Bern Insider-Tipps für die entspannte Bundesstadt voller Sandstein-Charme und Aare-Flussglück
Zytglogge & Bärengraben: Top-Highlights und unser 1-3 Tages-Plan durch die Lauben der Altstadt
Willkommen in der wohl entspanntesten Hauptstadt der Welt! Während in anderen Metropolen Hektik den Takt angibt, scheint in Bern die Zeit ein wenig langsamer zu ticken. Die historische Altstadt, die majestätisch in einer Schleife der azurblauen Aare thront, gehört nicht ohne Grund zum UNESCO-Welterbe. In diesem Bern Reiseführer zeigen wir dir, wie du den perfekten Mix aus politischem Herzschlag, mittelalterlicher Geschichte und dem einzigartigen Lebensgefühl am Wasser erlebst. Pack die Badesachen und die Kamera ein – Bern wird dich mit seiner gelassenen Art sofort in den Bann ziehen.
Quick-Facts & Beste Reisezeit
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Lage & Region: Westschweiz, Hauptstadt der Schweiz und des Kantons Bern. Die Altstadt liegt in einer Aareschleife.
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Einwohner: Ca. 135.000 (in der Agglomeration rund 400.000).
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Sprache: Schweizerdeutsch (Berndeutsch). Hochdeutsch ist überall üblich, ebenso sehr gutes Englisch.
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Währung: Schweizer Franken (CHF). Kartenzahlung ist absolut Standard und fast überall möglich.
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Beste Reisezeit: Mai bis September für den Sprung in die Aare und das Leben unter den Arkaden. Im Dezember ist der Weihnachtsmarkt auf dem Münsterplatz sehr stimmungsvoll.
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Anreise: Bern hat einen kleinen Flughafen (BRN), der oft über München oder Frankfurt angeflogen wird. Die beste Anreise erfolgt jedoch per Bahn; der Hauptbahnhof ist zentral gelegen und exzellent an das internationale Netz angebunden.
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Preisniveau: Sehr gehoben (Schweizer Niveau). Bern ist jedoch meist einen Tick günstiger als Zürich oder Genf.
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Unser Vibe-Check: Eine entspannte, historische Bundesstadt mit UNESCO-Weltkulturerbe-Altstadt, einer ganz besonderen Aare-Liebe und einer charmanten, politischen Atmosphäre.
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3 Dinge, die in den Koffer müssen:
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Wasserdichter Packsack („Aaresack“): Wenn du im Sommer wie die Einheimischen in der Aare schwimmen möchtest.
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Bequeme Schuhe: Die Altstadt besteht fast komplett aus Kopfsteinpflaster.
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Regenschirm: Bern ist bekannt für seine Arkaden (überdachte Gehwege), aber ein Schirm schadet nie.
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Die Top-Highlights
Die Altstadt
Die Berner Altstadt ist ein einzigartiges architektonisches Juwel, das seit 1983 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Sie zeichnet sich durch ihre geschlossene mittelalterliche Bauweise, die einzigartige Topographie und eine Fülle historischer Details aus.
Die Altstadt liegt auf einer langgezogenen Halbinsel, die von der Aare umflossen wird. Diese natürliche Barriere schützte die Stadt über Jahrhunderte und prägte ihr organisches Wachstum.
Das auffälligste Merkmal der Altstadt sind die sechs Kilometer langen Arkadengänge, die „Lauben“. Diese überdachten Gehwege stammen aus der Zeit nach dem großen Stadtbrand von 1405 und dienten dazu, die Ladenfronten zu schützen. Heute beherbergen sie eine Fülle von Boutiquen, Cafés und Restaurants.
Die meisten Gebäude wurden nach dem Brand von 1405 aus Berner Sandstein wiederaufgebaut. Dieser Baustoff verleiht der Altstadt ihren charakteristischen goldenen bis grauen Farbton und eine einheitliche Optik.
