USA – In 22 Tagen von SFO über Tucson zum Yellowstone und zurück
Dieser Roadtrip hat(te) es in sich: 9.000 km in 22 Tagen. Da heißt es, sehr viel im Auto zu sitzen und zu fahren. Aber auch extrem viel zu sehen und zu erleben. Und was nicht alles:
San Francisco
Los Angeles
Joshua Tree NP
Saguaro NP
Tucson
Red Rocks
Grand Canyon NP
Monument Valley
Mesa Verde NP
Canyonlands NP
Arches NP
Grand Teton NP
Yellowstone NP
Goblin Valley SP
Capitol Reef NP
Bryce Canyon NP
Zion NP
Las Vegas
Valley of Fire
Death Valley NP
Sequioa NP
Yosemite NP
Highway 1
Reisezeit: 28.04. – 20.05.

Tag 1: FRA – SFO – Mietwagen abholen – El Paso del Robles (325 km, 3:05 h)
Nach der Landung in SFO geht´s zunächst durch die Zoll- und Gepäckkontrolle.
Die Mietwagenstationen am SFO befinden sich im Rental Car Center, das mit dem AirTrain (blaue Linie) erreichbar ist. Der AirTrain ist kostenlos und fährt regelmäßig. Im Rental Car Center befinden sich alle großen Mietwagenanbieter wie Avis, Hertz, Enterprise, Budget usw.
Um den Prozess zu beschleunigen legen wir unsere Reservierungsbestätigung, einen gültigen Führerschein und eine Kreditkarte vor. Nach Abschluss der Formalitäten erhalten wir den Schlüssel und Informationen über den Standort Ihres Autos.
Tipps:
- Reservierungsbestätigung, einen gültigen Führerschein und eine Kreditkarte bereithalten.
- Zusätzliche Versicherungen sind meist nicht nötig. Überprüft vorab, welche Versicherungen mit dem Mietvertrag bereits abgedeckt sind.
- Das Auto vollgetankt zurück zu bringen ist meist am günstigsten.
Und jetzt geht´s endlich „on the road“, denn vor uns liegen ca. 9.000 km, die wir in 22 Tagen über Tucson bis zum Yellowstone und zurück nach San Francisco schaffen wollen.
Unser erstes Ziel ist El Paso de Robles. Für die 325 km benötigen wir auf der IS 101 gut 3 Stunden. Das kann man, wenn man am frühen Nachmittag landet, noch ganz gut bewältigen. Die Fahrt geht zunächst durchs Silicon Valley. Hier und da tauchen bekannte Firmen- und Ortsnamen auf. Hinter San Jose wird die Gegend dann langsam ländlicher.
Übernachtet haben wir im SpringHill Suites by Marriott Paso Robles Atascadero. Wir können das Hotel sehr empfehlen. Die Zimmer sind geräumig, es liegt verkehrsgünstig zwischen El Paso de Robles und Atascadero und ist trotzdem ruhig. Es gibt auch noch andere Hotels in El Paso de Robles und Hotels in Atascadero.
Tag 2: El Paso de Robles – Marina Del Rey (Los Angeles) (430 km, 5:05 h)
Vom Hotel aus fahren wir zunächst ein kleines Stück auf dem 101 zurück um dann über die CA-46 Richtung Pazifik zu fahren. Am HW 1 biegen wir Richtung Norden. Unser erstes Ziel heute ist der Elephant Seal Vista Point. Hier man eine der größten See-Elefantenkolonien Amerikas bewundern.
Von dort geht´s anschließend nach Süden Richtung Los Angeles, zunächst auf dem 1 und dann auf der 101. Bei Camarillo verlassen wir die 101 in südlicher Richtung. Wir wollen ein gutes Stück an der Pazifik-Küste entlang fahren und uns bei der Gelegenheit auch Malibu, Santa Monica und Venice Beach anschauen.
Mailibu und Santa Monica beeindrucken durch ihre tollen Strände. Bei Santa Monica kommt noch der weltbekannte Pier mit seinen Fahrgeschäften samt Achterbahn, Verkaufsständen und Restaurants hinzu. Zudem ist dieser Pier das Ende der Route 66.
Die Strände von Santa Monica gehen direkt in die von Venice Beach über. Hier haben uns besonders gefallen:
Muscle Beach. Das ist ein kultiges Fitnessstudio im Freien. Es zieht seit Jahrzehnten Bodybuilder und Fitnessbegeisterte an.
Venice Boardwalk ist ein belebter Abschnitt der Strandpromenade mit Straßenkünstlern, Händlern und einer Menge Leute, die man beobachten kann.
Etwas zurück liegend befinden sich die Venice Canals. Sie laden ein zu einem malerischen Spaziergang entlang friedlicher Wasserstraßen, die von charmanten Häusern und Gärten gesäumt sind.
Am Abbot Kinney Boulevard findest du lokale Boutiquen, Spezialitätengeschäfte und trendige Restaurants.
Der Venice Skatepark ist ein beliebtes Ziel für Skateboarder und BMX-Fahrer mit einem Bowl, Rampen und anderen Einrichtungen.
Auf dem Venice Beach Pier kannst du angeln oder einfach nur die schöne Aussicht auf den Ozean und die Küste zu genießen. Die perfekte Art, einen Tag in Venice ausklingen zu lassen ist einen Sonnenuntergang über dem Pazifischen Ozean zu beobachten.
Übernachtet haben wir im Marina del Rey Marriott. Aus den höheren Stockwerken hat man einen tollen Ausblick über die Marina und man kann die Highlights von Venice Beach zu Fuß erreichen. Selbst bis zum Santa Monica Pier sind es nur wenig mehr als 5 km. Es gibt aber auch andere Hotels in Marina del Rey.
