Bern Insider-Tipps für die entspannte Bundesstadt voller Sandstein-Charme und Aare-Flussglück

Zytglogge & Bärengraben: Top-Highlights und unser 1-3 Tages-Plan durch die Lauben der Altstadt

Willkommen in der wohl entspanntesten Hauptstadt der Welt! Während in anderen Metropolen Hektik den Takt angibt, scheint in Bern die Zeit ein wenig langsamer zu ticken. Die historische Altstadt, die majestätisch in einer Schleife der azurblauen Aare thront, gehört nicht ohne Grund zum UNESCO-Welterbe. In diesem Bern Reiseführer zeigen wir dir, wie du den perfekten Mix aus politischem Herzschlag, mittelalterlicher Geschichte und dem einzigartigen Lebensgefühl am Wasser erlebst. Pack die Badesachen und die Kamera ein – Bern wird dich mit seiner gelassenen Art sofort in den Bann ziehen.

Welcome to our blog! While the full article is in German, here are the key takeaways for your Bern adventure.

Must-See Highlights

  • Federal Palace (Bundeshaus): The heart of Swiss democracy with its impressive dome.

  • Zytglogge: The medieval clock tower with its famous mechanical figure performance.

  • Bern Minster: Switzerland’s highest church tower offering stunning views of the Alps.

  • Bear Park: Home to Bern’s heraldic animals in a spacious park along the river.

Suggested Itineraries: 1, 2, or 3 Days

1 Day: Wander through the Old Town’s arcades, see the Zytglogge (Clock Tower) performance, and visit the Bern Cathedral. Don’t miss the Bear Pit (BärenPark) and enjoy the view of the Aare loop from the Rose Garden.

2 Days: Visit the Einstein House, where the genius lived when he developed the Theory of Relativity. Spend the afternoon at the Zentrum Paul Klee to admire the art and the wave-like architecture by Renzo Piano.

3 Days: Take the funicular up the Gurten, Bern’s local mountain, for a hike and Alpine views. If you are feeling adventurous, join the locals for a swim in the fast-flowing Aare river (for experienced swimmers only!) or visit the Federal Palace (Bundeshaus).

Best Time

  • Summer: For the iconic „Aare Swim“ experience.

  • November: For the traditional „Zibelemärit“ (Onion Market).

Where to Stay

  • For a truly elevated stay, we recommend the Swissôtel Kursaal Bern. This 4-star superior hotel perfectly mirrors the city’s blend of tradition and modernity.
    Located just across the bridge from the Old Town, it offers some of the most breathtaking views over the historic skyline and the distant Bernese Oberland mountains.

How to Get There

  • By Train: Excellent connections from Zurich, Basel, and Geneva directly to the city center.

What to Bring

  • Dry Bag (Aaresack): Essential for keeping your belongings dry while floating down the river.

  • A Universal Adapter: Switzerland uses type J plugs, which differ from the standard EU/UK/US versions.

Cultural Pro Tips

  • Slow Down: Bern is famous for its relaxed pace. Don’t rush; enjoy a long coffee in one of the vaulted cellar cafés.

  • Bern Ticket: Your hotel stay includes free public transport—don’t forget to activate it on your phone!

Quick-Facts & Beste Reisezeit

  • Lage & Region: Westschweiz, Hauptstadt der Schweiz und des Kantons Bern. Die Altstadt liegt in einer Aareschleife.

  • Einwohner: Ca. 135.000 (in der Agglomeration rund 400.000).

  • Sprache: Schweizerdeutsch (Berndeutsch). Hochdeutsch ist überall üblich, ebenso sehr gutes Englisch.

  • Währung: Schweizer Franken (CHF). Kartenzahlung ist absolut Standard und fast überall möglich.

  • Beste Reisezeit: Mai bis September für den Sprung in die Aare und das Leben unter den Arkaden. Im Dezember ist der Weihnachtsmarkt auf dem Münsterplatz sehr stimmungsvoll.

  • Anreise: Bern hat einen kleinen Flughafen (BRN), der oft über München oder Frankfurt angeflogen wird. Die beste Anreise erfolgt jedoch per Bahn; der Hauptbahnhof ist zentral gelegen und exzellent an das internationale Netz angebunden.

  • Preisniveau: Sehr gehoben (Schweizer Niveau). Bern ist jedoch meist einen Tick günstiger als Zürich oder Genf.

