Lucca ist eine der schönsten Städte der Toskana und ein Geheimtipp für Reisende, die eine historische, charmante und weniger touristische Stadt als Florenz oder Pisa suchen. Lucca ist bekannt für seine gut erhaltenen Stadtmauern aus der Renaissance, seine mittelalterliche Architektur und seine vergleichsweise ruhige, entspannte Atmosphäre.

Die Stadt ist reich an Geschichte und Kultur und bietet gleichzeitig zahlreiche Gelegenheiten zum Entspannen und Genießen der italienischen Lebensart.

Die Ursprünge von Lucca gehen auf eine Siedlung der Ligurer und Etrusker zurück.

Im Jahr 180 v. Chr. wurde Lucca eine römische Kolonie. Die Römer legten die Stadt mit einem strengen, schachbrettartigen Straßennetz an, das noch heute in der Altstadt erkennbar ist. Der berühmte Piazza dell‘ Anfiteatro wurde auf den Ruinen eines antiken römischen Amphitheaters erbaut und behielt seine ovale Form bei.

Nach dem Fall des Römischen Reiches wurde Lucca von den Goten erobert und im 6. Jahrhundert zur Hauptstadt des langobardischen Herzogtums Tuszien.

Im 12. Jahrhundert erlangte Lucca den Status einer unabhängigen Kommune. Die Stadt erlebte eine Blütezeit und wurde zu einer der einflussreichsten Städte Europas im 13. und 14. Jahrhundert. Der Reichtum der Stadt basierte maßgeblich auf der Textilindustrie, insbesondere auf der Herstellung von Seide. Luccas Seide war in ganz Europa für ihre Qualität und Farbenpracht berühmt.

In dieser Zeit war Lucca ein kulturelles und wirtschaftliches Zentrum. Spuren dieser Epoche sind noch heute in den romanischen Kirchen, mittelalterlichen Türmen (wie dem Torre Guinigi) und den reichen Stadtpalästen zu sehen.

Von 1504 bis 1645 wurde die beeindruckende, 4,2 Kilometer lange Stadtmauer erbaut. Sie diente dem Schutz vor Angriffen, wurde aber auch zu einem Symbol der Unabhängigkeit. Heute ist sie ein beliebter Spazier- und Radweg.

Lucca schaffte es, bis 1799 seine Unabhängigkeit als Republik zu bewahren, neben Venedig und Genua. Die Stadt war eine Oligarchie, regiert von reichen Kaufmannsfamilien, und trug den Wahlspruch „Libertas“ auf ihrer Fahne.

Ende des 18. Jahrhunderts verlor Lucca seine Unabhängigkeit und wurde von den Franzosen erobert. Napoleon I. machte es zum Fürstentum Lucca und setzte seine Schwester Elisa Bonaparte an die Spitze.

Nach dem Ende der napoleonischen Herrschaft wurde Lucca zum Herzogtum und 1847 in das Großherzogtum Toskana eingegliedert.

1860 schloss sich Lucca dem neu gegründeten Königreich Italien an.

Die Stadtmauern von Lucca, auch bekannt als „Le Mura“, sind eines der bekanntesten und beeindruckendsten Bauwerke der Stadt und stellen ein einzigartiges Beispiel für eine intakte Renaissance-Stadtbefestigung dar. Sie sind nicht nur ein historisches Monument, sondern auch ein zentraler Bestandteil des modernen Stadtlebens.

Die heute sichtbaren Mauern wurden hauptsächlich im 16. und 17. Jahrhundert erbaut, um die Stadt vor militärischen Angriffen, insbesondere durch Kanonenfeuer, zu schützen. Sie ersetzten frühere römische und mittelalterliche Befestigungsanlagen, die den neuen Kriegstechnologien nicht mehr gewachsen waren.

Im Gegensatz zu den älteren, dünneren mittelalterlichen Mauern sind die Mauern von Lucca massiv, breit und niedrig gebaut, um Kanonenkugeln besser standhalten zu können. Die Gesamtlänge der Mauern beträgt etwa 4,2 Kilometer (2,6 Meilen).

Nach dem Verlust ihrer militärischen Bedeutung im 19. Jahrhundert wurden die Mauern in einen öffentlichen Park und eine breite, von Bäumen gesäumte Promenade umgewandelt. Heute sind sie ein beliebter Ort zum Spazierengehen, Joggen, Radfahren und Entspannen. Die breite, ebene Oberfläche bietet einen wunderbaren Blick auf die Dächer von Lucca, die Türme und die umliegende Landschaft.