Tag 3: Marina Del Rey – Beverly Hills – Hollywood – Joshua Tree – Yuma (610 km, 7:15 h)
Wir fahren gemütlich durch Beverly Hills und Hollywood. In Hollywood machen wir einen Abstecher in den Canyon Lake Drive, von wo aus man den berühmten Schriftzug sehr gut sehen kann.
Das Besondere am Joshua Tree NP ist die Kombination aus Wüsten- und Berglandschaften. Der Park ist bekannt für seine namensgebenden Joshua-Bäume, die eine einzigartige Faszination ausüben. Es gibt auch ungewöhnliche Felsformationen, archäologische Stätten, Wanderwege und Klettergebiete, die den Park zu einem beliebten Ort für Outdoor-Aktivitäten machen. Wer wenn ihr hier Outdoor-Aktivitäten ausübt – und sei es, dass ihr „nur“ einen der tollen Trails macht – macht Euch bitte mit den örtlichen Gegebenheiten besonders vertraut. Wasser und Sonnenschutz sind selbstverständlich. Zudem empfehlen wir in Parks wie dem Joshua NP unbedingt, bei den Park Rangern aktuelle Infos einzuholen und diese über Eure geplanten Aktivitäten zu informieren.
Wenn ihr das beherzigt können wir Euch einen Besuch des Joshua Tree NP nur wärmstens empfehlen. Es erwarten Euch einzigartige Erlebnisse und Bilder.
Der Joshua Tree NP ist auch ein Schutzgebiet für bedrohte Tierarten. Mit ein bisschen Glück entdeckt ihr einen Wüstentortoise oder eine Wüstenspringmaus.
Nachdem wir den Joshua Tree NP hinter uns gelassen haben fahren wir am Salton Sea entlang Richtung Yuma.
In Yuma übernachten wir im SpringHill Suites by Marriott Yuma. Es gibt auch noch viele andere Hotels in Yuma.
Tag 4: Yuma – Saguaro NP – Arizona-Sonora Desert Museum – Old Tucson – Tucson (400 km, 4:00 h)
Wir folgen der IS 8 von Yuma Richtung Osten. Bis nach Tucson wären es auf der IS 8 weniger als 3,5 Stunden. Wir biegen aber kurz vor Tucson Richtung Süden ab und besuchen den Saguaro NP, das Sonora Desert Museum und Old Tucson.
Der Saguaro National Park ist ein ausgewiesenes Schutzgebiet für den Saguaro-Kaktus, der zu den größten Kakteen der Welt gehört und nur in der Sonora-Wüste in Arizona, Kalifornien und Mexiko vorkommt. Er umfasst zwei separate Teile: Der östliche Rincon Mountain District und der westliche Tucson Mountain District. Wir waren auf dieser Tour im östlichen Teil.
Dort gibt es – neben den Kakteen – zahlreiche Wüstenlebewesen wie Wüstenfüchse, Schlangen, Kojoten und über 200 Vogelarten.
Zu empfehlen ist auf jeden Fall der Bajada Loop Drive, ein Rundweg mit tollen Einblicken in den Park. Darüber hinaus bietet der Saguaro NP viele Wander- und Radwege sowie Möglichkeiten für Camping und Vogelbeobachtung.
Der Park ist ein UNESCO-Weltkulturerbe und hat eine reiche Geschichte, die bis zu den Ureinwohnern der Region zurückreicht.
Das Arizona-Sonora Desert Museum ist eine einzigartige Kombination aus Zoo, Botanischem Garten und Naturkundemuseum, was es zu einem einzigartigen Erlebnis macht. Ihr könnt dort neben verschiedenen Tieren einige der schönsten Pflanzen der Wüste von Arizona sehen. Vor allem im späten Frühjahr, wenn die Kakteen blühen, ist das Arizona-Sonora Desert Museum ein Muss.
Wir fahren anschließend die Kinney Road Richtung Süden und erreichen nach ca. 5 km Old Tucson. Dieser Ort ist ein historisches Filmset und dient heute als Freizeitpark. Er diente seit 1939 als Drehort für zahlreiche Westernfilme und Fernsehserien. Das Gelände umfasst eine Nachbildung einer typischen Wildweststadt mit Saloons, Geschäften, Kirchen und anderen Gebäuden aus der Zeit des späten 19. Jahrhunderts.
Besucher können Shows mit Stuntmen, Schauspielern und Reitern erleben, die die Atmosphäre des Wilden Westens zum Leben erwecken. Es gibt auch eine Vielzahl von Attraktionen wie eine Eisenbahnfahrt, eine Schießbude und eine Goldwaschanlage.
Übernachtet haben wir im AC Hotel Tucson Downtown und können das Hotel absolut empfehlen. Vor allem seine zentrale Lage ist klasse. Es gibt natürlich noch viele weitere Hotels in Tucson.
Tag 5: Tucson – Sedona – Grand Canyon (560 km, 5:15 h)
Von Tucson geht es erst über die IS 10 bis nach Phoenix und dann weiter über die IS 17 Richtung Flagstaff. Wir empfehlen auf jeden Fall von der IS 17 auf den HWY 179 „Red Rock Scenic Byway“ abzubiegen und über Sedona nach Flagstaff zu fahren. Der Anblick der Red Rocks wird Euch mehr als belohnen. Wer genug Zeit hat, kann einen Jeep-Ausflug in die Red Rocks buchen, z.B. mit Pink Jeep Tours ab Sedona. Ein irrer Spaß! In der Hauptreisezeit unbedingt vorher reservieren.
