Bamberg – Das Fränkische Rom auf sieben Hügeln

Bamberg ist ein wahres Gesamtkunstwerk. Als UNESCO-Weltkulturerbe verzaubert dich die Stadt mit ihrem fast vollständig erhaltenen mittelalterlichen Stadtkern, prachtvollem Barock und dem einzigartigen Flair von „Klein-Venedig“. Ob du durch die verwinkelten Gassen der Altstadt schlenderst oder auf einem der sieben Hügel den Ausblick genießt – Bamberg versprüht einen Charme, dem man sich kaum entziehen kann.

Welcome to our blog! While the full article is in German, here are the key takeaways for your Bamberg adventure

Bamberg is a breathtaking UNESCO World Heritage site, often called the „Franconian Rome“ because it was built on seven hills. It’s one of the few German cities that remained almost untouched during WWII, preserving its authentic medieval and baroque soul.

Must-See Highlights:

 Old Town Hall (Altes Rathaus): Stunningly situated on an island in the middle of the river.

Bamberg Cathedral: Home to the famous „Bamberg Horseman“ and the only Papal tomb north of the Alps.

Little Venice: A picturesque row of old fishermen’s houses along the Regnitz river.

New Residenz & Rose Garden: Offers a fantastic panoramic view over the city’s red rooftops.

Best Time to Visit

May to September is perfect for enjoying the beer gardens (called „Keller“).

Late August features the „Sandkerwa,“ the city’s largest folk festival.

December is magical for the traditional „Nativity Trail“ (Krippenweg).

Where to Stay

We recommend the following hotels:

Altstadthotel Messerschmitt: A traditional, family-run hotel with over 180 years of history. Located right in the heart of the city, it’s famous for its excellent Franconian cuisine and cozy, upscale atmosphere. Perfect if you want to stay in a historic building with a personal touch.

Welcome Hotel Residenzschloss Bamberg: Situated in a magnificent former baroque hospital directly on the banks of the river Regnitz. It combines historical architecture with modern luxury. It’s just a short walk from the Cathedral and is ideal if you’re looking for a „grand hotel“ feel with a great spa area.

Altstadthotel Molitor: A beautifully restored 15th-century mill.

How to Get There

Bamberg is a major stop on the high-speed ICE train line between Munich and Berlin.

By car, it’s easily accessible via the A70 and A73 motorways.

What to Bring

Comfortable walking shoes are a must! The historic center is paved with cobblestones and involves climbing several hills.

Cultural Pro Tips

Ordering Beer: When in Bamberg, try the „Rauchbier“ (smoked beer). It’s an acquired taste, but a local legend says you need three glasses to truly appreciate it.

„On the Keller“: Locals don’t go „to“ a beer garden; they go „on the Keller“ (auf den Keller), referring to the beer cellars built into the hillsides.

 Cash is King: While changing, many traditional breweries and smaller shops in Upper Franconia still prefer cash over credit cards.

Die Top-Sehenswürdigkeiten und historischen Highlights

Bamberg trägt den Titel UNESCO-Weltkulturerbe zu Recht. Die Stadt, die auf sieben Hügeln erbaut wurde (weshalb sie oft als das „fränkische Rom“ bezeichnet wird), besticht durch ihre einzigartig erhaltene mittelalterliche und barocke Architektur. Hier sind die Sehenswürdigkeiten, die du auf keinen Fall verpassen darfst.

Das Alte Rathaus: Ein Meisterwerk der Architektur auf der Brücke

Das wohl bekannteste und am häufigsten fotografierte Wahrzeichen Bambergs. Das Alte Rathaus thront spektakulär auf einer künstlichen Insel mitten in der Regnitz und verbindet die Bürgerstadt mit der Bergstadt.

Die Legende besagt, dass der Bischof den Bürgern keinen Platz für den Bau eines Rathauses geben wollte. Also rammten sie Pfähle in den Fluss und bauten es einfach auf die Regnitz.

Der Hauptteil des Gebäudes, der älteste Baukern, besteht aus einem reich verzierten Fachwerkteil, der über die Brücke zur Gasse hinweg ragt. Dieses Fachwerk, insbesondere der Erker, ist ein herausragendes Beispiel für die traditionelle Bauweise der Region.

