Petrified Forest National Park: Der ultimative Guide für dein Wüstenabenteuer

Alles, was du für dein Wüstenabenteuer in Arizona wissen musst

Die Highlights im Norden: Painted Desert

Die farbenfrohen Badlands: Die besten Aussichtspunkte für die rot-rosa-geschichteten Hügel.

Der Norden des Parks ist geprägt von den geschichteten Badlands. Die Gesteinsschichten enthalten Eisen- und Manganverbindungen, die je nach Lichteinfall in Tiefrot, Orange, Pink und sanftem Lavendel leuchten.

Die spektakulärsten Aussichtspunkte

Entlang der nördlichen Ringstraße gibt es mehrere Haltepunkte, die du nicht verpassen solltest:

Tiponi Point

Oft der erste Stopp nach dem Nordeingang. Hier bekommst du ein Gefühl für die enorme Weite der Wüste.

Kachina Point

Dieser Aussichtspunkt bietet wohl das ikonischste Panorama. Von hier aus startet auch der Wilderness Access Trail, falls du tiefer in die Badlands hinabsteigen möchtest.

Pintado Point

Der höchste Punkt im nördlichen Bereich. An klaren Tagen kannst du von hier aus weit über 100 Kilometer weit sehen.

Das Painted Desert Inn

Dieses Gebäude ist ein absolutes Muss für Geschichtsinteressierte. Ursprünglich in den 1920er Jahren aus versteinertem Holz erbaut und später im Pueblo-Stil renoviert, diente es früher als Gasthaus für Reisende der Route 66. Heute fungiert es als Museum. Bewundere die handgemalten Wandbilder des Hopi-Künstlers Fred Kabotie und die originalen Deckenbalken.

Tipp: Hinter dem Inn führt ein kurzer Weg zum Rand der Klippen, der perfekt für Fotos ist.

Das Erbe der Route 66

Der Petrified Forest ist der einzige Nationalpark in den USA, in dem ein Teilstück der historischen Route 66 verläuft. An der Stelle, wo die alte Straße einst verlief, steht heute ein rostiges 1932er Studinger-Auto-Wrack. Es ist ein Symbol für die „Mother Road“ und ein perfekter Kontrast zur natürlichen Umgebung. Wenn du genau hinschaust, siehst du noch die alten Telegrafenmasten, die den Verlauf der berühmten Straße markieren.

Ein kleiner Tipp für dich: Wenn du diese Highlights besuchst, versuche am späten Nachmittag hier zu sein. Wenn die Sonne tiefer steht, wirken die Farben der Painted Desert durch den Schattenwurf der Hügel noch viel dramatischer als am Mittag.

Die Highlights im Süden: Versteinertes Holz und Geschichte

Im Süden konzentriert sich das „Petrified Wood“. Die Stämme, die einst gigantische Nadelbäume waren, sind heute massiver Stein, durchsetzt mit glitzernden Quarzkristallen.

Rainbow Forest Museum

Das Museum am Südeingang ist der ideale Startpunkt für diesen Parkabschnitt. Hier erfährst du alles über die Trias-Zeit, die hier vor über 200 Millionen Jahren herrschte. Du kannst Fossilien von Phytosauriern (krokodilähnliche Reptilien) und frühen Dinosauriern bestaunen. Ein kurzer Film erklärt dir anschaulich, wie aus organischem Holz über Jahrmillionen bunter Stein wurde.

Giant Logs Trail

Direkt hinter dem Museum führt dieser knapp 0,6 km lange Rundweg durch ein Feld mit gewaltigen Stämmen. Das Highlight dieses Weges ist ein riesiger Stamm mit fast drei Metern Durchmesser am Fuße. Hier siehst du besonders gut, wie Eisen und Mangan das Holz in leuchtendes Rot, Gelb und Violett verwandelt haben.

Crystal Forest

Dies ist einer der beliebtesten Wanderwege des Parks (ca. 1,2 km Rundweg). Wie der Name schon sagt, findest du hier besonders viele Stämme, in deren Rissen und Hohlräumen sich klare Quarzkristalle und Amethyste gebildet haben. Der Weg führt durch eine karge, aber faszinierende Landschaft, in der die bunten Steine in der Sonne Arizonas fast wie Juwelen funkeln.

Blue Mesa

Technisch gesehen liegt Blue Mesa zwischen Nord und Süd, ist aber ein absolutes Muss.

Die Landschaft ändert sich hier drastisch zu bläulich-grauen und violetten Lehmhügeln.

