Nürnberg ist eine tolle Stadt, an der uns vor allem die historische Altstadt, die von der sehr gut erhaltenen Stadtmauer umgeben wird, gefällt.
Hier kann man durch malerische Gassen schlendern und gleichzeitig wunderbar shoppen. Man kann die gut erhaltenen, mittelalterlichen Gebäude bewundern und sich dabei ein Stück weit selbst in der Zeit zurück versetzt fühlen.
Für alle, die sich schnell einen Überblick über die Highlights in der Altstadt verschaffen wollen, empfehlen wir die informative Sightseeing-Tour mit der Bimmelbahn oder die
Altstadt-Stadtrundfahrt mit dem Bus.
Wer es individueller liebt für den ist die private Führung auf deutsch bestens geeignet.
Für einen Besuch in Nürnberg bietet es sich an, in einem der Hotels ganz in der Nähe vom Bahnhof abzusteigen. Von dort ist es dann nur ein Katzensprung in die Innenstadt.
Nürnberg blickt auf eine lange und ereignisreiche Geschichte zurück, die von wirtschaftlicher Blüte, politischer Bedeutung im Heiligen Römischen Reich und schließlich einer düsteren Rolle in der jüngeren deutschen Geschichte geprägt ist.
Die Geschichte Nürnbergs beginnt offiziell am 16. Juli 1050 mit einer Urkunde Kaiser Heinrichs III., in der die Freilassung einer Leibeigenen namens Sigena beurkundet wurde. Dies gilt heute als der Stadtgeburtstag Nürnbergs.
Unter Kaiser Friedrich II. erlangte Nürnberg den Status einer Reichsstadt. Durch den „Großen Freiheitsbrief“ von 1219 erhielt die Stadt weitreichende Privilegien, darunter die direkte Unterstellung unter den Kaiser, steuerliche Selbstverwaltung und Handelsprivilegien.
Im Mittelalter entwickelte sich Nürnberg zu einem der bedeutendsten Zentren des Heiligen Römischen Reiches. Die Kaiserburg diente als wichtige Pfalz und viele Reichstage fanden in der Stadt statt. Ab 1424 wurden die Reichskleinodien, die Insignien der deutschen Königsmacht, in Nürnberg aufbewahrt, was die herausragende Stellung der Stadt unterstrich.
Das 15. und 16. Jahrhundert war die goldene Ära Nürnbergs. Die Stadt florierte durch Handel und Handwerk. Führende Patrizierfamilien kontrollierten den Rat und trieben den Fernhandel voran. Die Stadt war Heimat weltberühmter Künstler wie Albrecht Dürer und Veit Stoß, sowie Humanisten wie Willibald Pirckheimer.
Nürnberg war eine der ersten Reichsstädte, die sich 1525 der Reformation anschloss, was die Beziehungen zu den katholischen Kaisern belastete.
Der Dreißigjährige Krieg (1618–1648) setzte der Blütezeit ein jähes Ende. Die Stadt wurde schwer getroffen und erholte sich nur langsam von den wirtschaftlichen und sozialen Folgen. Im 17. und 18. Jahrhundert verlor Nürnberg zunehmend an politischer und wirtschaftlicher Bedeutung.
Mit dem Ende des Heiligen Römischen Reiches im Jahr 1806 wurde die Reichsstadt Nürnberg dem Königreich Bayern zugeschlagen. Die Stadt verlor ihre Reichsunmittelbarkeit und ihren Status als Freie Stadt.
Die Nationalsozialisten wählten Nürnberg aufgrund seiner historischen Bedeutung als Ort der Reichstage im Mittelalter als „Stadt der Reichsparteitage“. Zwischen 1933 und 1938 fanden hier die jährlichen Massenkundgebungen der NSDAP statt, die der Propaganda und Selbstdarstellung des Regimes dienten. Monumentale Bauten wie das Zeppelinfeld wurden für diese Zwecke errichtet.
Während des Reichsparteitages 1935 wurden die rassistischen „Nürnberger Gesetze“ erlassen, die die Verfolgung und Diskriminierung der jüdischen Bevölkerung rechtlich festlegten.