Die Mauern verfügen über elf Bastionen (Bollwerke), die strategisch platziert wurden, um eine Rundumverteidigung zu gewährleisten. Jede Bastion ist nach einem Schutzheiligen benannt. Die Mauern haben sechs Tore (Portas), die den Zugang zur Altstadt ermöglichen, wie z.B. die Porta Santa Maria oder die Porta San Pietro. Ein siebtes, modernes Tor (Porta San Jacopo alla Tomba) wurde im 20. Jahrhundert hinzugefügt.

Im Inneren der massiven Mauern befinden sich Tunnel und Gänge, die ursprünglich für die geheime Bewegung von Truppen, Kanonen und Vorräten während einer Belagerung genutzt wurden. Diese unterirdischen Gänge, auch als „Kasematten“ bekannt, können heute im Rahmen von Führungen besichtigt werden und geben Einblicke in die militärische Geschichte der Mauern.

Der Piazza dell’Anfiteatro in Lucca ist einer der einzigartigsten und faszinierendsten Plätze Italiens. Seine besondere Form und Atmosphäre machen ihn zu einem zentralen Anziehungspunkt in der Stadt.

Das markanteste Merkmal des Platzes ist seine perfekt elliptische Form, die er den Überresten eines antiken römischen Amphitheaters verdankt, auf dessen Fundamenten er im Laufe der Jahrhunderte errichtet wurde. Das ursprüngliche Amphitheater wurde im 1. oder 2. Jahrhundert außerhalb der römischen Stadtmauern erbaut und konnte bis zu 10.000 Zuschauer aufnehmen, die Gladiatorenkämpfe und andere öffentliche Spektakel verfolgten.

Nach dem Niedergang des Römischen Reiches verfiel die Arena. Ihre Steine wurden für andere Gebäude wiederverwendet, und im Mittelalter wuchsen innerhalb und um die elliptische Ruine herum neue Bauten, die den ursprünglichen Grundriss füllten und den Platz in eine unorganisierte Ansammlung von Gebäuden verwandelten. Im 19. Jahrhundert wurde der Platz vom Architekten Lorenzo Nottolini in seine heutige Form zurückgeführt. Er ließ die innerhalb der Arena gebauten Gebäude abreißen und schuf den geschlossenen, ovalen Platz, der die ursprüngliche Form des Amphitheaters nachbildet.

Der Platz ist vollständig von hohen, meist vierstöckigen Häusern umgeben, die die elliptische Form nachzeichnen. Diese Häuser sind heute in Geschäfte, Cafés, Restaurants und private Wohnungen unterteilt.

Der Zugang zum Platz erfolgt durch vier Tore, die an den Enden der Längs- und Querachse des Ovals liegen. Nur der östliche Eingang, die Via dell’Anfiteatro, entspricht einem der ursprünglichen antiken Eingänge.

Die Piazza dell’Anfiteatro ist heute das pulsierende Herz der Altstadt. Es gibt keine Autos, was den Platz zu einer friedlichen Oase macht. Er ist ein beliebter Treffpunkt und ein lebendiger Ort für Touristen und Einheimische. Zahlreiche Restaurants und Bars stellen Tische und Stühle auf, die zum Verweilen und Genießen der Atmosphäre einladen.

Der Platz dient oft als Schauplatz für Märkte, Feste und kulturelle Veranstaltungen, wie zum Beispiel das jährliche Fest zu Ehren der Heiligen Zita von Lucca am 27. April, bei dem sich der Platz in einen großen Blumenmarkt verwandelt.

Der Dom von Lucca, offiziell als Cattedrale di San Martino bekannt, ist das spirituelle Zentrum der Stadt und ein Meisterwerk der romanischen Architektur in der Toskana. Er liegt an der Piazza San Martino und besticht durch seine asymmetrische Fassade und die wertvollen Kunstwerke im Inneren.

Die Kathedrale wurde hauptsächlich im romanischen Stil erbaut. Der Bau begann im Jahr 1060 auf Anordnung von Bischof Anselmo da Baggio, der später Papst Alexander II. wurde. Die Fassade, die ab 1204 vom Bildhauer und Architekten Guidetto da Como entworfen wurde, ist jedoch das auffälligste Merkmal.

