München ist die Landeshauptstadt des Freistaats Bayern und nach Berlin und Hamburg die drittgrößte Stadt Deutschlands. Die Stadt liegt im Süden Deutschlands, am Fluss Isar, und ist bekannt für ihre hohe Lebensqualität, ihre Kultur, ihre Nähe zu den Alpen und ihre weltoffene Atmosphäre, die ihr auch den Spitznamen „Weltstadt mit Herz“ eingebracht hat.
München befindet sich im bayerischen Voralpenland, nur wenige Kilometer von den Alpen entfernt. Die Isar durchfließt die Stadt und bietet mit ihren Ufern und Kiesbänken beliebte Erholungsgebiete. Der Englische Garten, einer der größten innerstädtischen Parks der Welt, ist eine grüne Lunge im Herzen der Stadt.
Die Stadt ist reich an Kultur und Geschichte. Zu den bekanntesten Wahrzeichen gehören der
Marienplatz, die Frauenkirche, das Schloss Nymphenburg und der Olympiapark.
Deutsches Museum und die Pinakotheken wenden sich an Wissenschafts- und Technikinteressierten sowie an Kunstliebhaber.
München ist auch ein bedeutendes Wirtschaftszentrum und Sitz zahlreicher internationaler Unternehmen, insbesondere in den Bereichen Technologie, Medien, Versicherungen und Automobilbau (z.B. BMW). Auch als Finanz- und Bankenplatz hat die Stadt eine hohe Bedeutung.
Die Stadt beheimatet mehrere renommierte Universitäten und Forschungseinrichtungen, darunter die Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) und die Technische Universität München (TUM).
Das Münchner Lebensgefühl wird oft als eine Mischung aus Tradition und Moderne beschrieben. Die bayerische Kultur ist allgegenwärtig, sei es in den vielen Biergärten, den traditionellen Trachten oder dem berühmten Oktoberfest, dem weltweit größten Volksfest.
Trotz seiner Größe wird München von vielen als „Millionendorf“ bezeichnet, da es den Charme und die Gemütlichkeit eines kleineren Ortes bewahrt hat. Die Nähe zu den Bergen und Seen in der Umgebung macht die Stadt zudem zu einem idealen Ausgangspunkt für Freizeitaktivitäten in der Natur.
Die Geschichte Münchens ist eine spannende Reise von einer kleinen Mönchssiedlung zu einer florierenden Weltstadt. Sie ist eng mit der Herrschaft der Wittelsbacher, dem Aufstieg zum kulturellen Zentrum und den dramatischen Ereignissen des 20. Jahrhunderts verbunden.
München wurde im Jahr 1158 gegründet. Herzog Heinrich der Löwe verlegte eine Brücke über die Isar, um den einträglichen Salzhandel umzulenken. Dies führte zu einem Konflikt mit dem Bischof von Freising, der durch Kaiser Friedrich Barbarossa im „Augsburger Schied“ geschlichtet wurde. In dieser Urkunde wurde der Ort „Munichen“ („bei den Mönchen“) erstmals erwähnt und erhielt das Markt- und Münzrecht.
1255 wird München wird Residenzstadt des Teilherzogtums Oberbayern, als der Wittelsbacher Herzog Ludwig II. hier seinen Sitz nimmt. Damit beginnt die über 700-jährige Ära der Wittelsbacher in München.
Mit der Krönung von Herzog Ludwig IV. zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation im Jahr 1328 wird München für einige Jahrzehnte zur kaiserlichen Residenz und erfährt eine starke Erweiterung.
Nach der Wiedervereinigung der Herzogtümer Bayerns wird München 1504 alleinige Hauptstadt und entwickelt sich zu einem Zentrum von Kunst und Kultur, insbesondere unter Herzog Albrecht V. und dessen Nachfolgern.
München wird zu einer Hochburg der Gegenreformation. Unter Herzog Wilhelm V. wird 1589 das berühmte Hofbräuhaus gegründet.
Während des Dreißigjährigen Krieges (1618–1648) wird München kurfürstliche Residenzstadt. Die Stadt übersteht den Krieg vergleichsweise unbeschadet, muss aber hohe Kontributionen an die schwedischen Besatzer zahlen.
Im 17. und 18. Jahrhundert wird München durch prachtvolle Bauten wie das Schloss Nymphenburg und die Theatinerkirche zur Barockstadt.
1806 wird Bayern zum Königreich erhoben und München zur königlichen Haupt- und Residenzstadt.
König Ludwig I. (1825–1848) ist der eigentliche Schöpfer des modernen München. Er lässt die Stadt durch Architekten wie Leo von Klenze und Friedrich von Gärtner in ein Kunst- und Kulturzentrum verwandeln. Es entstehen Prachtbauten wie die Glyptothek, die Alte Pinakothek, die Ludwigstraße und die Ruhmeshalle. Die Stadt wächst rasant und wird zum Anziehungspunkt für Künstler und Intellektuelle.
Nach dem Ende des Königreichs Bayern wird München 1918 zur Hauptstadt des Freistaats. Die Stadt wird zum Schauplatz politischer Unruhen und Entwicklungen, die später zum Aufstieg des Nationalsozialismus führen.
München wird von den Nationalsozialisten als „Hauptstadt der Bewegung“ stilisiert. Die Stadt ist ein Zentrum der NS-Propaganda und der Parteiführung.
Im Zweiten Weltkrieg wird die Stadt durch alliierte Bombenangriffe stark zerstört. Die historische Altstadt ist zu über 90 % beschädigt.
Nach dem Krieg beginnt der Wiederaufbau. Im Gegensatz zu anderen Städten wird der historische Grundriss weitgehend beibehalten.
In der Nachkriegszeit erlebt München einen wirtschaftlichen Aufschwung. 1957 überschreitet die Einwohnerzahl die Millionengrenze.
1972 ist die Stadt ist Gastgeber der Olympischen Sommerspiele. Dafür werden die U- und S-Bahn sowie der Olympiapark gebaut, die das moderne Stadtbild prägen.