Die wichtigsten Straßen, in denen Sie die Lauben zu finden sind, sind Gerechtigkeitsgasse, Kramgasse, Marktgasse, Spitalgasse und Neuengasse.
Von den über 100 Brunnen in der Altstadt sind elf mit aufwendigen, farbenfrohen Renaissance-Statuen verziert, die mythologische Figuren oder historische Persönlichkeiten darstellen.
Zytglogge (Zeitglockenturm)
Der Zytglogge, auch bekannt als Zeitglockenturm, ist das unumstrittene Wahrzeichen von Bern und ein Meisterwerk mittelalterlicher Uhrentechnik. Als einer der ältesten und imposantesten Türme der Stadt erzählt er eine lange und bewegte Geschichte. Er wurde zwischen 1218 und 1220 erbaut und diente ursprünglich als westliches Stadttor und Wachturm. Er markierte die Grenze der ersten Stadterweiterung.
Beim verheerenden Brand von 1405 wurde der Turm beschädigt und in der Folge wieder aufgebaut. Nach weiteren Verwendungen als Gefängnis, Glockenturm und Wachturm wurde er ab 1530 zur öffentlichen Hauptuhr der Stadt. Dabei ist die Uhr nicht nur ein Zeitmesser, sondern auch ein Kalendarium und ein astronomisches Modell, das die Position von Sonne, Mond und Tierkreiszeichen anzeigt.
Fünf Minuten vor jeder vollen Stunde beginnt das berühmte Figurenspiel. Der Hahn kräht, der Bär dreht sich im Kreis, und die Figuren des Narren und des Chronos (Zeitgott) treten in Erscheinung. Am Ende dreht sich Chronos‘ Stundenglas um, und der Zytglogge schlägt die volle Stunde.
Der Turm wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgestaltet, insbesondere nach den Bränden und Umbauten. Die heutige spätgotische Erscheinung mit den grünen Zifferblättern und dem goldenen Hahn stammt hauptsächlich aus dem 16. Jahrhundert.
Berner Münster
Das Berner Münster ist die größte und wichtigste spätmittelalterliche Kirche der Schweiz und ein herausragendes Beispiel der Spätgotik. Als markantes Wahrzeichen der Stadt prägt es die Silhouette von Bern und gehört zusammen mit der Altstadt zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Der Bau des Münsters begann 1421. Das Projekt wurde von der Stadt Bern und dem Deutschen Orden in Auftrag gegeben, um die wachsende Macht und Bedeutung des Stadtstaates widerzuspiegeln. Der Bau zog sich über mehrere Jahrhunderte hin. Der Hauptbau war im 16. Jahrhundert weitgehend abgeschlossen, der Turm jedoch blieb unvollendet.
Im Jahr 1528 wurde die Reformation in Bern eingeführt. Die Bauarbeiten am Münster wurden gestoppt und die Kirche diente fortan als reformierte Predigtkirche. Viele der ursprünglichen Kapellen im Inneren wurden umgestaltet oder entfernt. Der Kirchturm wurde erst viel später, in den Jahren 1889 bis 1893, im neugotischen Stil fertiggestellt. Er erreichte seine heutige Höhe von 100,6 Metern.
Das Hauptportal im Westen ist ein Meisterwerk der Bildhauerei. Es ist mit 198 Figuren geschmückt, die das Jüngste Gericht darstellen. Dieses Kunstwerk, das die Erlösung und Verdammnis der Seelen in detailreichen Szenen zeigt, ist eines der bedeutendsten seiner Art in Europa.
Im Inneren des Münsters befinden sich wunderschöne Buntglasfenster aus dem 15. Jahrhundert, die biblische Szenen und Wappen darstellen. Besonders beeindruckend ist das sogenannte „Fenster des Gerichts“.
Der Turm ist die Hauptattraktion für viele Besucher. Wer die 344 Stufen bis zur Aussichtsplattform erklimmt, wird mit einem atemberaubenden 360-Grad-Blick über die Berner Altstadt, die Aareschleife und bei klarem Wetter sogar bis zu den majestätischen Gipfeln der Berner Alpen belohnt.
