Groningen, die größte Stadt im Norden der Niederlande, ist eine dynamische Universitätsstadt, die für ihre lebendige Atmosphäre, ihre beeindruckende Architektur und ihr reiches kulturelles Angebot bekannt ist. Mit einer großen Studentenbevölkerung bietet Groningen eine Mischung aus historischem Charme und modernem Flair.

Groningen blickt auf eine lange und faszinierende Geschichte zurück, die Tausende von Jahren umspannt und die Stadt zu dem lebendigen Zentrum gemacht hat, das sie heute ist.

Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung in Groningen reichen bis etwa 12.000 bis 13.000 Jahre v. Chr. zurück, am Ende der letzten Eiszeit. Die Gegend war damals ein weitreichendes Sumpf-Moor-Gebiet, durchzogen von einem sandigen Rücken, dem Hondsrug, der den Menschen einen trockenen und erhöhten Lebensraum bot. Hünengräber zeugen von der Besiedlung durch die Trichterbecherkultur vor etwa 5.500 Jahren. Seit dem 7. Jahrhundert n. Chr. war der Kernbereich der heutigen Altstadt, insbesondere um den Grote Markt, dauerhaft besiedelt.

Groningen wurde erstmals im Jahr 1040 urkundlich erwähnt, als die „villa Gruoninga“ (das Dorf Groningen) durch eine Schenkung von Kaiser Heinrich III. an den Bischof von Utrecht überging. Die Urkunde verlieh der jungen Siedlung auch das Münz- und Zollrecht, was auf ihre wachsende Bedeutung als Handelsplatz hinweist. Die Lage Groningens erwies sich als äußerst günstig für den Handel. Über die Drentsche Aa war die Nordsee erreichbar, und der Hondsrug bot eine Verbindung nach Süden. Viele Kaufleute, die mit England und den Ostseeländern handelten, ließen sich hier nieder.

Ab 1260 wurde mit dem Bau einer Stadtmauer begonnen. Um die Schifffahrt zur Nordsee zu erleichtern, wurde der Kanal Reitdiep gegraben und 1385 fertiggestellt. Nach mehreren Anläufen wurde Groningen schließlich 1422 in die mächtige Hanse aufgenommen. Dies festigte ihre Rolle als bedeutendes Handelszentrum und trug maßgeblich zu ihrem Wohlstand bei. Bis zum 17. Jahrhundert entwickelte sich Groningen zu einem blühenden Handelszentrum, auch aufgrund seiner Gerichtsbarkeit, die für die umliegenden Gebiete zuständig war.

Im 17. Jahrhundert, dem „Goldenen Zeitalter“ der Niederlande, florierte Groningen weiter. Ein wichtiger Meilenstein war die Gründung der Universität Groningen (Rijksuniversiteit Groningen) im Jahr 1614. Sie ist die zweitälteste noch bestehende Universität der Niederlande und trug maßgeblich zur intellektuellen und kulturellen Entwicklung der Stadt bei.

Trotz ihrer Blütezeit war Groningen immer wieder in Konflikte verwickelt. Die Stadt wurde mehrfach belagert, das letzte Mal während des Holländischen Krieges 1672 (der „Gronings Ontzet“, die Befreiung Groningens, ist noch heute ein wichtiger Feiertag).

Während der französischen Besatzung unter Napoleon Bonaparte war Groningen kurzzeitig Teil des Départements „Westereems“.

Im 19. Jahrhundert verlagerte sich die wirtschaftliche Basis etwas vom reinen Handel hin zu Industrie und Landwirtschaft (insbesondere Getreideanbau). Die Stadt wurde zu einem wichtigen Zentrum für den Getreidehandel, was ihr den Spitznamen „Getreiderepublik“ einbrachte.

Die Jahre des Zweiten Weltkriegs waren für Groningen schwierig. Am 10. Mai 1940 fielen die Deutschen in die Stadt ein. Die Befreiung im April 1945, insbesondere die Schlacht um Groningen, führte zu erheblichen Zerstörungen, vor allem am Grote Markt und in umliegenden Straßen. Viele historische Gebäude gingen verloren, aber ikonische Bauwerke wie der Martiniturm, das Goudkantoor und das Rathaus blieben verschont.

