als du denkst (min. 5 Liter pro Person).

  • Sicherheit: Verlasse dich nicht auf dein Handy! In den tiefen Canyons und weiten Plateaus hast du oft keinen Empfang. Ein dediziertes GPS-Gerät ist für die Orientierung essenziell.

Praktische Reiseinformationen: Hotels & Standorte

Da die Coyote Buttes South genau an der Grenze liegen, bieten sich zwei Städte als Basis an. Welche du wählst hängt hauptsächlich von deiner Route ab.

  • Kanab, Utah: Die Buttes liegen in Utah. Wenn du in Kanab übernachtest, hast du keinen Zeitunterschied. Wir empfehlen das Hampton Inn Kanab und das Holiday Inn Express & Suites Kanab, an IHG Hotel.

  • Page, Arizona: Unser persönliches Lieblingshotel hier ist das Courtyard Page at Lake Powell. Es liegt ruhig, hat einen tollen Pool zum Regenerieren nach der Wanderung und schöne Außenbereiche für die Sommerabende. (Achtung: Beachte den Zeitunterschied zwischen AZ und UT im Sommer!)

FAQ

Ist die Wanderung anstrengend?

Physisch gibt es kaum Steigungen, aber das Gehen im tiefen Sand ist sehr ermüdend. Die größte Herausforderung ist die Navigation ohne markierte Wege.

Was passiert bei Regen?

Die Straßen werden sofort unpassierbar. Checke unbedingt die Bedingungen beim BLM in Kanab, bevor du auf eigene Faust losfährst.

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