Die zum Fluss hin ausgerichteten Fassaden sind im Stil des Rokoko gestaltet. Sie sind vollständig mit beeindruckenden Fresken und Trompe-l’œil-Malereien (Illusionistische Malerei) verziert. Diese illusionistischen Malereien, die Balkone, Wappen und Statuen täuschend echt darstellen, machen das Rathaus zu einem einzigartigen Kunstwerk. Besonders bekannt ist das gemalte „Bein“, das über die Ecke ragt und die verspielte und humorvolle Seite des Rokokos zeigt.

Der Bamberger Dom St. Peter und St. Georg (Kaiserdom)

Als eines der vier Kaiser-Dome Deutschlands ist diese Kathedrale ein Meisterwerk der Spätromanik und Frühgotik. Er bildet das Zentrum des sogenannten „Dombergs“.

Die Geschichte des Doms ist von Zerstörung und Wiederaufbau geprägt. Der erste romanische Vorgängerbau, der 1012 geweiht wurde, fiel 1185 einem Brand zum Opfer. Der heutige Dom wurde um 1215 begonnen und 1237 geweiht. Er steht für den Übergang von der Romanik zur Gotik und ist eine der wenigen Kathedralen in Deutschland mit einer doppelchörigen Anlage, also einem Chor im Osten und einem im Westen. Die vier Türme des Doms, die über 75 Meter hoch sind, verleihen dem Gebäude eine imposante Silhouette.

Der Dom beherbergt eine Reihe von Kunstwerken und Grabmälern von Weltrang.

Der Bamberger Reiter

Diese mysteriöse Steinskulptur aus dem frühen 13. Jahrhundert ist das berühmteste Kunstwerk des Doms. Die Identität des Ritters ist unbekannt, aber die Figur ist ein Meisterwerk der Bildhauerkunst.

Das Hochgrab des Kaiserpaares Heinrich II. und Kunigunde

Das aufwendig gestaltete Grabmal des Stadtgründers und seiner Gemahlin wurde von dem berühmten Bildhauer Tilman Riemenschneider zwischen 1499 und 1513 geschaffen. Die Reliefs zeigen Szenen aus dem Leben der Heiligen.

Das Papstgrab von Clemens II.

Der einzige im deutschen Dom begrabene Papst, Clemens II. (bürgerlich Suidger von Bamberg), ruht in einem Steinsarkophag, der aus der Zeit um 1240 stammt.

Der Marienaltar

Ein weiteres bedeutendes Werk von Veit Stoß aus dem frühen 16. Jahrhundert.

Klein-Venedig: Die Fischerhäuser am Regnitzufer

Klein-Venedig ist ein malerischer, historischer Stadtteil in Bamberg, der sich am Ufer der Regnitz erstreckt. Er verdankt seinen romantischen Namen der dichten Aneinanderreihung von schmalen, meist gut erhaltenen Fachwerkhäusern, die direkt ins Wasser gebaut wurden und oft kleine Gärten oder Anlegestellen am Fluss haben.

Das Viertel war ursprünglich die Siedlung der Bamberger Fischer. Die Häuser stammen vorwiegend aus dem Mittelalter und der Frühen Neuzeit, und die Bauweise direkt am Wasser war für die Fischer praktisch, da sie von ihren Häusern aus direkt zu ihren Booten gelangten. Die schmalen, verwinkelten Gassen und die überhängenden, auf Stützen ruhenden Balkone verleihen dem Viertel eine einzigartige, beinahe südländische Atmosphäre, die an die berühmte Lagunenstadt erinnert.

Die Fassaden der Fischerhäuser sind oft in leuchtenden Farben gestrichen und reflektieren im Wasser der Regnitz, was für malerische Fotomotive sorgt. Besonders markant ist das Ensemble der Häuser vom Alten Rathaus aus gesehen. Vom Wasser aus oder von der Oberen Brücke hat man den besten Blick auf dieses einzigartige Stadtpanorama.

Klein-Venedig lässt sich am besten bei einem Spaziergang entlang des Ufers erkunden. Eine besonders beliebte Art, das Viertel zu erleben, ist eine Gondelfahrt oder eine Rundfahrt mit den Ausflugsbooten auf der Regnitz.

Die Neue Residenz und der Rosengarten: Barocke Pracht und Panoramablick

Direkt gegenüber dem Dom auf dem Domberg befindet sich die Neue Residenz. Sie diente einst als Sitz der Fürstbischöfe und beeindruckt mit prunkvollen Barock- und Rokoko-Sälen. Der Bau der Residenz begann im 17. Jahrhundert in der Formensprache der Renaissance, aber ihr heutiges barockes Aussehen erhielt sie größtenteils durch die Umbauarbeiten unter Fürstbischof Lothar Franz von Schönborn ab 1695.