Blue Mesa Trail

Ein 1,6 km langer Rundweg führt dich steil hinunter in die Badlands. Es ist einer der fotogensten Orte des gesamten Nationalparks, da hier die bunten Holzstücke im Kontrast zu den bläulichen Hügeln liegen.

Agate House & Long Logs

Für diejenigen, die etwas mehr Zeit haben, bietet sich der Weg zum Agate House an. Das Agate House ist ein rekonstruiertes Pueblo-Haus aus Stein, das vor rund 700 Jahren von den Ureinwohnern fast vollständig aus versteinertem Holz erbaut wurde.

Long Logs: Auf dem Weg dorthin wanderst du durch eine besonders hohe Konzentration extrem langer Baumstämme.

Wichtiger Sicherheitshinweis: In diesem Teil des Parks ist die Versuchung groß, aber es ist streng verboten, auch nur den kleinsten Kiesel aus versteinertem Holz mitzunehmen. Die Ranger führen Taschenkontrollen durch, und die Strafen sind empfindlich hoch. Souvenirs (die legal außerhalb des Parks gesammelt wurden) kannst du in den Gift Shops erwerben.

Aktivitäts-Guides: Wandern und Erleben

Die meisten Wege im Park sind „Loops“ (Rundwege), die sich perfekt für Fotografen und Naturgenießer eignen. Da es kaum Schatten gibt, solltest du diese Tipps unbedingt beachten.

Die besten Kurzwanderwege (Short Loops)

Tawa Trail (3,2 km hin und zurück)
Dieser Weg verbindet den Tawa Point mit dem Painted Desert Visitor Center. Er bietet dir fantastische Ausblicke auf die Painted Desert und ist ideal, um die Stille der Wüste zu genießen, da er weniger überlaufen ist als andere Spots.

Puerco Pueblo (0,5 km Rundweg)
Ein sehr einfacher, asphaltierter Weg, der dich durch die Ruinen eines alten Dorfes führt. Hier kannst du Petroglyphen (Felszeichnungen) sehen, die teilweise als Sonnenkalender dienten.

Blue Mesa Trail (1,6 km Rundweg)
Er führt dich direkt hinunter in die bläulichen Badlands. Der Weg ist teilweise steil, aber der Kontrast zwischen den blauen Hügeln und dem versteinerten Holz ist unvergleichlich.

Abenteuer abseits der Pfade (Off-the-beaten-path)

Für Erfahrene bietet der Park auch sogenannte „Off-Piste“-Wanderungen an, bei denen es keine festen Wege gibt:

The Onyx Bridge: Eine anspruchsvolle Wanderung (ca. 6,5 km hin und zurück) durch die Black Desert zu einer riesigen, versteinerten Brücke aus dunklem Holz. Hierfür solltest du gut mit Karte und Kompass (oder GPS) umgehen können.

Blue Forest Hike: Eine historische Route, die die Blue Mesa mit dem Jasper Forest verbindet. Du wanderst auf den Spuren früherer Parkbesucher durch bizarre Erosionslandschaften.

Tipps für Fotografen

Golden Hour: Das beste Licht für die Painted Desert hast du ca. eine Stunde vor Sonnenuntergang. Die Konturen der Hügel werden dann durch lange Schatten extrem plastisch.

Makro-Aufnahmen: Vergiss nicht, nah an das versteinerte Holz heranzugehen. Die Farben und Kristallstrukturen im Inneren der Stämme sind oft beeindruckender als die ganze Landschaft.

Weitwinkel: Für die Painted Desert im Norden brauchst du ein Weitwinkelobjektiv, um die schiere Endlosigkeit der farbigen Wüste einzufangen.

Wichtige Ausrüstung

Wasser: Unterschätze die Trockenheit nicht. Auch auf kurzen 1-km-Wegen solltest du immer eine Flasche Wasser dabei haben.

Schuhwerk: Die Wege am Blue Mesa können bei Nässe extrem rutschig sein. Festes Profil ist hier Pflicht.

Sonnenschutz: Es gibt im gesamten Park so gut wie keinen natürlichen Schatten. Hut und Sonnencreme sind ein Muss.

Anreise und Parkzugang

Der Park ist einzigartig, da er von der Interstate 40 durchschnitten wird. Er hat zwei Haupteingänge, die durch eine ca. 45 Kilometer lange Parkstraße verbunden sind:

Nordeingang (I-40): Ideal, wenn du von Flagstaff oder Albuquerque kommst. Hier startest du direkt mit der Painted Desert.

Südeingang (Hwy 180): Perfekt, wenn du aus Richtung Holbrook kommst und zuerst die großen versteinerten Baumstämme sehen willst.

Tipp: Es spielt keine Rolle, wo du startest – du kannst den Park einmal komplett durchfahren und am anderen Ende wieder verlassen.