Nach dem Krieg wurde Groningen systematisch wiederaufgebaut und modernisiert. Das heutige Stadtbild ist eine Mischung aus historischen Elementen und moderner Architektur, die aus dieser Zeit des Wiederaufbaus stammt.

Die Universität spielt bis heute eine zentrale Rolle in Groningens Identität. Die große Studentenpopulation sorgt für eine junge, dynamische und internationale Atmosphäre.

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Wer´s lieber klassische mag: Direkt am Grote Markt liegt das The Market Hotel.

Daneben gibt noch viele andere Hotels in Groningen.

Der Martiniturm (niederländisch: Martinitoren) ist das unverkennbare Wahrzeichen und stolze Symbol der Stadt Groningen. Er wird von den Einheimischen liebevoll „d’Olle Grieze“ genannt, was so viel wie „der alte Graue“ bedeutet – ein Spitzname, der seine lange Geschichte und seine graue Sandsteinfassade treffend beschreibt.

Der heutige Martiniturm ist nicht der erste an dieser Stelle. Schon vorher gab es zwei Türme, die jedoch Unglücken (u.a. Blitzschlag und Brand) zum Opfer fielen. Der erste Turm stürzte 1468 ein.

Der Bau des heutigen Turms begann im Jahr 1469 und wurde im Wesentlichen 1482 abgeschlossen. Der Turm wurde aus Bentheimer Sandstein errichtet. Die heutige charakteristische Turmspitze wurde 1627 hinzugefügt.

Der Martiniturm ist 97 Meter hoch und damit das höchste Gebäude in Groningen. Er ist der Kirchturm der angrenzenden Martinikerk.

Der Turm beeindruckt mit seiner gotischen Architektur und seiner massiven Bauweise. Im Laufe der Jahrhunderte hat er Brände, Blitzeinschläge und Kriege überstanden und dabei seine imposante Gestalt bewahrt. Zwischen 1936 und 1948 wurde er umfassend restauriert und erhielt dabei ein 55 Meter hohes Betongerippe im Inneren zur Stabilisierung.

Der Martiniturm kann bestiegen werden. Über 370 Stufen führt eine Wendeltreppe hinauf zur Aussichtsplattform. Der Aufstieg ist zwar anstrengend, wird aber mit einer fantastischen Panoramasicht über die gesamte Stadt Groningen, die umliegende Landschaft und bei klarer Sicht sogar bis zur deutschen Grenze und dem Wattenmeer belohnt.

Der Turm beherbergt ein beeindruckendes Glockenspiel (Carillon), das regelmäßig erklingt. Die Glocken haben eine lange Geschichte und wurden mehrfach erweitert.

Der Martiniturm befindet sich direkt am Grote Markt, dem zentralen Platz Groningens, und ist somit ein idealer Ausgangspunkt für die Erkundung der Stadt. Der Turm ist fast täglich für Besucher geöffnet. Es wird empfohlen, Tickets im Voraus online zu reservieren, da die Teilnehmerzahl pro Führung begrenzt sein kann. Ein Besuch dauert in der Regel etwa eine Stunde.

Die Martinikirche (Martinikerk) ist die älteste Kirche in Groningen und ein bedeutendes historisches und architektonisches Wahrzeichen. Sie ist eng verbunden mit dem berühmten Martiniturm (Martinitoren).

Die Geschichte der Martinikirche reicht bis ins frühe 9. Jahrhundert zurück, als an dieser Stelle eine bescheidene Holzkirche entstand. Im frühen 10. Jahrhundert wurde diese durch einen Bau aus Tuffstein ersetzt. In der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts wurde eine Kreuzbasilika im romanisch-gotischen Stil aus Backstein errichtet.

Im 14. und 15. Jahrhundert erfuhr die Kirche einen tiefgreifenden hochgotischen Umbau. Der Chor wurde zu einem basilikalen Umgangschor erweitert, und das Langhaus wurde zu einer Hallenkirche ausgebaut, wobei die Säulen des Langhauses beibehalten, aber die Gewölbe deutlich erhöht wurden.

Die Martinikirche ist ein bemerkenswertes Beispiel der Backsteingotik. Obwohl der Turm mit Bentheimer Sandstein verblendet ist, zeigt das Hallenschiff charakteristische „Bremer“ Querdächer und „ostdeutsche“ Blendengiebel.