Die Fassade ist einzigartig und unverkennbar asymmetrisch, da sie um den bereits bestehenden Campanile (Glockenturm) herum gebaut werden musste. Die Loggia mit ihren drei großen Bögen wird von Säulen getragen, die reich mit figürlichen Darstellungen und zweifarbigen Marmorintarsien verziert sind. Die Gestaltung erinnert stark an den Stil des Doms von Pisa. Der freistehende, über 60 Meter hohe Glockenturm stammt aus dem 13. Jahrhundert und ist ein weiteres Wahrzeichen der Kirche.

An einer der Säulen der Fassade befindet sich eine in Stein gemeißelte Darstellung eines Labyrinths. Dieses Relief aus dem 12. oder 13. Jahrhundert wird oft als Symbol für die Pilgerreise und den Weg der Gläubigen zu Gott interpretiert und verweist auf die Bedeutung Luccas als Station auf dem Pilgerweg Via Francigena. Eine Inschrift verweist auf den Mythos von Theseus und Ariadne.

Das Innere des Doms ist im gotischen Stil gehalten und beherbergt eine Fülle von Kunstwerken. Die beeindruckende Deckenhöhe des Hauptschiffs schafft eine erhabene Atmosphäre.

Das berühmteste und verehrteste Kunstwerk ist der Volto Santo di Lucca (das Heilige Antlitz von Lucca). Es handelt sich um ein lebensgroßes, hölzernes Kruzifix, das der Legende nach vom Pharisäer Nikodemus gefertigt wurde. Das Kruzifix wird in einem kleinen, achteckigen Marmortempel, dem Tempietto del Volto Santo, aufbewahrt. Dieser wurde 1484 von Matteo Civitali geschaffen.

In einem Seitenschiff befindet sich das meisterhafte Grabmonument für Ilaria del Carretto, die junge Ehefrau des Herrschers von Lucca, Paolo Guinigi. Es wurde vom Bildhauer Jacopo della Quercia im frühen 15. Jahrhundert geschaffen und gilt als eines der herausragendsten Beispiele der italienischen Frührenaissance.

Der Dom beherbergt auch bedeutende Gemälde, darunter:
„Letztes Abendmahl“ von Jacopo Tintoretto.
„Madonna mit Kind und Heiligen“ von Domenico Ghirlandaio.
„Kreuzabnahme“ von Nicola Pisano (an der Fassade).

Der Torre Guinigi ist eines der markantesten und bekanntesten Wahrzeichen von Lucca und unterscheidet sich von allen anderen mittelalterlichen Türmen durch eine Besonderheit: Auf seiner Spitze wächst eine kleine Baumgruppe.

Der Turm, dessen Bau im 14. Jahrhundert von der mächtigen und wohlhabenden Familie Guinigi in Auftrag gegeben wurde, diente nicht primär der Verteidigung, sondern als Statussymbol. Im mittelalterlichen Lucca konkurrierten die reichen Familien darum, die höchsten Türme zu bauen, um ihren Reichtum und ihre Macht zu demonstrieren. Mit einer Höhe von etwa 44 Metern überragt der Torre Guinigi die meisten anderen Gebäude der Stadt. Er ist einer der wenigen verbliebenen Geschlechtertürme, da viele im Laufe der Jahrhunderte abgerissen oder gekürzt wurden.

Das außergewöhnlichste Merkmal des Torre Guinigi ist der kleine, baumbestandene Garten auf seiner Spitze. Dort wachsen sieben große Steineichen in einem gemauerten Kasten. Die Bäume, die von weitem wie eine grüne Krone aussehen, sind nicht nur ein optischer Blickfang, sondern haben auch eine symbolische Bedeutung. Sie sollen die Wiedergeburt und Erneuerung der Guinigi-Familie symbolisieren, die zu ihrer Zeit eine führende Rolle in der Stadt spielte.

Der genaue Zeitpunkt, wann die Bäume gepflanzt wurden, ist nicht überliefert, aber historische Abbildungen aus dem 15. Jahrhundert zeigen den Turm bereits mit Bäumen auf seiner Spitze, was darauf hindeutet, dass diese Tradition sehr alt ist.

Der Turm ist heute für die Öffentlichkeit zugänglich. Der Aufstieg über die rund 230 Stufen führt durch das Innere des mittelalterlichen Turms und bietet auf dem Weg nach oben kleine Fenster mit ersten Ausblicken auf die Stadt. Von der obersten Plattform aus hat man einen spektakulären 360-Grad-Panoramablick über die Dächer von Lucca, die perfekt erhaltene Stadtmauer, die zahlreichen Kirchen und Plätze sowie die umliegende toskanische Landschaft. Im Schatten der Steineichen können Besucher verschnaufen und die einzigartige Perspektive genießen.

