Antelope Canyon Reiseführer: Tipps, Touren und alles, was du über Upper vs. Lower Canyon wissen musst

Erlebe eines der meistfotografierten Naturwunder der Welt! Der Antelope Canyon in Arizona ist mehr als nur eine Schlucht – er ist ein Labyrinth aus leuchtenden, fließenden Sandsteinformen, geformt von Wasser und Wind. Lass dich von den magischen Lichtsäulen in den Bann ziehen und erfahre hier, wie du deinen Besuch perfekt planst, um das Beste aus diesem einzigartigen Slot Canyon herauszuholen.

Upper vs. Lower Antelope Canyon – Welcher ist der richtige für dich?

Upper Antelope Canyon (Tse‘ Bighanilini): Die berühmten Lichtstrahlen

Der Upper Antelope Canyon, der in der Navajo-Sprache Tse‘ Bighanilini (der Ort, wo das Wasser durch die Felsen fließt) genannt wird, ist der bekanntere und meistbesuchte Teil des Canyons. Er ist berühmt für seine spektakulären, senkrecht einfallenden Lichtsäulen, die sogenannten Light Beams.

Im Gegensatz zum A-förmigen Lower Canyon ist der Upper Canyon ein V-förmiger Slot Canyon, der breiter ist und komplett auf Bodenniveau durchwandert wird. Es gibt keine steilen Treppen oder Leitern. Daher eignet sich der Upper Canyon eher für Familien mit kleinen Kindern, ältere Menschen und Personen mit eingeschränkter Mobilität. Fotografen, die die ikonischen Lichtsäulen aufnehmen möchten, sind hier richtig.

Die Zufahrt zum Upper Antelope Canyon erfolgt ausschließlich per Allradfahrzeug durch die Touranbieter. Diese Fahrt (ca. 20 Minuten pro Strecke) ist Teil des Erlebnisses. Anschließend wird der Canyon in eine Richtung durchwandert. Vom Ausgang wird man über einen Weg außen um den Upper Canyon herum wieder zurück zum Fahrzeug geführt.

Das Highlight sind die berühmten Lichtkegel, die in den Sommermonaten (typischerweise von Ende März bis Anfang Oktober) zur Mittagszeit (ca. 10:30 bis 13:00 Uhr) entstehen, wenn die Sonne direkt über der schmalen Öffnung steht. Dies sind die teuersten und am schnellsten ausgebuchten Slots.

Lower Antelope Canyon (Hasdestwazi): Treppen, Farben und Abenteuer

Der Lower Antelope Canyon, auch Hasdestwazi (spiralförmige Felsbögen) genannt, bietet ein abenteuerlicheres und intimeres Erlebnis. Er windet sich länger und tiefer durch den Sandstein und ist bekannt für seine intensiven Farben und geschwungenen, fast organisch wirkenden Formationen.

Vom Treffpunkt aus erreicht man den Einstieg in den Lower Canyon nach einem kurzen Spaziergang. Dort angekommen, geht es über mehrere steile, aber gesicherte Metalltreppen hinab (und am Ende wieder hinauf), wodurch er sich weniger für Personen mit Mobilitätseinschränkungen eignet.

Auch der Lower Canyon wird in eine Richtung durchwandert. Vom Ausgang geht es in der Gruppe zurück zum Treffpunkt.

Obwohl er keine direkten Lichtsäulen bietet, fangen die engen Windungen das Licht auf und reflektieren es von den Wänden zurück. Dies erzeugt eine wärmere, glühendere Farbpalette in verschiedenen Rot-, Gelb-, Orange-, Ocker- und Brauntönen, die über den ganzen Tag hinweg schön ist.

Abenteuerlustige, enthusiastische Hobbyfotografen, die die sanften Farbübergänge einfangen wollen, und alle, die eine geringere Touristenfrequenz (außerhalb der Hauptzeiten) bevorzugen, treffen mit dem Lower Antelope Canyon die richtige Wahl.

Antelope Canyon X: Die Alternative für weniger Masse

Als exzellente Alternative zu den beiden Haupt-Canyons hat sich in den letzten Jahren der Antelope Canyon X (offiziell Antelope Canyon Canyon X) etabliert. Er bietet ein ähnliches Erlebnis der geschwungenen Sandsteinwände und tiefen Farben, ist jedoch in der Regel deutlich günstiger und weniger überlaufen.

Du besuchst hier zwei separate, kleinere Canyons, die zwar nicht die ikonischen, senkrechten Lichtsäulen des Upper Canyons bieten, dafür aber ein ruhigeres und entspannteres Fotografie-Erlebnis ermöglichen. Die Touren sind oft spontaner buchbar und die kleineren Gruppen machen den Besuch intimer.

