Madeira: Der blühende Garten im Atlantik
Dein Madeira-Reiseführer mit 1- und 2-Wochen-Plan
Stell dir vor, du stehst auf dem Gipfel des Pico do Arieiro, während die ersten Sonnenstrahlen das endlose Wolkenmeer unter dir in ein glühendes Orange tauchen. Die kühle Bergluft riecht nach Freiheit, und das einzige Geräusch ist das ferne Rauschen des Windes in den zerklüfteten Felswänden.
Doch machen wir uns nichts vor: Die Realität auf Madeira ist selten perfekt planbar. Nur allzu oft stehst du genau hier oben statt im Sonnenschein in einer dichten, mystischen Nebelsuppe, während dir der Wind den Nieselregen ins Gesicht peitscht. Madeira ist kein retuschiertes Postkartenmotiv – die Insel lebt von ihrer Unberechenbarkeit. Während im Süden die Sonne brennt, kann dich an den Klippen des Nordens ein herbstlicher Sturm empfangen, und nur eine halbe Autostunde weiter wanderst du durch dichten, feuchtwarmen Urwald.
Genau diese Dynamik macht den wilden, grünen Smaragd im Atlantik so faszinierend. Sie fordert dich heraus, flexibel zu bleiben, belohnt dich aber im nächsten Moment mit einer dramatischen Steilküste, den mystischen Lorbeerwäldern und einer Energie, die man nur hier findet. Ob du durch die engen Gassen von Funchal schlenderst, den Adrenalinkick beim Canyoning suchst oder an den legendären Levadas entlangwanderst: Madeira fordert deine Sinne und schenkt dir Momente, die du nie wieder vergessen wirst. Begleite uns auf eine Reise zu einem Ort, der dich lehrt, was es heißt, wirklich im Einklang mit den Launen der Natur zu sein.
Quick-Facts & Beste Reisezeit
Lage & Region: Autonome Region Portugals; Inselgruppe im Nordatlantik
Einwohner: Ca. 250.000 (auf der Hauptinsel Madeira)
Sprache: Portugiesisch (Englisch ist weit verbreitet)
Währung: Euro (€)
Beste Reisezeit: Ganzjährig; der Mai ist durch das Blumenfest (Festa da Flor) und die volle Blütezeit der absolute Höhepunkt für Fotografen.
Anreise: Flug nach Funchal (FNC); ca. 4 Stunden Flugzeit.
Preisniveau: Moderat; exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis bei lokalen Speisen.
Unser Vibe-Check: Majestätisch, grün und abwechslungsreich. Während der Süden „Urlaub“ ist, ist der Norden „Abenteuer“.
3 Dinge, die unbedingt in den Koffer müssen:
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Zwiebel-Look: Das Wetter in den Bergen unterscheidet sich massiv von der Küste.
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Wanderschuhe mit Grip: Die Levada-Pfade können feucht sein.
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Stirnlampe: Unverzichtbar für die Tunnel auf den Wanderwegen.
Die Top Highlights
Pico do Arieiro: Über den Wolken
Der unbestrittene Star ist der Gipfel auf 1.818 Metern. Von hier aus startet die berühmte Wanderung zum Pico Ruivo. Doch auch ohne lange Tour bietet die Aussichtsplattform Miradouro do Juncal einen Panorama-Blick, der seinesgleichen sucht. Wenn du Glück hast, siehst du bei klarer Sicht sogar die Nachbarinsel Porto Santo am Horizont glitzern.
Unser Tipp: Komm unbedingt zum Sonnenaufgang hierher. Wenn die ersten Sonnenstrahlen das Wolkenmeer unter dir in Gold tauchen, spürst du die wahre Magie Madeiras. Es ist zwar früh und meist empfindlich kalt, aber das Lichtspiel ist jede verschlafene Minute wert.
Sei flexibel und check die Webcams: Die „Netmadeira“-Webcams sind dein bester Freund. Wenn die Wolken den Berg komplett verhüllen, kannst du zwar immer noch wandern, aber vom berühmten Panorama siehst du wenig. Ein kurzer Check am Morgen spart dir die Enttäuschung im Nebel.