Während früher Flagstaff das „natürliche“ Übernachtungsquartier für Besuche des Grand Canyon von Süden kommend war, haben sich mittlerweile in Tusayan ca. 10 km südlich des South Entrance zahlreiche Hotelketten niedergelassen. Wir finden es sehr angenehm, hier übernachten zu können, da wir somit ziemlich früh am Grand Canyon sein können. Da ist es noch nicht so voll wie später und man kann vergleichsweise ungestört fotografieren.
Wenn man früh genug ankommt, kann man auch schnell noch mal zur South Rim fahren und erste Eindrücke genießen. Die Sonne steht dann richtig für tolle Abendfotos.
Bitte seit nicht geschockt, wenn es am frühen Abend hier sehr voll ist. Wer am nächsten Morgen früh frühstückt und dann zur South Rim fährt kann sich „seinen“ Fotospot nahezu ungestört aussuchen.
Wir haben schon im Squire Resort at the Grand Canyon, BW Signature Collection und im Holiday Inn Express & Suites Grand Canyon, an IHG Hotel übernachtet und können beide Hotels empfehlen. Neben den beiden gibt es noch weitere Hotels in Tusayan.
Tag 6: Grand Canyon – Monument Valley – Mexican Hat – Cortez (490 km, 5:15 h)
Was kann, was soll man über den Grand Canyon noch schreiben? Man muss ihn mindestens 1 x im Leben gesehen haben. Er ist mit seinen Ausmaßen und den vielen, wunderschönen Gesteinsschichten einfach einmalig. Und das gilt für uns „normale Touristen“. Für Geologen ist er wahrscheinlich ein lebenslanges Forschungsprojekt.
Wir werden immer wieder gefragt: North Rim oder South Rim? Und haben eine einfache Antwort: Die South Rim lässt sich viel leichter in einen „Rundkurs“ durch den Südwesten integrieren und man fährt länger an ihr entlang, was die Bilder, die ihr von der South Rim machen könnt, abwechslungsreicher macht (am Visitor Center könnt ihr den Colorado von der Rim kaum sehen – weiter im Osten in Richtung Desert View Watchtower habt ihr einen supertollen Blick auf den Fluss). Egal ob man von Süden aus Richtung Flagstaff oder vom Westen her kommt: Das nächste Ziel, die nächste Station, sie sind nicht weit.
Die Kehrseite der Medaille ist natürlich, dass die South Rim deutlich mehr besucht wird als die North Rim. Und das ist auch schon der wesentliche Vorteil der North Rim. Sie ist weniger besucht. Dafür müsst ihr, um zur North Rim zu gelangen, von Jacob Lake aus einen „Abstecher“ von ca. 70 km (one way) bzw. gut einer Stunde einplanen. Wer die Zeit hat und das macht wird mit deutlich weniger Menschen belohnt als an der South Rim. Tolle Fotos kann man sowohl an der North Rim als auch an der South Rim machen.
Monument Valley
Vom Grand Canyon aus sind wir am Antelope Canyon und dem Monument Valley vorbei weiter nach Cortez gefahren. Da war auf dieser Tour natürlich keine Zeit mehr für einen Besuch derselben. Aber tolle Fotos kann man vom Monument Valley auch „von außen“ machen. Vom Antelope Canyon natürlich nicht.
Unsere Generation kennt das Monument Valley aus den Western mit John Wayne und anderen Schauspielern. Und ja, es ist immer noch genau so faszinierend wie damals. Man kann es „nur“ von weitem bestaunen oder Eintritt zahlen und in das Monument Valley hineinfahren. Wer genug Zeit hat sollte sich dieses einmalige Erlebnis gönnen.
Der Mexican-Hat ist eine beeindruckende Felsformation am Rande des HW 163. Für einen Besuch muss man nicht mehr als 30 Minuten einplanen. Es sei denn, man will hochsteigen, wie die Leute auf unseren Fotos. Dann dauert es wohl ein bisschen länger.
Wir haben im Hampton Inn Mesa Verde/Cortez Co übernachtet und können das Hotel sehr empfehlen. Die Zimmer sind sehr geräumig und das Frühstück ist überdurchschnittlich. Es gibt aber auch noch weitere Hotels in Cortez.
Tag 7: Cortez – Mesa Verde – Canyonlands NP (The Needles) – Moab (475 km, 6:30 h)
Der Mesa Verde NP ist ein UNESCO-Welterbe. Er wurde als einziger NP zum Schutz eines archäologischen Ortes eingerichtet. Andere kulturhistorische Objekte sind als National Monument ausgewiesen oder befinden sich in einer anderen formal geringeren Schutzgebietskategorie.
Wenn man die archäologischen Stätten besuchen möchte, sollte man einen ganzen Tag in Mesa Verde einplanen. Wir haben die Orte nur von oben betrachtet, weil wir nicht so viel Zeit hatten. Aber für uns hat es vollkommen gereicht, um einen Einblick in die historische Kultur dieser Stätten zu erhalten.
Von Mesa Verde aus sind wir weiter in den Südteil des Canyonlands NP gefahren.
Canyonland NP (The Needles)
Der Canyonlands NP ist ein zusammenhängendes Gebiet, bestehend aus einem nördlichen und einem südlichen Teil. Beide Teile werden über verschiedene Zufahrten erreicht. Man kann aus dem einen Teil nicht direkt in den anderen Teil fahren. Beide Zufahrten sind nicht verbunden und man muss „außen rum“ über den HW 191 fahren.
Für die ca. 200 km lange Fahrt vom Needles District im südlichen Teil bis zum Grand Viewpoint Overlook im nördlichen Teil sollte man 2,5 Stunden einplanen. Wir empfehlen daher, nicht beide Teile an einem Tag machen zu wollen. Moab bietet sich als Übernachtungsort zwischen beiden Teilen und dem nahe gelegenen Arches NP geradezu an.