Die Top Highlight
Bundeshaus
Das Bundeshaus ist nicht nur der Sitz der Schweizer Regierung und des Parlaments, sondern auch ein beeindruckendes architektonisches Symbol der Eidgenossenschaft.
Das Gebäude wurde zwischen 1894 und 1902 nach den Plänen des Architekten Hans Wilhelm Auer im Stil des Historismus, genauer gesagt der Neorenaissance, erbaut. Der symmetrische Gebäudekomplex ist über 300 Meter lang und gilt als eines der bedeutendsten historistischen Bauwerke der Schweiz. Das gesamte Gebäude ist eine allegorische Darstellung der Schweiz. Der Bauherr legte großen Wert darauf, dass ausschließlich Materialien aus der Schweiz verwendet und Schweizer Handwerker beauftragt wurden, um die Einheit und Vielfalt des Landes zu demonstrieren.
Der Haupttrakt mit der markanten Kuppel verbindet die beiden Parlamentsflügel: den Nationalrat (die große Kammer) und den Ständerat (die kleine Kammer).
Unter der zentralen Kuppel befindet sich die imposante Kuppelhalle. Die Decke ist mit dem Bundeswappen verziert, das von den Wappen aller 26 Kantone umgeben ist. Die Wappen der 26 Kantone sind ebenfalls auf einem Fries im Saal des Nationalrats angeordnet.
Bundesplatz
Vor dem Hauptgebäude liegt der Bundesplatz. Er ist ein lebendiger Treffpunkt und wird für verschiedene Veranstaltungen genutzt. Besonders bekannt ist das Wasserspiel mit 26 Fontänen, die die 26 Kantone der Schweiz symbolisieren.
Im Herbst verwandelt sich der Platz in eine spektakuläre Bühne für die alljährliche Lichtshow „Rendez-vous Bundesplatz“, bei der die Fassade des Bundeshauses durch Projektionen und Musik zum Leben erweckt wird.
Bundesterrasse
Das Panorama, das sich bei klarem Wetter vom südlichen Ende der Terrasse aus bietet, ist atemberaubend. Es erstreckt sich über die gesamte Aare-Ebene, die bei Nebel oft nur als „Nebelmeer“ erscheint, während die Gipfel der Alpen wie Inseln daraus emporragen.
Der Blick verläuft von Westen nach Osten und umfasst die majestätischen Gipfel des Berner Oberlands. Links, im östlichen Teil des Panoramas, erheben sich Eiger, Mönch und Jungfrau als dominante, schneebedeckte Dreiergruppe. Ihre markanten Silhouetten sind klar zu erkennen:
Der Eiger (3.970 m) mit seiner berühmten steilen Nordwand.
Der Mönch (4.110 m), der in der Mitte liegt und oft von Wolken umhüllt ist.
Die Jungfrau (4.158 m), die als „Königin“ der Gruppe gilt.
Besonders bei Sonnenuntergang, wenn die Gipfel in ein warmes, goldenes Licht getaucht werden, ist dieser Anblick atemberaubend.
Kornhaus und Kornhauskeller
Das historische Kornhaus, am gleichnamigen Kornhausplatz gelegen, ist ein beeindruckendes Barockgebäude, das im Laufe seiner Geschichte eine bemerkenswerte Wandlung vollzogen hat. Von einem städtischen Speicherhaus entwickelte es sich zu einem lebendigen Kulturzentrum.
Es wurde zwischen 1711 und 1718 aus Berner Sandstein erbaut. Wie der Name schon sagt, diente es der Stadt als zentraler Korn- und Weinspeicher. Das Erdgeschoss war als offene Halle konzipiert und fungierte als Marktplatz, während in den oberen Stockwerken Getreide gelagert wurde. Im Keller, der heute als Kornhauskeller bekannt ist, lagerten Weinfässer. Mit dem Ende des alten Berner Stadtstaates im Jahr 1798 verlor das Gebäude seine ursprüngliche Bedeutung. Es wurde vielseitig genutzt, unter anderem als Kaserne, Postamt und sogar als Flüchtlingsunterkunft.
Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Kornhaus grundlegend umgebaut. Es beherbergte das Kantonale Gewerbemuseum und im Erdgeschoss wurde ein Postamt eingerichtet.
Der Keller, auch liebevoll „Chübu“ genannt, wurde Ende des 19. Jahrhunderts zu einem prunkvollen Festlokal ausgebaut. Hier schuf der Maler Rudolf Münger beeindruckende Wandmalereien, die Themen wie Handwerk, Handel und das Alltagsleben der Stadt Bern darstellen.
Heute ist das Kornhaus ein Kulturzentrum mit Restaurant und dem bekannten Kornhauskeller.
Bärenpark
Der Bärenpark ist eine einzigartige und moderne Anlage, die am Ufer der Aare liegt und den Bären, dem Wappentier der Stadt, einen artgerechten Lebensraum bietet. Er ist eine der Hauptattraktionen Berns und eine Weiterentwicklung des historischen Bärengrabens.
Die Tradition der Bärenhaltung in Bern reicht bis ins Mittelalter zurück. Der Bär ist seit der Stadtgründung das Wappentier von Bern. Seit dem 16. Jahrhundert wurden lebende Bären in verschiedenen Anlagen gehalten, bis 1857 der berühmte Bärengraben, eine tiefe, steinerne Grube, eröffnet wurde. Obwohl er über die Jahre modernisiert wurde, entsprach er nicht mehr den heutigen Standards der artgerechten Tierhaltung.
Der Bärenpark erstreckt sich über eine Fläche von 6.000 Quadratmetern entlang des Aareufers und bis in den Hügel hinauf. Die Anlage ist so gestaltet, dass sie den natürlichen Lebensraum der Braunbären nachbildet. Besucherwege und Aussichtsplattformen ermöglichen es den Besuchern, die Bären aus verschiedenen Perspektiven zu beobachten. Der Bärenpark ist ganzjährig und rund um die Uhr kostenlos zugänglich.
Der Bärenpark befindet sich am östlichen Ende der Altstadt, nur wenige Gehminuten vom Berner Münster und dem Rosengarten entfernt. Eine Schrägbahn, auch „BäreBähnli“ genannt, verbindet das obere Ende des Parks mit dem unteren Teil an der Aare. Die Fahrt ist kostenlos und bietet eine einzigartige Perspektive auf die Anlage.
Insider-Tipps & Stadtteile
Hinter der Postkartenidylle der Zytglogge verbirgt sich das wahre Berner Lebensgefühl. Wenn du die touristischen Pfade nur ein kleines Stück verlässt, entdeckst du eine Stadt, die trotz ihres Welterbe-Status herrlich unangepasst geblieben ist.
Das Matte-Quartier: Die Stadt in der Stadt
Tief unten am Aareufer liegt die „Matte“. Früher das Viertel der Handwerker und Schiffer, hat es sich seinen ganz eigenen Charakter bewahrt. Hier fließt das Wasser lauter, die Gassen sind enger und die Stimmung ist fast dörflich.
Unser Tipp: Achte auf die Straßenschilder – einige sind noch in der alten Geheimsprache „Mattenenglisch“ beschriftet. Es ist der perfekte Ort für einen Abendspaziergang fernab der Shoppingmeilen.
Die Länggasse: Wo Bern jung wird
Hinter dem Bahnhof beginnt das Studentenviertel. Die Länggasse versprüht mit ihren Cafés, kleinen Buchläden und Altbaufassaden einen charmanten, urbanen Vibe. Hier triffst du die Einheimischen beim Aperitif oder beim Stöbern in inhabergeführten Boutiquen.
