Valley of Fire State Park – Nevadas brennende Felsen
Ein Meer aus rotem Stein: Eine Einführung
Warum das Valley of Fire mehr als nur ein „Ausflug von Vegas“ ist
Nur etwa 80 Kilometer nordöstlich des Las Vegas Strip geschieht etwas Erstaunliches: Der graue Wüstenbeton und das Neonlicht weichen einer Landschaft, die so intensiv leuchtet, dass man meint, die Felsen stünden tatsächlich in Flammen. Das Valley of Fire ist Nevadas ältester und – wenn man die Besucher fragt – spektakulärster State Park. Während viele Touristen ihn nur als schnellen Tagesausflug nutzen, bietet der Park eine Tiefe und Ruhe, die man ihm auf den ersten Blick gar nicht zutraut.
Was macht diesen Park so besonders?
Die Farbenpracht: Der Name ist Programm. Der rote Azteken-Sandstein leuchtet besonders bei tiefstehender Sonne so kräftig, dass kein Foto der Realität wirklich gerecht wird. Ergänzt wird dies durch grauen und lila Kalkstein, was eine fast surreale Kulisse schafft.
Erreichbarkeit: Im Gegensatz zu den entlegenen Winkeln des Grand Canyon oder des Sequoia-Parks, kannst du hier die spektakulärsten Aussichten fast direkt vom Auto aus genießen. Die Straßen gehören zu den schönsten Panoramastraßen der USA.
Filmreife Kulisse: Die Landschaft ist so außerirdisch, dass sie schon oft als Double für den Mars oder ferne Planeten herhalten musste (z. B. in Star Trek: Treffen der Generationen).
Geschichte zum Anfassen: Hier findest du Jahrtausende alte Felszeichnungen (Petroglyphen) der Anasazi und Paiute Indianer, die direkt am Wegesrand in den dunklen Wüstenlack geritzt wurden.
Für Reisende, die den Trubel von Las Vegas hinter sich lassen wollen, ist das Valley of Fire eine Oase der Stille. Es ist ein Ort, der dazu einlädt, den Mietwagen einfach mal stehen zu lassen, sich auf einen der warmen Felsen zu setzen und dem Wind zuzuhören, der durch die bizarren Felsformationen pfeift.
Für alle, die keinen Wagen mieten wollen werden Touren angeboten: Ab Las Vegas: Valley of Fire State Park Geführte Tagestour
Geologie zum Anfassen: Die Entstehung
Von wandernden Dünen und brennendem Sandstein
Die Landschaft des Valley of Fire ist kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis von über 150 Millionen Jahren Erdgeschichte. Was heute trocken und staubig ist, sah früher ganz anders aus.
Die Zeit der wandernden Dünen
Stell dir vor, du stehst in einer Sahara-ähnlichen Wüste, so weit das Auge reicht. In der Jura-Zeit (vor etwa 150 Millionen Jahren) war dieses Gebiet von gigantischen Sanddünen bedeckt. Über Jahrmillionen wurden diese Sandschichten durch den Druck der darüberliegenden Ablagerungen und den Einfluss von mineralhaltigem Grundwasser zu Stein gepresst. So entstand der berühmte Azteken-Sandstein.
Woher kommt das feurige Rot?
Die intensiv rote Farbe, die dem Park seinen Namen gab, stammt von Eisenoxiden – im Grunde ist der Sandstein „verrostet“. Wenn du genau hinsiehst, wirst du aber auch weiße, gelbe und sogar rosa Schichten entdecken. Das passiert, wenn das Eisen durch chemische Prozesse im Grundwasser aus dem Gestein herausgewaschen (ausgelaugt) wurde. Das Ergebnis ist ein marmorierter Effekt, der wie gemalt aussieht.
Wüstenlack: Die Leinwand der Geschichte
An vielen roten Felsen siehst du eine dunkle, fast schwarze Schicht. Das ist der sogenannte Wüstenlack (Desert Varnish). Er entsteht über Jahrtausende durch Mangan und Eisen, die sich mit Hilfe von Bakterien auf der Oberfläche absetzen.