Der Needles District bietet spektakuläre Felsnadeln und tolle Wandermöglichkeiten wie den Chesler Park Loop Trail, den Slickrock Foot Trail oder den Elephant Hill Trail. Wir haben uns auf dieser Tour für den leichten Elephant Hill Trail entschieden und waren von den Ausblicken fasziniert.
Fast am Eingang in den Needles District befindet sich der Newspaper Rock. Es handelt sich um eine massive Felswand mit einer Vielzahl von Petroglyphen aus verschiedenen historischen Zeiträumen.
Der südliche Teil des Parks ist auch bekannt für seine erstaunlichen antiken Ruinen, darunter die ruinöse Siedlung am Horseshoe Canyon.
Nachdem wir im Hotel eingecheckt haben, machen wir noch einen ersten Besuch im Arches NP, um dort den Sonnenuntergang und den Nachthimmel zu genießen. Traumhaft!
Wir haben in Moab u.a. im Fairfield Inn & Suites by Marriott Moab und im Holiday Inn Express Hotel & Suites Moab, an IHG Hotel übernachtet. Beide Hotels sind absolut empfehlenswert. Von beiden Hotels aus ist man schnell am Arches.
Es gibt aber viele auch noch viele andere Hotels in Moab.
Tag 8: Moab – Arches – Canyonlands NP (Island in the Sky) – Provo (470 km, 5:45 h)
Arches NP
Wie immer sind wir sehr früh unterwegs. Unser erstes Ziel ist wieder der Arches NP mit seinen vielen Highlights wie dem Delicate Arche. Diesen kann man sehr gut vom Lower oder Upper Delicate Arche Viewpoint beobachten, wobei wir auf jeden Fall den kleinen Aufstieg zum Upper Viewpoint empfehlen. Wir gehen vom Viewpoint selbst dann immer noch ein Stück weiter bis zur Felskante, um dem Delicate Arch von hier aus so nah wie möglich zu kommen.
Wer 2 – 3 Stunden Zeit hat, kann auch den ca. 5 km langen Aufstieg zum Delicate Arche machen. Das sollte zwischen Mai und September aber in den Tagesrandzeiten passieren. Mittags brennt die Sonne und es gibt nirgendwo Schatten, so dass sich die 150 Höhenmeter nach deutlich mehr anfühlen.
Ein Highlight, welches ihr unbedingt erleben solltet ist der Devils Garten Trail. Er bietet phantastische Fotomotive. Wer viel Zeit hat, ein bisschen kraxeln möchte und auch Sand nicht scheut, nimmt den kompletten Trail, der aus dem Hauptweg und dem Primitive Trail besteht. Für die knapp 12 km solltet ihr ca. 5 Stunden rechnen. Wer auf dem Hauptweg bleibt, der braucht für die ca. 7 km etwa 2,5 Stunden.
Wer´s leichter möchte bzw. noch 30 oder 60 Minuten Zeit hat, sollte sich auf jeden Fall den Double Arche Trail oder den Windows Trail gönnen. Vom Windows-Parkplatz starten die Trails in entgegengesetzter Richtung. Beide Trails sind einfach, bieten aber ebenso traumhafte Blicke auf diverse Arches.
Bei der Rückfahrt zum Ausgang der Arches NP sehen wir, dass sich unser Frühaufstehen gelohnt hat. Die Schlange vor der Einfahrt in den Park ist ziemlich lang.
Update Mai 2024: Bitte informiert Euch über die Zugangsmöglichkeiten in den Arches National Park. Bei unserem jüngsten Besuch waren Sie bereits limitiert und es war für die „normalen Tageszeiten“ ein Permit erforderlich.
Canyonland NP (Island in the Sky)
Auch im nördlichen Teil des Canyonlands NP fällt die Auswahl, was man mit der begrenzten Zeit machen soll, schwer. Es gibt zu viele Höhepunkte. Auf jeden Fall solltet ihr den Green River Overlook ansteuern. Von hier aus habt ihr einen atemberaubenden Blick auf den Green River und die umgebenden Canyons.
Der Upheaval Dome Overlook bietet tolle Blicke auf eine einzigartige geologische Formation. Auf dem Weg dorthin haltet am Island in the Sky. Es ist ein Plateau, das von gewaltigen Klippen umgeben ist und einen der besten Panoramablicke über den Park bietet.
Auf dem Rückweg haltet ihr bei Mesa Arch, einer natürlichen Steinbrücke, die einen herrlichen Blick auf den Canyonlands NP bietet. Wer Zeit hat biegt auch in den Shafer Trail ab. Es ist eine malerische Straße, die sich über steile Klippen windet und eine der landschaftlich reizvollsten Fahrrouten im Park bietet.
Wir verlassen den Canyonlands NP in nördlicher Richtung, um in Provo zu übernachten. Am Utah Lake haben wir noch Zeit für einen wunderschönen Spaziergang.
Wir haben im SpringHill Suites by Marriott Provo übernachtet. Tolles Hotel mit gutem Frühstück und zentrales Lage. Eine klare Empfehlung. Es gibt aber noch weitere Hotels in Provo.
Tag 9: Provo – Grand Teton NP – Heart Six Ranch (525 km, 5:50 h)
Grand Teton NP
Von Provo aus geht es weiter Richtung Norden mit dem Ziel Yellowstone NP. Da wir schon immer mal auf einer Ranch übernachten wollten, haben wir uns die Heart Six Ranch ausgesucht. Von hier kommt man ziemlich schnell zum südlichen Eingang des Yellowstone.
Auf dem Weg zur Ranch genießen wir aber erst einmal den Grand Teton NP. Dazu befahren wir die Teton Park Rd. in nördlicher Richtung.
Die Ausblicke auf die Berge, insbesondere den Teton Gletscher, sind atemberaubend. Und als wäre das noch nicht genug, empfängt uns der Jackson Lake mit einer schmelzenden, zauberhaften Eisschicht, in der sich die glitzernde Sonne spiegelt. Malerisch.