  • Unser Vibe-Check: Eine entspannte, historische Bundesstadt mit UNESCO-Weltkulturerbe-Altstadt, einer ganz besonderen Aare-Liebe und einer charmanten, politischen Atmosphäre.

  • 3 Dinge, die in den Koffer müssen:

    • Wasserdichter Packsack („Aaresack“): Wenn du im Sommer wie die Einheimischen in der Aare schwimmen möchtest.

    • Bequeme Schuhe: Die Altstadt besteht fast komplett aus Kopfsteinpflaster.

    • Regenschirm: Bern ist bekannt für seine Arkaden (überdachte Gehwege), aber ein Schirm schadet nie.

Nachfolgend haben wir unsere Übernachtungstipps sowie wir einige Karten- und Aktivitäten-Highlights für dich zusammengestellt. Über „Aktivitäten suchen“ weiter unten kommst du zum aktuellen Gesamtangebot von GetYourGuide für Bern. Wir bedanken uns jetzt schon sehr herzlich dafür, dass du über uns buchst. Du zahlst nicht mehr, aber wir bekommen eine Provision, die uns hilft, diesen Blog zu betreiben.

Übernachtung

Das Swissôtel Kursaal Bern verfügt über eine ausgezeichnete Lage.

Es gibt auch noch viele andere Hotels in Bern.

Karten und Pässe

2-stündiger Rundgang mit einem ortskundigen Guide

Zytglogge – Rundgang durch den Zeitglockenturm

Die Top-Highlights

Die Altstadt

Die Berner Altstadt ist ein einzigartiges architektonisches Juwel, das seit 1983 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Sie zeichnet sich durch ihre geschlossene mittelalterliche Bauweise, die einzigartige Topographie und eine Fülle historischer Details aus.

Die Altstadt liegt auf einer langgezogenen Halbinsel, die von der Aare umflossen wird. Diese natürliche Barriere schützte die Stadt über Jahrhunderte und prägte ihr organisches Wachstum.

Das auffälligste Merkmal der Altstadt sind die sechs Kilometer langen Arkadengänge, die „Lauben“. Diese überdachten Gehwege stammen aus der Zeit nach dem großen Stadtbrand von 1405 und dienten dazu, die Ladenfronten zu schützen. Heute beherbergen sie eine Fülle von Boutiquen, Cafés und Restaurants.

Die meisten Gebäude wurden nach dem Brand von 1405 aus Berner Sandstein wiederaufgebaut. Dieser Baustoff verleiht der Altstadt ihren charakteristischen goldenen bis grauen Farbton und eine einheitliche Optik.

Die wichtigsten Straßen, in denen Sie die Lauben zu finden sind, sind Gerechtigkeitsgasse, Kramgasse, Marktgasse, Spitalgasse und Neuengasse.

Von den über 100 Brunnen in der Altstadt sind elf mit aufwendigen, farbenfrohen Renaissance-Statuen verziert, die mythologische Figuren oder historische Persönlichkeiten darstellen.

Zytglogge (Zeitglockenturm)

Der Zytglogge, auch bekannt als Zeitglockenturm, ist das unumstrittene Wahrzeichen von Bern und ein Meisterwerk mittelalterlicher Uhrentechnik. Als einer der ältesten und imposantesten Türme der Stadt erzählt er eine lange und bewegte Geschichte. Er wurde zwischen 1218 und 1220 erbaut und diente ursprünglich als westliches Stadttor und Wachturm. Er markierte die Grenze der ersten Stadterweiterung.

Beim verheerenden Brand von 1405 wurde der Turm beschädigt und in der Folge wieder aufgebaut. Nach weiteren Verwendungen als Gefängnis, Glockenturm und Wachturm wurde er ab 1530 zur öffentlichen Hauptuhr der Stadt. Dabei ist die Uhr nicht nur ein Zeitmesser, sondern auch ein Kalendarium und ein astronomisches Modell, das die Position von Sonne, Mond und Tierkreiszeichen anzeigt.

Fünf Minuten vor jeder vollen Stunde beginnt das berühmte Figurenspiel. Der Hahn kräht, der Bär dreht sich im Kreis, und die Figuren des Narren und des Chronos (Zeitgott) treten in Erscheinung. Am Ende dreht sich Chronos‘ Stundenglas um, und der Zytglogge schlägt die volle Stunde.