Für Personen, die auf einen Rollstuhl oder eine Gehhilfe (Stöcke, Wanderstöcke) angewiesen sind oder die Schwierigkeiten haben, sicher auf unebenem Gelände zu gehen und einige Stufen zu bewältigen, ist der Antelope Canyon X nicht geeignet.

Touren und Tickets für den Antelope Canyon buchen

Der gesamte Antelope Canyon befindet sich auf dem Land der Navajo Nation. Das bedeutet, du kannst den Canyon nicht ohne eine geführte Tour betreten und die Zahl der Tickets ist begrenzt. Daher solltest Du, vor allem in der Hauptreisezeit, unbedingt frühzeitig buchen.

Offizielle Touranbieter (Upper, Lower, X)

Es gibt nur eine begrenzte Anzahl von Unternehmen, die Lizenzen für die jeweiligen Canyons besitzen. Ihr könnt über deren offizielle Website oder über die nachfolgenden Links buchen (in aller Regel stornierbar  – falls etwas dazwischen kommt).

Page: Ticket und Navajo-Führung im Lower Antelope Canyon
Page: Upper Antelope Canyon Tour mit Navajo Guide
Page: Lower Antelope Canyon Prime-Time Guided Tour
Page: Antelope Canyon X Geführte Tour
Antelope Canyon Lake Powell: Geführte Kajak- und Wandertour

Touranbieter für den Upper Antelope Canyon sind Antelope Canyon Tours Inc., Antelope Slot Canyon Tours und Adventurous Antelope Canyon Tours. Für den Lower kommen Antelope Canyon Ken’s Tours und Dixie Ellis‘ Lower Antelope Canyon Tours in Frage. Der Antelope Canyon X wird von Taadidiin Tours angeboten.

Wann sollte ich meine Antelope Canyon Tour reservieren?

Für die begehrten Touren im Upper Canyon um die Mittagszeit im Sommer (April bis September) solltest du 3 bis besser 6 Monate im Voraus buchen. In den Randzeiten oder im Winter reicht es oft, 4–8 Wochen im Voraus zu buchen, aber auch hier gilt: Je früher, desto besser. Last-Minute-Tickets sind extrem selten und meist nur für unattraktive Zeiten verfügbar.

Wichtig: Achte darauf, dass du die Uhrzeit in Page, Arizona (Navajo Nation), überprüfst. Während der Sommerzeit kann es zu Verwirrung kommen, da die Navajo Nation eine andere Zeitzone als der Rest von Arizona nutzt.

Wichtige Regeln für den Besuch (Stativ-Verbot, Taschen, etc.)

Aufgrund der hohen Besucherzahlen und der begrenzten Platzverhältnisse im Canyon sind die Regeln sehr streng. Halte dich unbedingt daran, sonst wirst du von der Tour ausgeschlossen.

Große Rucksäcke, Umhängetaschen, Bauchtaschen und Kamerataschen sind in der Regel verboten. Erlaubt sind meist nur kleine, durchsichtige Wasserflaschen und deine Kamera (oft nur die Kamera selbst, ohne große Tasche). Das Benutzen von Stativen, Einbeinstativen oder Selfie-Sticks ist in allen Canyons strikt verboten. Video-Aufnahmen sind ebenfalls nicht gestattet.

Du musst mindestens 30 Minuten vor deiner geplanten Abfahrtszeit am Treffpunkt sein. Verspätete Besucher werden nicht akzeptiert und erhalten keine Rückerstattung.

 

Die beste Reisezeit und Uhrzeit für atemberaubende Fotos

Der wichtigste Abschnitt für Fotografie-Enthusiasten. Die Qualität deiner Bilder hängt im Antelope Canyon fast ausschließlich vom Einfall des Sonnenlichts ab.

Saisonale Unterschiede: Sommer vs. Winter

Die Jahreszeit beeinflusst den Winkel und die Intensität des Lichts dramatisch. Im Sommer (ca. Ende März bis Anfang Oktober) steht die Sonne hoch genug, damit das Licht direkt in die schmalen Spalten des Upper Canyons fallen kann. Nur in dieser Zeit sind die berühmten Light Beams sichtbar. Das bedeutet leider auch, dass die Preise höher sind und der Andrang größer ist. Zudem ist es im Sommer sehr heiß.

Im Winter (November bis Februar) fällt das Licht flacher ein. Wenn Du sanfteres, gleichmäßigeres Licht, das die Farben der Wände hervorhebt, vorziehst, bist Du jetzt genau richtig. Zudem bedeuten weniger Menschen auch niedrigere Preise.