Als bedeutendstes Raumkunstwerk der Residenz ist der Kaisersaal von 16 überlebensgroßen Kaiserbildnissen des Malers Melchior Steidl ausgemalt. Der Raum diente einst für Empfänge und festliche Anlässe und wird auch heute noch für Konzerte und Veranstaltungen genutzt.

Die Residenz beherbergt drei prächtige Appartements: das Kurfürstliche Appartement, das Fürstbischöfliche Appartement und das Kaiserappartement. Sie gewähren einen Einblick in das höfische Leben der verschiedenen Epochen.

In der Residenz befindet sich eine Zweigstelle der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen. Hier können bedeutende Werke der „Altdeutschen Galerie“ (spätgotische und frühneuzeitliche Malerei) sowie der „Barockgalerie“ besichtigt werden.

Ein Teil des Ostflügels der Neuen Residenz wird von der Staatsbibliothek Bamberg genutzt, die eine beeindruckendeSammlung an mittelalterlichen Handschriften und alten Drucken bewahrt, darunter auch UNESCO-Weltdokumentenerbe.

Hinter der Neuen Residenz erstreckt sich der idyllische Rosengarten. Er ist im barocken Stil angelegt und bietet einen atemberaubenden Ausblick über die Dächer der Altstadt, das Michelsberg-Kloster und die umliegende Landschaft.

Alte Hofhaltung

Die Alte Hofhaltung ist ein historischer Gebäudekomplex am Domplatz, direkt neben dem Bamberger Dom. Was heute als idyllischer Innenhof mit malerischem Fachwerk und einem bedeutenden Museum erscheint, war einst das Machtzentrum der Stadt.

Ihre Geschichte reicht bis zu den Anfängen Bambergs zurück. An dieser Stelle befand sich das „Castrum Babenberch“, die Kaiserpfalz Heinrichs II., der Bamberg zur Bischofsstadt erhob. Nach der Gründung des Bistums im Jahr 1007 diente die Hofhaltung als erste Residenz für die Bamberger Bischöfe, bis diese in die prächtigere Neue Residenz umzogen. Heute beherbergt die Alte Hofhaltung das Historische Museum Bamberg, das die Geschichte der Stadt und ihrer Region von der Frühgeschichte bis zur Gegenwart dokumentiert.

Die Altenburg: Die imposante Burg über der Stadt

Als ehemaliger Bischofssitz thront die Altenburg auf dem höchsten der sieben Bamberger Hügel. Obwohl sie etwas außerhalb des direkten Zentrums liegt, ist sie ein lohnendes Ziel für einen Ausflug. Die Burg bietet den vielleicht weitesten Blick über die Stadt und die umliegende fränkische Landschaft.

Im Burgrestaurant kannst du eine Pause einlegen und die Aussicht genießen.

Tag 1: Weltkulturerbe & Inselstadt

 Vormittag: Starte am Alten Rathaus, das spektakulär auf einer Brücke in der Regnitz thront. Schlendere durch die Untere Brücke und erkunde die verwinkelten Gassen der Inselstadt.

Mittag: Besuche den Grünen Markt und probiere eine fränkische Spezialität an einem der Stände oder in einem kleinen Café.

Nachmittag: Spaziere am Ufer entlang nach Klein-Venedig, der ehemaligen Fischersiedlung. Danach geht es hinauf zum Bamberger Dom und zur Alten Hofhaltung.

Abend: Ein Muss: Kehre im Schlenkerla ein und probiere das berühmte Rauchbier zusammen mit einer „Bamberger Zwiebel“.

 

Tag 2: Gärten, Klöster & Bierkeller

 Vormittag: Besuche die Neue Residenz und den prachtvollen Rosengarten. Der Blick über die Stadt ist von hier aus kaiserlich.

Mittag: Steige hinauf zum Kloster Michelsberg. Genieße ein Mittagessen im Garten mit Blick auf die Weinberge.

Nachmittag: Wandere zur Altenburg, die hoch über der Stadt thront. Die Belohnung ist eine grandiose Rundumsicht.

Abend: Erlebe die echte Kellerkultur. Geh „auf den Keller“, zum Beispiel zum Spezial-Keller auf dem Stephansberg, und genieße Bier und Brotzeit mit Domblick.