Der heutige Martiniturm wurde zwischen 1469 und 1482 erbaut und ist etwa 97 Meter hoch. Er hatte mehrere Vorgängerbauten, die durch Blitzschlag oder Brände zerstört wurden. Der Turm kann bestiegen werden und bietet einen fantastischen Ausblick über die Stadt. Er beherbergt zwölf Kirchenglocken, die noch von Hand geläutet werden.

Kurzzeitig war die Martinikirche im 16. Jahrhundert eine Bischofskirche. Nach der Eroberung Groningens durch Moritz von Oranien im Jahr 1594 wurde die Kirche protestantisch.

Ein herausragendes Merkmal der Martinikirche sind die vielen gut erhaltenen Wand- und Gewölbemalereien, die teilweise aus dem 16. Jahrhundert stammen. Besonders bemerkenswert ist eine Darstellung des Lebens Jesu Christi. Es gibt auch ältere Wandbilder, wie eine Maria auf dem Throne Salomons aus dem Jahr 1250.

Die prächtige Hauptorgel der Martinikirche ist ein Meisterwerk des berühmten Orgelbauers Arp Schnitger. Ihre Geschichte reicht bis ins Jahr 1450 zurück, und sie wurde von Schnitger und anderen Orgelbauern umgebaut und erweitert. Sie gehört zu den größten Barockorgeln der Welt.

Die Kirche beherbergt mehrere Gräber aus dem 16. Jahrhundert sowie das Grab von Wessel Gansfort aus dem 18. Jahrhundert.

Seit 1975 wird die Kirche von der „Stichting Martinikerk Groningen“ verwaltet, die sich um den Erhalt des Gebäudes kümmert. Sie dient weiterhin gottesdienstlichen Zwecken, wird aber auch für Konferenzen, Ausstellungen und andere Veranstaltungen genutzt.

Der Grote Markt (Großer Markt) ist das pulsierende Herz und der zentrale Platz der Stadt Groningen. Er ist nicht nur ein historischer Ort von großer Bedeutung, sondern auch ein lebendiger Treffpunkt, der das tägliche Leben der Stadt maßgeblich prägt.

Bis ins frühe 19. Jahrhundert (genauer gesagt bis 1822) war der Platz als „Breede Merckt“ (Breiter Markt) bekannt, was seine Funktion als Handelszentrum widerspiegelte.

Seit dem 7. Jahrhundert n. Chr. war der Bereich um den heutigen Grote Markt dauerhaft besiedelt und diente seit jeher als Ort des Handels und der Begegnung. Schon im Mittelalter war er ein wichtiger Umschlagplatz für Waren, insbesondere für Getreide.

Ein Großteil der Ostseite des Grote Markts wurde während der Schlacht um Groningen im April 1945 im Zweiten Weltkrieg stark zerstört. Der Wiederaufbau in den Nachkriegsjahren hat das heutige Erscheinungsbild des Platzes maßgeblich geprägt.

Der Grote Markt wurde in den letzten Jahren umfassend umgestaltet und im Juni 2024 neu eröffnet. Ziel war es, den Platz noch fußgängerfreundlicher zu gestalten und seine urbane Dimension zu stärken.

Der Grote Markt wird von einigen der bedeutendsten Gebäude Groningens gesäumt, die seine charakteristische Kulisse bilden:
Martiniturm (Martinitoren) – Beschreibung weiter oben
Rathaus (Stadhuis): An der Ostseite des Grote Markts steht das klassizistische Rathaus, ein imposantes Gebäude aus dem Jahr 1810. Es ist seit über 200 Jahren das politische Herz Groningens, wo Entscheidungen über die Zukunft der Stadt getroffen werden.
Goudkantoor (Goldenes Büro): Dieses prachtvolle Gebäude aus dem 17. Jahrhundert, nahe des Martiniturms gelegen, ist ein Überbleibsel der ehemaligen Stadtkanzlei und des ehemaligen Accijnshuis (Akzisehaus). Es ist ein hervorragendes Beispiel für die reiche Architektur des Goldenen Zeitalters und hat die Zerstörungen des Krieges überlebt.
Drie Gezusters (Drei Schwestern): An der Südseite des Platzes befindet sich der berühmte Gastronomiekomplex „De Drie Gezusters“, der sich über mehrere historische Gebäude erstreckt. Er gilt als eine der größten Kneipen Europas und ist bekannt für seine riesige Terrasse, die fast mit dem Platz verschmilzt und zu jeder Tageszeit belebt ist.
Market Hotel: Ein weiteres markantes Gebäude mit einer großen Terrasse, das zum lebhaften Treiben auf dem Platz beiträgt.
Forum Groningen (im Hintergrund): Obwohl nicht direkt am Platz, ragt hinter den Gebäuden an der Ostseite das moderne und auffällige Gebäude des Forum Groningen auf, ein Kulturzentrum mit Kino, Bibliothek, Gastronomie und einer Dachterrasse mit Blick über die Stadt.