Die Heart Six Ranch präsentiert sich genauso, wie wir sie uns vorgestellt haben: Ziemlich rustikal, überall Pferde und als Höhepunkt wird am Abend die Herde auf die Weide getrieben. Ein tolles Erlebnis. Es gibt aber noch weitere Hotels in Moran.
Tag 10: Heart Six Ranch – Yellowstone NP – West Yellowstone (400 km, 4:30 h)
Yellowstone NP
Ursprünglich wollten wir von der Heart Six Ranch über den südlichen Eingang in den Yellowstone NP fahren. Leider machen uns die Witterungsverhältnisse einen Strich durch die Rechnung: Der südliche Eingang ist immer noch wegen des Schnees geschlossen.
Und so heißt es kurzfristig umplanen: Hotel in West Yellowstone buchen und aus der kurzen Anfahrt zum Yellowstone werden 3,5 Stunden oder ca. 280 km.
Uns ist klar, dass wir den Yellowstone NP aufgrund der späten Ankunftszeit jetzt 2 x besuchen müssen. Und so entscheiden wir uns, zunächst den südlichen Teil mit den wunderschönen Landschaften am Firehole River und den vielen Highlights wie dem Mornging Glory Pool, Artesia Geyser, White Dome Geyser, Grand Prismatic Spring Overlook, Biscuit Basin und natürlich Old Faithfull zu besuchen.
Der Old Faithful ist dabei das wohl bekannteste Wahrzeichen des Yellowstone National Park. Die Vorhersagbarkeit seiner Ausbrüche macht ihn so beliebt, wobei die Zeitspanne zwischen 2 Ausbrüchen von ca. 45 Minuten und bis zu 2 Stunden variiert. Während eines Ausbruchs schießt der Old Faithful ca. 14.000 bis 32.000 Liter kochendes Wasser in die Luft. Die Höhe der Wassersäule beträgt dabei zwischen ca. 32 bis 56 Metern. Der Ausbruch dauert etwa 1½ bis 5 Minuten. Das ist ein ungeheuer beeindruckendes Schauspiel, das man gesehen haben muss.
Wir haben im Holiday Inn West Yellowstone, an IHG Hotel übernachtet und können es absolut empfehlen. Die Zimmer sind sehr geräumig und das Frühstück überdurchschnittlich. Es gibt aber noch weitere Hotels in West Yellowstone.
Tag 11: West Yellowstone – Yellowstone NP – Amercian Fork (600 km, 5:45 h)
Unser 2. Ausflug in den Yellowstone NP führt uns in den nördlichen Teil, u.a. zu den einzigartigen Kalksteinterrassen in der Nähe von Mammoth Hot Springs.
Auf dem Weg dorthin gibt es immer wieder tolle Landschaften, viele Tiere wie Bisons und Hirsche und auch Wasserfälle zu beobachten. Einfach herrlich, so ein Tag inmitten der Natur.
Da noch über 5 Stunden Fahrt vor uns liegen, verlassen wir den Yellowstone NP kurz nach der Mittagszeit und fahren noch bis nach American Fork.
Wir haben im Holiday Inn Express & Suites American Fork – North Provo, an IHG Hotel. Entspricht dem Standard der Kette. Es gibt noch weitere Hotels in American Fork.
Tag 12: American Fork – Goblin Valley SP – Capitol Reef NP – Bicknell (490 km, 6:10 h)
Von American Fork aus machen wir uns auf den Weg nach Süden. Unterwegs liegt der faszinierende Goblin Valley State Park auf unserer Route. Er ist bekannt für seine Tausenden von Hoodoos (turmartige Gebilde aus Sedimentgesteinen), die hier als Goblins (Kobolde) bezeichnet werden. Mehr Hoodoos auf engem Raum gibt es nur noch im Bryce Canyon.
Die einzigartigen Formen dieser Felsen entstehen durch eine erosionsresistente Schicht von Felsen auf relativ weicherem Sandstein. Nicht zu unrecht wird diese Landschaft oft mit dem Mars verglichen.
Kurz vor unserem Tagesziel Bicknell erreichen wir den Capitol Reef NP, den wir ebenfalls sehr schätzen. Selbst wenn man sich nur wenige Stunden Zeit für ihn nimmt bietet er einem unvergleichliche Anblicke.
Direkt am Highway 24 befindet sich der Parkplatz mit dem Trailhead zur Hickman Natural Bridge. Von hier aus erreicht man auf einer nicht zu schweren, aber wunderschönen Wanderung die Hickman Natural Bridge nach ca. 20 Minuten.
Am Capitol Reef National Park Visitor Center kann man südlich vom Highway 24 in den Scenic Drive einbiegen. Von hier aus benötigt ihr eine gute halbe Stunde (plus Fotopausen) bis zum Capitol George Trailhead. Der letzte Teil des Weges ist nicht asphaltiert, aber es lohnt sich. Der Weg dorthin führt Euch vorbei an einzigartigen Felsformationen, die teilweise recht bedrohlich wirken, da sie sehr steil aufragen. Aber es sind einmalige Bilder.
Vom Captiol Reef NP fahren wir noch weiter bis nach Bicknell. Wir haben im Aquarius Inn übernachtet. Die Zimmer sind sehr groß und das Motel ist relativ günstig. Es gibt aber auch andere Hotels in Bicknell und Hotels in Torrey.
Tag 13: Bicknell – Bryce Canyon (260 km, 3:45 h)
Wir nehmen die UT-12 über Boulder und Escalante um zum Ziel des heutigen Abschnitts zu gelangen: Dem Bryce Canyon. Dieser ist kein Canyon im eigentlichen Sinn, sondern eine Ansammlung von Hoodoos (turmartigen Gebilden aus Sedimentgesteinen). Er ist einfach nur traumhaft schön und eines unserer Lieblingsziele in den USA.