Nürnberg wurde im Zweiten Weltkrieg, insbesondere durch die schweren Luftangriffe von 1945, fast vollständig zerstört.
Nach Kriegsende wurde Nürnberg zum Schauplatz der Nürnberger Prozesse (1945-1949), bei denen führende Vertreter des NS-Regimes wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt und verurteilt wurden. Die Wahl Nürnbergs war symbolisch, da die Stadt einst die Bühne für die nationalsozialistische Propaganda gewesen war.
Nach dem Krieg begann der Wiederaufbau der Stadt, bei dem große Teile der historischen Altstadt originalgetreu oder in ähnlichem Stil rekonstruiert wurden.
In der Nachkriegszeit entwickelte sich Nürnberg wieder zu einem bedeutenden Wirtschaftsstandort. Die Stadt ist heute ein wichtiges Zentrum für Industrie, Dienstleistungen und Messen und gilt als wirtschaftliches und kulturelles Herz Frankens.
Überragt wird die Altstadt von der Kaiserburg, die majestätisch auf einem Sandsteinfelsen über der Altstadt thront. Man kann die Kaiserburg von der Altstadt aus bequem zu Fuß erreichen kann. Von oben aus hat man einen herrlichen Rundblick über Nürnberg und die angrenzenden Landschaften.
Die Kaiserburg gehört zu den bedeutendsten mittelalterlichen Burgen Deutschlands. Sie war ab dem 11. Jahrhundert eine Kaiserresidenz und spielte eine zentrale Rolle in der Geschichte des Heiligen Römischen Reiches, da hier mehrere deutsche Kaiser residierten.
Wer sich für Geschichte interessiert, dem sein eine Führung durch die Kaiserburg empfohlen, da sie eine wichtige Rolle in der Geschichte Nürnbergs und Deutschlands spielt.
Vom Garten der Kaiserburg aus kann man die Stadtmauer betreten. Wer wissen will, warum Nürnberg nie erobert wurde, dem sei die Tour „Verteidigungskorridore und geheime Gänge unter der Burg“ an Herz gelegt.
Ansonsten hat man von hier aus einen wunderbaren Blick auf die Altstadt mit dem Albrecht-Dürer-Haus.








Der berühmteste Sohn Nürnbergs ist der Renaissance-Maler Albrecht Dürer. Im gleichnamigen Haus kann man viel über ihn und sein Leben erfahren.


Gegenüber vom Bahnhof liegt der innerhalb der Stadtmauer der Handwerkerhof im ehemaligen Waffenhof. Hier werden vergangene Zeiten lebendig. Hier findet ihr zahlreiche Handwerker in ihren Geschäften, u.a. einen Blechspielzeugladen, eine Töpferei, eine Zinngießerei, ein Lederwarengeschäft und natürlich auch Nürnberger Lebkuchen. Für Speis und Trank ist ebenfalls bestens gesorgt.





Besonders gut haben uns der Kettensteg, der Henkersteg, die Max- und die Fleischbrücke gefallen.
In der Vorweihnachtszeit findet auf dem Hauptmarkt der Christkindlmarkt statt.
In der Vorweihnachtszeit steht Nürnberg ganz im Zeichen des weltweit bekannten Christkindlmarktes. Hier wird es sehr international und man hört Sprachen aus aller Herren Länder.
Die tollen Stände laden zum Shoppen ein und das kulinarische Angebot ist überwältigend.



Das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände befindet sich mitten im Stadtnaturpark am großen Dutzendteich. Das Areal mit seinem monumentalen Gebäude war einst Schauplatz nationalsozialistischer Massenkundgebungen.
Heute kann man hier mehr über die dunkle Geschichte der Nationalsozialisten in Deutschland erfahren und auch an einer Geländebegehung des ehemaligen Reichsparteitagsgelandes teilnehmen. Man bekommt hier Tiefe Einblicke in die Geschichte und die Bedeutung des Platzes während der Zeit des Nationalsozialismus.