Heute ist München eine wirtschaftlich starke und kulturell vielfältige Metropole, die ihre historische Bedeutung mit einer hohen Lebensqualität und Innovationskraft verbindet.
Wohl dem, der im Sommer nach München kommt. Oder wenigstens in einer Zeit, in der das Wetter einen Besuch in einem der zahlreichen Biergärten ermöglicht.
Egal, ob man einen eher kleinen Biergarten wie den Hofbräukeller am Wiener Platz oder Münchens größten Biergarten, den Hirschgarten besucht – bayerische Lebensfreude, gute Küche und vor allem leckeres Bier sind überall garantiert. Jedenfalls sind wir noch nicht enttäuscht worden.
Wer mit dem Zug am Hauptbahnhof ankommt muss nur die Arnulfstraße überqueren und ist schon im Augustiner-Keller. Hier kann man im Sommer draußen im Biergarten sitzen und sich im Winter im Eisstockschießen üben.
Das Oktoberfest, von den Münchnern liebevoll „Wiesn“ genannt, ist das größte Volksfest der Welt und ein Symbol für bayerische Kultur und Lebensfreude.
Die Geschichte des Oktoberfests begann am 17. Oktober 1810 mit der Hochzeit von Kronprinz Ludwig von Bayern (später König Ludwig I.) und Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen. Zur Feier gab es ein großes Pferderennen, das auf einer Wiese am Rande der Stadt stattfand. Die Wiese wurde zu Ehren der Braut „Theresienwiese“ genannt. Das Fest war so erfolgreich, dass beschlossen wurde, es im darauffolgenden Jahr zu wiederholen. Über die Jahre entwickelte es sich von einem königlichen Fest mit Pferderennen zu einem Volksfest mit Karussells, Essensständen und schließlich den berühmten Bierzelten.
Wichtige Merkmale und Traditionen
Die Theresienwiese: Das Festgelände im Herzen Münchens, das mit seinen 14 großen Festhallen und zahlreichen kleineren Zelten, Buden und Fahrgeschäften eine kleine Stadt für sich bildet.
Die Bierzelte: Jedes der großen Zelte wird von einer Münchner Brauerei betrieben und bietet Platz für Tausende von Besuchern. Die Stimmung ist einzigartig, geprägt von Blasmusik, ausgelassenem Schunkeln und dem berühmten „Oans, zwoa, g’suffa!“ (Eins, zwei, getrunken!).
Das Bier: Auf der Wiesn wird ein spezielles, eigens für das Fest gebrautes Oktoberfestbier ausgeschenkt, das stärker ist als normales Bier. Es wird traditionell in Maßkrügen (ein Liter) serviert.
Das „Anzapfen“: Die offizielle Eröffnung des Oktoberfests findet mit dem traditionellen Fassanstich durch den Münchner Oberbürgermeister im Schottenhamel-Festzelt statt. Mit dem Ruf „O’zapft is!“ (Es ist angezapft!) ist das Fest offiziell eröffnet und der Bierausschank beginnt in allen Zelten.
Tracht: Lederhosen für die Herren und Dirndl für die Damen sind die traditionelle Kleidung auf der Wiesn. Sie sind ein wichtiger Ausdruck der bayerischen Identität und haben in den letzten Jahren wieder an Popularität gewonnen.
Volksfest-Charakter: Neben den Bierzelten bietet das Oktoberfest eine Vielzahl von Fahrgeschäften, von modernen Achterbahnen bis hin zu traditionellen Karussells wie dem Teufelsrad. Zahlreiche Essensbuden versorgen die Besucher mit bayerischen Spezialitäten wie Hendl (Brathähnchen), Schweinshaxe und Brezen.
Oktoberfest im September: Obwohl es „Oktoberfest“ heißt, beginnt das Fest traditionell am dritten Samstag im September und endet am ersten Sonntag im Oktober (bzw. dauert bis zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober).
Tipps für einen Besuch des Oktoberfests
Das Oktoberfest ist ein einzigartiges Erlebnis, das aber auch seine Herausforderungen mit sich bringt. Hier sind einige Tipps für einen gelungenen und entspannten Besuch, besonders für Erstbesucher.
Das Oktoberfest ist freitags, samstags, sonntags und am Feiertag (3. Oktober) am vollsten. Wenn Du eine entspanntere Atmosphäre suchst, geh unter der Woche, idealerweise vor 16 Uhr.
Die Mittagszeit (Montag bis Freitag, ca. 10 bis 15 Uhr) ist oft am gemütlichsten. Die Zelte sind nicht so überfüllt und die Stimmung ist traditioneller.
Reise am besten mit öffentlichen Verkehrsmitteln an. Die U-Bahn ist das schnellste Transportmittel. Meide den U-Bahnhof Theresienwiese zu den Stoßzeiten, da er überfüllt sein kann. Steige stattdessen an den Bahnhöfen Goetheplatz, Poccistraße oder Schwanthalerhöhe aus und geh ein paar Minuten zu Fuß.
Große Taschen und Rucksäcke sind auf dem Festgelände verboten. Erlaubt sind nur kleine Taschen (max. 20 cm x 15 cm x 10 cm) mit einem Fassungsvermögen von bis zu 3 Litern. Lass unnötige Wertsachen im Hotel oder zu Hause.
Wie bei jedem Großereignis sind Taschendiebe unterwegs. Bewahre Bargeld, Handy und Ausweise sicher am Körper auf, zum Beispiel in einer verschließbaren Innentasche.
Trage bequeme Schuhe. Du wirst viel stehen und gehen.
Tischreservierungen sind oft schon Monate im Voraus ausgebucht. Für Spontanbesucher gilt: Komme früh. In den Biergärten vor den Zelten findet man oft leichter einen Platz.
Bargeld wird in den Zelten und an den meisten Ständen gerne genommen. Nimm genügend Bargeld mit, um die langen Schlangen an den Geldautomaten zu vermeiden.
Trinkgeld ist auf der Wiesn üblich und wichtig. Runde den Preis für die Maß auf und gib dem Personal für den Service ein großzügiges Trinkgeld.
