Death Valley National Park

Willkommen an einem Ort, der Legenden webt: dem Death Valley Nationalpark. Bekannt als der heißeste, trockenste und niedrigste Punkt Nordamerikas, ist dieses Naturwunder in den USA weit mehr als nur eine Wüste. Es ist eine faszinierende und oft unterschätzte Destination, die mit einer surrealen Schönheit verblüfft.

Trotz der extremen Bedingungen gibt es eine überraschend vielfältige Flora und Fauna, die sich an die harten Bedingungen angepasst hat. Erlebe mit ihr die unendlichen, glitzernden Salzebenen des Badwater Basin, bestaune die bizarren Farben am Artist’s Palette und werde Zeuge atemberaubender Sonnenaufgänge am Zabriskie Point. Das Death Valley liefert unvergessliche Eindrücke.

Dieser ultimative Reiseführer bereitet dich auf dein Abenteuer in der Wüste vor. Wir zeigen dir nicht nur die Top-Sehenswürdigkeiten, sondern geben dir auch alle wichtigen Sicherheitstipps, damit dein Besuch im Tal des Todes so angenehm wie möglich wird. Bereit für die Begegnung mit der extremsten Natur, die die Vereinigten Staaten zu bieten haben?

Die absoluten Highlights im Death Valley

Badwater Basin – Der tiefste Punkt Nordamerikas

Das Badwater Basin ist eine der bekanntesten und eindrucksvollsten Sehenswürdigkeiten im Death Valley Nationalpark. Es ist mit 85,5 Metern unter dem Meeresspiegel nicht nur der tiefste Punkt des Kontinents, sondern auch ein Ort, der durch seine extreme Landschaft und die faszinierende Geschichte besticht.

Die weite Ebene ist von einer dicken Schicht Salz bedeckt, die durch das Verdunsten von Wasser entstanden ist. Das Besondere daran ist, dass die Salzkruste ist in charakteristische, sechseckige Salz-Polygone (Wabenmuster) gespalten ist, die eine außerirdische Landschaft bilden. Ein Spaziergang über diese unendliche, blendend weiße Fläche ist ein Muss und ein unvergleichliches Fotomotiv.

Tipp: Achte auf das Schild hoch oben am Berghang, das den Meeresspiegel markiert – ein beeindruckender visueller Kontrast.

Devil’s Golf Course

Der Devil’s Golf Course (Teufelsgolfplatz) ist eine der bizarren und faszinierendsten Landschaften im Death Valley Nationalpark. Diese riesige Salzpfanne ist übersät mit scharfkantigen Salzspitzen, die wie die Grüns eines Golfplatzes aussehen – allerdings so uneben und zerklüftet, dass selbst der Teufel Schwierigkeiten hätte, dort einen Ball zu versenken.

Die Salzspitzen sind das Ergebnis der Verdunstung von Wasser und der Kristallisation von Salz über lange Zeiträume. Der Devil’s Golf Course ist einer der heißesten und trockensten Orte der Welt. Die Salzspitzen reflektieren das Sonnenlicht und verstärken so die Hitze.

Es wird dringend davon abgeraten, die Salzpfanne zu betreten. Die Salzspitzen sind sehr scharf und es besteht die Gefahr, umzuknicken oder auszurutschen.

Zabriskie Point: Das Farbenspiel der Badlands

Der Zabriskie Point ist ein für seine einzigartige und faszinierende Landschaft bekannt. Die bizarren Erosionsformen und die Farbenpracht der Hügel haben diesen Ort zu einem der beliebtesten Ziele im Park gemacht.

Die Hügel und Schluchten sind durch Wind und Wasser über Millionen von Jahren zu den heutigen Formen geformt worden. Die verschiedenen Sediment- und Gesteinsschichten verleihen der Landschaft eine beeindruckende Farbpalette, die von gelb über orange bis hin zu rot reicht.

Seine ikonische Form und die intensiven Farben machen ihn zum beliebtesten Ort für Sonnenauf- und Sonnenuntergänge. Die tief stehende Sonne wirft lange Schatten und lässt die zerklüfteten Felsen in Gold- und Kupfertönen leuchten.