Die Internationale Spielwarenmesse, die weltweit bedeutendste Fachmesse ihrer Art, findet jedes Jahr in Nürnberg statt.
Und so ist es nicht verwunderlich, dass man im Spielzeugmuseum eine äußerst beindruckende Sammlung von Spielzeug aus verschiedenen Jahrhunderten bestaunen und gleichzeitig eine Zeitreise in die eigene Kindheit erleben kann.
Nürnberg hat eine beeindruckende und vielfältige Kunst- und Kulturszene, die sowohl von seiner reichen Geschichte als auch von einem pulsierenden, zeitgenössischen Angebot geprägt ist. Die Stadt verbindet die Bewahrung ihres historischen Erbes mit einer dynamischen, modernen Kulturszene.
Museen
Die Museumslandschaft Nürnbergs ist sehr breit gefächert und reicht von Kunst über Geschichte bis hin zu Technik.
Germanisches Nationalmuseum: Als größtes kulturhistorisches Museum Deutschlands bietet es einen umfassenden Einblick in die deutsche Kunst- und Kulturgeschichte von der Frühzeit bis zur Gegenwart. Die Sammlung umfasst Gemälde, Skulpturen, Kunsthandwerk und archäologische Funde.
Neues Museum Nürnberg: Dieses staatliche Museum für Kunst und Design beherbergt herausragende Werke des 20. und 21. Jahrhunderts. Die Architektur des Gebäudes selbst, entworfen von Volker Staab, ist ein Kunstwerk, das einen faszinierenden Kontrast zur historischen Umgebung bildet.
Albrecht-Dürer-Haus: Das ehemalige Wohn- und Arbeitshaus des berühmtesten Sohnes der Stadt, Albrecht Dürer, ist heute ein Museum, das das Leben und Werk des Künstlers lebendig macht. Es ist ein Muss für jeden, der sich für die Renaissance in Deutschland interessiert.
Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände: Dieses Museum befasst sich mit der Geschichte des Nationalsozialismus und der Rolle Nürnbergs als „Stadt der Reichsparteitage“. Es ist ein wichtiger Ort der Erinnerung und der Auseinandersetzung mit den Verbrechen des NS-Regimes.
Memorium Nürnberger Prozesse: In dem historischen Schwurgerichtssaal 600 des Justizpalastes, wo 1945/46 die Hauptkriegsverbrecherprozesse stattfanden, befindet sich heute eine Dauerausstellung, die über die Hintergründe und den Verlauf der Prozesse informiert.
Museum Industriekultur: Dieses Museum zeigt die Entwicklung Nürnbergs von der Handwerks- zur Industriestadt. Es präsentiert die Sozial- und Technikgeschichte der Region.
Theater, Musik und Bühnen
Nürnberg hat eine lebendige Theaterszene und bietet ein breites Spektrum an Darbietender Kunst.
Staatstheater Nürnberg: Als das größte Theater in Franken bietet es Oper, Schauspiel, Ballett und Konzerte auf hohem Niveau. Es ist ein wichtiger kultureller Anziehungspunkt und hat mehrere Spielstätten, darunter das Opernhaus und das Schauspielhaus.
Tafelhalle und KunstKulturQuartier: Das KunstKulturQuartier ist ein urbaner Kultur-Campus, der verschiedene Kulturinstitutionen wie die Tafelhalle (Tanz und Theater), die Kunsthalle (zeitgenössische Kunst), das Filmhaus und die Kunstvilla (regionale Kunst) unter einem Dach vereint.
Historische Felsengänge und Kasematten: Die Stadtführung durch die unterirdischen Gänge Nürnbergs ist nicht nur historisch interessant, sondern auch eine einzigartige kulturelle Erfahrung.
Weitere Highlights
Handwerkerhof: Direkt an der Stadtmauer gelegen, präsentiert der Handwerkerhof traditionelles Nürnberger Kunsthandwerk. Man kann hier Handwerkern bei der Arbeit zusehen und typische Nürnberger Produkte wie Zinngießerarbeiten und Lebkuchen kaufen.