Die Stimmung ist ausgelassen, aber es gibt ungeschriebene Regeln. Es ist Tradition, auf den Bierbänken zu stehen, aber nicht auf den Tischen. Singe mit, schunkele und stoße mit Deinen Sitznachbarn an.
Das Outfit und die Schleife
Auch wenn es keine Pflicht ist, tragen die meisten Besucher Dirndl oder Lederhose. Wer kein eigenes Outfit hat, kann sich eines in München mieten.
Die Position der Schleife am Dirndl hat eine Bedeutung:
Links: Die Trägerin ist Single und flirtbereit.
Rechts: Die Trägerin ist vergeben (verliebt, verlobt oder verheiratet).
Vorne mittig: Oft von Kindern oder Jungfrauen getragen.
Hinten: Die Trägerin ist eine Witwe oder eine Bedienung.
Weitere Tipps
Nimm Dir Zeit, über das Festgelände zu schlendern. Es gibt eine große Auswahl an traditionellen und modernen Fahrgeschäften, Schießbuden und Losständen.
Probiere die kulinarischen Spezialitäten wie Hendl (Brathähnchen), Steckerlfisch, Schweinshaxe oder die riesigen Lebkuchenherzen.
Buche Deine Unterkunft so früh wie möglich.
Der Marienplatz ist der zentrale Platz mitten im Zentrum der Stadt. Das imposante Neue Rathaus im neugotischen Stil mit dem Glockenspiel ist das hervorstechende Gebäude des Platzes.
Der Fischbrunnen vor dem Haupteingang des Neuen Rathauses sowie die Mariensäule in der Mitte des Platzes sind beliebte Treffpunkte für Touristen und Einheimische.
Vor allem im Sommer finden hier zahlreiche Veranstaltungen statt. Straßenmusikanten und andere Künstler kann man hier ebenfalls häufig antreffen.
Vom Marienplatz aus kann man in jede Richtung eine Shopping-Tour starten. Wer von hier die ca. 700m in westlicher Richtung bis zum Stachus (Karlsplatz) über die Kaufinger Straße geht, findet jede Menge Geschäfte, Cafés und Restaurants.
Ca. 400m südlich vom Marienplatz befindet sich auch der berühmte Viktualienmarkt.



Der Viktualienmarkt im Herzen der Altstadt ist ein traditioneller Lebensmittelmarkt, auf dem man neben bayerischen Spezialitäten wie Brezen, Käse, Wurst auch frisches Obst und Gemüse sowie Spezialitäten aus aller Welt kaufen kann.
Eine Besonderheit unter den Biergärten Münchens bietet der Biergarten auf dem
Viktualienmarkt: Während in den anderen Biergärten das Bier einer Brauerei ausgeschenkt wird, wechseln sich im zentralsten Biergarten Münchens die sechs Großbrauereien Hofbräu, Spaten Bräu, Augustiner Bräu, Hacker Pschorr, Paulaner und Löwenbräu ca. alle 6 Wochen ab.
Wer auf einer informativen Stadtführung die Sehenswürdigkeiten im Zentrum von München kennen lernen möchte macht am besten einen geführten Altstadt-Rundgang.
Die Frauenkirche, eine gotische Kathedrale mit zwei markanten Türmen, ist das Wahrzeichen Münchens. Sie steht inmitten der Stadt unweit des Marienplatzes.
Man kann die Kirche besichtigen und auf den Kirchturm gehen, von wo aus man einen herrlichen Panoramablick über die Stadt genießen kann.

Das Hofbräuhaus befindet sich am „Platzl“. Hier gibt es weitere bayerische Restaurants wie das „Ayinger am Platzl“ oder das „Augustiner am Platzl“. Sollte jemand nach etwas anderem suchen – auch kein Problem. Gegenüber vom Hofbräuhaus gibt es das „Hard Rock Cafe München“.
Der Englische Garten ist mit einer Fläche von rund 370 Hektar einer der größten Stadtparks der Welt. Hier kann man spazieren, joggen, Rad fahren, picknicken und im Sommer auch baden. Es gibt reichlich Rasenflächen und kilometerlange Spazierwege, die zum Entspannen und Genießen der Natur einladen.
Der Englische Garten wurde im Jahr 1789 von Sir Benjamin Thompson entworfen und ist nach englischem Landschaftsstil gestaltet.
Zu den bekanntesten Attraktionen im Englischen Garten gehört der Monopteros, ein antiker Tempel, der auf einem Hügel im Zentrum des Parks thront und einen atemberaubenden Blick auf die Stadt bietet. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die historische Pagode „Chinesischer Turm“ mit dem gleichnamigen Biergarten mit traditioneller bayerischer Küche sowie der Kleinhesseloher See, auf dem man Tretboot fahren kann. Direkt am See kann man auch gut Essen und den Blick dabei über den See schweifen lassen.
Weithin bekannt und immer toll anzusehen sind auch die Surfer auf der Eisbachwelle und der Dianabadschwelle, die an diesen beiden Stellen selbst im Winter ihrem Vergnügen nachgehen.
Der Park ist das ganze Jahr über geöffnet und bietet zu jeder Jahreszeit wunderschöne Aussichten. Im Frühling und Sommer blühen zahlreiche Blumen und Bäume im Park, während im Herbst die Blätter der Bäume in kräftigen Farben leuchten.

Wer es historisch mag, der ist hier richtig aufgehoben, denn die Residenz ist ein beeindruckendes Schloss, das einst als königliche Residenz für die bayerischen Könige diente. Es ist eines der größten Stadtschlösser Europas und besteht aus mehreren Gebäuden, die im Laufe der Jahrhunderte im Stil der Renaissance, des Barock und des Rokoko erbaut wurden.
Die Residenz beherbergt zahlreiche prächtige Räume, darunter den Antiquariumssaal, einen der größten Renaissance-Säle nördlich der Alpen, und das Königszimmer, eine luxuriös eingerichtete Suite, in der die Könige von Bayern residierten. Die prachtvollen Deckenmalereien, die kunstvolle Stuckarbeit und die opulenten Möbel und Kunstwerke machen die Residenz zu einem wahren Schatz der bayerischen Geschichte und Kultur.