Artist’s Drive & Artist’s Palette: Die Palette der Natur

Die Artist’s Palette ist eine der faszinierendsten geologischen Formationen im Death Valley Nationalpark. Sie ist bekannt für ihre leuchtenden Farben und ihre bizarren Formen, die an eine Palette eines Künstlers erinnern. Die Hügel sind in einer Vielzahl von Farben gefärbt, darunter Rot, Orange, Gelb, Grün und Violett. Diese Farben entstehen durch die Oxidation verschiedener Mineralien.

Über Millionen von Jahren haben Wind und Wasser die weichen Sedimentschichten abgetragen und zu den heutigen Formen geformt. Der Kontrast zwischen den hellen und dunklen Farben, sowie den sanften und steilen Hängen, erzeugt ein beeindruckendes Bild. Die Farben sind am intensivsten, wenn die Sonne in einem leichten Winkel darauf scheint, idealerweise am späten Nachmittag.

Die malerische, 15 Kilometer lange Einbahnstraße Artist´s Drive führt durch diese hügelige Wüstenlandschaft.

Mesquite Flat Sand Dunes: Die Sahara-Szenerie

Die Mesquite Flat Sanddünen erstrecken sich über mehrere Quadratkilometer und bieten eine atemberaubende Kulisse. Die Dünenlandschaft ist geprägt von einer großen Vielfalt an Formen und Größen. Von kleinen Hügeln bis hin zu hohen, steilen Dünen ist alles dabei.

Der Sand in den Dünen besteht aus feinstem Quarz, der in der Sonne glitzert und eine faszinierende Textur hat. Die Form der Dünen verändert sich ständig durch den Wind, was die Landschaft zu einem immer wieder neuen Erlebnis macht. Abseits der Hauptstraßen bietet die Dünenlandschaft eine Oase der Ruhe und Stille.

Es gibt keine festen Wege, so dass man die Freiheit hat, die Dünen nach Lust und Laune zu erkunden. Für Abenteuerlustige bietet sich Sandboarding an.

Besonders wenn die tief stehende Sonne dramatische Schatten wirft bieten die Dünen tolle Motive für beeindruckende Fotos.

Dante’s View: Der himmlische Ausblick

Dante’s View ist einer der bekanntesten Aussichtspunkte im Death Valley Nationalpark und bietet einen unvergleichlichen Panoramablick über das gesamte Tal.

Aktivitäten im Death Valley

Wandern im Death Valley: Die besten Trails

Trotz der Hitze bietet der Nationalpark einige faszinierende Wanderwege. Denke immer daran: Ausreichend Wasser ist lebenswichtig!

Golden Canyon und Gower Gulch Loop via Zabriskie Point

Länge: Ca. 4,7 km, Schwierigkeit: Moderat
Besonderheiten: Farbenprächtige Felsformationen, Panoramablicke

Dieser beliebte Rundweg führt durch den Golden Canyon, der für seine goldenen Felsformationen bekannt ist. Der Weg bietet atemberaubende Ausblicke auf den Zabriskie Point und das Gower Gulch.

Mosaic Canyon Trail

Länge: Ca. 5,5 km, Schwierigkeit: Moderat
Besonderheiten: Enge Passagen, farbenfrohe Felsen

Der Mosaic Canyon ist ein schmaler, gewundener Canyon mit einer Vielzahl von Farben und Mustern in den Felsen. Der Weg führt durch enge Passagen und über kleine Wasserfälle.

Golden Canyon Trail to Red Cathedral

Länge: Ca. 5 km, Schwierigkeit: Moderat
Besonderheiten: Red Cathedral, steile Abschnitte

Dieser etwas anspruchsvollere Trail führt tief in den Golden Canyon hinein und endet an der beeindruckenden Red Cathedral, einer riesigen Felsformation.