Der Rosengarten: Logenplatz über der Aareschleife
Es ist kein Geheimnis, aber ein absolutes Muss: Der Rosengarten. Während sich unten in der Altstadt die Hitze staut, weht hier oben immer eine leichte Brise.
Unser Tipp: Komm zum Sonnenuntergang hierher. Wenn das Licht die roten Ziegeldächer der Altstadt in ein warmes Gold taucht und sich die Aare wie ein türkisfarbenes Band um die Häuser schmiegt, verstehst du sofort, warum wir uns in diese Stadt verliebt haben.
Kulinarische Genüsse
Die Berner Küche ist wie die Stadt selbst: Bodenständig, von hoher Qualität und verdammt gemütlich. Ob im historischen Gewölbekeller oder im hippen Bistro – hier wird Genuss zelebriert.
Die Berner Platte: Ein Festmahl mit Geschichte
Wenn du den ultimativen Klassiker der Berner Küche probieren willst, führt kein Weg an der Berner Platte vorbei. Entstanden im Jahr 1798 nach dem Sieg der Berner über die Franzosen bei Neuenegg, ist dieses Gericht bis heute ein Symbol für Gastfreundschaft und Fülle.
Es ist kein leichtes Gericht, sondern ein imposantes Ensemble aus verschiedenen Fleisch- und Wurstsorten: Siedfleisch, Speck, Rippli (geräuchertes Schweinerückenstück), Gnagi (Schweinsfuß), Markknochen und natürlich die berühmte Berner Zungenwurst. Serviert wird das Ganze traditionell auf einer großen Platte mit Wacholder-Sauerkraut, sauren Rüben (Surchabis) und goldbraun gebratenen Kartoffeln.
Unser Tipp: Such dir für dieses Erlebnis eines der traditionsreichen Zunfthäuser in der Altstadt aus. Die Atmosphäre in den historischen Gaststuben mit ihren hohen Decken und dem dunklen Holz passt perfekt zu diesem rustikalen Schmaus. Aber Achtung: Bring ordentlich Hunger mit – eine „halbe Portion“ reicht meistens völlig aus, um dich für den restlichen Tag satt und glücklich zu machen!
Die süße Seite: Haselnusslebkuchen & Meitschibei
Vergiss den klassischen Weihnachtlebkuchen; der Berner Haselnusslebkuchen wird ganz ohne Mehl und Triebmittel hergestellt und ist das ganze Jahr über eine Delikatesse. Probiere auch unbedingt „Meitschibei“ (Mädchenbeine) – ein gebogenes Gebäck mit einer köstlichen Nussfüllung, das perfekt zum Nachmittagskaffee passt.
Gelateria di Berna: Kult in der Waffel
Man erkennt sie an der Schlange, die fast immer bis auf die Straße reicht. Die Gelateria di Berna hat das Eismachen in der Schweiz revolutioniert. Die Sorten wechseln ständig und sind oft gewagt, aber immer genial.
Unser Tipp: Hol dir zwei Kugeln (vielleicht Mare di Berna?) und setz dich damit an die Stufen der Großen Schanze, um das Treiben zu beobachten.
Käse-Himmel im Gewölbekeller
Du kannst Bern nicht verlassen, ohne Käse gegessen zu haben. In den tiefen Sandsteinkellern der Altstadt finden sich spezialisierte Käseläden, die Schätze aus dem nahen Emmental bergen. Ein kräftiger Berner Alpkäse AOP, der über Jahre gereift ist, ist das ultimative Souvenir für den Gaumen.
Die moderne Szene: Zwischen Tradition und Fusion
Neben der deftigen „Berner Platte“ (ein Festmahl aus verschiedenen Fleischsorten und Sauerkraut) hat sich eine vitale vegetarische und vegane Szene etabliert. Viele Restaurants setzen konsequent auf „Farm-to-Table“ und beziehen ihre Zutaten direkt von den Bauern aus dem Umland.