Angrenzend an die Residenz befindet sich der Hofgarten, eine weitläufige Parkanlage im Herzen Münchens. Der Hofgarten wurde im 17. Jahrhundert angelegt und zählt zu den ältesten noch bestehenden Parkanlagen Deutschlands. Der Garten ist im Barockstil gestaltet und bietet einen idyllischen Rückzugsort vom Trubel der Stadt.
Im Hofgarten gibt es zahlreiche Statuen, Brunnen und Blumenbeete, die zum Verweilen und Entspannen einladen. Besonders sehenswert ist der Diana-Tempel, ein klassizistischer Rundbau, der von einer Statue der römischen Göttin Diana gekrönt wird. Von dort aus hat man einen herrlichen Blick auf den Garten und die umliegende Architektur.



Das Nymphenburger Schloss wurde im barocken Stil im späten 17. Jahrhundert für die bayerische Kurfürstin Henriette Adelaide von Savoyen erbaut. Das Schloss besteht aus mehreren Gebäuden und ist vom weitläufigen, wunderschönen Nymphenburger Park umgeben.
Das Schloss diente einst als Sommerresidenz der bayerischen Herrscherfamilie und beherbergt heute das Marstallmuseum, das Porzellanmuseum und das Museum Mensch und Natur.
Man kann das Schloss besichtigen und auch eine Bootsfahrt auf den Kanälen machen. Besonders empfehlenswert, aber auch nicht ganz billig, ist die Skip the line Privatführung.



Der Olympiapark wurde für die Olympischen Sommerspiele 1972 erbaut. Er bietet neben den Sportstätten auch einen Aussichtsturm, einen Seilgarten und einen Badesee.
Das Olympiastadion, der zentrale Ort des Olympiaparks, wurde als Mehrzweckstadion konzipiert. Neben den Olympischen Sommerspiele 1972 fand hier auch das Finale der Fußball-WM 1974 statt.
Seit der FC Bayern München seine Heimspiele in der Allianz-Arena austrägt, wird das Olympiastadium hauptsächlich für Open-Air-Events im Sommer genutzt. Legenden wie Bruce Springsteen, die Rolling Stones oder Michael Jackson haben hier Konzerte gegeben.
Weltweit bekannt ist vor allem die Dachkonstruktion des Olympiastadiums. Die unverwechselbare, zeltartige Konstruktion wurde von der Bergkette der Alpen inspiriert und sollte den weltoffenen und demokratischen Leitgedanken der Sommerspiele 1972 symbolisieren.
Wer die Höhe nicht scheut, dem sei die Fahrt mit dem Aufzug auf den Olympiaturm wärmstens empfohlen. In nur 30 Sekunden auf 186 Meter Höhe, um dann von der Aussichtsplattform das abwechslungsreiche Panorama Münchens bis hin zu den Alpen zu bestaunen.
Wenn der Hunger ruft kann man im Drehrestaurant 181 einkehren, welches für eine komplette Umdrehung knapp 50 Minuten benötigt und dabei tolle Ausblicke bietet.



München gilt nicht umsonst als Kulturmetropole und ist für Kunst- und Kulturliebhaber ein Paradies. Die Stadt bietet eine beeindruckende Dichte an Museen, Galerien, Theatern und Konzerthäusern, die ein breites Spektrum abdecken.
Museen und Galerien
Das Herzstück der Münchner Kunstlandschaft ist das Kunstareal im Stadtteil Maxvorstadt. Hier finden sich einige der international bedeutendsten Museen:
Alte Pinakothek: Meisterwerke der europäischen Malerei vom 14. bis 18. Jahrhundert (z.B. Dürer, Rubens, Rembrandt).
Neue Pinakothek: Kunst des 19. Jahrhunderts (z.B. van Gogh, Klimt, Friedrich).
Pinakothek der Moderne: Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts, Design, Grafik und Architektur.
Glyptothek und Antikensammlungen: Am Königsplatz gelegen, beherbergen diese Museen antike griechische und römische Skulpturen sowie Kunstwerke und Keramik.
Lenbachhaus: Hier ist die weltweit größte Sammlung der Künstlergruppe „Der Blaue Reiter“ (u.a. Wassily Kandinsky, Franz Marc) zu finden.
Museum Brandhorst: Ein modernes Museum mit einer beeindruckenden Sammlung zeitgenössischer Kunst, insbesondere mit Werken von Andy Warhol und Cy Twombly.
Haus der Kunst: Ein international renommiertes Ausstellungshaus ohne eigene feste Sammlung, das wechselnde Ausstellungen von der klassischen Moderne bis zur Gegenwartskunst präsentiert.
Darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere Museen für unterschiedliche Interessen:
Deutsches Museum: Das größte Technik- und Naturwissenschaftsmuseum der Welt.
Bayerisches Nationalmuseum: Zeigt Kunst- und Kulturgeschichte Bayerns.
Münchner Stadtmuseum: Die Geschichte Münchens, von der Stadtgründung bis heute.
NS-Dokumentationszentrum: Ein Gedenk- und Lernort zur Geschichte des Nationalsozialismus in München.
Theater und Bühnenkunst
Bayerische Staatsoper: Eines der weltweit führenden Opernhäuser, bekannt für seine hochkarätigen Inszenierungen.
Residenztheater und Münchner Kammerspiele: Zwei der bedeutendsten deutschsprachigen Sprechtheater.
Deutsches Theater: Das größte Gastspielhaus für Musicals und Shows.
Gärtnerplatztheater: Ein staatliches Theater, das Operette, Musical und Tanzaufführungen anbietet.
Münchner Volkstheater: Widmet sich vor allem dem bayerischen Theater und zeitgenössischen Stücken.
Neben den großen Häusern gibt es eine lebendige Szene von kleineren Bühnen und freien Theatergruppen.
Musik und Konzerte
Münchner Philharmoniker: Eines der renommiertesten Symphonieorchester der Welt, beheimatet in der Isarphilharmonie.
Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Ein weiteres international gefeiertes Orchester.
Gasteig HP8: Der Interims-Standort für die Philharmoniker und andere Kultureinrichtungen, ein moderner und architektonisch ansprechender Komplex.