Das Groninger Museum ist weit mehr als nur ein Museum – es ist ein architektonisches Meisterwerk und eine Ikone der modernen Kunst, die allein schon einen Besuch in Groningen rechtfertigt. Es ist berühmt für seine kühne und unkonventionelle Gestaltung, die es von traditionellen Museumsgebäuden abhebt.

Das heutige Gebäude wurde von dem italienischen Architekten und Designer Alessandro Mendini entworfen und 1994 eröffnet. Mendini, ein ehemaliges Mitglied der Memphis Group, wurde 1990 vom damaligen Museumsdirektor Frans Haks beauftragt, ein extravagantes Museum zu schaffen, das von Nicht-Architekten konzipiert werden sollte.

Das Museum liegt auf einer künstlichen Insel im Verbindingskanaal, direkt gegenüber dem Hauptbahnhof Groningen. Eine Brücke verbindet die Insel mit beiden Uferseiten und dient als Geh- und Radweg zur Innenstadt.

Mendini holte verschiedene Architekten hinzu, die jeweils eigene Pavillons oder Gebäudeteile entwarfen. Dies führte zu einem einzigartigen, eklektischen Stilmix, der oft als „Patchwork-Architektur“ oder „Dekonstruktivismus“ beschrieben wird:
Mendini-Pavillons: Der Hauptteil, von Mendini selbst entworfen, ist von bunten, laminatverkleideten Fassaden und einem pointillistischen „Signac-Motiv“ geprägt. Das Gold an den Fassadenplatten soll auf die Schätze im Inneren des Gebäudes hinweisen.
Coop Himmelb(l)au Pavillon: Ein spektakulärer, futuristischer Teil aus Stahl und Glas, entworfen vom österreichischen Architekturbüro Coop Himmelb(l)au. Dieser dekonstruktivistische Bau bildet einen starken Kontrast zu Mendinis bunten Entwürfen und beherbergt oft Skulpturen in seinen lichtdurchfluteten Räumen.
Michele De Lucchi und Philippe Starck: Auch diese renommierten Designer trugen mit ihren Entwürfen zu einzelnen Gebäudeteilen bei.

Das Museum wird als moderne, mit Kunst gefüllte Kathedrale betrachtet, wobei der Turm als markantes Element schon von Weitem sichtbar ist. Die Farben des Gebäudes (Grau für Beton, Rot für Stahl, Schwarz für Teer) beziehen sich auf die verwendeten Grundmaterialien.

Die feierliche Eröffnung des heutigen Museumsbaus durch Königin Beatrix fand am 29. Oktober 1994 statt.

Das Groninger Museum beherbergt eine vielfältige Sammlung, die Schätze von der Steinzeit bis zur Gegenwart umfasst, darunter Gemälde der alten Meister sowie Werke der Haager Schule. Moderne und zeitgenössische Kunst mit Werken internationaler und niederländischer Künstler sind ebenso vertreten wie eine bedeutende Sammlung in den Bereichen Design und Mode.

Die Prinsenhof Gardens (oder auf Niederländisch Prinsentuin) sind eine wunderschöne, historische Gartenanlage im Herzen von Groningen, die eine Oase der Ruhe und Schönheit inmitten des städtischen Trubels bietet. Sie sind eng mit dem angrenzenden Gebäude Prinsenhof verbunden, das heute ein luxuriöses Hotel beherbergt.

