Coyote Buttes South – Utahs verborgene Wüstenlandschaft

Die Coyote Buttes South im Vermilion Cliffs National Monument an der Grenze zwischen Utah und Arizona sind ein Meisterwerk der Natur. Während die berühmte „The Wave“ (Coyote Buttes North) oft die Schlagzeilen dominiert, bieten die South Buttes ein ebenso spektakuläres Erlebnis – aber mit deutlich mehr Ruhe und Abgeschiedenheit. Hier erwarten dich surreal geformte Sandsteinformationen, die an Teepees, Wellen und Hoodoos erinnern, in einer unglaublichen Farbpalette aus Rot, Gelb und Orange.

Dieser Guide liefert dir alle wichtigen Informationen für dein unvergessliches Wander-Abenteuer.

Coyote Buttes South Permit: Dein Ticket ins Paradies

Der Zugang zu diesem fragilen Wildnisgebiet ist streng reglementiert. Du benötigst zwingend ein Permit (Tagesgenehmigung) vom Bureau of Land Management (BLM). Es werden täglich nur 20 Permits vergeben. um die Natur zu schützen und die Besucherzahl gering zu halten.

Kosten: Die Gebühr beträgt ca. $5–$7 USD pro Person/Tag.

Advanced Lottery (Voraus-Lotterie)

Vier Monate im Voraus findet die Advanced Lottery. Perfekt, wenn du so dein Permit bekommst. Über www.recreation.gov kannst du teilnehmen.

Die Chancen sind hier etwas besser als bei der Nord-Lotterie, aber dennoch solltest du dich frühzeitig bewerben.

Daily Lottery (Tägliche Lotterie/Walk-in-Ersatz)

Zwei Tage vor dem geplanten Besuchstag kannst du es bei der Daily Lottery probieren. Das geht über die Recreation.gov App, aber nur innerhalb eines Geofence-Gebiets (z.B. Kanab oder Page).

Dies ist deine Chance, wenn du in der Gegend bist.

Solltest du kein Glück bei der Lotterie haben, dann besuche White Pocket. White Pocket bietet eine ähnlich surreale Landschaft wie Coyote Buttes South.

Anfahrt und 4×4-Fahrzeug-Anforderung

Die Coyote Buttes South sind abgelegen und die Zufahrtsstraßen sind extrem anspruchsvoll.

Ein Allrad-Fahrzeug (4×4) mit hoher Bodenfreiheit ist für die Trailheads Cottonwood Cove und Paw Hole zwingend erforderlich. Die Straßen bestehen aus tiefem Sand und rauen Felsabschnitten. Mietwagen ohne 4×4 oder All-Wheel-Drive (AWD) sind nicht ausreichend und du läufst Gefahr, steckenzubleiben. Abschleppdienste sind in diesem Gebiet sehr teuer.

Es gibt zwei Hauptwege zu den Coyote Buttes South:

Pahreah (via Cottonwood Cove): Zugang von der US-89 nahe Kanab, Utah. Für Fahrzeuge mit Allradantrieb.

House Rock Valley Road: Von der US-89A in Arizona. Auch hier ist ein Geländewagen erforderlich.

Die Straßen sind unbefestigt und können bei Regen unpassierbar werden. Ein 4WD-Fahrzeug mit hoher Bodenfreiheit ist notwendig. Wir empfehlen daher, im Zweifelsfall lieber eine geführte Tour zu buchen.

Wandern in den Coyote Buttes South

Es gibt in den Coyote Buttes South keine offiziellen, markierten Wanderwege. Du erkundest das Gebiet auf eigene Faust, was Teil des Abenteuers ist. Die wichtigsten Zugänge sind:

Cottonwood Cove Trailhead: Bekannt für die spektakulären Teepees (konisch geformte Felsen) und das farbintensivste Gebiet.

Paw Hole Trailhead: Ein etwas einfacherer Startpunkt, ebenfalls mit beeindruckenden, rötlich leuchtenden Sandsteinformationen.

Die Highlights der Coyote Buttes South

Farbige Teepees: Die ikonischen, gestreiften Felshügel.
Hoodoos und Felsfiguren: Skurrile, durch Erosion geformte Skulpturen.
Zerbrechliche Sandsteinplättchen (Brittlebush): Achte auf deine Schritte, diese Strukturen sind extrem fragil.
„Southern Wave“: Wave-ähnliche Sandsteinwellen, die fotografisch ebenso reizvoll sind wie ihr berühmtes Gegenstück.