Die Residenz: Der Herkulessaal in der Residenz ist ein prachtvoller Konzertsaal für klassische Musik.
München bietet zudem eine Vielzahl von kleineren Konzertsälen, Clubs für Jazz, Pop und Rock sowie regelmäßige Festivals wie das Opernfestival oder das Klassik am Odeonsplatz.
In München finden das ganze Jahr über zahlreiche Volksfeste, Festivals und Märkte statt.
Starkbierzeit (März): Nach dem Fasching beginnt in München die „Fünfte Jahreszeit“. Die Brauereien zapfen ihr traditionelles Starkbier an, begleitet von Kabarett und Singspielen, wie zum Beispiel auf dem Nockherberg.
Frühlingsfest (April/Mai): Auch „kleines Oktoberfest“ genannt, findet es ebenfalls auf der Theresienwiese statt. Es ist ein Volksfest mit Fahrgeschäften, Bierzelten und einem großen Flohmarkt.
Maidult (Ende April/Anfang Mai): Die erste der drei Auer Dulten auf dem Mariahilfplatz, mit Markttreiben, Schaustellergeschäften und einem Antiquitätenmarkt.
Stadtgründungsfest (Juni): München feiert seinen Geburtstag mit einem großen Fest in der Innenstadt, bei dem die Altstadt zu einer Erlebniszone mit Bühnen, Konzerten und Biergärten wird.
Tollwood-Sommerfestival (Juni/Juli): Ein großes Festival im Olympiapark Süd, das für seine Mischung aus Live-Musik, Kunsthandwerk, Theater und internationaler Gastronomie bekannt ist.
Filmfest München (Juni/Juli): Das zweitgrößte Filmfestival in Deutschland, das internationale und deutsche Filmpremieren zeigt.
Kocherlball (Juli): Ein traditionelles Münchner Tanzvergnügen, das in den frühen Morgenstunden am Chinesischen Turm stattfindet.
Jakobidult (Ende Juli/Anfang August): Die zweite der drei Dulten auf dem Mariahilfplatz.
Oktoberfest (September/Oktober): Das weltgrößte Volksfest auf der Theresienwiese zieht jedes Jahr Millionen von Besuchern an, die in den großen Bierzelten feiern und die Fahrgeschäfte nutzen.
Kirchweihdult (Oktober): Die dritte und letzte Dult des Jahres auf dem Mariahilfplatz, die die Volksfestsaison in München abschließt.
Christkindlmärkte (November/Dezember): Zahlreiche Weihnachtsmärkte in der ganzen Stadt, von denen der bekannteste der am Marienplatz ist.
Tollwood-Winterfestival (November/Dezember): Das winterliche Pendant zum Sommerfestival, mit einem Markt der Ideen und dem Zelt „Weltsalon“.
München bietet eine abwechslungsreiche und köstliche Küche, die sowohl traditionelle bayerische Gerichte als auch internationale Spezialitäten umfasst. Ob deftige Hausmannskost in gemütlichen Biergärten, moderne Interpretationen in Sternerestaurants oder süße Köstlichkeiten in Cafés – hier finden sich etwas für jeden Geschmack und Geldbeutel.
Deftige bayerische Klassiker
Weißwurst: Die traditionelle Münchner Spezialität, die am besten mit süßem Senf, Brezeln und Weißbier genossen wird. Perfekt für ein deftiges Frühstück oder einen späten Snack.
Schweinsbraten: Ein saftiger Schweinsbraten mit knuspriger Kruste, serviert mit Knödel und Krautsalat – ein herzhaftes und sättigendes Gericht für jeden Anlass.
Käsespätzle: Hausgemachte Spätzle mit würzigem Käse und Röstzwiebeln, ein Klassiker der bayerischen Hausmannskost, der auch Vegetarier begeistert.
Obatzda: Ein pikanter Käseaufstrich mit Butter, Paprika und Zwiebeln, der perfekt zu Brezeln oder frischem Gemüse passt.
Brezeln: Laugenbrezeln in verschiedenen Größen und Formen, die typische Brotzeit in Bayern und ein leckerer Snack für zwischendurch.
Internationale Küche in München
Little London Bar & Grill: Britische Pub-Küche in gemütlicher Atmosphäre, mit Burgern, Fish & Chips und anderen Spezialitäten.
Cevicheria Pez: Frische Ceviche und andere peruanische Gerichte in stilvollem Ambiente.
Chopan Schwabing: Afghanische Küche mit köstlichen Currys, Kebabs und vegetarischen Optionen.
La Bohème: Französische Haute Cuisine in gehobenem Ambiente, mit exquisiten Menüs und erstklassigem Service.
Trattoria Da Fausto: Authentische italienische Küche mit frischen Pasta, Pizza und Meeresfrüchten.
Süße Verführungen
Dampfnudeln: Süße Hefeklöße mit Vanillesauce, Puderzucker und Rosinen, ein traditionelles bayerisches Dessert.
Apfelstrudel: Ein knuspriger Strudelteig gefüllt mit Äpfeln, Rosinen und Zimt, serviert mit Vanillesauce oder Sahne.
Schneeball: Ein luftiges Gebäck aus Baiser, Schokolade und Kokosraspeln, eine süße Versuchung für zwischendurch.
Prinzregententorte: Eine mehrschichtige Schokoladentorte mit Buttercreme und Rum, ein Klassiker der Münchner Konditoreikunst.
Kaiserschmarrn: Zerpflückter Pfannkuchen mit Puderzucker, Rosinen und Apfelmus, ein beliebtes Dessert für die ganze Familie.
München bietet vielfältige Einkaufsmöglichkeiten, die von exklusiven Luxusmeilen über große Kaufhäuser und Einkaufszentren bis hin zu individuellen Boutiquen in charmanten Vierteln reichen.
Innenstadt-Viertel und Fußgängerzone
Die zentrale Fußgängerzone ist das Herzstück des Münchner Shoppings und perfekt für einen ausgiebigen Einkaufsbummel.