Die Geschichte des Geländes reicht bis ins Mittelalter zurück. Ursprünglich befand sich hier ein Klostergarten der Brüder vom Gemeinsamen Leben. Im späten 16. Jahrhundert, genauer gesagt ab 1594, wurde das Gebäude zum Sitz der Statthalter, der Prinzen von Nassau, wenn sie sich in der Region aufhielten. Daher stammt auch der Name „Prinsenhof“ (Prinzenhof).
Der heutige Garten, der Prinsentuin, wurde 1626 im Auftrag des Statthalters Willem Frederik und seiner Frau Albertine Agnes angelegt. Er gilt als eines der schönsten Beispiele eines Renaissancegartens in den Niederlanden.
Ein besonderes Detail, das auf die Gründer hinweist, sind die Initialen W und A, die in den Buchsbaumhecken des Gartens zu sehen sind – eine Hommage an Willem Frederik und Albertine Agnes.

Der Garten ist im klassischen Renaissance-Stil gestaltet, mit einer formalen Anordnung, geometrischen Beeten und sorgfältig gepflegten Elementen. Ein Highlight ist der charmante Rosengarten, der in den Sommermonaten in voller Blüte steht und duftet. Daneben gibt es auch einen Kräutergarten.

Charakteristisch sind die märchenhaften, begrünten Laubengänge aus Hainbuchen und anderen formgeschnittenen Bäumen. Diese „grünen Gänge“ bieten schattige Wege zum Flanieren und Verweilen, so wie es einst die Hofdamen taten.

Der Haupteingang zum Garten befindet sich am Turfsingel und wird durch das beeindruckende Sonnenuhr-Tor von 1731 markiert. Die spezielle Sonnenuhr zeigt nicht nur die Zeit auf verschiedene Arten an, sondern trägt auch eine lateinische Inschrift: „Tempus Præteritum Nihil Futurum Incertum. Præsens Instabile Cave Ne Perdas Hoc Tuum“ – übersetzt: „Vergangene Zeit ist nichts, zukünftige ist unsicher, gegenwärtige ist zerbrechlich. Sorge dafür, dass du deine nicht verschwendest.“

Die Gärten sind in der Regel täglich von 10:00 bis 16:30 Uhr für die Öffentlichkeit zugänglich.
Der Eintritt in die Prinsenhof Gardens ist kostenlos.

Der Vismarkt (Fischmarkt) ist ein lebendiger Platz im Herzen von Groningen, der, wie der Name schon sagt, ursprünglich ein Fischmarkt war, sich aber im Laufe der Zeit zu einem vielseitigen Ort mit einer besonderen Atmosphäre entwickelt hat.

Der Vismarkt diente jahrhundertelang als der zentrale Umschlagplatz für Fisch in Groningen. Fischer brachten ihren Fang hierher, um ihn direkt an die Bevölkerung zu verkaufen. Im Laufe der Zeit verlagerte sich der eigentliche Fischhandel jedoch teilweise. Heute gibt es zwar noch einige Fischstände auf dem Markt, aber der Schwerpunkt liegt nun auf anderen Waren und Aktivitäten.

Der Vismarkt liegt sehr zentral, nur wenige Gehminuten vom Grote Markt entfernt. Er erstreckt sich entlang des Kanals und ist von historischen Gebäuden umgeben. An zwei Tagen in der Woche (dienstags und freitags) findet auf dem Vismarkt ein großer Wochenmarkt statt. Hier werden Lebensmittel, Kleidung, Blumen, Haushaltswaren und vieles mehr angeboten. Die Markttage sind besonders belebt und ziehen viele Besucher an.

Ein besonderes Merkmal des Vismarkts ist der tägliche Blumenmarkt. Hier findet man eine farbenprächtige Auswahl an Blumen und Pflanzen.

Rund um den Vismarkt gibt es zahlreiche Cafés und Restaurants mit Außenterrassen, die zum Verweilen und Beobachten des Treibens einladen. Wie der Grote Markt ist auch der Vismarkt ein beliebter Treffpunkt für Studenten. Die Atmosphäre ist jung und lebhaft.