Der Turm wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgestaltet, insbesondere nach den Bränden und Umbauten. Die heutige spätgotische Erscheinung mit den grünen Zifferblättern und dem goldenen Hahn stammt hauptsächlich aus dem 16. Jahrhundert.

Berner Münster

Das Berner Münster ist die größte und wichtigste spätmittelalterliche Kirche der Schweiz und ein herausragendes Beispiel der Spätgotik. Als markantes Wahrzeichen der Stadt prägt es die Silhouette von Bern und gehört zusammen mit der Altstadt zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Der Bau des Münsters begann 1421. Das Projekt wurde von der Stadt Bern und dem Deutschen Orden in Auftrag gegeben, um die wachsende Macht und Bedeutung des Stadtstaates widerzuspiegeln. Der Bau zog sich über mehrere Jahrhunderte hin. Der Hauptbau war im 16. Jahrhundert weitgehend abgeschlossen, der Turm jedoch blieb unvollendet.

Im Jahr 1528 wurde die Reformation in Bern eingeführt. Die Bauarbeiten am Münster wurden gestoppt und die Kirche diente fortan als reformierte Predigtkirche. Viele der ursprünglichen Kapellen im Inneren wurden umgestaltet oder entfernt. Der Kirchturm wurde erst viel später, in den Jahren 1889 bis 1893, im neugotischen Stil fertiggestellt. Er erreichte seine heutige Höhe von 100,6 Metern.

Das Hauptportal im Westen ist ein Meisterwerk der Bildhauerei. Es ist mit 198 Figuren geschmückt, die das Jüngste Gericht darstellen. Dieses Kunstwerk, das die Erlösung und Verdammnis der Seelen in detailreichen Szenen zeigt, ist eines der bedeutendsten seiner Art in Europa.

Im Inneren des Münsters befinden sich wunderschöne Buntglasfenster aus dem 15. Jahrhundert, die biblische Szenen und Wappen darstellen. Besonders beeindruckend ist das sogenannte „Fenster des Gerichts“.

Der Turm ist die Hauptattraktion für viele Besucher. Wer die 344 Stufen bis zur Aussichtsplattform erklimmt, wird mit einem atemberaubenden 360-Grad-Blick über die Berner Altstadt, die Aareschleife und bei klarem Wetter sogar bis zu den majestätischen Gipfeln der Berner Alpen belohnt.

Die Top Highlight

Bundeshaus

Das Bundeshaus ist nicht nur der Sitz der Schweizer Regierung und des Parlaments, sondern auch ein beeindruckendes architektonisches Symbol der Eidgenossenschaft.

Das Gebäude wurde zwischen 1894 und 1902 nach den Plänen des Architekten Hans Wilhelm Auer im Stil des Historismus, genauer gesagt der Neorenaissance, erbaut. Der symmetrische Gebäudekomplex ist über 300 Meter lang und gilt als eines der bedeutendsten historistischen Bauwerke der Schweiz. Das gesamte Gebäude ist eine allegorische Darstellung der Schweiz. Der Bauherr legte großen Wert darauf, dass ausschließlich Materialien aus der Schweiz verwendet und Schweizer Handwerker beauftragt wurden, um die Einheit und Vielfalt des Landes zu demonstrieren.

Der Haupttrakt mit der markanten Kuppel verbindet die beiden Parlamentsflügel: den Nationalrat (die große Kammer) und den Ständerat (die kleine Kammer).

Unter der zentralen Kuppel befindet sich die imposante Kuppelhalle. Die Decke ist mit dem Bundeswappen verziert, das von den Wappen aller 26 Kantone umgeben ist. Die Wappen der 26 Kantone sind ebenfalls auf einem Fries im Saal des Nationalrats angeordnet.

Bundesplatz

Vor dem Hauptgebäude liegt der Bundesplatz. Er ist ein lebendiger Treffpunkt und wird für verschiedene Veranstaltungen genutzt. Besonders bekannt ist das Wasserspiel mit 26 Fontänen, die die 26 Kantone der Schweiz symbolisieren.

Im Herbst verwandelt sich der Platz in eine spektakuläre Bühne für die alljährliche Lichtshow „Rendez-vous Bundesplatz“, bei der die Fassade des Bundeshauses durch Projektionen und Musik zum Leben erweckt wird.