Kreativviertel: Der Stadtteil Gostenhof (GoHo) hat sich zu einem lebendigen Kreativviertel entwickelt, in dem sich zahlreiche Künstlerateliers, Galerien, alternative Shops und Cafés angesiedelt haben.
Christkindlesmarkt: Der weltberühmte Nürnberger Christkindlesmarkt ist nicht nur ein traditioneller Weihnachtsmarkt, sondern auch ein bedeutendes kulturelles Ereignis. , das jedes Jahr Millionen von Besuchern anzieht. Er spiegelt die reiche Tradition und das kulturelle Erbe der Stadt wider.
Es gibt zwei große Volksfeste, die jeweils einmal im Jahr auf dem Volksfestplatz am Dutzendteich stattfinden. Das Frühlingsfest im Frühjahr und das Herbstvolksfest, das Ende August/Anfang September stattfindet.
Bardentreffen: Dieses dreitägige Open-Air-Musikfestival findet jedes Jahr im Sommer (meist Ende Juli/Anfang August) in der Nürnberger Altstadt statt und bietet Konzerte von Liedermachern und Bands aus aller Welt. Der Eintritt ist traditionell kostenlos.
Rock im Park: Eines der größten und bekanntesten Rock- und Metal-Festivals in Deutschland, das jährlich Anfang Juni auf dem Zeppelinfeld stattfindet.
Trempelmarkt: Der größte Innenstadt-Flohmarkt Deutschlands, der zweimal im Jahr (im Frühjahr und Herbst) in der Nürnberger Altstadt abgehalten wird.
Nürnberger Altstadtfest: Ein großes Traditionsfest, das zwei Wochen lang im September das historische Zentrum der Stadt in eine bunte Feiermeile verwandelt.
Fränkisches Bierfest: Findet im Sommer im Burggraben statt und ist als „längster Biergarten Europas“ bekannt.
Nürnberger Christkindlesmarkt: Einer der ältesten und bekanntesten Weihnachtsmärkte der Welt, der jährlich in der Adventszeit auf dem Hauptmarkt stattfindet und am 28. November eröffnet wird.
Die fränkische Küche bietet eine Vielzahl an herzhaften und deftigen Gerichten, die ihr probieren könnt. Hier sind einige der bekanntesten Spezialitäten:
Nürnberger Bratwürste:
Diese kleinen, zarten Würstchen sind das Markenzeichen der Stadt. Sie werden traditionell in einem speziellen Ofen gegrillt und mit Sauerkraut und einem Semmelknödel serviert.
Nürnberger Lebkuchen:
Nicht nur zur Weihnachtszeit ein Genuss! Der Nürnberger Lebkuchen ist weltweit bekannt für seinen würzigen Geschmack. Probiert ihn pur oder in Kombination mit anderen Leckereien.
Fränkisches Schäufele:
Ein deftiges Gericht aus Schweineschulter, das im Ofen gebacken wird. Das Fleisch ist zart und saftig und wird oft mit Klößen und Sauerkraut serviert.
Fränkischer Karpfen:
Aus den fränkischen Seen stammt dieser frische Fisch, der oft gebacken oder gebraten serviert wird.
Weitere Spezialitäten:
Fränkischer Spargel: In der Saison ein Muss! Der Spargel wird in vielen Variationen zubereitet, beispielsweise gekocht, gebraten oder als Suppe.
Fränkischer Meerrettich: Der scharfe Meerrettich ist eine beliebte Beilage zu vielen fränkischen Gerichten.
Fränkische Biere: Die fränkischen Brauereien bieten eine große Auswahl an Bieren, von hell bis dunkel.
Wo Du in Nürnberg gut essen kannst:
Traditionelle Gasthäuser: Hier kannst Du die fränkische Küche in ihrer ursprünglichen Form genießen.
Brauhäuser: In den Brauhäusern werden neben dem selbstgebrauten Bier auch deftige Speisen angeboten.
Restaurants in der Altstadt: Hier findest Du eine große Auswahl an Restaurants mit internationaler Küche.
Food-Trucks: Auf den verschiedenen Märkten und Veranstaltungen in Nürnberg gibt es zahlreiche Food-Trucks, die regionale und internationale Spezialitäten anbieten.