Wichtig für dich: Genau in diese dunkle Schicht haben die Ureinwohner später ihre Petroglyphen geritzt, da der helle Sandstein darunter einen perfekten Kontrast bildete.
Wind und Wetter als Bildhauer
Die bizarren Löcher und Kurven in den Felsen, die man überall sieht, nennt man Tafoni. Sie entstehen durch Wind- und Wassererosion. Da Sandstein relativ weich ist, „frisst“ sich das Wetter förmlich in das Gestein und hinterlässt Formationen, die wie Schweizer Käse, Bienenwaben oder sogar wie Tiere aussehen (wie der berühmte Elephant Rock).
Ein kleiner Fakt zum Staunen: Wenn du die geschwungenen Linien im Fels siehst, blickst du direkt auf die Querschichtung der alten Dünen. Du kannst sehen, aus welcher Richtung der Wind vor 150 Millionen Jahren wehte!
Die Highlights an der Mouse’s Tank Road
Fire Wave, White Domes und Rainbow Vista
Die Mouse’s Tank Road (offiziell White Domes Road) ist die Lebensader des Parks. Sie zweigt vom Besucherzentrum nach Norden ab und führt dich durch die spektakulärsten Landschaften, die Nevada zu bieten hat.
Die Fire Wave: Das gestreifte Wunder
Lange Zeit war dieser Ort ein Geheimtipp, heute ist er das Wahrzeichen des Parks. Die Fire Wave ist eine Felsformation, die aussieht wie eine versteinerte, rot-weiß gestreifte Welle.
Das Erlebnis: Der Weg dorthin (ca. 2,4 km hin und zurück) führt über sandigen Boden und flache Felsen. Wenn du die Welle erreichst, wirken die Kurven und Linien im Stein fast surreal.
Wichtiger Hinweis: Aufgrund der extremen Hitze ist dieser Trail oft vom 1. Juni bis 30. September gesperrt. In den restlichen Monaten solltest du ihn unbedingt am frühen Vormittag oder späten Nachmittag besuchen.
White Domes: Kontraste in Weiß und Rot
Am Ende der Straße landest du bei den White Domes. Hier ändert sich die Farbe des Gesteins dramatisch von flammendem Rot zu hellem Weiß und Gelb.
Der Trail: Ein 1,8 km langer Rundweg führt dich durch einen kleinen „Slot Canyon“ (eine enge Felsspalte) und vorbei an den Überresten eines alten Filmsets.
Warum es sich lohnt: Die Vielfalt auf dieser kurzen Strecke ist ungeschlagen – von weiten Ausblicken bis hin zu engen, schattigen Felspassagen.
Rainbow Vista: Wo die Wüste bunt wird
Wie der Name schon sagt, hast du hier einen Panoramablick über ein Tal, in dem das Gestein in allen Farben des Regenbogens zu leuchten scheint.
Der Fotospot: Direkt am Parkplatz gibt es eine Kurve in der Straße, die eines der meistfotografierten Straßenmotive der USA ist – die schwarze Straße, die sich perfekt durch die feuerroten Felsen schlängelt.
Tipp: Von hier aus startet auch der Weg zum Mouse’s Tank, einem natürlichen Wasserbecken in den Felsen.
Der Scenic Drive: Die Straße selbst
Manchmal ist der Weg das Ziel. Die Fahrt auf der Mouse’s Tank Road bietet nach jeder Kurve eine neue, atemberaubende Perspektive. Es gibt zahlreiche Haltebuchten – nutze sie! Die Perspektive, wie die graue Straße im roten Felsmeer verschwindet, ist ein Klassiker.
Tipp: Wenn du die Mouse’s Tank Road fährst, achte auf das Licht. Am Vormittag leuchten die östlichen Felsen, am Nachmittag die westlichen. Die „Fire Wave“ zeigt ihre intensivsten Farben etwa eine Stunde vor Sonnenuntergang.