 

Tag 3: Romantik, Natur & Umland

Vormittag: Erkunde den ruhigen Stadtteil Eisgrube und die oberen Pfarren für wunderschöne Fotomotive abseits der Massen.

Mittag: Ein entspannter Lunch in einem der modernen Cafés im Sandgebiet.

Nachmittag: Mach einen Ausflug zum Schloss Seehof in Memmelsdorf mit seinem Barockgarten oder zur Giechburg.

Abend: Beende die Reise mit einer Tour durch die Brauereien im Wunderburg-Viertel, wie Keesmann oder Mahr’s Bräu.

Insider Tipps & Stadtteile

Bamberg ist in drei historische Siedlungsbereiche unterteilt, die zusammen das UNESCO-Welterbe bilden. Jeder Stadtteil hat seinen ganz eigenen Vibe:

Die Bergstadt – Das herrschaftliche Bamberg

Hier thronen der Dom und die Residenz. Es ist das Viertel der Kirchen und Klöster, mit prachtvollen Barockbauten und steilen Gassen.

Das Flair: Historisch, erhaben und mit den besten Aussichtspunkten der Stadt.

Unser Tipp: Spaziere zum Kloster Michaelsberg. Die Kirche mit ihrem berühmten Himmelsgarten (über 600 gemalte Heilkräuter an der Decke) ist beeindruckend, aber der terrassenförmige Garten hinter dem Kloster bietet dir einen Logenplatz über die gesamte Stadt – oft viel ruhiger als der Rosengarten.

Die Inselstadt – Das quirlige Zentrum

Zwischen den beiden Regnitzarmen liegt das bürgerliche Bamberg. Hier findest du die Fußgängerzone, die Universität und das Nachtleben.

Das Flair: Jung, studentisch und voller Energie. Besonders die „Sandstraße“ ist abends der Place-to-be für alle, die gerne von Kneipe zu Kneipe ziehen.

Unser Tipp: Hol dir ein Eis bei einer der kleinen Gelaterias und setz dich auf die Untere Brücke. Von dort hast du den besten Blick auf das Alte Rathaus und kannst das bunte Treiben der Stadt perfekt beobachten.

Das Gärtnerviertel – Einzigartig in Europa

Dieses Viertel östlich des Bahnhofs wird oft übersehen, ist aber ein Herzstück des Welterbes. Seit dem Mittelalter wird hier mitten in der Stadt Gemüse angebaut.

Das Flair: Ländliches Idyll mitten in der Stadt. Breite Grundstücke mit typischen Gärtnerhäusern und riesigen innerstädtischen Anbauflächen.

Unser Tipp: Besuche das Gärtner- und Häckermuseum. Es gibt dir einen tollen Einblick in die Traditionen. Noch besser: Kauf direkt ab Hof bei den Gärtnern ein. Die berühmten Bamberger Hörnla (die Kartoffelsorte!) schmecken nirgendwo besser als frisch vom Feld im Gärtnerviertel.

Aktivitäten in Bamberg

In Bamberg geht es nicht nur um das Anschauen von Steinen, sondern um das Erleben der besonderen Lebensart. Hier sind unsere Favoriten für einen aktiven Tag:

Eine Schifffahrt auf der Regnitz

Vom Wasser aus wirkt „Klein-Venedig“ noch einmal ganz anders.

Die klassische Tour: Die Fahrgastschiffe starten an der Anlegestelle „Am Kranen“. Die Fahrt führt dich vorbei an den alten Fischerhäusern bis zum Hafen und zurück.

Das besondere Erlebnis: Du kannst in Bamberg sogar in einer echten venezianischen Gondel fahren! Die Gondolieri steuern dich lautlos durch die Regnitzarme – romantischer geht es kaum.

„Auf den Keller gehen“ – Die Bierkeller-Wanderung

Das ist die Bamberger Aktivität schlechthin. Da die Stadt auf sieben Hügeln erbaut wurde, gibt es unter fast jedem Hügel alte Lagerkeller.

Der Stephansberg: Hier oben liegen der Spezial-Keller und der Wilde Rose Keller.

Unser Tipp: Wandere vom Domplatz aus über den Stephansberg zum Spezial-Keller. Der Aufstieg ist kurz, aber knackig, und die Belohnung ist ein kühles Seidla mit dem besten Panoramablick auf das Weltkulturerbe.

Der Bamberger Krippenweg (Saisonal)

Falls du im Winter (Advent bis 6. Januar) dort bist, ist der Krippenweg ein Muss.