Bundesterrasse

Das Panorama, das sich bei klarem Wetter vom südlichen Ende der Terrasse aus bietet, ist atemberaubend. Es erstreckt sich über die gesamte Aare-Ebene, die bei Nebel oft nur als „Nebelmeer“ erscheint, während die Gipfel der Alpen wie Inseln daraus emporragen.

Der Blick verläuft von Westen nach Osten und umfasst die majestätischen Gipfel des Berner Oberlands. Links, im östlichen Teil des Panoramas, erheben sich Eiger, Mönch und Jungfrau als dominante, schneebedeckte Dreiergruppe. Ihre markanten Silhouetten sind klar zu erkennen:

Der Eiger (3.970 m) mit seiner berühmten steilen Nordwand.
Der Mönch (4.110 m), der in der Mitte liegt und oft von Wolken umhüllt ist.
Die Jungfrau (4.158 m), die als „Königin“ der Gruppe gilt.

Besonders bei Sonnenuntergang, wenn die Gipfel in ein warmes, goldenes Licht getaucht werden, ist dieser Anblick atemberaubend.

Kornhaus und Kornhauskeller

Das historische Kornhaus, am gleichnamigen Kornhausplatz gelegen, ist ein beeindruckendes Barockgebäude, das im Laufe seiner Geschichte eine bemerkenswerte Wandlung vollzogen hat. Von einem städtischen Speicherhaus entwickelte es sich zu einem lebendigen Kulturzentrum.

Es wurde zwischen 1711 und 1718 aus Berner Sandstein erbaut. Wie der Name schon sagt, diente es der Stadt als zentraler Korn- und Weinspeicher. Das Erdgeschoss war als offene Halle konzipiert und fungierte als Marktplatz, während in den oberen Stockwerken Getreide gelagert wurde. Im Keller, der heute als Kornhauskeller bekannt ist, lagerten Weinfässer. Mit dem Ende des alten Berner Stadtstaates im Jahr 1798 verlor das Gebäude seine ursprüngliche Bedeutung. Es wurde vielseitig genutzt, unter anderem als Kaserne, Postamt und sogar als Flüchtlingsunterkunft.

Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Kornhaus grundlegend umgebaut. Es beherbergte das Kantonale Gewerbemuseum und im Erdgeschoss wurde ein Postamt eingerichtet.

Der Keller, auch liebevoll „Chübu“ genannt, wurde Ende des 19. Jahrhunderts zu einem prunkvollen Festlokal ausgebaut. Hier schuf der Maler Rudolf Münger beeindruckende Wandmalereien, die Themen wie Handwerk, Handel und das Alltagsleben der Stadt Bern darstellen.

Heute ist das Kornhaus ein Kulturzentrum mit Restaurant und dem bekannten Kornhauskeller.

Bärenpark

Der Bärenpark ist eine einzigartige und moderne Anlage, die am Ufer der Aare liegt und den Bären, dem Wappentier der Stadt, einen artgerechten Lebensraum bietet. Er ist eine der Hauptattraktionen Berns und eine Weiterentwicklung des historischen Bärengrabens.

Die Tradition der Bärenhaltung in Bern reicht bis ins Mittelalter zurück. Der Bär ist seit der Stadtgründung das Wappentier von Bern. Seit dem 16. Jahrhundert wurden lebende Bären in verschiedenen Anlagen gehalten, bis 1857 der berühmte Bärengraben, eine tiefe, steinerne Grube, eröffnet wurde. Obwohl er über die Jahre modernisiert wurde, entsprach er nicht mehr den heutigen Standards der artgerechten Tierhaltung.

Der Bärenpark erstreckt sich über eine Fläche von 6.000 Quadratmetern entlang des Aareufers und bis in den Hügel hinauf. Die Anlage ist so gestaltet, dass sie den natürlichen Lebensraum der Braunbären nachbildet. Besucherwege und Aussichtsplattformen ermöglichen es den Besuchern, die Bären aus verschiedenen Perspektiven zu beobachten. Der Bärenpark ist ganzjährig und rund um die Uhr kostenlos zugänglich.

Der Bärenpark befindet sich am östlichen Ende der Altstadt, nur wenige Gehminuten vom Berner Münster und dem Rosengarten entfernt. Eine Schrägbahn, auch „BäreBähnli“ genannt, verbindet das obere Ende des Parks mit dem unteren Teil an der Aare. Die Fahrt ist kostenlos und bietet eine einzigartige Perspektive auf die Anlage.