Auf den Spuren der Ureinwohner
Petroglyphen bei Atlatl Rock und Mouse’s Tank
Schon vor über 2.000 Jahren war dieses Tal ein wichtiger Ort für die Ureinwohner, insbesondere für die Basketmaker und später die Ancestral Puebloans (Anasazi) sowie die Paiute. Sie hinterließen Botschaften im Stein, die wir heute noch bestaunen können.
Der Atlatl Rock: Die Kunst der Jagd
Der Atlatl Rock ist einer der besten Orte im Park, um Petroglyphen (Felsritzungen) aus nächster Nähe zu sehen. Ein Atlatl ist eine antike Speerschleuder, die lange vor Pfeil und Bogen benutzt wurde. Auf den Felsen findest du Darstellungen dieses Werkzeugs, was zeigt, wie wichtig die Jagd für das Überleben war.
Eine Metalltreppe führt dich direkt hinauf zu einem großen Paneel voller Symbole. Man sieht Tiere, Menschen und abstrakte Zeichen, deren Bedeutung bis heute teilweise ein Rätsel bleibt.
Mouse’s Tank: Ein Versteck mit Geschichte
Dieser Trail führt dich durch einen sandigen Canyon zu natürlichen Felsbecken, in denen sich Regenwasser sammelt.
Die Legende: Der Ort wurde nach einem Indianer namens „Little Mouse“ benannt, der sich Ende des 19. Jahrhunderts hier versteckt hielt. Da er die versteckten Wasserstellen kannte, konnte er in der Wüste überleben, während seine Verfolger aufgeben mussten.
Entlang des Weges findest du dutzende Petroglyphen auf dem dunklen „Wüstenlack“. Es wirkt fast wie eine antike Nachrichtengalerie.
Wichtig: Bitte berühre die Petroglyphen niemals. Das Hautfett deiner Finger zerstört das Gestein und die jahrtausendealte Patina. Diese Kunstwerke sind extrem fragil und ein wertvolles Erbe der Menschheit.
Tipp: Nimm dir für den Weg zum Mouse’s Tank Zeit und lass den Blick über die dunklen Felswände schweifen. Viele der Zeichnungen entdeckt man erst beim zweiten Hinsehen, wenn sich das Auge an die Strukturen gewöhnt hat.
Fotografie-Tipps: Das perfekte Licht
Wenn du zur Mittagszeit fotografierst, wirken die Felsen oft flach und fast orange-braun. Das Geheimnis der Profis ist das indirekte Licht und die tiefstehende Sonne.
Die magische Stunde (Golden Hour)
Etwa eine Stunde nach Sonnenaufgang und eine Stunde vor Sonnenuntergang passiert das Wunder: Der rote Sandstein fängt an, von innen heraus zu leuchten.
Tipp: Bleib nach dem Sonnenuntergang noch 15 Minuten länger. Das „Afterglow“ (Nachleuchten) lässt die Farben oft noch intensiver und fast lila erscheinen.
Der Klassiker: Die Mouse’s Tank Road Ansicht
Dieses Bild hast du sicher schon oft gesehen – die dunkle Straße, die sich wie ein schwarzes Band durch die brennend roten Felsen windet.
Wo? Kurz hinter dem Parkplatz Rainbow Vista (in Fahrtrichtung Norden) gibt es auf der rechten Seite einen kleinen Hügel. Wenn du dort ein Stück hochsteigst und mit Zoom (Teleobjektiv) zurück Richtung Süden fotografierst, bekommst du die perfekte Kompression der Kurven.
Kontraste nutzen
Das Valley of Fire lebt von Komplementärfarben. Das tiefe Blau des Wüstenhimmels und das kräftige Rot der Felsen verstärken sich gegenseitig.
Tipp: Wenn du ein iPhone oder eine Kamera mit Polfilter nutzt, kannst du das Blau des Himmels noch dunkler und die Wolken plastischer wirken lassen.