Die Straße zum Pico do Arieiro ist gut ausgebaut, aber sehr kurvig. Achte darauf, frühzeitig loszufahren, da die Parkplätze pünktlich zum Sonnenaufgang oft besetzt sind. Oben gibt es ein Besucherzentrum und Toiletten. Da das Wetter in den Bergen Madeiras minütlich umschlagen kann, solltest du auch bei strahlendem Sonnenschein an der Küste immer eine Jacke dabei haben.
🥾 Wander-Check: Pico Ruivo (Über den Wolken)
Der höchste Punkt der Insel bietet dir ein 360°-Panorama, das man normalerweise nur aus dem Flugzeugfenster sieht. Ein absolutes Muss für jeden Madeira-Besucher.
Fanal: Der verwunschene Lorbeerwald
Ein Ort wie aus einem Märchen. An klaren Tagen ist es hier oben einfach nur wunderschön. Aber wenn der dichte Nebel durch die uralten, knorrigen Lorbeerbäume zieht, verwandelt sich der Posto Florestal do Fanal in eine mystische Kulisse. Dann hörst du bis auf das ferne Läuten der Glocken der dort frei weidenden Kühe kaum etwas.
Unser Tipp: Stell dich darauf ein, dass du die Stille oft mit Fotobegeisterten teilst. Für viele von ihnen dient der Wald häufig nur als imposante Kulisse, wenn sie sich selbst in ihren fließenden Kleidern kunstvoll in Szene setzen. Ein kleiner Slalom um die Kameras und „Models“ gehört am Fanal mittlerweile fast genauso dazu wie der Nebel selbst.
Cabo Girão: Der Blick in den Abgrund
Auf einer der höchsten Steilklippen Europas stehst du auf einer Glasplattform 580 Meter über dem Meer. Der Blick senkrecht nach unten auf die Brandung und die kleinen Terrassenfelder (Fajãs) ist Nervenkitzel pur.
Ponta de São Lourenço
Die trockene Ostspitze der Insel. Hier triffst du auf dramatische Steilküsten und vulkanisches Gestein, das im Kontrast zum tiefblauen Ozean steht.
Porto Moniz: Baden in erstarrter Lava
Die natürlichen Meeresschwimmbecken aus schwarzem Vulkangestein sind ein absolutes Muss. Hier schwimmst du im klaren Atlantikwasser, während die Wellen gegen die äußeren Felswände peitschen – ein sicheres, aber wildes Badeerlebnis. Du hast dabei die Wahl zwischen zwei Varianten: Es gibt die naturbelassenen Pools (Piscinas Naturais Velhas), die du kostenlos nutzen kannst. Alternativ bieten die befestigten Piscinas Naturais do Porto Moniz gegen einen kleinen Obolus eine vollständige Infrastruktur mit Umkleiden und Lifeguards – unser Tipp für ein entspanntes Schwimmen mit extra Sicherheit.
Funchal: Wo Kolonialcharme auf den Duft von Maracujas trifft – Das pulsierende Herz im ewigen Grün
Funchal ist keine typische Hauptstadt. Sie drängt sich nicht auf, sie umarmt dich. Wenn du durch die kopfsteingepflasterten Gassen der Altstadt spazierst, liegt immer ein Hauch von Meeressalz und süßen Früchten in der Luft. Die Stadt schmiegt sich wie ein riesiges Amphitheater an die grünen Berghänge, sodass du fast von jeder Ecke aus den tiefblauen Atlantik glitzern siehst. Hier trifft jahrhundertealte Seefahrergeschichte auf moderne Streetart und eine Gelassenheit, die sofort ansteckt.
Die Top Highlights in Funchal
Mercado dos Lavradores: Das farbenfrohe Spektakel
Sobald du die historische Markthalle betrittst, explodieren die Farben und Düfte. Frauen in traditionellen Trachten verkaufen exotische Blumen, während an den Obstständen Früchte liegen, von denen du wahrscheinlich noch nie gehört hast – wie die Ananas-Maracuja.