Kaufingerstraße und Neuhauser Straße bilden die Hauptfußgängerzone zwischen Marienplatz und Karlsplatz (Stachus). Hier finden sich die Filialen der großen internationalen Marken und Modeketten (z.B. Zara, H&M, Levi’s), Kaufhäuser wie Oberpollinger und eine hohe Dichte an Geschäften.
Der Marienplatz ist der zentrale Platz mit dem Neuen Rathaus bietet nicht nur Sehenswürdigkeiten, sondern auch Einkaufsgelegenheiten.
Die Sendlinger Straße führt von der Altstadt in Richtung Süden. Sie ist bekannt für ihre Modehäuser (z.B. Konen), Sport- und Outdoor-Läden und eine etwas entspanntere Atmosphäre als die Kaufingerstraße.
Der Viktualienmarkt ist kein klassischer Shopping-Ort. Er bietet aber eine Fülle an kulinarischen Spezialitäten, frischen Lebensmitteln und Feinkost in einer traditionellen Marktplatz-Atmosphäre.
Luxus-Shopping
Für exklusive Mode, Schmuck und Designer-Labels sind bestimmte Viertel und Passagen die erste Wahl.
Maximilianstraße: Münchens bekannteste und exklusivste Einkaufsstraße. Hier reihen sich internationale Luxusmarken wie Gucci, Chanel, Dior, Louis Vuitton und Cartier aneinander. Auch ein Schaufensterbummel entlang der prächtigen Gebäude lohnt sich.
Theatinerstraße und Residenzstraße: Diese Straßen verbinden die exklusiven Läden der Maximilianstraße mit der restlichen Innenstadt. Hier finden sich weitere Luxusboutiquen sowie anspruchsvolle Modehäuser wie Breuninger und Geschäfte in den Fünf Höfen, einer eleganten Einkaufspassage mit besonderer Architektur.
Luitpoldblock: Eine historische Passage mit Premium-Geschäften im Bereich von Brienner Straße und Salvatorplatz.
Individuelle Boutiquen und Szeneläden
Wer auf der Suche nach einzigartigen Stücken, jungen Labels und Second-Hand-Mode ist, sollte diese Viertel erkunden:
Glockenbachviertel: Dieses bunte und lebendige Viertel rund um den Gärtnerplatz ist bekannt für seine individuellen Boutiquen, Concept Stores, kreativen Mode-Labels und kleinen Werkstätten.
Schwabing: Das Viertel nördlich der Altstadt bietet eine Mischung aus etablierten Marken, kleinen Designerläden und Second-Hand-Shops, besonders in der Hohenzollernstraße und der Leopoldstraße.
Maxvorstadt: In der Nähe der Universitäten finden sich junge, trendige Läden, Second-Hand-Geschäfte und kleine Boutiquen in Straßen wie der Schellingstraße oder der Amalienstraße.
Einkaufszentren
Für wetterunabhängiges Shopping mit großer Auswahl an Marken und Dienstleistungen:
Stachus Passagen: Europas größtes unterirdisches Einkaufszentrum am Karlsplatz (Stachus), direkt unter der Fußgängerzone.
Pasing Arcaden: Ein großes Einkaufszentrum in Pasing mit über 150 Geschäften, Gastronomie und einem Kinocenter.
Riem Arcaden: In der Messestadt Riem gelegen, bietet es eine große Auswahl an Geschäften auf drei Etagen.
Olympia-Einkaufszentrum (OEZ): Eines der größten Shopping-Center in Bayern, im Münchner Norden gelegen.
In München gibt es zahlreiche Orte zur Erholung, die von großen Parks und Gärten bis hin zu ruhigen Stadtvierteln und Seen in der Umgebung reichen.
Parks und Gärten
Englischer Garten: Eine der größten innerstädtischen Grünflächen der Welt. Hier kann man spazieren gehen, joggen, auf den Wiesen entspannen oder sich am Eisbach die Surfer anschauen. Im Park befinden sich auch bekannte Orte wie der Chinesische Turm und der Monopteros.
Olympiapark: Gebaut für die Olympischen Spiele 1972, bietet der Park eine weitläufige Landschaft mit Seen und Hügeln. Der Olympiaberg bietet eine tolle Aussicht über die Stadt und bei klarem Wetter bis zu den Alpen.
Westpark: Ein großer Park im Westen Münchens, der in verschiedene Themenbereiche unterteilt ist, darunter ein asiatischer Garten mit Tempeln und Wasserfällen.
Schlosspark Nymphenburg: Der weitläufige Park des Schlosses Nymphenburg lädt zu ausgedehnten Spaziergängen ein und beherbergt kleine Prachtbauten wie die Amalienburg sowie Kanäle und Seen.
Hofgarten: Ein historischer, barocker Garten im Zentrum der Stadt, ideal für eine kurze Pause vom Trubel. Hier finden sich oft Boule-Spieler und Tangotänzer.
Flüsse und Seen
Isarauen: Die Ufer der Isar, besonders im Bereich des Flauchers, sind ein beliebter Treffpunkt zum Sonnenbaden, Grillen und Entspannen.
Starnberger See und Ammersee: Beide Seen sind von München aus gut erreichbar und bieten vielfältige Freizeitmöglichkeiten wie Schwimmen, Segeln und Radfahren.
Weitere Erholungsorte
Alter Botanischer Garten: Eine kleine, aber feine Parkanlage in der Innenstadt, die einen Neptunbrunnen und Platz zum Entspannen bietet.
Alter Nordfriedhof: Ein ungewöhnlicher, aber sehr ruhiger Ort in der Maxvorstadt, der als historische Grünfläche für Spaziergänge und Erholung genutzt wird.
Wildpark Poing: Ein naturbelassener Park östlich von München, in dem man heimische Wildtiere in freier Wildbahn beobachten kann.
Therme Erding: Wer sich nach einem Tag voller Sightseeing erholen möchte, kann die Therme Erding mit ihren Thermalbädern, Rutschen und Saunen besuchen.
Anreise nach München
Der Flughafen München (MUC), auch „Franz Josef Strauß“ genannt, ist der zweitgrößte Flughafen Deutschlands. Er wird von zahlreichen internationalen und nationalen Fluggesellschaften angeflogen.