An über 35 Stationen in der ganzen Stadt (Kirchen, Museen, öffentliche Plätze) werden historische und moderne Krippen ausgestellt. Es ist wie eine Schnitzeljagd durch die winterliche Altstadt.

Eine geführte Tour: „Bamberger Geisterbahnen“ oder Nachtwächter

Wenn es dunkel wird, erwacht die mystische Seite der Stadt.

Bamberg hat eine dunkle Geschichte (Hexenverfolgung). Eine geführte Nachtwächter-Tour oder eine Gruselführung nimmt dich mit in die dunklen Ecken und erzählt Geschichten, die man in keinem Standard-Reiseführer findet.

Radfahren im Regnitztal

Bamberg liegt am Regnitztal-Radweg.

Du kannst dir in der Innenstadt Fahrräder leihen und ganz entspannt flach am Fluss entlang Richtung Süden (Hirschaid/Forchheim) oder Norden (Richtung Main) fahren. Perfekt, um nach dem schweren fränkischen Essen den Kreislauf wieder in Schwung zu bringen.

Kulinarisches Bamberg: Bierkultur, Spezialitäten und Schlenkerla

Bamberg ist ein Paradies für Liebhaber traditioneller Braukunst und herzhafter fränkischer Küche. Die Stadt rühmt sich, neun traditionelle, unabhängige Brauereien innerhalb der Stadtgrenzen zu beherbergen – eine Dichte, die ihresgleichen sucht.

Rauchbier: Die Spezialität der Brauerei Schlenkerla und Co.

Die berühmteste und kontroverseste Spezialität Bambergs ist das Rauchbier. Sein einzigartiger Geschmack entsteht dadurch, dass das Malz über offenem Buchenholzfeuer gedarrt wird, was ihm eine ausgeprägte, rauchige Note verleiht, die an Schinken erinnert.

Die Brauerei Aecht Schlenkerla ist die Ikone des Rauchbiers. Ein Besuch in ihrem historischen Schankraum in der Dominikanerstraße ist ein Muss, um das Aecht Schlenkerla Rauchbier Märzen direkt vom Fass zu probieren.

Die Brauerei Heller (Spezial) bietet ebenfalls ein sehr beliebtes Rauchbier an.

Die neun Brauereien der Stadt: Der Bamberger Brauereienweg

Um die Vielfalt der lokalen Braukunst zu erleben, folge dem Bamberger Brauereienweg. Er verbindet die neun aktiven Brauereien und lädt zur Verkostung verschiedenster Sorten ein – von klassischem Lager bis zu dunklen Bieren.

Viele Brauereien verfügen über eigene Brauereigaststätten, in denen du das Bier direkt mit passender fränkischer Brotzeit kombinieren kannst.

Fränkische Küche: Von Schäuferla bis Zwiebelkuchen

Die fränkische Küche ist herzhaft und perfekt auf das lokale Bier abgestimmt.

Das beliebteste Gericht ist das Schäuferla – fränkische Schweineschulter mit knuspriger Kruste, serviert mit deftigem Kloß und dunkler Soße.

Eine weitere lokale Spezialität sind Bamberger Zwiebeln, bei der große Zwiebeln mit Hackfleisch gefüllt und überbacken werden.

Eine Brotzeit ist eine kalte Mahlzeit, die oft Käse, Wurst und Brot umfasst – perfekt für eine Pause im Biergarten.

Die besten Cafés und süßen Genüsse

Neben Bier gibt es auch viele traditionelle Konditoreien und Cafés, die zum Verweilen einladen.

Eine Bamberger Besonderheit zum Frühstück sind Hörnla (lokale Hörnchen).

Genieße in einem der Cafés nahe des Doms eine Tasse Kaffee und beobachte das Treiben in der Altstadt.

Planung & Tipps für deinen Bamberg-Besuch

Bamberg ist kompakt und hervorragend zu Fuß zu erkunden, aber eine gute Vorbereitung hilft dir, das Beste aus deinem Städtetrip herauszuholen und unnötigen Stress zu vermeiden.

Die beste Reisezeit für Bamberg und wann es besonders voll wird

Bamberg ist das ganze Jahr über sehenswert, aber bestimmte Zeiten bieten besondere Reize.

Frühling und Herbst (Mai, September, Oktober) sind ideal. Das Wetter ist angenehm mild und die touristischen Höhepunkte wie die Biergärten sind geöffnet. Im Herbst bietet die fränkische Landschaft zudem ein schönes Farbspiel.