Insider-Tipps & Stadtteile

Hinter der Postkartenidylle der Zytglogge verbirgt sich das wahre Berner Lebensgefühl. Wenn du die touristischen Pfade nur ein kleines Stück verlässt, entdeckst du eine Stadt, die trotz ihres Welterbe-Status herrlich unangepasst geblieben ist.

Das Matte-Quartier: Die Stadt in der Stadt

Tief unten am Aareufer liegt die „Matte“. Früher das Viertel der Handwerker und Schiffer, hat es sich seinen ganz eigenen Charakter bewahrt. Hier fließt das Wasser lauter, die Gassen sind enger und die Stimmung ist fast dörflich.
Unser Tipp: Achte auf die Straßenschilder – einige sind noch in der alten Geheimsprache „Mattenenglisch“ beschriftet. Es ist der perfekte Ort für einen Abendspaziergang fernab der Shoppingmeilen.

Die Länggasse: Wo Bern jung wird

Hinter dem Bahnhof beginnt das Studentenviertel. Die Länggasse versprüht mit ihren Cafés, kleinen Buchläden und Altbaufassaden einen charmanten, urbanen Vibe. Hier triffst du die Einheimischen beim Aperitif oder beim Stöbern in inhabergeführten Boutiquen.

Der Rosengarten: Logenplatz über der Aareschleife

Es ist kein Geheimnis, aber ein absolutes Muss: Der Rosengarten. Während sich unten in der Altstadt die Hitze staut, weht hier oben immer eine leichte Brise.
Unser Tipp: Komm zum Sonnenuntergang hierher. Wenn das Licht die roten Ziegeldächer der Altstadt in ein warmes Gold taucht und sich die Aare wie ein türkisfarbenes Band um die Häuser schmiegt, verstehst du sofort, warum wir uns in diese Stadt verliebt haben.

Dein perfekter Aufenthalt: Bern in 1, 2 oder 3 Tagen

1 Tag in Bern: Zytglogge, Bären & Arkaden

An deinem ersten Tag tauchst du tief in das mittelalterliche Herz der Stadt ein, das von der Aareschleife umschlossen wird.

  • Vormittag: Starte am Bahnhof und schlendere durch die oberen Gassen. Bewundere den Zytglogge(Zeitglockenturm) und warte auf das Figurenspiel kurz vor der vollen Stunde. Spaziere weiter unter den berühmten Lauben (Arkaden), die dich bei jedem Wetter trocken halten.

  • Mittag: Besuche das Berner Münster. Erklimme die 344 Stufen des höchsten Kirchturms der Schweiz für einen Blick über die roten Dächer bis zu den Berner Alpen (Eiger, Mönch und Jungfrau).

  • Nachmittag: Überquere die Nydeggbrücke zum BärenPark. Hier kannst du die Berner Wappentiere in ihrem weitläufigen Gehege am Aareufer beobachten. Spaziere danach hinauf zum Rosengarten – der steile Aufstieg wird mit der schönsten Postkarten-Aussicht auf die Altstadtschleife belohnt.

  • Abend: Abendessen in der unteren Altstadt. Unser Tipp: Die Kellerrestaurants (wie der Kornhauskeller) bieten eine einmalige Atmosphäre unter historischen Gewölben.


2 Tage in Bern: Politik, Einstein & die Aare

Am zweiten Tag entdeckst du die intellektuelle und politische Seite der Bundesstadt.

  • Vormittag: Besuche das Bundeshaus. Wenn keine Session ist, kannst du das Parlamentsgebäude bei einer Führung besichtigen. Verpasse nicht die 26 Wasserspiele auf dem Bundesplatz, die die Kantone der Schweiz symbolisieren.

  • Mittag: Schlendere durch die Kramgasse zum Einsteinhaus. Hier entwickelte Albert Einstein während seiner Zeit als Patentbeamter die Relativitätstheorie.

  • Nachmittag: Besuche das Historische Museum Bern (inklusive Einstein Museum) oder das Zentrum Paul Klee, ein architektonisches Highlight von Renzo Piano am Stadtrand.