Perspektive bei der Fire Wave
Die gestreiften Linien der Fire Wave führen das Auge des Betrachters.
Tipp: Geh tief in die Hocke. Wenn du die Kamera knapp über dem Boden hältst, wirken die geschwungenen Linien im Vordergrund viel dynamischer und ziehen den Zuschauer förmlich ins Bild hinein.
Der „Elephant Rock“ im Gegenlicht
Der berühmte Elefanten-Felsen steht direkt am Osteingang.
Tipp: Er eignet sich hervorragend für Silhouetten-Aufnahmen während des Sonnenuntergangs. Wenn die Sonne genau durch die Lücke unter dem „Rüssel“ scheint, entsteht ein spektakulärer Stern-Effekt.
Praktische Reiseinfos: Anfahrt und Gebühren
Das Valley of Fire liegt etwa 80 Kilometer nordöstlich von Las Vegas. Es ist der perfekte Fluchtweg aus dem Trubel der Stadt, erfordert aber ein wenig Planung, da es im Park selbst kaum Infrastruktur gibt.
Es gibt zwei Haupteingänge zum Park:
Der Westeingang (via I-15): Dies ist der schnellste Weg von Las Vegas. Du nimmst die I-15 North bis zur Ausfahrt 75 (Valley of Fire Highway). Von hier aus fährst du direkt auf das spektakuläre Panorama zu.
Der Osteingang (via Lake Mead): Wenn du mehr Zeit hast, nimm den Weg über die Northshore Road durch die Lake Mead National Recreation Area. Diese Strecke ist länger, aber landschaftlich wunderschön und führt dich direkt zum Elephant Rock.
Gebühr: Der Eintritt kostet derzeit ca. 15 $ pro Fahrzeug (Tagesticket).
Achtung: Da dies ein State Park ist, wird der Nationalpark-Pass (America the Beautiful) hier nicht akzeptiert.
Self-Pay-Stationen: Wenn die Kassenhäuschen nicht besetzt sind (oft früh morgens oder spät abends), musst du die Gebühr an einer „Self-Pay-Station“ entrichten. Nimm dafür am besten Bargeld mit, das du in einen Umschlag stecken kannst.
Der Park ist offiziell von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang geöffnet.
Wenn du für das perfekte Foto zum Sonnenaufgang im Park sein willst, darfst du meist schon kurz vorher einfahren.
Nach Einbruch der Dunkelheit dürfen sich nur noch Camper auf den offiziellen Campingplätzen im Park aufhalten.
Tanken und Vorräte
Im Park gibt es keine Tankstelle und nur ein sehr begrenztes Angebot an Snacks im Visitor Center.
Tipp: Tanke in Las Vegas oder spätestens an der Raststätte bei der Ausfahrt 75 der I-15.
Decke dich im Tal mit ausreichend Wasser und Picknick-Vorräten ein. Das Valley of Fire ist der perfekte Ort für ein Mittagessen im Freien, aber du musst alles selbst mitbringen.
Tipp: Besuche das Visitor Center gleich zu Beginn (es liegt nahe der Abzweigung zur Mouse’s Tank Road). Die Ausstellungen dort sind hervorragend gemacht und geben dir einen guten Überblick über die Wanderwege, die aktuell geöffnet sind.
Hitze und Sicherheit in der Wüste
Die Temperaturen im Valley of Fire können im Sommer locker die 45°C-Marke überschreiten. Da der rote Sandstein die Hitze speichert und wie eine Heizung abstrahlt, ist die gefühlte Temperatur oft noch höher.
Die goldene Wasser-Regel
Unterschätze niemals die trockene Wüstenluft. Du verlierst Flüssigkeit durch Schwitzen, noch bevor deine Haut richtig nass wird. Plane mindestens einen Liter Wasser pro Stunde und Person ein, wenn du dich bewegst.
Tipp: Hab immer eine Kühlbox im Mietwagen mit extra Vorräten. Warme Cola oder lauwarmes Wasser löschen den Durst bei 40 Grad nur mäßig.