Nehmt Euch auf jeden Fall die Zeit für eine Wanderung in den Bryce Canyon hinein bzw. durch den Bryce Canyon. Die verschiedenen Trails, die sich je nach Zeit und Geschmack sehr gut miteinander kombinieren lassen, bieten sehr abwechslungsreiche, spektakuläre Bilder.
Ein Tipp: Macht Euch vorher mit den örtlichen Gegebenheiten vertraut. Je nachdem, welchen Trail ihr macht, kommt ihr an einem anderen Punkt auf die Straße zurück. Das ist kein Problem, denn Pendelbusse bringen Euch kostenfrei von einem Ort zum anderen. Ihr solltet nur wissen, in welche Richtung ihr fahren müsst und wo Euer Auto oder Camper parkt.
Bryce Canyon
Da wir früh in Bicknell gestartet sind kommen wir am Vormittag am Bryce Canyon an. Daher fahren wir den Bryce Canyon zunächst einmal bis zu seinem Ende und gönnen uns die phantastischen Ausblicke von Rainbow Point und Yovimpa Point und machen hier einen ersten, kurzen Trail. Dann geht es Abschnitt für Abschnitt mit dem Auto zurück Richtung Visitor Center. Wir halten an jeder Parkmöglichkeit, um immer wieder neue Ausblicke zu genießen. Dabei können wir auch immer wieder sehr viele Tiere beobachten.
Am Sunset Point angekommen machen wir uns auf den Weg in den Canyon hinein in Richtung Queens Garden und dann zum Sunrise Point. Der Trail dauert aufgrund der zahlreichen Fotostopps wahrscheinlich 2 – 3 x so lang wie ohne. Aber es lohnt sich (immer wieder aufs Neue).
Am Sunrise Point angekommen kann man entweder den Pendelbus zurück zum Sunset oint nehmen oder ganz entspannt an der Rim entlang die tollen Aussichten von oben genießen. Wir bevorzugen den Spaziergang.
Das Best Western PLUS Ruby’s Inn war das 1. Hotel am Bryce Canyon. Es ist nach wie vor empfehlenswert. Vor allem das Cowboy´s Buffet in der Mittageszeit wird von uns immer wieder gerne gestürmt. Etwas gehobener, aber auch etwas teurer, ist das Best Western PLUS Bryce Canyon Grand Hotel. Es gibt mittlerweile aber weitere Hotels am Bryce Canyon.
Tag 14: Bryce Canyon – Zion NP – Las Vegas (400 km, 4:25 h)
Wir starten am Bryce Canyon Richtung Las Vegas. Da man den Zion NP von März bis Oktober nicht mit dem Auto befahren darf, halten wir kurz vor Springdale wir am Zion Canyon Visitor Center. Von hier aus (aber auch von anderen Haltestellen in Springdale) fahren Shuttlebusse in den Zion NP.
Wir fahren mit dem Shuttlebus bis zum Ende am Temple of Sinawava, um dort ein wenig wandern zu gehen. Dann fahren wir mit einem Bus bis zum Emerald Pools Trailhead, um auch hier zu wandern. Anschließend geht´s mit dem Bus wieder zum Visitor Center und dann ab nach Vegas!
Las Vegas
Las Vegas ist eine wohl einmalige Stadt auf der Welt. Mitten in die Wüste gebaut hat sie sich im Laufe der Jahre vom reinen Spielerparadies zu einer internationalen Metropole entwickelt.
Hier stehen einige der größten Hotels der Welt, so dass Las Vegas nicht nur von den bereits erwähnten Spielern, sondern ebenso von den Teilnehmern zahlreicher Kongresse und anderer Veranstaltungen besucht wird. Und natürlich von jeder Menge Touristen aus aller Welt. Wer kann, der sollte Las Vegas im Winter oder im Frühling besuchen. Da ist es nicht so heiß und die Besuchermassen halten sich in Grenzen. Im Sommer ist es in Las Vegas rappelvoll und wahnsinnig heiß. Aber hey: It´s Vegas, Baby!
Zu sehen gibt es in Las Vegas jede Menge. Allein die (meisten) Hotels sind für sich schon eine Reise wert. Das Venezia mit den künstlichen Kanälen, das Paris Paris mit seinem nachgebauten Eifelturm, das Tresure Island mit seiner allabendlichen Piratenshow oder das Bellagio mit seiner weltberühmten Wasserorgel: Sie alle sind einmalig auf der Welt. Und in dieser Konzentration findet man solche Hotels nur in Las Vegas.
Neben den Hotels selbst sind die in den Hotels stattfindenden Shows ein weiteres Highlight von Las Vegas. Viele internationale Stars haben hier ein- oder mehrjährige Engagements. Der Cirque Du Soleil ist zum Beispiel hier meistens mit 2 oder 3 Shows gleichzeitig vertreten. Je nachdem, für welches Event ihr Euch interessiert, ist es ratsam, sich frühzeitig Tickets zu sichern. Viele Shows sind schon Wochen vorher ausverkauft.
Unser Hoteltipp
Wer häufiger beruflich in Vegas ist, der hat wahrscheinlich schon in vielen der großen Hotels übernachtet. Sie sind ja auch allesamt sehr imposant. Aber letztlich sind es vielleicht doch eher Spielhallen mit Übernachtungsmöglichkeit. Das ist nicht jedermanns Sache.
Bei unserem letzten Vegas-Aufenthalt haben wir im Holiday Inn Club Vacations at Desert Club Resort, an IHG Hotel übernachtet und waren begeistert: Ein super-geräumiges Appartment mit einer riesigen, mehr als gut ausgestatteten Küche.