Lichtsäulen im Upper Canyon: Die magische Mittagsstunde

Um die ikonischen Lichtsäulen im Upper Antelope Canyon zu fotografieren, musst du in der Hauptsaison (Sommer) zur Mittagszeit dort sein, idealerweise zwischen 10:30 Uhr und bis 13:00 Uhr. Die Sonne muss fast senkrecht über dem Canyon stehen.

Du musst einen Slot buchen, der explizit in diesem Zeitfenster liegt. Erwartungsgemäß sind diese Slots die teuersten und auch am schnellsten ausgebuchten Touren. Daher der dringende Tipp: Buche so früh wie möglich, mindestens 3, besser 6 Monate im Voraus.

Und noch ein Hinweis: Die Lichtsäulen sind nicht konstant sichtbar; sie „tanzen“ je nach Wolken und Tageszeit.

Optimale Lichtverhältnisse im Lower Canyon

Der Lower Antelope Canyon profitiert den ganzen Tag über von reflektiertem Licht, das die einzigartigen Farbschattierungen an den Wänden zur Geltung bringt.

Am Vormittag (von ca. 9:00 bis 11:00 Uhr) und am frühen Nachmittag (ca. 13:00 bis 15:00 Uhr) werden hier oft die besten Ergebnisse erzielt, da das schrägere Licht die Texturen und die tiefe orange-rote Farbe besonders hervorhebt.

Fotografieren im Antelope Canyon: Tipps für magische Lichtverhältnisse

Ein detaillierter Abschnitt für alle, die mit der Kamera unterwegs sind.

Kameraseinstellungen für wenig Licht und hohe Kontraste

Die meisten Kameras bieten heute erstklassige Automatik-Einstellungen, mit denen Du auch in den Antelope Canyons hervorragende Aufnahmen machen kannst. Gerade in einer größeren Gruppe bleibt Dir manchmal nicht viel Zeit, ein Foto ohne störende Personen zu machen, so dass die Automatik auch für Aufnahmen in den Antelope Canyons durchaus ihre Berechtigung hat.

Für geübte Hobby-Fotografen haben wir nachfolgend ein paar Tipps zusammengestellt:

Nutze den Blendenvorwahl-Modus (A/AV) oder manuell (M), wenn du dich sicher fühlst. Du willst Kontrolle über Tiefenschärfe und Belichtung.
Eine mittlere bis kleine Blende (f/8–f/11) funktioniert am besten. Dadurch wird alles von den nahen Canyonwänden bis zur Decke scharf.

Die Canyons sind dunkler als man denkt. Beginne mit ISO 200–400. Steigere bei Bedarf bis etwa ISO 800, um Verwacklungen zu vermeiden, aber nicht höher als nötig, damit das Bild nicht zu stark rauscht.

Da Stative im Antelope Canyon verboten sind, solltest du eine handhaltbare Zeit wählen – etwa 1/60–1/125 s. Wenn Sonnenstrahlen in den Canyon fallen, kannst du auch deutlich kürzere Zeiten bekommen.

„Bewölkt“ oder „Schatten“ verstärkt die warmen Orange- und Rottöne. Alternativ RAW fotografieren und später den Weißabgleich anpassen.

Stelle auf Einzelfeld-AF und fokussiere auf eine Wandstruktur in mittlerer Entfernung. Die Canyonwände haben genug Texturen für zuverlässiges Fokussieren.

Die hellen Spots im Canyon können die Kamera täuschen. Starte mit –0,3 bis –1 EV, damit die hellen Bereiche nicht ausbrennen. Belichtung prüfen und anpassen.

Nutze RAW – die Dynamik im Canyon ist extrem und du kannst Schatten und Lichter später weit besser kontrollieren. Bei Lichtstrahlen entstehen sonst leicht unschöne Lens Flares. Wenn du die Lichtstrahlen einfangen willst, halte das Objektiv etwas schräg oder schirme mit der Hand ab.

Lichtstrahlen im Upper Antelope Canyon

Ziel: Die berühmten „Beams“ sichtbar machen, ohne dass die hellen Bereiche ausbrennen.

Empfohlene Einstellungen:
Modus: Manuell (M), weil der Kontrast extrem ist.
Blende: f/11 – sorgt für durchgehende Schärfe und gut definierte Lichtstrahlen.
ISO: 200–400 – je nach Lichtintensität.
Verschlusszeit: 1/60–1/125 s – hell genug, um die Beams sauber abzubilden, aber noch handhaltbar.
Belichtungskorrektur: Falls du im Halbautomatikmodus wärst: –0,7 EV, um Spitzlichter zu schützen.
Weißabgleich: „Schatten“ oder RAW für spätere Anpassung.