Die gefährlichste Zeit ist zwischen 11:00 und 16:00 Uhr.
Plane deine Wanderungen (wie die Fire Wave) für den frühen Morgen. Nutze die heiße Mittagszeit für den klimatisierten Besuch im Visitor Center oder für den Scenic Drive, bei dem du die Aussicht aus dem Auto genießt.
Kleidung: Schutz statt Bräune
Die Sonne in Nevada ist gnadenlos. Ein Hut mit breiter Krempe ist Gold wert. Leichte, helle Funktionskleidung schützt besser vor der Hitze als ein dunkles Baumwoll-T-Shirt.
Sonnenschutz: Vergiss deine Ohren und den Nacken nicht – die Reflexion vom roten Sandstein wirkt wie ein Brennglas.
Trailsperrungen ernst nehmen
Es ist kein böser Wille der Ranger: Viele Trails (darunter die Fire Wave und Seven Wonders) sind vom 1. Juni bis 30. September komplett gesperrt. Jedes Jahr müssen Touristen per Hubschrauber gerettet werden, weil sie die Hitze unterschätzt haben. Halte dich bitte strikt an diese Sperrungen.
Warnsignale des Körpers
Wenn dir schwindelig wird, du Kopfschmerzen bekommst oder dich plötzlich trotz der Hitze fröstelnd fühlst: Sofort abbrechen, Schatten suchen und trinken. Die Wüste verzeiht keinen Stolz.
Tipp: Wenn du im Sommer dort bist, mach es wie die Einheimischen: Sei um 06:00 Uhr zum Sonnenaufgang im Park, wandere bis 09:00 Uhr und verbringe den Rest des Tages am Pool deines Hotels oder im kühlen Museum.
Wandern zwischen Feuer und Fels
Die schönsten Trails vom Seven Sisters bis zum Elephant Rock
Im Valley of Fire musst du keine Kilometer fressen, um Großartiges zu sehen. Viele der besten Wege sind kurz, aber intensiv in ihrem Erlebnisfaktor.
Der White Domes Loop (ca. 1,8 km / leicht bis moderat)
Was dich erwartet: Du startest bei den weißen Sandsteinkuppeln, wanderst hinunter zu einem alten Filmset (aus dem Film The Professionals) und durchquerst einen engen, schattigen Slot Canyon.
Highlight: Der Kontrast zwischen den weißen, gelben und tiefroten Felsen auf engstem Raum.
The Fire Wave & Seven Wonders (ca. 3,5 km / moderat)
Wenn die Temperaturen es zulassen (außerhalb des Sommers), ist dies der „Pflichttermin“.
Was dich erwartet: Die berühmte „Welle“ aus gestreiftem Stein. Wenn du den Weg als Rundweg über die Seven Wonders erweiterst, siehst du auch den Pink Canyon – einen Ort, an dem der Sandstein tatsächlich in zartem Rosa leuchtet.
Tipp: Der Boden ist hier oft sandig, was das Gehen etwas anstrengender macht. Nimm dir Zeit.
Mouse’s Tank (ca. 1,2 km / sehr leicht)
Ein entspannter Spaziergang in einem Canyon mit viel Geschichte.
Was dich erwartet: Der Weg ist flach und führt durch feinen Sand. Links und rechts an den Wänden kannst du hunderte Petroglyphen entdecken. Am Ende erreichst du die natürlichen Wasserlöcher (Tanks).
Highlight: Die Suche nach den Felszeichnungen macht diesen Weg fast zu einer kleinen Schatzsuche.
Elephant Rock (ca. 0,5 km / sehr leicht)
Kurz und knackig, direkt am Osteingang des Parks.
Was dich erwartet: Ein kurzer Aufstieg zu einer Felsformation, die verblüffend echt wie ein Elefant aussieht.
Fototipp: Am besten am späten Nachmittag besuchen, wenn die Sonne den „Elefanten“ von hinten anstrahlt.