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Unser Tipp: Das Probieren an den Ständen macht Spaß, aber kaufe das Obst lieber in kleineren Supermärkten oder Straßenständen abseits der Halle. Auf dem Markt werden oft saftige Touristenpreise verlangt.
Monte Palace Tropical Garden – Fernöstliche Magie über den Wolken
Hoch über der Stadt liegt eine grüne Oase, die dich augenblicklich in eine andere Welt versetzt. Der Monte Palace Tropical Garden ist weit mehr als ein botanischer Garten. Zwischen exotischen Pflanzen aus aller Welt schlängelst du dich durch einen riesigen, detailverliebten chinesischen und japanischen Themenbereich. Rote Pagoden, kunstvolle Steinlaternen und majestätische Buddha-Statuen prägen das Bild. Am Eingang wachen traditionelle chinesische Fu-Hunde – dreh unbedingt die lose Kugel in ihrem Maul, das bringt Glück! Ein absolutes Highlight im Bambuswald ist zudem die faszinierende Nachbildung der berühmten chinesischen Terrakotta-Armee.
Unser Tipp für die Anreise: Am schönsten ist die Fahrt von Funchal hinauf nach Monte mit der Seilbahn (Teleférico do Funchal). Direkt neben der Bergstation befindet sich der Eingang zum Garten. Für den Rückweg ins Stadtzentrum kannst du danach die traditionellen Korbschlitten (Toboggans) nutzen.
Zona Velha: Die open-air Galerie der Altstadt
Die Rua de Santa Maria war einst eine vergessene Gasse, heute ist sie das kreative Zentrum Funchals. Im Zuge des Projekts „Arte de Portas Abertas“ haben lokale Künstler die Haustüren in einzigartige Kunstwerke verwandelt. Abends erwacht das Viertel zum Leben, wenn die Tische der Restaurants auf die Straße gestellt werden.
Barocke Pracht & Historische Schätze: Funchals schönste Kirchen
Funchals Kirchen sind wahre Zeitkapseln. Von außen oft schlicht und von der rauen Atlantikluft gezeichnet, offenbaren sie im Inneren einen überwältigenden Prunk aus Gold, seltenen Hölzern und kunstvollen Kacheln. Diese drei Gotteshäuser solltest du dir auf keinen Fall entgehen lassen:
Sé Catedral – Das gotische Herz der Stadt
Die Kathedrale von Funchal (Sé Catedral) ist das unübersehbare Zentrum der Altstadt und eines der wenigen Bauwerke, die fast unverändert aus der Zeit der Entdeckung Madeiras im späten 15. Jahrhundert erhalten geblieben sind. Während die Fassade aus dunklem Vulkanstein recht puristisch wirkt, ist das Innere ein absolutes Meisterwerk. Blicke unbedingt nach oben: Die Decke ist eine der schönsten Holzschnitzarbeiten Portugals, kunstvoll gefertigt aus einheimischem Sadebaumholz und filigran verzierten Elfenbeineinlagen im maurischen Stil.
Igreja de São João Evangelista – Das goldene Barockwunder
Ehemals Teil des Jesuitenkollegiums, gilt diese Kirche direkt am zentralen Largo do Colégio als eines der prachtvollsten Denkmäler des 17. Jahrhunderts in ganz Portugal. Wenn du durch das Portal trittst, wirst du aus dem Staunen kaum herauskommen. Der Innenraum funkelt regelrecht vor vergoldeten Holzschnitzereien (Talha Dourada), die im harmonischen Kontrast zu den riesigen Wänden aus blau-weißen Azulejos stehen. Vergiss nicht, die Kapelle der Elflausend Jungfrauen zu suchen – sie ist ein Paradebeispiel für die überbordende Pracht des portugiesischen Barocks.