  • Abend: Im Sommer ist ein Besuch im Freibad Marzili Pflicht. Schau den Einheimischen beim „Aareschwimmen“ zu oder wage selbst den Sprung in den Fluss (nur für geübte Schwimmer!). Danach gibt es ein Gelato bei der berühmten „Gelateria di Berna“.


3 Tage in Bern: Aussichtspunkte & Umland

Der dritte Tag führt dich hoch hinaus und in die entspannte Umgebung.

  • Vormittag: Nimm die rote Standseilbahn auf den Gurten, den Berner Hausberg. Oben gibt es Wanderwege, Spielplätze und eine Aussichtsplattform, die dir die gesamte Region zu Füßen legt.

  • Mittag: Genieße ein Picknick auf dem Gurten oder kehre im Restaurant Tapis Rouge ein.

  • Nachmittag: Fahre zurück in die Stadt und besuche das Museumsquartier Kirchenfeld oder mache einen Ausflug ins nahegelegene Emmental, um zu sehen, wo der berühmte Käse mit den Löchern herkommt.

  • Abend: Ein letzter Drink in einer der vielen charmanten Bars in der Altstadt oder im Kulturzentrum Reitschule, um die alternative Seite Berns kennenzulernen.


Unser Tipp für die Planung:

Übernachtest du in einem Beherbergungsbetrieb in der Stadt Bern, erhältst du das Bern Ticket. Damit fährst du kostenlos mit Bus und Tram in den Zonen 100 und 101, inklusive der Gurtenbahn und dem Münsterplattformlift!

Kulinarische Genüsse

Die Berner Küche ist wie die Stadt selbst: Bodenständig, von hoher Qualität und verdammt gemütlich. Ob im historischen Gewölbekeller oder im hippen Bistro – hier wird Genuss zelebriert.

Die Berner Platte: Ein Festmahl mit Geschichte

Wenn du den ultimativen Klassiker der Berner Küche probieren willst, führt kein Weg an der Berner Platte vorbei. Entstanden im Jahr 1798 nach dem Sieg der Berner über die Franzosen bei Neuenegg, ist dieses Gericht bis heute ein Symbol für Gastfreundschaft und Fülle.

Es ist kein leichtes Gericht, sondern ein imposantes Ensemble aus verschiedenen Fleisch- und Wurstsorten: Siedfleisch, Speck, Rippli (geräuchertes Schweinerückenstück), Gnagi (Schweinsfuß), Markknochen und natürlich die berühmte Berner Zungenwurst. Serviert wird das Ganze traditionell auf einer großen Platte mit Wacholder-Sauerkraut, sauren Rüben (Surchabis) und goldbraun gebratenen Kartoffeln.

Unser Tipp: Such dir für dieses Erlebnis eines der traditionsreichen Zunfthäuser in der Altstadt aus. Die Atmosphäre in den historischen Gaststuben mit ihren hohen Decken und dem dunklen Holz passt perfekt zu diesem rustikalen Schmaus. Aber Achtung: Bring ordentlich Hunger mit – eine „halbe Portion“ reicht meistens völlig aus, um dich für den restlichen Tag satt und glücklich zu machen!

Die süße Seite: Haselnusslebkuchen & Meitschibei

Vergiss den klassischen Weihnachtlebkuchen; der Berner Haselnusslebkuchen wird ganz ohne Mehl und Triebmittel hergestellt und ist das ganze Jahr über eine Delikatesse. Probiere auch unbedingt „Meitschibei“ (Mädchenbeine) – ein gebogenes Gebäck mit einer köstlichen Nussfüllung, das perfekt zum Nachmittagskaffee passt.

Gelateria di Berna: Kult in der Waffel

Man erkennt sie an der Schlange, die fast immer bis auf die Straße reicht. Die Gelateria di Berna hat das Eismachen in der Schweiz revolutioniert. Die Sorten wechseln ständig und sind oft gewagt, aber immer genial.
Unser Tipp: Hol dir zwei Kugeln (vielleicht Mare di Berna?) und setz dich damit an die Stufen der Großen Schanze, um das Treiben zu beobachten.

Käse-Himmel im Gewölbekeller

Du kannst Bern nicht verlassen, ohne Käse gegessen zu haben. In den tiefen Sandsteinkellern der Altstadt finden sich spezialisierte Käseläden, die Schätze aus dem nahen Emmental bergen. Ein kräftiger Berner Alpkäse AOP, der über Jahre gereift ist, ist das ultimative Souvenir für den Gaumen.