Im Sommer (Juni bis August) ist Hochsaison. Die Stadt ist belebt und die Biergärten sind am schönsten. Rechne aber mit höheren Preisen und längeren Wartezeiten, besonders am Alten Rathaus und in Klein-Venedig.

Bamberg bezaubert mit mehreren kleinen, atmosphärischen Weihnachtsmärkten, die über die Altstadt verteilt sind.

Anfahrt und Parken: Auto, Bahn und die Altstadt-Zone

Bamberg ist hervorragend an das deutsche Bahnnetz angebunden und der Hauptbahnhof liegt nur einen kurzen Spaziergang oder eine kurze Busfahrt von der Altstadt entfernt. Die entspannteste Anreisemöglichkeit!

Obwohl die Anfahrt einfach ist (über die A70/A73), ist das Parken in der historischen Altstadt kompliziert und teuer. Nutze am besten die Parkhäuser am Rande der Altstadt (z.B. Parkhaus Zentrum oder Tiefgarage Residenz). Die Zufahrt zur Altstadt ist für Nicht-Anwohner stark eingeschränkt.

Fortbewegung vor Ort: Bamberg zu Fuß und mit dem Stadtbus erkunden

Die gesamte historische Altstadt (Bergstadt, Inselstadt, Gärtnerstadt) ist kompakt. Die beste und schönste Art, Bamberg zu erkunden, ist zu Fuß. Plane bequeme Schuhe ein, da die Gassen oft gepflastert und die Wege auf die sieben Hügel steil sind. Für längere Strecken oder die Anfahrt zur Altenburg ist das gut ausgebaute Stadtbusnetz ideal.

Wo kann man in Bamberg übernachten?

Da Bamberg eine beliebte Wochenenddestination ist, solltest du frühzeitig buchen. Für ein besonderes Erlebnis wähle eine Unterkunft in der Altstadt, idealerweise in der Nähe der Regnitz. Außerhalb des direkten UNESCO-Bereichs, aber nahe dem Bahnhof, findest du modernere Hotels.

 Nachfolgend haben wir einige ausgewählte Unterkünfte für Euch zusammengestellt:

Altstadthotel Messerschmitt
Welcome Hotel Residenzschloss Bamberg
Altstadthotel Molitor

Es gibt aber auch noch viele andere Hotels in Bamberg.

Tipp: Wenn du die Bierkultur liebst, kannst du direkt in einer Brauereigaststätte mit angeschlossenem Gästehaus übernachten!

FAQ

Kann man die Altstadt gut zu Fuß erkunden?

Ja, absolut! Bamberg ist eine Stadt der kurzen Wege. Allerdings solltest du für die Bergstadt eine gewisse Grundkondition mitbringen, da die Wege zum Dom oder zum Kloster Michaelsberg recht steil sind. Trage unbedingt bequeme Schuhe – das historische Kopfsteinpflaster ist zwar hübsch, aber tückisch!

Wie kinderfreundlich ist Bamberg?

Sehr! Eine Fahrt mit der venezianischen Gondel oder ein Besuch im Naturkundemuseum (mit dem berühmten „Bamberger Vogelsaal“) begeistert auch die Kleinen. Zudem gibt es im Hain-Park tolle Spielplätze und viel Platz zum Austoben.

Was ist die „Sandkerwa“ und sollte ich dann nach Bamberg?

Die Sandkerwa im August ist eines der größten Volksfeste Bayerns. Die Altstadt ist dann im Ausnahmezustand – es ist voll, laut und sehr gesellig. Wenn du Trubel und Volksfeststimmung liebst: Hin da! Wenn du die Stadt in Ruhe genießen willst: Meide dieses Wochenende lieber.

Gibt es in den Brauereien auch etwas für Nicht-Biertrinker?

Na klar! Die fränkische Küche ist zwar für ihr Bier berühmt, aber du bekommst überall hervorragende regionale Säfte oder Weine aus dem nahegelegenen Mainfranken. Auch vegetarische Gerichte finden sich mittlerweile auf fast jeder Karte, auch wenn die Küche traditionell eher fleischlastig ist.

Muss man in den Brauereien reservieren?

In den bekannten Häusern wie dem Schlenkerla oder dem Spezial ist es oft sehr voll. Reservierungen sind in den Schwemmen (den großen Gasträumen) meist gar nicht möglich – man setzt sich einfach dazu, wo Platz ist. Das gehört in Bamberg zum guten Ton!

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