Igreja de Nossa Senhora do Monte – Die geschichtsträchtige Wallfahrtskirche
Hoch über den Hängen der Stadt, im Ortsteil Monte, thront die markante Igreja de Nossa Senhora do Monte. Sie ist der wichtigste Wallfahrtsort der Insel und schon der Aufstieg über die breite Freitreppe ist ein Erlebnis. Neben der silbernen Statue der Schutzpatronin Madeiras birgt die Kirche ein skurriles Stück europäischer Geschichte: Im linken Seitenschiff befindet sich das Grab von Karl I., dem letzten Kaiser von Österreich-Ungarn, der nach dem Ersten Weltkrieg ins Exil nach Madeira geschickt wurde und hier verstarb.
Unser Tipp: Wenn du die Kirche von Monte besuchst, verbinde dies direkt mit dem Rundgang im Monte Palace Tropical Garden, der nur wenige Schritte entfernt liegt. Setze dich danach auf die Stufen vor der Kirche und genieße den vielleicht schönsten, kostenlosen Panoramablick über die gesamte Bucht von Funchal, bevor du dich mit dem Korbschlitten auf den Rückweg ins Zentrum machst.
🎬 Movie-Check: Madeira als Star-Wars-Kulisse
Wusstest du, dass Madeira Schauplatz für die Serie "The Acolyte" war? Die Insel verwandelte sich in gleich vier verschiedene Planeten der weit, weit entfernten Galaxis.
• Fanal-Wald (Planet Khofar): Die mystischen Lorbeerbäume dienten als dichte Waldkulisse für den Weg der Jedi zum Unterschlupf des Wookiee-Jedi Kelnacca.
• Ribeira da Janela & Porto Moniz (Unknown Planet): Die bizarren Felsnadeln im Meer und die schwarzen Lava-Pools wurden zur Heimat des geheimnisvollen "Strangers". Der Tunnel am Strand von Ribeira da Janela diente dabei als Höhleneingang.
• Seixal & Poça das Lesmas (Unknown Planet): Die schwarzen Sandstrände und vulkanischen Felsformationen rund um Seixal boten die perfekte, fremdartige Küstenlandschaft für die Serie.
• Ponta de São Lourenço & Caniçal (Planet Ueda): Die trockene, baumlose Halbinsel im Osten bildete den schroffen Kontrast zu den grünen Wäldern und stellte eine ganz eigene Welt dar.
unser Tipp für dich: Wenn du diese Orte besuchst, achte auf die Details – oft wurden kaum CGI-Effekte benötigt, da Madeiras Natur bereits wie von einem anderen Stern wirkt.
Kulinarische Entdeckungen in Funchal
In Funchal schlägt das kulinarische Herz der Insel besonders laut. Du solltest den Tag unbedingt mit einem Bica (dem portugiesischen Espresso) und einem Pastel de Nata in einem der kleinen Cafés an der Praça do Município beginnen.
Für den Abend zieht es dich in die Altstadt: Probier hier den typischen Espada com Banana – den Tiefseedegenfisch, der traditionell mit gebratener Banane serviert wird. Was im ersten Moment exotisch klingt, schmeckt fantastisch cremig und frisch. Zum Abschluss des Tages führt kein Weg an einer Weinverkostung vorbei. In den geschichtsträchtigen Kellern von Blandy’s Wine Lodge direkt im Zentrum kannst du dich durch die verschiedenen Altersstufen und Süßegrade des weltberühmten Madeira-Weins probieren.
Weitere Spezialitäten
Du solltest unbedingt Espetada probieren – Rindfleischwürfel, die traditionell auf Lorbeerspießen über offenem Feuer gegrillt werden. Falls du kein Rindfleisch magst: In den meisten Restaurants wird alternativ zum Rindfleisch- auch ein Geflügel- oder Schweinefleischspieß angeboten.
Dazu passt Bolo do Caco, ein warmes Fladenbrot mit Knoblauchbutter.
Als „Erfrischung“ dient der legendäre Poncha, ein Mix aus Zuckerrohrschnaps, Honig und frischem Zitronensaft.