Die Kornbörse („De Korenbeurs“), ein markantes Gebäude am Vismarkt, beherbergt heute eine Bibliothek.
Die Brücke „De Kijk in ‚t Jatbrug“ bietet einen schönen Blick in Richtung Vismarkt und auf den den Kanal.

Die Akerk, offiziell „Der Aa-kerk“, ist eine der prominentesten und historisch bedeutsamsten Kirchen in Groningen. Sie liegt im Herzen der Stadt, nahe dem Fluss Aa, wovon sich auch ihr Name ableitet.

Die Geschichte der Akerk reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück, als an dieser Stelle eine kleinere Kirche stand. Die heutige Form stammt jedoch größtenteils aus dem 15. Jahrhundert. Sie hat im Laufe der Jahrhunderte verschiedene Umbauten und Renovierungen erfahren.

Die Akerk ist ein beeindruckendes Beispiel der nordniederländischen Gotik. Sie ist eine dreischiffige Hallenkirche mit einem markanten Westturm. Typisch für die Gotik sind die hohen, schlanken Fenster und die Spitzbögen. Der Turm, der im 17. Jahrhundert nach einem teilweisen Einsturz neu aufgebaut wurde, ist mit seiner barocken Haube ein Wahrzeichen der Stadt. Das Innere ist eher schlicht, was auf die protestantische Nutzung nach der Reformation zurückzuführen ist, aber es gibt immer noch interessante Details wie die Gewölbe und einige Grabsteine.

Ursprünglich eine römisch-katholische Kirche, wurde die Akerk nach der Reformation eine protestantische Kirche. Im Laufe der Zeit verlor sie jedoch ihre reguläre Funktion als Gemeindekirche. Heute dient die Akerk hauptsächlich als Veranstaltungsort. Sie wird für Konzerte (insbesondere Orgelkonzerte, da sie über eine wunderschöne und historisch bedeutsame Orgel verfügt), Ausstellungen, Konferenzen, Märkte und andere kulturelle Events genutzt. Ihre hervorragende Akustik und die zentrale Lage machen sie zu einem beliebten Ort für solche Anlässe.

Ein besonderes Highlight der Akerk ist die Schnitger-Orgel, genauer gesagt die Orgel, die ursprünglich von Arp Schnitger (einem berühmten Orgelbauer des Barock) begonnen und später von seinen Schülern und Nachfolgern fertiggestellt und erweitert wurde. Diese Orgel ist nicht nur musikhistorisch wertvoll, sondern auch klanglich beeindruckend und zieht Organisten und Musikliebhaber aus aller Welt an.

Das Noorderplantsoen ist der größte und wohl bekannteste Park in Groningen, eine grüne Oase nördlich des Stadtzentrums, die sowohl für ihre natürliche Schönheit als auch für ihre reiche Geschichte und lebendige Nutzung bekannt ist.

Die Geschichte des Noorderplantsoen reicht bis ins 17. Jahrhundert zurück. Der Park entstand auf dem Gelände der ehemaligen Stadtbefestigungen und Verteidigungswälle von Groningen. Die gewinkelten Ufer der Teiche im Park verraten noch heute die ursprüngliche Struktur der Stadtgräben.

Nach der Verabschiedung der Vestingswet (Befestigungsgesetz) im Jahr 1874, die Städten erlaubte, über ihre Mauern hinauszuwachsen und Festungsanlagen umzuwandeln, wurde das Gelände ab Ende des 19. Jahrhunderts in einen öffentlichen Park umgewandelt.

Der Park wurde im späten englischen Landschaftsstil angelegt, charakterisiert durch geschwungene Wege, asymmetrische Formen, sanfte Hügel (die die alten Erdwälle integrieren), rollende Rasenflächen und eine abwechslungsreiche Bepflanzung. Die ehemaligen Stadtgräben wurden zu malerischen Teichen umgestaltet.

„Milchkiosk“ und Pavillon: Im frühen 20. Jahrhundert befand sich hier ein Holzkiosk namens „Vredewold“, wo die Groninger frische Milch genießen konnten. Dieser wurde später durch den heutigen Pavillon ersetzt, in dem sich heute das beliebte Restaurant Zondag befindet – ein idealer Ort für Kaffee, Mittagessen oder einen Drink.