Extra-Tipp: Wenn die Sonne zur Mittagszeit am höchsten steht, werfen die Guides oft eine Handvoll Sand in den Lichtstrahl. Diese winzigen Partikel in der Luft machen den Strahl erst sichtbar und sorgen für den „himmlischen“ Look auf Fotos. Die Guides sind hier Experten: Sie kennen die besten Stellen, weisen die besten Winkel an und helfen auch bei den Kameraeinstellungen. Höre auf ihre Anweisungen, um die besten Ergebnisse zu erzielen – sie sind deine besten Verbündeten für das perfekte Foto.

Detailaufnahmen der Canyonwände

Ziel: Struktur, Linien und Farben betonen – oft ohne starke Helligkeitsunterschiede.

Empfohlene Einstellungen:
Modus: Blendenvorwahl (A/Av)
Blende: f/5.6–f/8 – ausreichend Tiefenschärfe, aber etwas weichere Hintergründe, um die Formen hervorzuheben.
ISO: 100–200 – meist möglich, weil viele Details relativ gut ausgeleuchtet sind.
Verschlusszeit: Die Kamera wählt automatisch. Achte darauf, nicht unter 1/60 s zu fallen.
Weißabgleich: „Bewölkt“ für warme Farbtöne.

Extra-Tipp: Halte die Kamera parallel zur Wand, um perspektivische Verzerrungen zu minimieren. Kleine Schwenks bringen dramatische Linien heraus.

Low-Light ohne Sonnenstrahlen (z. B. im Lower Antelope)

Ziel: Dunkle Stellen fotografieren, wo kaum direktes Licht hinkommt – ohne Stativ.

Empfohlene Einstellungen:
Modus: Manuell (M) oder Blendenvorwahl (A/Av)
Blende: f/4–f/5.6, um mehr Licht hereinzulassen.
ISO: 400–800, im Notfall 1600 – moderne Kameras schaffen das gut.
Verschlusszeit: Mindestens 1/40–1/60 s (je nach Brennweite).
Belichtungskorrektur: –0.3 EV, um Lichter nicht zu verlieren.
Weißabgleich: RAW – das Licht wird in dunklen Schluchten besonders knifflig.

Extra-Tipp: Nutze Canyonwände oder Felsvorsprünge als „natürliches Stativ“: Kamera anlehnen, Ellenbogen stabilisieren, sanft auslösen.

Menschenfreie Szenen bei Tourgruppen

Ziel: Perfekte Fotos, obwohl viele Menschen durchlaufen.

Einstellungen und Vorgehen:
Nutze Serienbildmodus, wenn der Guide kurz den Bereich freigibt.
Blende f/8, ISO 200–400, Verschlusszeit 1/60–1/125 s.
Kamera schon vorfokussieren, sodass du nur noch auslöst, wenn der Bereich frei ist.

Weitwinkelaufnahmen des Canyons

Ziel: Den geschwungenen Verlauf und die Formen einfangen.

Empfohlene Einstellungen:
Brennweite: 14–24 mm (Vollformat)
Blende: f/8–f/11
ISO: 100–200
Verschlusszeit: 1/60 s oder kürzer
Belichtungskorrektur: –0.3 bis –1 EV (je nach heller Stelle im Bild)

Extra-Tipp: Halte das Objektiv leicht nach oben, aber vermeide direkten Sichtkontakt mit der Sonne, sonst gibt es harte Lens Flares.

Antelope Canyon: Der Navajo Nation Tribal Park

Die Antelope Canyons liegen innerhalb der Navajo Nation Reservation und sind Teil des Lake Powell Navajo Tribal Park. Die hat zur Folge, dass Du zusätzlich zur Tourgebühr eine separate Navajo Nation Permit Fee (derzeit 8 USD pro Person) zahlen musst. Diese Gebühr ist für beide Canyons am selben Tag gültig und wird meistens vom Touranbieter direkt eingezogen.

Die Check-in-Büros für die Touren befinden sich entweder in Page selbst oder am Highway 98 östlich von Page. Achte bei der Buchung genau auf den Treffpunkt deines Anbieters!

Am Treffpunkt deines Touranbieters stehen in der Regel Parkplätze zur Verfügung. Für Touren in den Upper Canyon wirst du von dort aus in einem Allradfahrzeug zum eigentlichen Canyon-Eingang transportiert, da dieser tiefer im Gelände liegt und der Weg dorthin durch tiefen Sand führt.