Insider Tipps und Nachbarschaften
Jardim do Mar & Paul do Mar
Zwei malerische Dörfer im Südwesten, bekannt für ihre entspannte Surfer-Atmosphäre und die schönsten Sonnenuntergänge der Insel.
Santana
Santana ist einer dieser Orte, die auf den ersten Blick wie ein Museum wirken, aber eine faszinierende Geschichte von Anpassung und Überlebenswillen erzählen. Früher gab es diese Häuser auf der ganzen Insel, doch in Santana haben sie am längsten überlebt, weil die Region lange Zeit sehr isoliert war.
Die markante Form der Häuser ist kein Zufall und auch kein rein ästhetisches Statement. Die steilen, strohgedeckten Dächer bis zum Boden waren die Antwort der Vorfahren auf das feuchte Klima im Norden Madeiras. Regenwasser kann so blitzschnell ablaufen, ohne dass die Feuchtigkeit ins Innere dringt. Das Stroh selbst diente als perfekte Isolierung – es hielt die Räume im Sommer kühl und im Winter warm.
Alle 4 bis 5 Jahre muss das Stroh (Colmo) komplett erneuert werden. Wenn du durch Santana spazierst, achte mal auf die Farbe des Strohs:
Goldgelb: Das Dach ist ganz frisch gedeckt.
Dunkelgrau/Schwarz: Das Dach trotzt schon seit ein paar Jahren dem atlantischen Wetter.
Das „Geheimnis“ der Farben
Hast du dich gefragt, warum fast alle Häuser in den gleichen Farben – Rot, Blau und Weiß – leuchten? Diese Farben waren früher schlichtweg die am leichtesten verfügbaren und günstigsten Pigmente auf der Insel. Heute sind sie das Markenzeichen von Santana und werden mit viel Stolz gepflegt, um das Erbe der Insel lebendig zu halten.
Aktivitäten
Madeira ist ein riesiger Abenteuerspielplatz. Egal, ob du den Adrenalinkick suchst oder die Insel lieber ganz entspannt entdeckst – hier sind unsere Favoriten für dich:
Funchal: Action und Aussichten in der Hauptstadt
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Die legendäre Korbschlittenfahrt (Carreiros do Monte): Das ist wohl das einzigartigste Erlebnis in Funchal. Du setzt dich in einen geflochtenen Korbschlitten und wirst von zwei „Carreiros“ in traditioneller weißer Tracht und Strohhut mit rasanter Geschwindigkeit die steilen Straßen von Monte hinunter nach Livramento gesteuert.Gebremst wird mit den Gummisohlen ihrer Schuhe – ein Riesenspaß!
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Whale & Dolphin Watching: Vom Hafen in Funchal aus starten täglich Boote. Das Besondere: Madeira hat keine festen „Saisons“ dafür, da viele Arten hier heimisch sind. Die Wahrscheinlichkeit, Delfine oder Pilotwale zu sehen,ist relativ hoch.
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Mit der Seilbahn über die Dächer: Die Fahrt von der Uferpromenade hinauf nach Monte bietet dir die beste Perspektive auf das „Amphitheater“ von Funchal. Du schwebst über die Häuser und Gärten hinweg direkt in die kühlen Berge.
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Streetart-Tour in der Zona Velha: Nimm dir eine Stunde Zeit, um ganz bewusst durch die Rua de Santa Maria zu schlendern. Jede Tür erzählt eine andere Geschichte – ein Paradies für Hobbyfotografen.
Übriges Madeira: Natur pur und Adrenalin
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Wandern an den Levadas: Das ist das absolute Markenzeichen Madeiras. Folge den schmalen Pfaden entlang der historischen Wasserkanäle.
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Unser Tipp für Einsteiger: Die Levada do Caldeirão Verde führt dich durch Tunnel und unter Wasserfällen hindurch in einen grünen Kessel mit einem gigantischen Wasserfall.
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🌿 Wander-Check: Caldeirão Verde (Der grüne Kessel)
Tauche ein in das UNESCO-Weltnaturerbe. Diese Wanderung führt dich entlang einer schmalen Levada tief in den urzeitlichen Lorbeerwald bis zu einem gigantischen Wasserfall.