Das Noorderplantsoen ist die „grüne Lunge“ Groningens und ein beliebter Ort, um sich zu entspannen, Sport zu treiben oder die Natur zu genießen. Bei schönem Wetter sind die Ufer der Teiche und die Rasenflächen gefüllt mit Menschen, die picknicken, lesen oder einfach die Sonne genießen. Es ist ein beliebter Treffpunkt, besonders für Studenten und junge Familien.
Für Kinder gibt es Spielplätze und viel Platz zum Toben.

Das Noorderplantsoen ist berühmt als Schauplatz verschiedener kultureller Veranstaltungen, insbesondere im Sommer. Das bekannteste ist das Noorderzon Performing Arts Festival Groningen: Jedes Jahr im August verwandelt sich der Park für etwa 10 Tage in ein riesiges Festivalgelände. Es ist eine faszinierende Kombination aus einem avantgardistischen internationalen Kunstfestival und einem großen Sommerfest.

In Groningen gibt es viele Möglichkeiten zum Shoppen, von großen Ketten bis zu kleinen Boutiquen. Hier sind einige der besten Einkaufsstraßen und -gebiete:

  • Die Herestraat ist die Haupteinkaufsstraße mit vielen bekannten Geschäften, Modeketten und Kaufhäusern.
  • Vismarkt & Folkingestraat – hier findet ihr eine Mischung aus unabhängigen Boutiquen, Vintage-Läden, Concept Stores und Fachgeschäften. Die Folkingestraat wurde mehrfach zur besten Einkaufsstraße der Niederlande gekürt.
  • Oude Kijk in ‚t Jatstraat ist eine charmante Straße mit vielen kleinen, spezialisierten Geschäften, Buchhandlungen und Antiquitätenläden. Besonders bei Studenten beliebt.
  • Zwanestraat & Brugstraat: Diese Straßen bieten eine gute Auswahl an Modeboutiquen, Schuhgeschäften und Accessoire-Läden.
  • Grote Markt: Hier findet mehrmals pro Woche ein Markt statt, auf dem ihr frische Produkte, Kleidung und andere Waren kaufen könnt.
  • Winkelcentrum Paddepoel: Ein großes Einkaufszentrum etwas außerhalb des Stadtzentrums mit einer großen Auswahl an Geschäften.
  • Besuche den Wochenmarkt auf dem Grote Markt (dienstags, freitags und samstags) für frische Produkte, Blumen und lokale Spezialitäten.

Nachfolgend haben wir eine kleine Auswahl der besten Orte und Gerichte, die ihr in Groningen probieren könnt, zusammengestellt:

  • Bei der Groninger Mosterdsoep handelt es sich um die traditionelle Groninger Senfsuppe.
  • Eierbal ist eine lokale Spezialität – ein gekochtes Ei in einer würzigen Ragoutkruste, frittiert. Perfekt als Snack!
  • In der Nähe der Küste gelegen, bietet Groningen frischen Fisch, z.B. Hering (Haring) oder Kibbeling (frittierte Fischstücke).
  • Eine riesige Auswahl an gemütlichen Cafés und lebhaften Bars findet ihr besonders rund um den Grote Markt, den Vismarkt und die Poelestraat.
  • Von traditioneller niederländischer Küche über internationale Spezialitäten bis hin zu gehobener Gastronomie – in Groningen findet ihr alles.

Groningen ist gut an das niederländische Autobahnnetz angebunden (A7, N7, A28). Parken in der Innenstadt kann teuer sein. Es gibt mehrere Parkhäuser und P+R-Möglichkeiten am Stadtrand, von denen man mit öffentlichen Verkehrsmitteln ins Zentrum gelangen kann.

Groningen ist hervorragend an das niederländische Bahnnetz angeschlossen und auch direkt aus Deutschland (z.B. mit dem RE1 von Leer oder dem IC von Bremen/Hamburg mit Umstieg) erreichbar. Der Hauptbahnhof Groningen (Groningen Centraal) liegt fußläufig zur Innenstadt.

Flixbus und andere Fernbuslinien bieten Verbindungen nach Groningen an.