Eintritt und strikte Öffnungszeiten

Kein 24h-Zugang: Der Park schließt nachts seine Tore, um Diebstahl von versteinertem Holz zu verhindern. Die Zeiten variieren je nach Saison (meist ca. 8:00 bis 17:00 oder 18:00 Uhr). Plane deinen Besuch also so, dass du nicht vor verschlossenen Toren stehst.

Eintrittsgebühren: Ein Standard-PKW-Ticket kostet ca. 25 $ und ist 7 Tage gültig.

America the Beautiful Pass: Wenn du mehrere Parks besuchst (z.B. Grand Canyon oder Bryce Canyon), lohnt sich dieser Jahrespass (80 $) definitiv – er wird hier akzeptiert.

Die besDie besten Wanderwege im Petrified Forest National ParkGiant Logs Trail

Giant Logs Trail

Der Giant Logs Trail in der Nähe des Rainbow Forest Museums ist ein perfekter Einstieg in den Petrified Forest NP für alle, die über den Südeingang kommen. Der einfache, asphaltierte Rundweg ist etwa 0,4 km lang und bietet einen atemberaubenden Einblick in die Welt der versteinerten Baumstämme. Hier liegen einige der größten und beeindruckendsten versteinerten Baumstämme des Parks. Einige sind über 3 Meter dick und über 30 Meter lang! Der Weg ist asphaltiert und eben, was ihn für alle Altersgruppen und Mobilitätsgrade geeignet macht. Der Weg ist kurz, aber es gibt viel zu sehen und zu entdecken. Informationsschilder bieten interessante Einblicke in die Geschichte und Geologie des Parks.

Long Logs Trail und Agate House Trail

Der Long Logs Trail ist ein mittelschwerer, unbefestigter Rundweg von ca. 1,6 km Länge. Hier liegen noch mehr versteinerte Baumstämme als auf dem Giant Logs Trail, und sie sind oft noch größer und vielfältiger in Form und Farbe. Die Farben reichen dabei von hellen Gelb- und Brauntönen bis hin zu tiefen Rot- und Schwarztönen.

Der Agate House Trail führt zu einem teilweise rekonstruierten Haus, das vor ca. 700 Jahren vollständig aus versteinertem Holz gebaut wurde. Damit bietet der Trial Einblicke in das Leben und die Kultur der Anasazi-Indianer, die in dieser Region vor langer Zeit lebten. Entlang des Weges liegen zahlreiche versteinerte Baumstämme in verschiedenen Größen und Formen.

Long Logs Trail und Agate House Trail können zu einem 4,2 km langen Rundweg kombiniert werden.

Crystal Forest Trail

Der 1,2 km lange Crystal Forest Trail verdankt seinen Namen versteinerten Baumstämme, die hier sind oft mit wunderschönen Quarzkristallen übersät sind. Diese funkeln und glitzern im Sonnenlicht. Das macht den Crystal Forest Trail zu einem der besten Orte im Park, um die Vielfalt und Schönheit des versteinerten Holzes zu erleben. Der Weg ist größtenteils asphaltiert und eben.

Blue Mesa Trail

Der ca. 1,6 km lange Blue Mesa Trail ist mittelschwer. Er führt hinab in eine Schlucht mit farbenfrohen Felsen und bietet atemberaubende Ausblicke. Die blaugrauen Hügel der Blue Mesa sind eine geologische Besonderheit und bieten einen nahezu surrealen Anblick. Die Farben und Formen der Hügel verändern sich im Laufe des Tages mit dem Sonnenstand und den Lichtverhältnissen und bieten immer wieder neue, faszinierende Fotomotive. Auch auf dem Blue Mesa Trail gibt es zahlreiche versteinerte Baumstämme zu sehen, die oft eine bläuliche Färbung aufweisen, die von den Mineralien in den umgebenden Hügeln herrührt.
Der Weg führt teilweise entlang tiefer Schluchten, die Einblicke in die verschiedenen Gesteinsschichten und die geologische Geschichte der Region ermöglichen.
Der Newspaper Rock Trail ist ein kurzer, einfacher Weg, der zu einer Ansammlung von Felsblöcken führt, die mit Petroglyphen bedeckt sind. Diese Felsritzzeichnungen, die von den amerikanischen Ureinwohnern vor Hunderten von Jahren geschaffen wurden, bieten einen faszinierenden Einblick in ihre Kultur und ihr Leben.