Die moderne Szene: Zwischen Tradition und Fusion

Neben der deftigen „Berner Platte“ (ein Festmahl aus verschiedenen Fleischsorten und Sauerkraut) hat sich eine vitale vegetarische und vegane Szene etabliert. Viele Restaurants setzen konsequent auf „Farm-to-Table“ und beziehen ihre Zutaten direkt von den Bauern aus dem Umland.

Aktivitäten

In Bern ticken die Uhren zwar langsamer, aber langweilig wird es dir hier garantiert nicht. Die Stadt bietet dir eine Mischung aus Adrenalin im Wasser und Entschleunigung in den Gassen.

Aareschwimmen: Das ultimative Berner Lebensgefühl

Sobald die Temperaturen steigen, gibt es für die Berner kein Halten mehr. Das „Aareschwimmen“ ist kein bloßes Hobby, es ist ein Kulturgut. Du lässt dich einfach von der glasklaren, türkisblauen Strömung durch die Stadt treiben, vorbei am Bundeshaus und dem BärenPark.
Unser Tipp: Besorg dir einen „Wickelfisch“ (einen wasserdichten Sack), verpack deine Kleidung darin und spring beim Eichholz ins Wasser. Du steigst im Marzili-Bad wieder aus – dem wohl schönsten Freibad der Schweiz direkt unter dem Bundeshaus. Aber Achtung: Die Aare ist ein Fluss mit Strömung, also nur für geübte Schwimmer geeignet!

Auf Einsteins Spuren wandeln

Wusstest du, dass Albert Einstein seine Relativitätstheorie in Bern entwickelt hat? Du kannst seine ehemalige Wohnung in der Kramgasse 49 besuchen. Es ist faszinierend zu sehen, in welch bescheidenem Rahmen die moderne Physik revolutioniert wurde. Ein kurzer Stopp, der dich garantiert zum Nachdenken anregt.

Shopping in den Lauben

Bern besitzt eine der längsten wettergeschützten Einkaufspromenaden Europas. Unter den Arkaden (den „Lauben“) lässt es sich herrlich flanieren, selbst wenn es mal regnet. Das Besondere sind die vielen Kellergeschäfte: Über steile Holztreppen gelangst du von der Straße direkt in charmante Boutiquen, Ateliers oder Bars, die sich in den ehemaligen Vorratskellern befinden.

Kunst und Kultur

In Bern gibt es eine Vielzahl an bedeutenden Museen und Theatern, die das kulturelle Leben der Stadt prägen.

Bedeutende Museen

Zentrum Paul Klee: Dieses Museum ist dem Werk des berühmten Malers Paul Klee gewidmet und beherbergt die weltweit größte Sammlung seiner Werke. Die einzigartige Architektur des Gebäudes, entworfen vom italienischen Architekten Renzo Piano, ist an sich schon ein Kunstwerk.

Kunstmuseum Bern: Als ältestes Kunstmuseum der Schweiz verfügt es über eine beeindruckende Sammlung, die von der Gotik bis zur Gegenwart reicht. Es ist bekannt für seine bedeutenden Werke des Expressionismus, Impressionismus und Kubismus sowie für seine umfassende Sammlung Schweizer Kunst.

Historisches Museum Bern und Einstein Museum: Das Historische Museum ist eines der größten seiner Art in der Schweiz und beleuchtet die Geschichte der Stadt und des Landes. Das integrierte Einstein Museum widmet sich dem Leben und Wirken von Albert Einstein, der einen wichtigen Teil seiner Karriere in Bern verbrachte.

Schweizerisches Alpines Museum: Dieses Museum ist ein Muss für alle, die sich für die Alpen interessieren. Es widmet sich der Kultur, der Natur und der Geschichte des Alpenraums mit interaktiven Ausstellungen.

Naturhistorisches Museum Bern: Das Museum ist besonders für seine beeindruckenden Tiermodelle (Dioramen) bekannt, die heimische und exotische Tiere in naturgetreuen Szenen darstellen.

Bedeutende Theater

Stadttheater Bern: Das Stadttheater ist die größte Theaterinstitution in der Stadt und bietet ein vielfältiges Programm aus Oper, Schauspiel und Ballett. Es gilt als eine der wichtigsten Bühnen der Schweiz und zieht ein breites Publikum an.