Der nächstgelegene größere Flughafen ist Groningen Airport Eelde (GRQ) mit einigen nationalen und internationalen Verbindungen. Alternativ sind die Flughäfen Amsterdam Schiphol (AMS) oder Bremen (BRE) gute Anreisepunkte, von denen aus man mit der Bahn nach Groningen gelangen kann.

Das kompakte Stadtzentrum lässt sich hervorragend zu Fuß erkunden. Viele Sehenswürdigkeiten liegen nah beieinander.

Groningen wird oft als „Fahrradstadt“ bezeichnet. Miete ein Fahrrad (OV-fiets am Bahnhof oder bei privaten Verleihern) und erkunde die Stadt wie ein Einheimischer. Es gibt ausgezeichnete Radwege.

Niederländisch ist die Amtssprache, aber die meisten Niederländer, insbesondere in Groningen, sprechen sehr gut Englisch.

Kreditkarten und Debitkarten (Maestro/V-Pay) werden weitgehend akzeptiert. Bargeld ist seltener notwendig, aber nützlich für kleinere Einkäufe.

Entdecke die verborgenen Innenhöfe (Hofjes), die früher als Wohnhäuser für ältere und bedürftige Menschen dienten. Viele sind öffentlich zugänglich und bieten eine friedliche Atmosphäre.

Halte Ausschau nach beeindruckenden Murals und Street Art, die an vielen Ecken der Stadt zu finden sind.

Als Universitätsstadt hat Groningen ein pulsierendes Nachtleben mit zahlreichen Bars, Kneipen und Clubs, die bis in die frühen Morgenstunden geöffnet sind.

Groningen ist prinzipiell das ganze Jahr über einen Besuch wert, da jede Jahreszeit ihren eigenen Charme hat und die Stadt als lebendige Universitätsstadt immer etwas zu bieten hat.

Spätfrühling (Mai/Anfang Juni) und Frühherbst (September/Anfang Oktober) sind oft die idealen Monate. Die Temperaturen sind mild und angenehm, nicht zu heiß und nicht zu kalt. Die Durchschnittstemperatur im Mai liegt bei 17°C tagsüber und 8°C nachts, im September bei 19°C tagsüber und 11°C nachts. Es gibt viele Sonnenstunden und vergleichsweise weniger Regentage als in anderen Monaten.

Außerhalb der Hochsaison ist die Stadt oft weniger überlaufen, was ein entspannteres Sightseeing und eine angenehmere Atmosphäre ermöglicht. Im Frühling erwacht die Natur zu neuem Leben, Parks und Gärten wie der Prinsentuin sind in voller Blüte. Im Herbst färben sich die Blätter bunt, was für eine malerische Kulisse sorgt.

Im Sommer (Juli/August) liegen die Durchschnittstemperaturen um die 21°C tagsüber. Es kann aber auch heiß werden (bis zu 35°C sind möglich). Die Stadt ist in den Sommermonaten sehr lebendig. Viele Cafés und Restaurants haben ihre Terrassen geöffnet.
Der Sommer ist die Hauptsaison für Festivals und Open-Air-Veranstaltungen, allen voran das Noorderzon Performing Arts Festival im August, das den Noorderplantsoen in ein großes Kultur- und Sommerfest verwandelt. Auch Konzerte im Stadspark finden statt.
In diesen Monaten ist es tendenziell am vollsten und die Preise für Unterkünfte sind entsprechend höher.

Die Winter (November-Februar) sind kühler und oft feuchter, mit durchschnittlichen Höchstwerten zwischen 4°C und 9°C. Es gibt weniger Sonnenstunden und mehr Regentage. Schnee ist möglich, aber nicht garantiert.

Im Dezember verwandelt sich Groningen oft in eine stimmungsvolle Weihnachtsstadt mit Märkten und Lichterglanz. Besonders charmant ist das WinterWelVaart Festival, bei dem historische Schiffe an den Grachten liegen und festlich beleuchtet sind. Eine gute Zeit für Museumsbesuche (Groninger Museum, Forum Groningen) und gemütliche Stunden in den Kneipen und Cafés.

Im Januar findet das Eurosonic Noorderslag statt, ein großes europäisches Showcase-Festival für neue Musik. Dies zieht ein internationales Publikum an und macht die Stadt sehr lebendig, wenn auch sehr voll.

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