Painted Desert Rim Trail

Der ca. 1,6 km lange Painted Desert Rim Trail bietet atemberaubende Ausblicke auf die bunte Landschaft der Painted Desert. Der relativ einfach Weg führt auch an einigen alten Pueblos vorbei, die von den amerikanischen Ureinwohnern bewohnt wurden.

Tawa Trail

Der Tawa Trail ist ein einfacher, asphaltierter Wanderweg, der sich perfekt eignet, um sich nach einer langen Autofahrt die Beine zu vertreten oder eine kurze Wanderung mit atemberaubender Aussicht zu unternehmen. Der Weg ist etwa 1,9 km (ca. 1,2 Meilen) lang (eine Strecke) und verläuft vom malerischen Tawa Point zum Painted Desert Besucherzentrum. Der Weg ist asphaltiert und relativ flach, wodurch er für alle Altersgruppen und Fitnesslevel geeignet ist. Auch Rollstuhlfahrer und Kinderwagen können den Weg problemlos nutzen.
Vom Tawa Point aus hast Du einen Panoramablick auf die farbenfrohe und einzigartige Landschaft der Painted Desert. Die sanften Hügel und die verschiedenen Farbtöne der Erde bieten ein unvergessliches Bild. Der Name „Tawa“ stammt aus der Hopi-Sprache und bedeutet „Sonnengeist, der Schöpfer der Welt“. Die Hopi sind eine von mehreren indigenen Gruppen, die eine enge Verbindung zur Geschichte des Petrified Forest haben.

Der Park ist das ganze Jahr über geöffnet, aber die Öffnungszeiten des Besucherzentrums können variieren. Informiere Dich vor Deinem Besuch auf der offiziellen Website des Parks über die aktuellen Öffnungszeiten.
Für den Eintritt in den Park wird eine Gebühr erhoben. Es sind auch Jahreskarten erhältlich.
Im Park gibt es nur begrenzte Verpflegungsmöglichkeiten. Es ist ratsam, ausreichend Wasser und Snacks mitzubringen.
Beginne Deinen Besuch im Besucherzentrum, um Informationen über den Park, Wanderkarten und Ausstellungen zu erhalten.

Wer von Osten kommt und in der Nähe zum Petrified Forest NP übernachten möchte, für den ist Holbrook goldrichtig. Von hier sind es nur ca. 20 Minuten bis zum Südeingang. In Holbrook können wir das  La Quinta Inn & Suites by Wyndham Holbrook Petrified Forest empfehlen.

Es gibt aber noch weitere Hotels in Holbrook.

Im Frühling (März bis Mai) herrschen angenehm milde Temperaturen, oft zwischen 15°C und 25°C. Das ist perfekt für Outdoor-Aktivitäten, da es weder zu heiß noch zu kalt ist. Die Wüstenlandschaft beginnt zu erwachen – gelegentlich blühen Wüstenpflanzen und es liegt ein frischer, belebender Duft in der Luft. Die Zeit ist ideal zum Wandern, Fotografieren und Entdecken der geologischen Besonderheiten, da die angenehmen Temperaturen lange Ausflüge ermöglichen.

Im Sommer (Juni bis August) gehen die Temperaturen oft über 35°C, besonders mittags. Die trockene Hitze ist typisch für Wüstenregionen. Wenn möglich, plane Deine Aktivitäten in den frühen Morgenstunden oder am späten Nachmittag, um der stärksten Hitze zu entgehen. Viel Wasser und Sonnenschutz sind jetzt unerlässlich. Der klare, fast wolkenlose Himmel bietet hervorragende Bedingungen für Sternenhimmel-Fotografie und beeindruckende Sonnenuntergänge.

Im Herbst (September bis November) ist das Wetter ähnlich wie im Frühling – milde Temperaturen und angenehme Tageswerte, oft im Bereich von 15°C bis 25°C. Die Farben der Landschaft wirken besonders intensiv, da das Licht tiefer steht und der Kontrast zwischen dem versteinerten Holz und dem Painted Desert verstärkt wird. Jetzt ist es ideal für ausgedehnte Wanderungen, Picknicks und Fototouren, da die Temperaturen optimal für Aktivitäten im Freien sind.

Im Winter (Dezember bis Februar) ist es kühler. Die Tagestemperaturen sind meist mild, aber in den Nächten kann es frostig werden. Gelegentlich können auch leichte Schneefälle auftreten. Die ruhige, fast mystische Winterlandschaft und die geringere Besucherzahl schaffen eine besondere Atmosphäre, die zum Entspannen und Innehalten einlädt. Für diejenigen, die die Stille und den klaren Blick auf die geologischen Wunder ohne Menschenmassen genießen möchten lohnt sich ein Besuch im Winter.

Petrified Forest National Park Galerie

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