Die Kirche San Michele in Foro ist eines der bedeutendsten architektonischen Juwelen Luccas und befindet sich auf dem zentralen Platz gleichen Namens, dem Piazza San Michele. Dieser Platz war in der Antike das römische Forum und das Herz des öffentlichen Lebens der Stadt, was den Zusatz „in Foro“ (auf dem Forum) erklärt.

Die Kirche, die im Jahr 795 erstmals urkundlich erwähnt wurde, erhielt ihr heutiges Erscheinungsbild im 12. Jahrhundert. Die Fassade ist ein herausragendes Beispiel für den pisanisch-romanischen Stil, der sich durch eine reiche Verzierung mit Arkaden, Loggien und Säulen auszeichnet.

Die Fassade ist in vier übereinanderliegende Ordnungen von Loggien unterteilt. Jede Ebene ist mit unterschiedlich verzierten Säulen geschmückt, die teils gedreht, kanneliert oder mit Tier- und Menschenfiguren verziert sind. Die schiere Fülle an Details, Skulpturen und Marmoreinlagen macht die Fassade zu einem faszinierenden Anblick.

An der Spitze des Giebels thront eine überlebensgroße Marmorstatue des Erzengels Michael, wie er einen Drachen besiegt. Die Figur ist von zwei kleineren Engeln flankiert. Eine lokale Legende besagt, dass ein funkelnder Smaragd in die Statue eingelassen ist und an bestimmten Tagen, bei speziellem Lichteinfall, zu sehen ist.

Ähnlich wie der Dom von Lucca ist die Fassade von San Michele in Foro leicht asymmetrisch, was auf bauliche Anpassungen an die bereits vorhandenen Strukturen zurückzuführen ist. Die prächtige Fassade steht im Kontrast zum restlichen Gebäude, dessen Bau nicht im gleichen Umfang vollendet wurde.

Das Innere der Kirche ist eine schlichte, dreischiffige Basilika mit einem Querhaus und einer halbrunden Apsis, was eine beruhigende Atmosphäre schafft. Obwohl das Äußere die Hauptattraktion ist, beherbergt die Kirche auch bedeutende Kunstwerke:

„Madonna mit Kind“: Eine glasierte Terrakotta-Plastik von Luca della Robbia.
„Vier Heilige“: Ein Altarbild von Filippino Lippi aus dem späten 15. Jahrhundert, das die Heiligen Rochus, Sebastian, Hieronymus und Helena darstellt.

Der Palazzo Pfanner ist ein prächtiger barocker Palast im Herzen der Altstadt. Er ist berühmt für seine elegante Architektur, den prachtvollen Garten und seine ungewöhnliche Geschichte, die ihn zu einem einzigartigen Anziehungspunkt macht.

Der Bau des Palastes wurde 1660 von der wohlhabenden Handelsfamilie Moriconi in Auftrag gegeben. Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten musste die Familie den Palast jedoch bald an die Familie Controni, eine aufstrebende Seidenhändler-Familie, verkaufen. Die Contronis ließen den Palast im späten 17. und frühen 18. Jahrhundert in seiner heutigen barocken Form ausgestalten. Besonders beeindruckend ist die monumentale Freitreppe, die dem Architekten Domenico Martinelli zugeschrieben wird.

Seinen heutigen Namen verdankt der Palazzo jedoch einer späteren Besitzerfamilie: Mitte des 19. Jahrhunderts erwarb der österreichische Bierbrauer Felix Pfanner das Anwesen. Er richtete in den Kellern und im Garten eine der ersten Brauereien Italiens ein, die bis 1929 in Betrieb war. Die Familie Pfanner, die bis heute Eigentümer des Palastes ist, hat das Anwesen restauriert und für Besucher geöffnet.

Das Highlight des Palazzo Pfanner ist zweifellos sein historischer Barockgarten, der sich harmonisch zwischen den Palast und die Stadtmauer schmiegt. Der Garten, der dem Architekten Filippo Juvarra zugeschrieben wird, ist ein Meisterwerk der italienischen Gartenbaukunst.

Der Garten ist streng symmetrisch angelegt. Eine breite Hauptachse führt durch den Garten, flankiert von geometrisch geschnittenen Hecken und Statuen. Diese Statuen, die Figuren aus der griechischen Mythologie wie die Götter des Olymp darstellen, verleihen dem Garten eine klassische Eleganz.