Tipps:
Brauereiführungen: Bei einer Brauereiführung erfährst Du mehr über die Herstellung des fränkischen Bieres.
Weinproben: Die fränkischen Weine im traditionellen Bocksbeutel sind ebenfalls eine Entdeckung wert.
In Nürnberg gibt es viele gute Möglichkeiten zum Einkaufen. Die Nürnberger Innenstadt bietet eine Vielzahl von Geschäften, von großen Kaufhäusern bis hin zu kleinen, individuellen Läden.
Einkaufsstraßen in der Innenstadt
Breite Gasse, Karolinenstraße und Königstraße: Dies sind die Haupt-Einkaufsmeilen in Nürnberg. Hier findest Du eine Mischung aus bekannten Modeketten, Kaufhäusern wie GALERIA und Breuninger sowie kleineren Boutiquen. Die Breite Gasse ist besonders bei einem jungen, trendbewussten Publikum beliebt.
Weißgerbergasse: Wenn Du nach einzigartigen, kleinen Geschäften und wunderschönen Gassen suchst, solltest Du Weißgerbergasse besuchen. Hier befinden sich individuelle Geschäfte, Cafés und Kunsthandwerk.
Handwerkerhof: Direkt am Hauptbahnhof gelegen, bietet dieser kleine „Handwerkerhof“ eine malerische Kulisse mit Läden von Glasbläsern, Goldschmieden und anderen Handwerkern. Er ist ideal für Souvenirs und handgefertigte Produkte.
Trödelmarkt: Dieser Platz zählt zu den schönsten der Stadt und bietet eine Mischung aus kleinen Läden, Gastronomie und Kunst.
Einkaufszentren
Franken-Center: Mit über 100 Geschäften und einer Verkaufsfläche von 40.000 m² ist das Franken-Center eines der größten Einkaufszentren in Nürnberg. Es liegt in Langwasser und bietet eine breite Palette an Shops, darunter bekannte Marken wie H&M und Media Markt.
mercado: In Schoppershof gelegen, ist das mercado ein familienfreundliches Einkaufszentrum mit über 60 Geschäften.
PLÄRRERMARKT: Dieses Einkaufszentrum am Plärrer ist barrierefrei und gut an das öffentliche Verkehrsnetz angebunden.
Spezialitäten und Insider-Tipps
Meisterhändler: Nürnberg zeichnet sich durch seine „Meisterhändler“ aus, die traditionelles Handwerk anbieten. Dazu gehören Goldschmiede, Hutmacher, Lebküchnereien und weitere Spezialgeschäfte.
Gostenhof (GoHo): Das Szeneviertel Gostenhof wird oft mit dem Londoner Stadtteil Soho verglichen und ist ideal für diejenigen, die nach individuellen, hippen Läden, Vintage-Shops und kleinen Ateliers suchen.
Nürnberg bietet zahlreiche Möglichkeiten zur Erholung, die von idyllischen Parks und Seen bis hin zu naturnahen Erholungsgebieten reichen.
Parks und Grünanlagen
Wöhrder Wiese und Wöhrder See: Direkt an der Pegnitz und nur wenige Minuten von der Altstadt entfernt liegt diese große Grünfläche mit dem Wöhrder See. Hier kann man spazieren gehen, joggen, entspannen oder im Sommer Tretboot fahren.
Volkspark Dutzendteich: Ein weitläufiges Erholungsgebiet im Süden Nürnbergs, das sich ideal für Spaziergänge, Radtouren, Inlineskating oder Tretbootfahren eignet. Der große See und die umliegenden Wiesen sind ein beliebter Treffpunkt.
Stadtpark: Im Norden der Stadt gelegen, ist der Stadtpark mit seinen alten Bäumen und weitläufigen Liegewiesen eine klassische Oase der Ruhe. Er ist der älteste Park Nürnbergs und lädt zum Picknicken und Entspannen ein.
Marienbergpark: Als größter Park Nürnbergs bietet er viel Platz für verschiedene Aktivitäten wie Minigolf, Grillen und Spaziergänge. Im Sommer gibt es hier auch ein beliebtes Open-Air-Kino.