Theater an der Effingerstrasse: Dieses Theater ist bekannt für seine modernen und oft provokativen Inszenierungen. Es bietet eine Plattform für zeitgenössische Stücke und alternative Theaterformen.

Zimmertheater Seefeld: Dieses kleine, aber feine Theater konzentriert sich auf anspruchsvolle Inszenierungen in einem intimeren Rahmen und bietet ein abwechslungsreiches Programm.

Veranstaltungen in Bern

In Bern finden das ganze Jahr über zahlreiche Veranstaltungen statt.

Berner Fasnacht (Februar/März): Die Berner Fasnacht ist nach den Veranstaltungen in Basel und Luzern die drittgrößte in der Schweiz. Sie beginnt, wenn der Bär aus seinem Winterschlaf erwacht, und belebt die Altstadt mit Umzügen, Guggenmusik und Masken.

Busker Street Music Festival (August): Dieses Festival verwandelt die Altstadt in eine riesige Bühne für Straßenkünstler aus aller Welt. Es bietet eine bunte Mischung aus Musik, Akrobatik und Theater.

Gurtenfestival (Mitte Juli): Eines der bekanntesten und größten Musikfestivals der Schweiz. Auf dem Berner Hausberg, dem Gurten, treten nationale und internationale Bands aus den Genres Pop, Rock und Hip-Hop auf.

Street Food Festival (verschiedene Termine): Das Festival bringt Food-Trucks mit Speisen aus aller Welt in die Stadt und bietet eine kulinarische Entdeckungsreise.

Konzert im Bundeshaus (Juli/August): In den Sommermonaten finden kostenlose Konzerte im Innenhof des Bundeshauses statt, die für jedermann zugänglich sind.

Zibelemärit (Zwiebelmarkt) (Vierter Montag im November): Dieses traditionsreiche Volksfest ist eines der Highlights in Bern. Der Markt beginnt in den frühen Morgenstunden und bietet Zwiebel- und Knoblauchzöpfe, Töpfe, Kunsthandwerk und natürlich Zwiebelkuchen und Glühwein.

Internationale Pferderennbahn Bern (September): Seit 1898 finden auf der Allmend jährlich Pferderennen statt.

Weihnachtsmarkt (Dezember): Die Berner Weihnachtsmärkte auf dem Waisenhausplatz und am Münsterplatz bieten eine besinnliche Atmosphäre mit Kunsthandwerk, regionalen Spezialitäten und Punsch.

Wo kann man in Bern übernachten?

Das Swissôtel Kursaal Bern verfügt über eine ausgezeichnete Lage.

Es gibt auch noch viele andere Hotels in Bern.

Praktische Reiseinformationen

Damit deine Reise nach Bern so entspannt wie möglich verläuft, haben wir hier die wichtigsten organisatorischen Tipps für dich zusammengestellt.

Anreise & Mobilität

Bern ist ein Knotenpunkt der SBB (Schweizerische Bundesbahnen). Die Anreise mit dem Zug ist oft stressfreier als mit dem Auto, da die Altstadt weitgehend autofrei ist. Unser Tipp: Wenn du in einer touristischen Unterkunft (Hotel, Hostel oder Airbnb) übernachtest, erhältst du das Bern Ticket. Damit fährst du während deines gesamten Aufenthalts kostenlos mit Bus und Tram in den Zonen 100/101 – sogar die berühmte Marzilibahn und der Münsterplattformlift sind inklusive!

Preisgefüge & Trinkgeld

Die Schweiz ist bekanntlich kein günstiges Pflaster. Ein Kaffee kostet im Schnitt etwa 5 bis 6 CHF, ein Mittagessen ab ca. 25 CHF.
Trinkgeld ist in der Schweiz im Service bereits enthalten, aber es ist absolut üblich, den Betrag bei gutem Service auf den nächsten runden Franken aufzurunden oder ein paar Franken liegen zu lassen.

Orientierung in der Stadt

Die Altstadt ist sehr kompakt und lässt sich wunderbar zu Fuß erkunden. Die Aareschleife dient dir dabei immer als natürlicher Wegweiser. Wenn du den Fluss siehst, weißt du, in welche Richtung du läufst. Die meisten Sehenswürdigkeiten liegen auf der Halbinsel, die von der Aare umschlossen wird.

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