Aktivitäten
In Bern ticken die Uhren zwar langsamer, aber langweilig wird es dir hier garantiert nicht. Die Stadt bietet dir eine Mischung aus Adrenalin im Wasser und Entschleunigung in den Gassen.
Aareschwimmen: Das ultimative Berner Lebensgefühl
Sobald die Temperaturen steigen, gibt es für die Berner kein Halten mehr. Das „Aareschwimmen“ ist kein bloßes Hobby, es ist ein Kulturgut. Du lässt dich einfach von der glasklaren, türkisblauen Strömung durch die Stadt treiben, vorbei am Bundeshaus und dem BärenPark.
Unser Tipp: Besorg dir einen „Wickelfisch“ (einen wasserdichten Sack), verpack deine Kleidung darin und spring beim Eichholz ins Wasser. Du steigst im Marzili-Bad wieder aus – dem wohl schönsten Freibad der Schweiz direkt unter dem Bundeshaus. Aber Achtung: Die Aare ist ein Fluss mit Strömung, also nur für geübte Schwimmer geeignet!
Auf Einsteins Spuren wandeln
Wusstest du, dass Albert Einstein seine Relativitätstheorie in Bern entwickelt hat? Du kannst seine ehemalige Wohnung in der Kramgasse 49 besuchen. Es ist faszinierend zu sehen, in welch bescheidenem Rahmen die moderne Physik revolutioniert wurde. Ein kurzer Stopp, der dich garantiert zum Nachdenken anregt.
Shopping in den Lauben
Bern besitzt eine der längsten wettergeschützten Einkaufspromenaden Europas. Unter den Arkaden (den „Lauben“) lässt es sich herrlich flanieren, selbst wenn es mal regnet. Das Besondere sind die vielen Kellergeschäfte: Über steile Holztreppen gelangst du von der Straße direkt in charmante Boutiquen, Ateliers oder Bars, die sich in den ehemaligen Vorratskellern befinden.
Kunst und Kultur
Veranstaltungen in Bern
Wo kann man in Bern übernachten?
Das Swissôtel Kursaal Bern verfügt über eine ausgezeichnete Lage.
Es gibt auch noch viele andere Hotels in Bern.
Praktische Reiseinformationen
Damit deine Reise nach Bern so entspannt wie möglich verläuft, haben wir hier die wichtigsten organisatorischen Tipps für dich zusammengestellt.
Anreise & Mobilität
Bern ist ein Knotenpunkt der SBB (Schweizerische Bundesbahnen). Die Anreise mit dem Zug ist oft stressfreier als mit dem Auto, da die Altstadt weitgehend autofrei ist. Unser Tipp: Wenn du in einer touristischen Unterkunft (Hotel, Hostel oder Airbnb) übernachtest, erhältst du das Bern Ticket. Damit fährst du während deines gesamten Aufenthalts kostenlos mit Bus und Tram in den Zonen 100/101 – sogar die berühmte Marzilibahn und der Münsterplattformlift sind inklusive!
Preisgefüge & Trinkgeld
Die Schweiz ist bekanntlich kein günstiges Pflaster. Ein Kaffee kostet im Schnitt etwa 5 bis 6 CHF, ein Mittagessen ab ca. 25 CHF.
Trinkgeld ist in der Schweiz im Service bereits enthalten, aber es ist absolut üblich, den Betrag bei gutem Service auf den nächsten runden Franken aufzurunden oder ein paar Franken liegen zu lassen.
Orientierung in der Stadt
Die Altstadt ist sehr kompakt und lässt sich wunderbar zu Fuß erkunden. Die Aareschleife dient dir dabei immer als natürlicher Wegweiser. Wenn du den Fluss siehst, weißt du, in welche Richtung du läufst. Die meisten Sehenswürdigkeiten liegen auf der Halbinsel, die von der Aare umschlossen wird.
