Rosenaupark: Nahe der Altstadt gelegen, ist der Rosenaupark eine ruhige Oase mit einem großen Spielplatz, die besonders bei Familien beliebt ist.
Seen und Bademöglichkeiten
Wöhrder See: Obwohl nicht zum Schwimmen geeignet, ist der See mit dem Bootsverleih und den umliegenden Wiesen ein zentraler Ort für Entspannung und Freizeitaktivitäten.
Seen im Nürnberger Umland: Für ein echtes Badevergnügen lohnen sich Ausflüge ins Fränkische Seenland. Die größten und beliebtesten Seen in der Nähe sind:
Brombachsee: Eines der bekanntesten Naherholungsziele mit vielen Wassersportmöglichkeiten wie Segeln, Surfen und Stand-Up-Paddling.
Rothsee: Ideal zum Baden, Segeln und Surfen, verfügt er über separate Bereiche für verschiedene Aktivitäten.
Altmühlsee: Ein Paradies für Wassersportler und Naturliebhaber, das sich auch für Familienausflüge anbietet.
Besondere Erholungsorte
Pegnitztal West: Ein naturbelassenes Tal entlang der Pegnitz, das sich hervorragend zum Joggen, Radfahren oder für entspannte Spaziergänge eignet.
Burggarten und Stadtmauer: Die Gärten rund um die Kaiserburg und der Graben der historischen Stadtmauer bieten eine grüne und malerische Kulisse für einen Spaziergang. Hier kann man die Ruhe der Natur mit dem historischen Flair der Stadt verbinden.
Heilkräutergarten am Hallertor: Ein kleiner, liebevoll angelegter Garten auf der Stadtmauer, der eine große Vielfalt an Heilpflanzen beherbergt und einen ruhigen Rückzugsort darstellt.
Anreise nach Nürnberg
Der Nürnberger Hauptbahnhof ist einer der größten und wichtigsten Bahnhöfe Deutschlands.
Es gibt zahlreiche direkte ICE- und IC-Verbindungen von und nach Nürnberg aus vielen deutschen und europäischen Städten, darunter Berlin, München, Frankfurt am Main, Wien und Zürich. Die Deutsche Bahn bietet auf diesen Strecken oft Sparpreise an.
Die zentrale Lage des Hauptbahnhofs ermöglicht es, die Innenstadt und die meisten Sehenswürdigkeiten direkt zu Fuß oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.
Der Flughafen Nürnberg (NUE) ist der zweitgrößte Flughafen Bayerns. Er liegt sehr nah an der Innenstadt und ist exzellent an den öffentlichen Nahverkehr angebunden. Die U-Bahn-Linie U2 verbindet den Flughafen direkt mit dem Hauptbahnhof Nürnberg. Die Fahrt dauert nur etwa 12 Minuten.
Nürnberg ist über mehrere wichtige Autobahnen erreichbar:
A3: Von Würzburg/Frankfurt (Nordwesten) und Regensburg (Südosten).
A6: Von Heilbronn/Stuttgart (Südwesten) und Amberg (Osten).
A9: Von Berlin (Norden) und München (Süden).
A73: Verbindet die Stadt mit Bamberg/Südthüringen im Norden und Feucht/Franken im Süden.
Die Stadt verfügt über ein gut ausgebautes Parkleitsystem sowie zahlreiche Parkhäuser und Park-and-Ride-Plätze (P+R), von denen aus Sie bequem mit U-Bahn oder Bus in die Innenstadt gelangen.
Fortbewegung in Nürnberg
Das öffentliche Verkehrssystem in Nürnberg ist sehr gut ausgebaut und wird hauptsächlich von der Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg (VAG) und dem Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) betrieben. Es besteht aus einem dichten Netz aus U-Bahn, Straßenbahn und Bussen, ergänzt durch S-Bahnen und Regionalzüge, die die gesamte Metropolregion abdecken.