OK, man wohnt nicht direkt am Strip, aber der ist fußläufig von dort immer noch gut zu erreichen. Die Anlage ist recht groß mit mehreren Pools. Wir hatten das Glück, von unserem Balkon direkt auf das Sphere blicken zu können. „Kino“ vom feinsten. Wer lieber direkt auf dem Strip etwas sucht, klickt hier. Noch mehr Auswahl erhaltet ihr hier.
Tag 15: Las Vegas – Hoover Dam (120 km, 1:30 h)
Wer Las Vegas besucht sollte auch einen Abstecher zum Hoover Dam machen. Er liegt südöstlich von Vegas. Mit dem Auto braucht man für die ungefähr 60 km ca. 40 Minuten.
Der Damm und sein Kraftwerk versorgen Las Vegas und die Umgebung mit Wasser und Strom. Ohne den Hoover Dam wäre Las Vegas in der heutigen Form undenkbar.
Nach den Terroranschlägen vom 11. Sep. begann man in den USA damit, kritische Infrastruktur besser zu schützen. Für den Hoover Dam bedeutete das zunächst, das jedes einzelne Fahrzeug, welches über den Damm fahren wollte, gründlich untersucht wurde. Das hatte jede Menge Staus auf beiden Seiten des Damms zur Folge. Die Wartezeiten betrugen nicht selten mehrere Stunden. So entschloss man sich, eine Brücke westlich vom Damm zu bauen, über die der Durchgangsverkehr heute fließt. Es ist beeindruckend, die Brücke vom Damm anzusehen. Oder den Damm von der Brücke aus.
Eine Kuriosität am Rande: Da mitten durch den Damm die Grenze zwischen Nevada und Arizona verläuft und beide Staaten in unterschiedlichen Zeitzonen liegen, zeigen die beiden Uhren an den Türmen des Damms unterschiedliche Zeiten an.
Heute darf man den Hoover Dam wieder befahren. Parkmöglichkeiten findet ihr auf beiden Seiten des Damms.
Auf der Arizona-Seite des Damms befindet sich ein Parkplatz mit Zugang zur Brücke. Von dort oben habt ihr einen phantastischen Blick auf dem Hoover Dam und den Lake Mead.
Für den Rückweg kann man die Strecke über die Lakeshore Rd. am Lake Mead vorbei nehmen.
Tag 16: Las Vegas – Valley Of Fire (200 km, 2:30 h)
Das Valley Of Fire liegt nordöstlich von Las Vegas und ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Für die ca. 200 km lange Rundfahrt von Las Vegas über die Interstate 15 bis zum Valley Of Fire und zurück über den Highway 167 sollte man ca. 2,5 Stunden einplanen, wenn man keine Trails machen will. Ansonsten ist die Zeit für die Trails zu addieren.
Wenn ihr den ganzen Tag für das Valley of Fire einplanen könnt, solltet ihr das tun. Es bietet wunderschöne Trails und tolle Fotomotive.
Wie immer in solchen Gegenden: Habt ausreichend Wasser dabei. Das Valley Of Fire trägt seinen Namen vollkommen zu Recht. Es wird sehr heiß und Schatten sucht man meist vergeblich.
Neben skurrilen Felsformationen erwarten Euch im Valley Of Fire mit ein bisschen Glück auch tolle Tierbegegnungen. Wir haben hier ein Bighorn aus nächster Nähe beobachten dürfen.
Tag 17: Las Vegas – Death Valley NP – Bakersfield (600 km, 6:00 h)
Wir verlassen Las Vegas früh in Richtung Bakersfield. Auf dem Weg dorthin fahren wir durch das berüchtigte Death Valley. Berüchtigt, weil hier in früheren Zeiten schon viele Menschen aufgrund der klimatischen Verhältnisse umgekommen sind.
Wer hier früher mit dem Wagen liegenblieb und schlecht vorbereitet war, für den kam in der Einsamkeit schnell jede Hilfe zu spät. Heute sind so viele Touristen im Death Valley unterwegs, dass es kaum mehr vorkommen kann, dass man allein auf weiter Flur ist. Die Chance, dass aus dem nächsten Reisebus jemand aussteigt, der Deine Sprache spricht, ist ziemlich groß.
Auch wenn man heute kaum mehr die Einsamkeit verspüren kann wie früher, so hat das Death Valley doch nichts von seiner Faszination eingebüßt. Der weite Blick über die schier endlosen Salzseen ist immer noch unvergleichlich.
Zu den besonderen Highlights im Death Valley zählen Dante´s View, der Zabriskie Point, das Badwater Basin und der Devil´s Golf Course .
Wie haben im Holiday Inn Express Bakersfield, an IHG Hotel übernachtet und können das Hotel empfehlen. Es ist über dem Durchschnitt der Kette. Es gibt aber noch weitere Hotels in Bakersfield.
Tag 18: Bakersfield – Sequioa NP – Bass Lake (375 km, 5:40 h)
Bakersfield eignet sich hervorragend, um dem Sequioa NP aus südlicher Richtung kommend, einen Besuch abzustatten.
Sequioas sind die größten Bäume der Welt. Nicht bzgl. Ihrer Höhe, sondern ihres Volumens. Wer die höchsten Bäume der Welt sehen will, muss nördlich von San Francisco in den Redwood NP oder den Redwood State Park fahren.
Für die gewundene Straße mitten durch die Wälder sollte man sich Zeit nehmen. Die offiziell größten Bäume der Welt, General Grant und General Sherman, stehen nur wenige km entfernt voneinander.