🌿 Unser Wander-Quick-Check: Madeiras Levadas genießen
Wandern auf Madeira bedeutet oft, den historischen Wasserkanälen (Levadas) zu folgen. Das ist meist entspannt, erfordert aber Vorbereitung auf Tunnel und nasse Pfade. Hier sind unsere Favoriten:
Zwei Kanäle auf unterschiedlichen Ebenen, die du perfekt kombinieren kannst. Der Weg führt spektakulär hinter einem Wasserfall entlang.
unser Tipp: Diese Tour ist 2026 noch ein echter Geheimtipp und oft weniger überlaufen als die großen Klassiker. Startet in Lombada da Ponta do Sol!
Einer der berühmtesten Wege, der an einer Wand aus 25 kleinen Quellen endet. Mystisch, grün und absolut fotogen.
Ehrlicher Rat: Hier ist es oft voll. Nutzt das neue SIMplifica-Portal für euer Zeitfenster und startet so früh wie möglich (vor 9:00 Uhr), um den Touristenbussen zu entgehen.
Ein Weg wie aus "Jurassic Park". Er führt tief in den Lorbeerwald hinein zu einem riesigen, grünen Kessel mit Wasserfall.
Ausrüstungs-Tipp: Hier gibt es mehrere lange Tunnel. Ohne Stirnlampe (oder Handy-Licht) wird es stockfinster und die Decken sind teils sehr niedrig!
Keine echte Wanderung, sondern ein kurzer, ebener Weg von ca. 20 Minuten zu einem der schönsten Aussichtspunkte der Insel.
Foto-Tipp: An der Aussichtsplattform kommen oft Buchfinken direkt auf die Hand. Halte deine Kamera bereit – die Vögel sind perfekte Motive!
🏔️ Gipfel-Check: Madeiras Panorama ohne Überforderung
Die Veredas führen dich hoch über die Wolken oder direkt an die Abbruchkanten der Steilküste. Hier sind Trittsicherheit und eine gute Selbsteinschätzung gefragt:
Die Königstour zwischen den höchsten Gipfeln. Atemberaubend, aber durch tausende Stufen extrem fordernd für die Knie.
Fakten: ca. 11 km (Hin & Zurück) | Dauer: 5-6 Std. | Fitness: Hoch
bestagetravel-Tipp: Du musst nicht den ganzen Weg gehen! Wanderst du nur die ersten 1,5 km bis zum Aussichtspunkt "Ninho da Manta", erlebst du das volle Panorama bei deutlich geringerer Belastung.
Die trockene Ostspitze der Insel. Ein ständiges Auf und Ab auf vulkanischem Gestein ohne Schatten.
Fakten: ca. 7,5 km (Rundweg) | Dauer: 3-4 Std. | Fitness: Mittel
Ehrlicher Rat: Der Wind hier kann sehr kräftezehrend sein. Wenn die Kondition nachlässt: Es gibt am Ende des Weges (nahe dem Casa do Sardinha) oft ein Boot-Taxi, das dich gemütlich zurück zum Startpunkt bringt!
Wandern durch den mystischen Lorbeerwald auf der Hochebene. Meist weicher Boden, aber bei Nässe sehr rutschig.
Fakten: ca. 10 km (Punkt-zu-Punkt) | Dauer: 4 Std. | Fitness: Mittel
Genuss-Tipp: Viele BestAger genießen Fanal am liebsten ganz ohne Kilometerdruck. Parke direkt am "Posto Florestal Fanal" und spaziere einfach zwischen den uralten Bäumen umher – die Fotomotive sind dort am schönsten.
Ein spektakulärer Pfad hoch über dem Meer zwischen Machico und Porto da Cruz.
Fakten: ca. 12 km | Dauer: 4-5 Std. | Fitness: Mittel (aber schwindelfrei!)
Unser Rat: Dieser Weg ist fantastisch, aber an einigen Stellen sehr ausgesetzt. Wer unter Höhenangst leidet, sollte hier vorsichtig sein. Für alle anderen: Die Aussicht auf den Adlerfelsen ist unbezahlbar.