U-Bahn (U)
Die U-Bahn ist das Rückgrat des Nahverkehrs in der Stadt. Nürnberg war die erste Stadt in Deutschland mit einer vollautomatischen, fahrerlosen U-Bahn.
Linien: Es gibt drei U-Bahn-Linien (U1, U2, U3).
U1 verbindet die Stadt von Langwasser im Süden bis nach Fürth im Westen und ist die älteste Linie.
U2 führt vom Flughafen im Norden durch die Innenstadt bis nach Röthenbach.
U3 verläuft ebenfalls durch die Innenstadt und ist die automatisierte Linie, die den Nordwesten und Südwesten der Stadt verbindet.
Straßenbahn (Tram)
Die Straßenbahnen ergänzen die U-Bahn und bedienen vor allem die innerstädtischen Bereiche und angrenzenden Stadtteile.
Es gibt fünf Straßenbahnlinien.
Die Linien führen unter anderem zum Hauptbahnhof, in den Tiergarten, nach Gibitzenhof und zum Doku-Zentrum. Sie verkehren überwiegend an der Oberfläche und sind ein wichtiges Verkehrsmittel für kürzere und mittlere Strecken.
Busse
Das Busnetz ist sehr weit verzweigt und ergänzt U-Bahn und Straßenbahn, indem es Stadtteile und Orte anbindet, die nicht über Schienenwege erreichbar sind.
Am Wochenende und vor Feiertagen gibt es ein spezielles Nachtbusnetz, die sogenannten „NightLiner“. Diese Busse fahren von 1:00 Uhr bis 4:00 Uhr im Stundentakt sternförmig vom Hauptbahnhof aus in die umliegenden Stadtteile und Gemeinden.
S-Bahn (S) und Regionalzüge (R)
Das S-Bahn-Netz ist für den Pendlerverkehr in die gesamte Metropolregion Nürnberg unerlässlich.
Mehrere S-Bahn-Linien verbinden Nürnberg mit umliegenden Städten wie Fürth, Erlangen, Ansbach und Neumarkt. Die S-Bahnen starten vom Hauptbahnhof und sind das Rückgrat des Nahverkehrs zwischen Nürnberg und der Region. Auch Regionalzüge des VGN ergänzen dieses Netz.
Tarifsystem (VGN)
Das gesamte öffentliche Verkehrssystem in Nürnberg und der Metropolregion ist in den Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) integriert.
Das Tarifsystem basiert auf Zonen. Jede Fahrt wird nach der Anzahl der durchfahrenen Zonen berechnet.
Es gibt verschiedene Ticketarten, darunter Einzelfahrkarten, 4er-Tickets, Tages-Tickets (für Einzelpersonen und Gruppen) sowie Wochen-, Monats- und Jahreskarten.
NürnbergCard
Die Nürnberg Card ist besonders empfehlenswert, wenn Du planst, mehrere kostenpflichtige Sehenswürdigkeiten zu besuchen und das öffentliche Nahverkehrsnetz intensiv zu nutzen.
Die Karte bietet 48 Stunden lang freien Eintritt in über 30 Museen und Attraktionen in Nürnberg und Fürth. Dazu gehören beliebte Orte wie die Kaiserburg, das Albrecht-Dürer-Haus, das Germanische Nationalmuseum und der Nürnberger Tiergarten.
Die NürnbergCard beinhaltet die Nutzung aller öffentlichen Verkehrsmittel des Verkehrsverbunds Großraum Nürnberg (VGN) in der Tarifzone A. Dies umfasst U-Bahn, Straßenbahn, Busse und S-Bahnen in Nürnberg, Fürth und Stein. Die 48-Stunden-Gültigkeit beginnt mit der ersten Nutzung, sei es an einer Attraktion oder in einem Verkehrsmittel.
Bei einigen Partnern gibt es 50 % Rabatt auf bestimmte Aktivitäten, wie zum Beispiel Führungen oder den Besuch der Historischen Felsengänge.
Die Karte ist 48 Stunden lang gültig. Die Gültigkeit beginnt exakt mit dem Zeitpunkt der ersten Nutzung und endet nach 48 Stunden. Es gibt spezielle Tarife für Erwachsene und Kinder. Für Kinder unter 6 Jahren ist die Karte in der Regel kostenlos, wenn sie von einem Erwachsenen begleitet werden.