Typisch für italienische Gärten sind die großen Terrakotta-Gefäße mit Zitronen- und Oleanderbäumen. Ein zentraler Brunnen sorgt für ein beruhigendes Plätschern und schafft eine friedliche Atmosphäre.

Vom oberen Teil der Stadtmauer hat man einen wunderschönen Blick in den Garten hinein, der seine Symmetrie und Pracht aus der Vogelperspektive offenbart.

Obwohl der Garten die Hauptattraktion ist, kann auch ein Teil des Palastes besichtigt werden. Im Inneren befinden sich u.a. ein großer, mit Fresken aus dem frühen 18. Jahrhundert geschmückter Festsaal.

Lucca wird oft als „Stadt der 99 Kirchen“ bezeichnet, was ihre tiefe religiöse und künstlerische Geschichte unterstreicht. Neben den Kirchen und ihren Schätzen gibt es in Lucca aber auch noch andere Orte zu erkunden.

Museo Nazionale di Villa Guinigi: Dieses Nationalmuseum zeigt eine bedeutende Sammlung von Kunstwerken, darunter archäologische Fundstücke und Gemälde der lucchesischen Schule vom Mittelalter bis zum 18. Jahrhundert.

Museo di Palazzo Mansi: In diesem opulenten Palast aus dem 16. Jahrhundert kann man das Leben der reichen Kaufleute von Lucca nachempfinden. Er beherbergt zudem eine Pinakothek mit Werken berühmter Maler wie Tizian und Tintoretto.

Puccini Museum: Als Geburtsstadt des weltberühmten Komponisten Giacomo Puccini (1858–1924) widmet Lucca ihm ein Museum in seinem Geburtshaus. Hier sind persönliche Gegenstände, Manuskripte und sein Klavier ausgestellt.

Lucca ist der Geburtsort des berühmten Komponisten Giacomo Puccini. Du kannst das Puccini-Museum besuchen, das sich in seinem Geburtshaus befindet, und fast das ganze Jahr über tägliche Konzerte mit seinen berühmten Opern genießen. Die Stadt ehrt ihren berühmten Sohn mit zahlreichen kulturellen Veranstaltungen.

Das Puccini Festival findet nicht direkt in Lucca, sondern im nahegelegenen Torre del Lago statt, wo Puccini lebte und arbeitete. Dieses Opernfestival läuft jährlich von Juli bis September und zeigt die Hauptwerke des Komponisten in einem beeindruckenden Freilichttheater am Seeufer.

Puccini e la sua Lucca (Puccini und sein Lucca): Hierbei handelt es sich um ein tägliches Opernkonzert, das in der Kirche San Giovanni im Zentrum von Lucca stattfindet. Das Programm wechselt täglich und umfasst die bekanntesten Arien und Duette von Puccini sowie anderer berühmter italienischer Komponisten wie Verdi. Es ist ein ganzjähriges Angebot für Besucher.

Puccini Days: In den Monaten November und Dezember, zwischen seinem Todestag (29. November) und Geburtstag (22. Dezember), veranstaltet die Stadt eine Reihe von Konzerten, Konferenzen und Aufführungen zu seinen Ehren.

Im Juli findet jedes Jahr das Lucca Summer Festival statt, bei dem internationale Musikstars im historischen Zentrum von Lucca auftreten. Die Konzerte auf der Piazza Napoleone sind ein Highlight.

Im Oktober/November verwandelt sich Lucca in ein Paradies für Comic-, Manga- und Fantasy-Fans. Die Lucca Comics & Games ist das größte Comic- und Spielefestival in Europa und lockt Tausende von Besuchern an.

Die Festa di Santa Croce ist das wichtigste religiöse Fest der Stadt. Es findet jedes Jahr am 13. September zu Ehren des Heiligen Kreuzes statt. Ein nächtlicher Prozessionszug mit Kerzenlichtern zieht durch die Stadt, gefolgt von Feuerwerk.

Die Küche von Lucca ist typisch toskanisch, mit einfachen, aber schmackhaften Gerichten, die oft auf saisonalen und regionalen Produkten basieren. Einige Spezialitäten, die du probieren solltest, sind:

Zuppa di Farro: Eine Suppe aus Dinkel (Farro), Bohnen und Gemüse – ein traditionelles Gericht aus der Region.

Tordelli Lucchese: Hausgemachte Ravioli, gefüllt mit Fleisch und Kräutern, serviert mit einer herzhaften Fleischsoße.