Die Wanderung ist physisch nicht extrem anspruchsvoll, da es keine großen Steigungen gibt, aber das Gehen im tiefen Sand kann ermüdend sein. Gute Navigationsfähigkeiten (GPS empfohlen) sind aufgrund der fehlenden Markierungen essenziell.

Wir empfehlen, die Coyote Buttes South nicht auf eigene Faust zu besuchen, sondern zusammen mit einem Guide. Auf dem Weg dorthin ist teilweise tiefer Sand zu durchqueren. Ein Steckenbleiben mit dem Mietwagen kann sehr kostspielig werden. Abgesehen davon kennt Euer Guide die besten Spots in diesem riesigen Gebiet. Bedenke: Auch mit einem Guide benötigst du ein Permit!

Kanab: Coyote Buttes South Wandertour (Erlaubnis erforderlich)

Sicherheitstipps für dein Abenteuer

Die Coyote Buttes South sind Wildnis. Bereite dich gut vor:

Nimm mindestens 5 Liter Wasser pro Person mit, besonders im Sommer. Die Hitze kann extrem werden.
Verlasse dich nicht auf dein Handy. Verwende eine GPS-App mit heruntergeladenen Karten oder ein dediziertes GPS-Gerät, da die Orientierung schwierig sein kann.
Breite Krempe, Sonnencreme und lange Kleidung sind Pflicht.
Betritt keine fragilen Strukturen (wie die Sandsteinplättchen) und hinterlasse keinen Müll („Leave No Trace“-Prinzip).
Schlangen und andere Wüstenbewohner könnten dir begegnen – halte Abstand.
Informiere dich vorab beim BLM (z.B. in Kanab) über die aktuellen Straßenbedingungen. Regen macht die Zufahrten unpassierbar!

Hotels in der Nähe von Coyote Buttes South

Ideal für den Besuch der Coyote Buttes South sind Kanab in Utah und Page in Arizona (Achtung: Unterschiedliche Zeitzonen!).

In Kanab können wir Hampton Inn Kanab und das Holiday Inn Express & Suites Kanab, an IHG Hotel empfehlen. Es gibt aber noch weitere Hotels in Kanab.

Unter den zahlreichen Hotels in Page hat sich bei uns mittlerweile das Courtyard Page at Lake Powell als Lieblingshotel in Page herauskristallisiert. Es liegt verkehrsgünstig aber doch ruhig, hat einen tollen Pool und zahlreiche Sitzgelegenheiten im Außenbereich, um die langen Sommerabende zu genießen.

Tipps für Fotografen

Die Farben der Felsen wirken besonders lebendig während der „goldenen Stunden“ bei Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang.
Nutze ein Makro-Objektiv für Nahaufnahmen der einzigartigen Sandsteinmuster.
Ein Weitwinkelobjektiv hilft, die dramatische Landschaft einzufangen.

Die beste Reisezeit für Coyote Buttes South

Im Frühling (März–Mai) sind die Temperaturen mild (15–25°C). Die Wüstenflora kann blühen, was die Landschaft besonders reizvoll macht.

Der Sommer (Juni bis August) kann sehr heiß werden, mit Temperaturen über 35°C, was Wanderungen sehr anstrengend macht. Starte sehr früh morgens und sei gut vorbereitet.
Gewitter sind möglich, was den Zugang durch sandige Straßen erschweren kann.

Der Herbst (September – November) bietet ideale, gemäßigte Temperaturen am Tag. Dazu klare Luft und schönes, weiches Licht für Fotos.
Die Wahrscheinlichkeit für extreme Hitze ist gering, aber im November kann es nachts bereits frieren.

Im Winter (Dezember bis Februar) sind die Nächte kalt, tagsüber ist es oft 5–15°C. Schnee ist selten, kann aber die Straßen unpassierbar machen.
Der Winter kann eine großartige Zeit für Einsamkeit und klare Luft sein, aber die Zugänglichkeit hängt stark vom Wetter ab.

Fazit

Die Coyote Buttes South sind ein Geheimtipp für alle, die abseits der Massen eine der schönsten und farbenprächtigsten Wüstenlandschaften der USA erleben möchten. Die Mühe um das Permit und die schwierige Anfahrt werden mit einem unvergleichlichen Naturerlebnis belohnt.

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