Die Karte kann online oder vor Ort bei den Tourist-Informationen, am Flughafen und in vielen Hotels erworben werden.
Bezahlen in Nürnberg
In Nürnberg sind die gängigsten Zahlungsmethoden eine Mischung aus Bargeld, Kartenzahlung und mobilen Lösungen. Die Akzeptanz variiert je nach Art und Größe des Geschäfts.
Kartenzahlung (Debit- und Kreditkarten) und mobile Bezahlmethoden werden in fast allen Geschäften, Supermärkten, Restaurants und Tankstellen akzeptiert. In kleineren Geschäften, Boutiquen oder Bäckereien kann die Akzeptanz jedoch eingeschränkt sein. Es ist ratsam, vor dem Einkauf auf die Logos der akzeptierten Karten am Eingang oder an der Kasse zu achten, und immer etwas Bargeld dabei zu haben.
Sicherheit in Nürnberg
Nürnberg gilt generell als eine sehr sichere Stadt.
An belebten Orten wie dem Hauptbahnhof, in öffentlichen Verkehrsmitteln oder auf großen Veranstaltungen (z.B. dem Christkindlesmarkt oder den Volksfesten) sollte man seine Wertsachen gut im Auge behalten.
Der Nürnberger Hauptbahnhof ist ein zentraler Verkehrsknotenpunkt und kann, wie viele Bahnhöfe, als Brennpunkt für Kleinkriminalität gelten. Es gibt hier eine erhöhte Polizeipräsenz, dennoch ist Wachsamkeit geboten.
Gostenhof und Südstadt: Obwohl diese Viertel für ihre lebendige Kultur und ihr Nachtleben bekannt sind, kann die Kriminalitätsrate hier etwas höher sein als in anderen Teilen der Stadt. Insbesondere in den Abend- und Nachtstunden ist es ratsam, in belebten Straßen zu bleiben.
Nachfolgend haben wir einige Aktivitäten-Highlights für Euch aufgelistet.
- Sightseeing-Tour mit der Bimmelbahn
- Altstadt-Stadtrundfahrt mit dem Bus
- Private Führung auf deutsch
- Altstadttour für kleine Gruppen
- Verteidigungskorridore und geheime Gänge unter der Burg
- Mittelalterliche Kerkerführung
- Geländebegehung des ehemaligen Reichsparteitagsgelandes
- Zeppelinfeld-Tour
- Geheimnisvoller Morgen Frühstück-Escape-Game
- Playmobil Funpark in Zirndorf
- Mittelalterliche Stadtführung für Kinder
Wir haben schon in verschiedenen Hotels in Nürnberg übernachtet. Unser Lieblingshotel ist das Sheraton Carlton. Es liegt außerhalb der Stadtmauern in der Nähe des Hauptbahnhofs. Dort bekommt man ein wunderbares Frühstück und aus dem Wellness-Bereich hat man herrliche Ausblicke auf Nürnberg.
Ebenfalls sehr gut ist das Holiday Inn Nürnberg City Centre. Es liegt innerhalb der Stadtmauern im südwestlichen Teil der Altstadt in der Nähe vom Ludwigstor.
Es gibt natürlich noch viele weitere Hotels in Nürnberg.
Die beste Reisezeit für Nürnberg ist im Frühling (April bis Juni) und im Herbst (September bis Oktober), wenn das Wetter angenehm ist und es weniger Touristen gibt. Im Frühling blühen die Kirschbäume im Stadtzentrum, während im Herbst das bunte Laub eine malerische Kulisse bietet. Die Temperaturen liegen in dieser Zeit zwischen 10°C und 20°C, ideal zum Erkunden der Stadt und ihrer Sehenswürdigkeiten.
Im Sommer kann es in Nürnberg sehr heiß werden, während der Winter kalt und manchmal verschneit ist.
Der weltberühmte Christkindlmarkt findet natürlich in der Vorweihnachtszeit statt.
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