Seven Sisters (Picknick & kurzes Erkunden)
Das ist kein klassischer Wanderweg, sondern eine Gruppe von sieben riesigen Felsnadeln direkt an der Straße.
Warum es toll ist: Hier gibt es überdachte Picknicktische im Schatten der Giganten. Es ist der perfekte Ort, um die Beine auszuruhen und einfach die monumentale Kulisse zu genießen, ohne weit laufen zu müssen.
Hotels in Las Vegas
Wer häufiger in Las Vegas ist, der hat wahrscheinlich schon in vielen der großen Hotels übernachtet. Sie sind ja auch allesamt sehr imposant. Aber letztlich sind es vielleicht doch eher Spielhallen mit Übernachtungsmöglichkeit. Das ist nicht jedermanns Sache.
Bei unserem letzten Vegas-Aufenthalt haben wir im Holiday Inn Club Vacations at Desert Club Resort, an IHG Hotel übernachtet und waren begeistert: Ein super-geräumiges Appartment mit einer riesigen, mehr als gut ausgestatteten Küche.
OK, man wohnt nicht direkt am Strip, aber der ist fußläufig von dort immer noch gut zu erreichen. Die Anlage ist recht groß mit mehreren Pools. Wir hatten das Glück, von unserem Balkon direkt auf das Sphere blicken zu können. „Kino“ vom feinsten.
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Die besten Reisezeiten
Im Frühling (März bis Mai) sind die Temperaturen tagsüber angenehm warm (20–30 °C), und nachts kühl (5–15 °C). Die Zeit ist perfekt für Wandern und Erkundungen, für Tagesausflüge oder Camping.
Die Wüste blüht teilweise, was zu einer besonders schönen Landschaft beiträgt. Allerdings kann es an Wochenenden und Feiertagen voll werden.
Im Sommer (Juni bis August) steigen die Temperaturen tagsüber auf 35–45 °C. Nachts betragen sie immerhin noch 20–30 °C. Diese extreme Hitze macht Wanderungen riskant und einige Trails sind gesperrt.
Fotografen, die den Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang nutzen möchten, finden jetzt ideale Bedingungen, da weniger Besucher im Park sind.
Im Herbst (September bis November) gehen die Temperaturen tagsüber auf 25–35 °C und nachts auf 10–20 °C zurück. Bei diesen Temperaturen sind die meisten Outdoor-Aktivitäten angenehm.
Zudem ist es weniger überlaufen als im Frühling und der Himmel ist meistens klar, was ihn perfekt für Sternbeobachtung macht.
Fazit: Valley of Fire – Ein prähistorisches Abenteuer in Rot
Das Valley of Fire ist weit mehr als nur eine Ansammlung beeindruckender roter Sandsteinfelsen. Es ist ein Ort, an dem die Zeit stillzustehen scheint und die Natur ihre faszinierendsten Geschichten erzählt. Wer sich abseits der bekannten Fotomotive wie der Fire Wave einen Moment Zeit nimmt und die Felsspalten genau beobachtet, wird mit ganz besonderen Begegnungen belohnt.
Halte unbedingt Ausschau nach dem Chuckwalla. Diese urzeitlich anmutenden Echsen sind die wahren Könige der roten Steine. Mit ihrer faltigen Haut und der faszinierenden Fähigkeit, sich bei Gefahr in Felsritzen „aufzupumpen“, sind sie ein absolutes Muss für jeden Naturbeobachter. Besonders die Weibchen und Jungtiere mit ihren charakteristischen grau-gelben Streifen am Schwanz sind tolle Fotomotive.
Die Kombination aus leuchtenden Farben, uralten Petroglyphen und der Chance, Wildtiere aus nächster Nähe zu beobachten, macht das Valley of Fire zu einem der lohnenswertesten Ausflugsziele in Nevada. Es ist ein Paradies für Entdecker, die nicht nur schauen, sondern wirklich beobachten wollen.




