Weitere Aktivitäten
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Canyoning für Abenteurer: Wenn du es wilder magst, solltest du dich in die Schluchten stürzen. Madeira gilt als eines der besten Canyoning-Reviere der Welt. Du seilst dich an Wasserfällen ab und springst in kristallklare Gumpen.
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Sonnenuntergang am Pico do Arieiro: Auch wenn du (wie wir) nicht für den Sonnenaufgang aufstehen willst: Zum Sonnenuntergang ist es oben auf 1.818 Metern genauso magisch. Wenn die Tagestouristen weg sind, gehört die Stille der Bergwelt fast dir allein.
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Offroad-Jeep-Safaris: Viele Orte auf Madeira sind selbst mit einem guten Mietwagen schwer zu erreichen. Eine geführte Jeep-Tour bringt dich über steile Schotterpisten zu versteckten Aussichtspunkten im Nordwesten oder ins Nonnental (Curral das Freiras).
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Surfen in Jardim do Mar oder Paúl do Mar: Für Wellenreiter sind die Dörfer im Südwesten der Place-to-be. Hier schlagen kräftige Atlantikwellen auf die Küste – eher etwas für Fortgeschrittene, aber auch zum Zuschauen vom Ufer aus absolut spektakulär.
Unser Tipp für alle Aktivitäten:
Egal was du vorhast: Die Wetter-App „Madeira Weather“ oder die Webcams von Netmadeira sind deine besten Freunde. Da die Insel so viele Mikroklimata hat, kann es in Funchal strahlend sonnig sein, während es in den Bergen stürmt. Ein kurzer Blick auf die Webcams spart dir oft unnötige Fahrten!
Veranstaltungen
Praktische Reiseinformationen
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Mietwagen: Ein absolutes Muss, um flexibel zu sein. Achtung: Die Straßen sind oft extrem steil und kurvig. Ein Automatikwagen kann hier Nerven sparen.
Wo kann man auf Madeira übernachten?
Madeira ist nicht riesig, aber von Funchal nach Porto Moniz sind es ca. 50 km für die du 55 Minuten einrechnen musst. Je nachdem, wie lange du bleiben willst, kann es Sinn machen, 2 verschiedene Locations für deine Übernachtungen zu wählen und einmal zwischendrin „umzuziehen“. Für den Fall sind beispielsweise Seixal im Norden und Ponta do Sol im Süden zwei tolle Standorte. Wenn du von einem Standort die Insel erkunden willst, ist Ponta do Sol eine gute Wahl.
Dort können wir das Escarpa – The Madeira Hideaway sehr empfehlen. Es liegt ruhig, bietet einem tollen Blick aufs Meer und das Frühstück ist fantastisch.
In Seixal ist das Haus Cantinho da Portada ein Tipp. Als Selbstversorger bekommt man natürlich kein Frühstück angeboten, aber der nächste Continente in São Vicente ist nur 10 Minuten entfernt.
FAQ
Brauche ich ein Auto auf Madeira?
Ja, für die volle Flexibilität und um die versteckten Highlights im Norden zu erreichen, ist ein Mietwagen absolut empfehlenswert.
Ist Madeira eine Badeinsel?
Nicht im klassischen Sinne mit langen Sandstränden. Madeira besticht durch Felsbuchten, Naturpools und einige künstlich angelegte Sandstrände (z.B. in Calheta).
Wie sicher sind die Wanderungen?
Die Levadas sind gut erschlossen, aber Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind oft erforderlich. Taschenlampen für die Tunnel nicht vergessen!
Brauche ich für Madeira ein Visum?
Nein, als EU-Bürger reicht der Personalausweis.
Wann ist die beste Zeit für Fotos am Pico do Arieiro?
Definitiv zum Sonnenaufgang, wenn das Licht die Wolken unter dir golden färbt.






