Vom Flughafen aus gelangt man am besten mit den S-Bahn-Linien S1 und S8 in die Münchner Innenstadt. Die Fahrt dauert etwa 40 Minuten bis zum Hauptbahnhof. Alternativ gibt es den Lufthansa Express Bus, der eine direkte Verbindung vom Flughafen zum Hauptbahnhof bietet.
München ist ein zentraler Knotenpunkt im europäischen Bahnnetz. Der Münchner Hauptbahnhof ist ein wichtiger Bahnhof für den Fern- und Nahverkehr. Regelmäßige ICE- und IC-Verbindungen bestehen zu allen größeren Städten in Deutschland, darunter Berlin, Hamburg, Köln und Frankfurt.
Daneben gibt es direkte Zugverbindungen zu vielen europäischen Städten, beispielsweise nach Wien, Zürich, Prag, Budapest und Rom.
München ist sehr gut in das deutsche und europäische Autobahnnetz eingebunden. Die Stadt ist über die A8 (aus Richtung Stuttgart und Salzburg), die A9 (aus Richtung Nürnberg und Berlin) und die A96 (aus Richtung Lindau und Bodensee) erreichbar.
Das Fahren und Parken in der Münchner Innenstadt kann schwierig und teuer sein. Es empfiehlt sich, das Auto am Stadtrand auf einem Park & Ride (P+R)-Parkplatz abzustellen und die Weiterreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anzutreten.
Fortbewegung in München
Die öffentlichen Verkehrsmittel in München sind sehr gut ausgebaut und gelten als eines der effizientesten Nahverkehrssysteme in Deutschland. Sie werden vom Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) betrieben und bieten ein dichtes Netz an Verbindungen.
Der Münchner Nahverkehr besteht aus mehreren ineinandergreifenden Verkehrsmitteln:
S-Bahn (Stadtschnellbahn):
Die S-Bahn verbindet die Innenstadt mit dem Umland und den Vororten.
Alle S-Bahn-Linien (S1 bis S8) laufen durch einen zentralen Tunnel, die sogenannte Stammstrecke, die von Pasing über den Hauptbahnhof, den Marienplatz bis zum Ostbahnhof führt. Sie ist das Rückgrat des regionalen Pendelverkehrs.
U-Bahn (U-Bahn):
Die U-Bahn bedient die Stadtgebiete innerhalb des Mittleren Rings. Sie ist das schnellste Verkehrsmittel in der Innenstadt und verkehrt größtenteils unterirdisch. Es gibt derzeit acht U-Bahn-Linien (U1 bis U8), die alle wichtigen Stadtteile, wie das Zentrum, die Universität und den Olympiapark, miteinander verbinden.
Tram (Straßenbahn):
Das Tram-Netz ergänzt die U-Bahn und bedient Strecken, die von beiden nicht abgedeckt werden. Die Straßenbahnen fahren oberirdisch und bieten eine gute Möglichkeit, die Stadt vom Fenster aus zu sehen. Die Linien sind von 12 bis 28 nummeriert.
Bus (Stadtbusse):
Das Busnetz ist das flexibelste Verkehrsmittel und deckt auch die entlegeneren Stadtteile ab, die nicht von U- oder S-Bahn bedient werden.
Es gibt Stadtbusse, die als Zubringer zu U- und S-Bahnstationen fungieren, sowie Expressbusse, die wichtige Ziele schnell miteinander verbinden.
Das Tarifsystem (MVV)
Das MVV-Tarifsystem ist ein Verbundsystem, das heißt, eine Fahrkarte gilt für alle Verkehrsmittel (S-Bahn, U-Bahn, Tram, Bus) innerhalb der gekauften Zonen.
Das Tarifgebiet ist in Zonen unterteilt. Die inneren Stadtteile gehören zur Zone M, während die äußeren Zonen (1-6) das Umland abdecken. Die meisten Touristen benötigen nur eine Fahrkarte für die Zone M.
Einzelfahrkarten gelten für eine einzelne Fahrt.
Tageskarten sind erhältlich für eine Person oder als Gruppen-Tageskarte für bis zu fünf Personen. Sie sind ideal für einen Tag voller Sightseeing.
Streifenkarten sind eine flexible Option mit 10 Streifen, die bei jeder Fahrt entwertet werden. Sie eignen sich für Einzelfahrten oder Kurzstrecken.
Mehrfahrtenkarten und Abos sind für Pendler und Einwohner gedacht.
CityTourCard
Die CityTourCard ist die beliebteste Karte für Touristen. Sie kombiniert ein Ticket für den öffentlichen Nahverkehr mit Rabatten auf viele Sehenswürdigkeiten.
Die Karte beinhaltet die uneingeschränkte Nutzung des gesamten MVV-Netzes (U-Bahn, S-Bahn, Tram, Bus) in den gewählten Zonen (Zone M oder Zone M-6).
Die Karte enthält Ermäßigungen von bis zu 70 % bei über 80 Partnern, darunter Museen, Schlösser, Stadtrundfahrten, Theater, Restaurants und Souvenirläden.
Die Karte ist für 1, 2, 3, 4, 5 oder 6 Tage erhältlich und kann als Einzel- oder Gruppentageskarte (bis zu 5 Personen) erworben werden.
München Card
Die München Card ist eine einfachere Variante. Sie konzentriert sich hauptsächlich auf die Rabatte, ohne die unbegrenzte Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel zu beinhalten.
Sie bietet bis zu 70 % Rabatt bei über 70 Partnern, darunter die wichtigsten Sehenswürdigkeiten wie die Pinakotheken, das Deutsche Museum oder das Schloss Nymphenburg.
Die München Card beinhaltet keine integrierte Fahrkarte. Fahrkarten für Bus und Bahn müssen separat kaufen.
Die Karte ist für 1, 2, 3, 4, 5 oder 6 Tage als Einzel- oder Gruppentageskarte erhältlich.