Badwater Basin Salt Flats Trail

Länge: Ca. 1,5 km, Schwierigkeit: Leicht
Besonderheiten: Tiefster Punkt Nordamerikas, Salzformationen

Ein kurzer und einfacher Spaziergang führt zum tiefsten Punkt Nordamerikas, dem Badwater Basin. Hier kann man die riesigen Salzpfannen und die faszinierende Landschaft bewundern.

Mesquite Flat Sand Dunes Trail

Länge: Variabel, Schwierigkeit: Leicht
Besonderheiten: Sanddünen, Sternenbeobachtung

Ein Spaziergang durch die weichen Sanddünen ist ein besonderes Erlebnis. Hier kann man die Ruhe genießen und die einzigartige Atmosphäre der Wüste erleben.

Praktische Tipps und Sicherheitshinweise

Nimm immer ausreichend Wasser mit, auch wenn Du nur kurze Strecken wandern willst.
Die Sonne kann sehr stark sein. Trage Sonnencreme, einen Hut und eine Sonnenbrille.
Für Wanderungen ist festes Schuhwerk erforderlich.
Die Temperaturen im Death Valley können im Sommer extrem hoch werden. Plane Deine Reise sorgfältig und pass Deine Aktivitäten den Wetterbedingungen an.
Achte auf Klapperschlangen, Skorpione und Spinnen.
Tanke voll, bevor du ins Death Valley fährst. Tankstellen sind rar und die Distanzen groß.

 

Hotels im und am Death Valley

 Wer im Death Valley übernachten möchte, findet Lodges in Furnace Creek und Stovepipe Wells.

Für ein intensives Erlebnis des Death Valley samt seiner Höhepunkte reicht 1 Tag auf dem Weg von Las Vegas nach Lone Pine (oder anders herum) aus. Inkl. der Abstecher zu den Highlights benötigt man für die ca. 460 km ca. 5 Stunden.

Wer stattdessen das Death Valley auf der Strecke Las Vegas – Bakersfield erkunden möchte, muss für die ca. 650 km ca. 7 Stunden Fahrzeit einplanen.

Von Las Vegas benötigt man ca. 2 Stunden bis zum Zabriskie Point und von dort wiederum 2 Stunden bis Lone Pine, wo wir das Best Western Frontier Motel empfehlen können. Die Zeit zwischendrin reicht unseres Erachtens für eine ausführliche Death-Valley-Erkundung aus.

Zu Las Vegas: Wir haben schon in etlichen der „großen“ Hotels übernachtet, ohne jemals wirklich begeistert gewesen zu sein. Auf unserer letzten Reise haben wir das Holiday Inn Club Vacations at Desert Club Resort, an IHG Hotel ausprobiert – und da waren wir begeistert. Es liegt zwar nicht unmittelbar am Strip, sondern direkt neben „The Sphere“. Aber die Appartments sind riesig und super ausgestattet.

Wer lieber direkt auf dem Strip etwas sucht, klickt hier.

 

Die beste Reisezeit für das Death Valley

Im Frühling (März bis Mai) sind die Temperaturen angenehm (ca. 25–35 °C). Je nach Regenmenge im Winter ist die Wildblumenblüte ein Highlight. Es ist das ideale Wetter für Wanderungen und Sightseeing. Das bedeutet auch mehr Besucher.

Der Sommer (Juni bis September) kommt mit extrem heißen Temperaturen (ca. 40–50 °C). Es gibt wenig Besucher, daher ist es ruhiger. Für Wanderungen und andere Outdoor-Aktivitäten ist es allerdings gefährlich heiß.

Im Herbst (Oktober bis November) werden die Temperaturen wieder milder (ca. 20–30 °C). Es ist weniger überlaufen als im Frühling und daher ideal für Outdoor-Aktivitäten. Es blühen allerdings keine Wildblumen mehr und eventuell ist es windiger.

Während des Winters (Dezember bis Februar) liegen die Temperaturen bei ca. 15–20 °C am Tag. Nachts wird es deutlich kühler. Es gibt weniger Touristen. Die Luft ist klar, was perfekt für Fotografen ist. Einige höher gelegene Straßen (z. B. zum Telescope Peak) können wegen Schnee gesperrt sein.

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