Der Sequioa NP hat außer den erwähnten Bäumen und besonders abseits von Ihnen aber auch zahlreiche, tolle Wanderwege zu bieten. Hier kann man mit etwas Glück viele Tiere beobachten.
Unsere heutige Unterkunft The Pines Resort & Conference Center ist ein absolutes Highlight. Sie liegt direkt am malerischen Bass Lake. Wir genießen sowohl unser Abendessen als auch ein tolles Frühstück mit Blick auf den See. Es gibt aber noch weitere Hotels am Bass Lake.
Tag 19: Bass Lake – Yosemite NP – Pacifica (420 km, 5:45 h)
Vom Bass Lake aus ist es nicht weit bis zur Einfahrt in den Yosemite NP. Wer den Yosemite von hier aus betritt für den empfiehlt es sich, zunächst den hochgelegenen Glacier Point anzufahren.
Vom Glacier Point aus hat man, vorausgesetzt das Wetter spielt mit und es ist nicht zu nebelig, wunderbare Ausblicke hinein ins Yosemite Valley, hinüber zum Half Dome sowie zu einigen imposanten Wasserfällen.
Vom Glacier Point geht es anschließend ins Yosemite Valley, vorbei an tollen Aussichtspunkten. Wir lieben Wasserfälle. Daher ist es nicht verwunderlich, dass unsere persönlichen Highlights dort die Lower & Upper Yosemite Falls und die Bridalveil Falls sind. Die Bridalveil Falls liegen in unmittelbarer Nähe des Parkplatzes, sind also ganz bequem zu erreichen. Zu den Lower & Upper Yosemite Falls führt ein wunderbarer, nicht zu schwerer Rundweg.
Vom Yosemite NP geht es weiter zu unserer letzten Station: Pacifica. Pacifica liegt südlich von San Francisco direkt am Pazifik. Über den Highway 1 erreicht man die Golden Gate Bridge in ca. 30 Minuten. Das ist nicht viel mehr, als wenn man in Downtown San Francisco oder am Fisherman´s Warf übernachtet, in der Regel aber deutlich günstiger.
Wir haben auf dieser Reise Pacifica gewählt, um einerseits schnell in San Francisco zu sein und andererseits, um von dort aus den Highway 1 ein Stück Richtung Süden zu befahren.
Wir haben im Pacifica Lighthouse Hotel Trademark Collection by Wyndham übernachtet. Das Hotel hat schon bessere Zeiten gesehen. Aber Frühstück bzw. Abendessen mit Blick über den Pazifik – das hat schon was.
Es gibt noch weitere Hotels in Pacifica.
Wer lieber in San Francisco übernachtet der schaut bitte nach Hotels in San Francisco.
Unser Tipp: Holiday Inn Express Hotel & Suites Fisherman’s Wharf, an IHG Hotel. Von dort seit ihr in 5 Minuten am Fisherman´s Wharf.
Tag 20: Pacifica – San Francisco (100 km, 2:00 h)
Auf der Strecke von Pacifica zum Fisherman´s Warf von San Francisco liegen so viele Highlights auf dem Weg, dass es sich auch hier wieder lohnt, früh aufzubrechen.
Für supertolle Fotos der Golden Gate Bridge sollte man einen ersten Stopp am „Golden Gate Bridge Vista Point South“ einplanen. Von hier könnt ihr zu Fuß weiter zum „Golden Gate Postcard Viewpoint“ gehen.
Einen tollen Blick hat man auch vom „Golden Gate Bridge Rooftop View“. Und direkt unter der Brücke seid ihr im „Fort Point National Historic Site“.
Wer Zeit genug hat, kann natürlich auch noch auf die andere Seite der Brücke fahren.
Mehr zu den besten Viewpoints auf die Golden Gate sowie viele weitere Informationen zu San Francisco findet ihr in unserem San Francisco ReiseGuide.
Tag 21: Pacifica – Highway 1 (350 km, 4:30 h)
Unser letzter Tag auf dieser Reise durch den Südwesten der USA gehört dem Highway 1. Viele behaupten, der Abschnitt zwischen San Francisco und Los Angeles sei die schönste Strecke in den USA.
Wir kennen und lieben auch viele andere Strecken in den USA, aber ja: Traumhaft schön ist der Highway 1 auf jeden Fall.
Zum Mittagessen machen wir gerne Station in Monterey. Mit seinem Hafen, dem Pier und den zahlreichen Geschäften und Restaurants am Pier ist das ein idealer Ort für einen Mittagsstopp. Während man sich stärkt kann man in aller Ruhe die Hafenatmosphäre genießen und den Seelöwen und Robben zuschauen.
Bevor es wieder nach Pacifica zurück geht machen wir noch Station in Carmel on the Sea, welches insbesondere dadurch bekannt geworden ist, dass Clint Eastwood hier mal Bürgermeister war. Carmel on the Sea ist sehr gepflegt. Man sieht, dass hier viele wohlhabende Leute in schicken Häusern mit toll angelegten Gärten wohnen.
Tag 22: Pacifica – SFO – FRA
Von Pacifica zum Flughafen ist es nicht sehr weit. Wer einen Mietwagen abzugeben hat, sollte aber immer ein bisschen Puffer einplanen. Das Auto (je nachdem, welchen Tarif ihr gebucht habt) gebt ihr am besten vollgetankt zurück. Für das Betanken verlangen die Mietwagenfirmen recht viel Geld.
In San Francisco gebt ihr Euren Wagen an der zentralen „Car Rental Return“ Station ab. Das geht normalerweise sehr zügig und unproblematisch.
Von dort nehmt ihr den Air Train zum 2. internationalen Terminal mit den G-Gates, wenn ihr Lufthansa gebucht habt. Für andere Airlines Richtung Europa sollte das auch der Fall sein. Erkundigt Euch aber bitte vorher.
Gute Heimreise!