Die CityTourCard ist die praktischere Wahl, wenn Du planst, die öffentlichen Verkehrsmittel ausgiebig zu nutzen und mehrere Sehenswürdigkeiten zu besuchen. Das integrierte ÖPNV-Ticket erspart das separate Kaufen von Fahrkarten.
Die München Card lohnt sich, wenn Du hauptsächlich zu Fuß oder mit dem Fahrrad in der Innenstadt unterwegs bist und nur von den Rabatten profitieren möchtest.
Beide Karten können online oder an vielen Verkaufsstellen (z.B. am Flughafen oder an den Hauptbahnhöfen) gekauft werden. Bevor Du Dich entscheidest, ist es ratsam, sich die Liste der teilnehmenden Partner und die Eintrittspreise anzuschauen, um zu berechnen, ob sich der Kauf lohnt.
Gut zu wissen
Die U- und S-Bahnen fahren tagsüber in kurzen Abständen (5-10 Minuten). Am Wochenende gibt es einen durchgehenden Nachtverkehr auf vielen Linien.
Wichtig: Fast alle Fahrkarten müssen vor Fahrtantritt an einem der Entwerter am Bahnsteig oder im Bus/Tram entwertet werden. Eine nicht entwertete Fahrkarte ist ungültig.
App und Webseite: Der MVV bietet eine App und eine Website mit einem Fahrplanauskunftssystem in Echtzeit, das die Planung der Routen erheblich erleichtert.
Bezahlen in München
Bargeld ist in Deutschland, insbesondere in kleineren Geschäften, Cafés und Kneipen, nach wie vor weit verbreitet und oft die bevorzugte Zahlungsart. In manchen traditionellen bayerischen Gaststätten oder kleineren Imbissen wird ausschließlich Bargeld akzeptiert. Auch Trinkgeld wird gerne in bar genommen. Es ist daher ratsam, immer etwas Bargeld bei sich zu haben.
EC-/Girocard, Kreditkarten (Visa, Mastercard, American Express) und mobile Zahlungsdienste wie Apple Pay und Google Pay werden in großen Geschäfte, Restaurants und Hotels fast immer akzeptiert.
Manchmal werden Kreditkarten erst ab einem bestimmten Mindestbetrag (z.B. 10 oder 20 Euro) akzeptiert. Es kann auch sein, dass nur Girocards akzeptiert werden. Ein kleiner Aushang an der Tür gibt oft Auskunft darüber.
Sicherheit in München
München gilt als eine der sichersten Großstädte Deutschlands und Europas. Die Kriminalitätsrate ist im Vergleich zu anderen deutschen Metropolen sehr niedrig.
Besonders in der Innenstadt, an touristischen Hotspots und bei Großveranstaltungen wie dem Oktoberfest ist die Polizeipräsenz hoch, was zusätzlich für ein Gefühl der Sicherheit sorgt.
Auch wenn München sehr sicher ist, gelten hier die gleichen Vorsichtsmaßnahmen wie in jeder großen Stadt:
In stark belebten Bereichen wie der Fußgängerzone, am Hauptbahnhof, im öffentlichen Nahverkehr und besonders auf dem Oktoberfest können Taschendiebe aktiv sein. Es ist ratsam, Wertsachen wie Geldbeutel und Handys nicht in der Hosentasche oder einem leicht zugänglichen Rucksackfach aufzubewahren.
Die Ausgehviertel sind in der Regel sicher. Behalte dennoch die Getränke im Auge und geh mit einer Gruppe, wenn Du nachts unterwegs bist.
Die öffentlichen Verkehrsmittel gelten auch spät in der Nacht als sicher. Wie in jeder Großstadt ist auch in München der Hauptbahnhof ein belebter Ort, den man nachts mit etwas erhöhter Aufmerksamkeit durchqueren sollte.
Nachfolgend haben wir einige Aktivitäten-Highlights für Euch zusammengestellt.
- Altstadt-Rundgang
- Radtour durch München
- Nachtwächtertour durch München
- Geistergeschichten im Fackelschein – mit dem Nachtwächter unterwegs
- Auf den Spuren von Hexen, Henkern und Verdammten
- Drittes Reich Tour zu Fuß
- FC Bayern Fußball Tour
- Schloss Nymphenburg Tickets und Tour mit Kutschenmuseum
- Schloss Nymphenburg Skip the line Privatfuhrung
- Neuschwanstein und Linderhof Tagesausflug ab München
- Schloss Neuschwanstein Tagestour mit dem Van
- Oktoberfest-Führung mit Mittagessen und Bier
- Führung durch das Deutsche Museum mit Ticket
Unser absolutes Lieblingshotel in München, vor allem in den Sommermonaten, war das Hilton Munich Parkdirekt am Englischen Garten. Leider ist es wegen Renovierung bis voraussichtlich Ende 2028 geschlossen.
Es gibt aber genügend gute Alternativen.
Nur 3 Gehminuten vom Marienplatz entfernt befindet sich das Mercure Hotel München Altstadt.
Am Rosenheimer Platz gelegen und damit sehr gut an das öffentliche Verkehrsnetz angebunden ist das Holiday Inn Munich City Centre, an IHG Hotel.
Wer mit der Bahn anreist, für den ist das Eden Hotel Wolff in der Arnulfstraße direkt gegenüber dem Hauptbahnhof eine gute Wahl.
Aber es gibt natürlich noch viele weitere Hotels in München.
Die beste Reisezeit für München ist von Mai bis September, wenn das Wetter recht warm ist und viele Outdoor-Aktivitäten möglich sind. Zudem ist die Stadt besonders schön im Frühling, wenn die Bäume blühen und im Herbst, wenn sich das Laub verfärbt.
Ende September / Anfang Oktober findet das Oktoberfest statt. Zu dieser Zeit kann München sehr überfüllt sein, so dass es ratsam ist, frühzeitig zu buchen.
Im Winter finden verschiedene Weihnachtsmärkte statt, die zum Shoppen und Genießen einladen. Sie verleihen München eine besondere Atmosphäre. Allerdings kann es im Winter auch ziemlich kalt sein. Aber warm angezogen und mit einem Glühwein ausgestattet sind die Weihnachtsmärkte eine tolle Attraktion.
München Galerie
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