Praktische Tipps für einen Besuch des Antelope Canyons

Aufgrund der Beliebtheit des Antelope Canyons ist es ratsam, Touren im Voraus zu reservieren, besonders in der Hochsaison. Unser 1. Anlauf (liegt schon ein paar Jahre zurück) ohne vorherige Reservierung ist gnadenlos gescheitert.

Da die Canyons enge, schattige Bereiche haben, kann es verhältnismäßig kühl sein. Leichte, bequeme Kleidung und feste Schuhe sind nicht verkehrt.

Der Antelope Canyon ist ein Slot Canyon, was bedeutet, dass er anfällig für Flash Floods (Sturzfluten) ist. Da der Canyon bei Regen sehr schnell geflutet werden kann ist es wichtig, den Anweisungen der Führer Folge zu leisten.

Lage, Anfahrt und Parken

Page, AZ, ist der ideale Ausgangspunkt für deinen Besuch im Antelope Canyon. Da die meisten Besucher Page im Rahmen eines Roadtrips durch den Südwesten der USA anfahren, hier einige wichtige Entfernungen:

Von Las Vegas, Nevada: ca. 4,5 Stunden (ca. 440 km)
Vom Grand Canyon Nationalpark (South Rim): ca. 2,5 Stunden (ca. 215 km)
Von Zion Nationalpark: ca. 2 Stunden (ca. 165 km)

Da Page relativ isoliert liegt, ist ein eigenes Fahrzeug die beste Möglichkeit, die Canyons und andere Attraktionen in der Umgebung (wie den Horseshoe Bend oder den Lake Powell) zu erreichen.

Hotels am Antelope Canyon

Wir übernachten gerne im Courtyard Page at Lake Powell in Page. Es liegt verkehrsgünstig aber doch ruhig, hat einen tollen Pool und zahlreiche Sitzgelegenheiten im Außenbereich, um die langen Sommerabende zu genießen.

Es gibt aber noch viele andere Hotels in Page.

Die beste Reisezeit für den Antelope Canyon

Die beste Reisezeit hängt davon ab, welche Art von Erlebnis du suchst.

Von April bis Oktober fallen die berühmten Lichtstrahlen (Light Beams) durch die schmalen Öffnungen des Canyons, vor allem im Upper Antelope Canyon. Die besten Lichtverhältnisse gibt es zwischen 11:00 Uhr und 13:00 Uhr an sonnigen Tagen. Da die Sonne im Juni und Juli am höchsten steht, ist der Lichteffekt in diesen Monaten besonders dramatisch.
Leider ist es im Sommer (Juni bis August) sehr heiß, mit Temperaturen oft über 40°C. Außerdem besteht ein erhöhtes Risiko für Sturzfluten (Flash Floods).

Von November bis März ist Nebensaison. Es gibt weniger Besucher, die Temperaturen sind angenehm, und du kannst den Canyon in Ruhe genießen.

Im Frühling (März bis Mai) und Herbst (September bis November) sind die Temperaturen angenehmer. Das Risiko für Überschwemmungen ist geringer.

Im Winter (Dezember bis Februar) ist es kühl, aber mild. Es ist eine großartige Zeit für Fotografen, die sanfteres Licht bevorzugen.

Fazit: Lohnt sich der Antelope Canyon?

Nach all diesen Informationen bleibt die wichtigste Frage: Ist der Antelope Canyon den Aufwand, die Kosten und den Andrang wert?

Die klare Antwort ist: Ja.

Trotz der strengen Regeln, der notwendigen Buchung und des oft hohen Besucheraufkommens ist der Antelope Canyon ein unvergleichliches Naturwunder. Die Erfahrung, durch diese fließend geformten, leuchtenden Sandsteinhöhlen zu gehen und die tanzenden Lichtstrahlen zu beobachten, ist absolut einzigartig und lässt sich nicht in Bildern oder Videos vollständig einfangen.

Deine Entscheidungshilfe:

Der Upper Canyon ist goldrichtig, wenn du die ikonischen Lichtsäulen sehen und fotografieren möchtest und bereit bist, mehr zu bezahlen und dich mit größeren Gruppen zu bewegen.

Wähle den Lower Canyon, wenn du ein abenteuerlicheres Erlebnis mit mehr Treppen, intensiven Farben und einer intimeren Atmosphäre suchst.

Wenn wenn du eine großartige Alternative mit geringerem Andrang und Budgetfreundlichkeit bevorzugst, dann ist der Canyon X der Richtige.

Egal, für welchen Teil du dich entscheidest: Plane frühzeitig, sei pünktlich und genieße die Magie dieses heiligen Ortes der Navajo Nation.

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