Buccellato: Ein süßes Brot mit Rosinen und Anis, das in Lucca besonders beliebt ist.
Zum Essen wird oft ein lokaler Wein wie der Montecarlo oder Colline Lucchesi gereicht.

Die Haupteinkaufsstraße von Lucca ist die Via Fillungo. Sie zieht sich durch die gesamte Altstadt. Dort findest Du eine Mischung aus Modeboutiquen, Schmuckgeschäften, Antiquitäten und Feinkostläden.

Die Via Chiasso Barletti ist eine schmale Gasse abseits der Via Fillungo, bekannt für kleine Kunsthandwerksläden.

Die Via Santa Lucia bietet eine gute Mischung aus trendigen Boutiquen und traditionellen Geschäften.

Der Piazza dell’Anfiteatro ist ein harmonischer Platz mit Geschäften und Cafés im Erdgeschoss, ideal zum Verweilen.

Auf dem Parkplatz Le Tagliate findet mittwochs und samstags ein Wochenmarkt statt. Hier gibt es Kleidung, Haushaltswaren und Lebensmittel.

Samstags (und im Sommer auch mittwochs) findet am Foro Boario ein Bauernmarkt statt. Hier gibt es lokale und saisonale Produkte.

Am letzten Wochenende des Monats findet auf der Piazza S. Giusto ein Kunsthandwerksmarkt statt.

Ein wichtiger Tipp für den Einkauf in Italien: Viele Geschäfte schließen zwischen 13:00 und 15:00 Uhr für die Mittagspause. Am Sonntag sind etwa 20% der Geschäfte geschlossen.

In Lucca gibt es zahlreiche Orte, die sich hervorragend zur Erholung eignen und einen Kontrast zu den belebten historischen Sehenswürdigkeiten bilden.

Die Stadtmauer: Die Stadtmauer von Lucca ist ein riesiger, von Bäumen gesäumter Park, der sich ideal für Spaziergänge, Joggen oder Radfahren eignet. Die breiten Wege und Grünflächen laden zu einem Picknick oder einfach nur zum Verweilen ein, während man die Aussicht auf die Stadt genießt.

Der Botanische Garten (Orto Botanico Comunale di Lucca): Dieser kleine, aber feine Garten bietet eine ruhige Oase mitten in der Stadt. Er wurde im frühen 19. Jahrhundert angelegt und beherbergt eine Vielzahl von Pflanzenarten sowie einen idyllischen See, der zum Entspannen einlädt.

Garten des Palazzo Pfanner: Ein wahres barockes Juwel. Dieser Garten, der zu einem der schönsten Adelspaläste Luccas gehört, ist eine Oase der Ruhe und Schönheit. Mit seinen kunstvollen Statuen, einem Springbrunnen und sorgfältig angelegten Blumenbeeten bietet er die perfekte Kulisse, um die Seele baumeln zu lassen.

Anreise nach Lucca

Lucca liegt günstig in der Nähe von Florenz (ca. 1 Stunde mit dem Zug) und Pisa (ca. 30 Minuten mit dem Zug). Der nächste Flughafen ist der Flughafen Pisa. Lucca ist gut an das italienische Bahnnetz angeschlossen, was die Anreise mit dem Zug einfach und bequem macht.

Fortbewegung in Lucca

Die Altstadt von Lucca ist weitgehend autofrei, daher ist es am besten, die Stadt zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erkunden. Öffentliche Busse verbinden Lucca mit den umliegenden Orten und Sehenswürdigkeiten.

Bezahlen in Lucca

In Lucca kann man, wie in den meisten Teilen Italiens, mit den gängigen Zahlungsmitteln bezahlen. Die Situation ist vergleichbar mit der in Deutschland oder anderen europäischen Ländern.

Bargeld (Euro): Kleingeld ist immer nützlich, insbesondere für kleine Einkäufe wie einen Espresso, ein Eis oder auf den Märkten.

Kreditkarten: Visa und Mastercard werden in den meisten Geschäften, Restaurants und Hotels problemlos akzeptiert.

Debitkarten (EC-Karten): Deine normale EC-Karte (Girocard mit Maestro- oder V PAY-Symbol) funktioniert in der Regel ebenfalls an vielen Orten.

In kleinen Läden oder bei manchen Dienstleistungen kann es vorkommen, dass kleinere Beträge lieber in bar gezahlt werden.

Geldautomaten (Bancomat) sind in Lucca leicht zu finden, aber beachte, dass beim Abheben von Bargeld mit einer Kreditkarte oft Gebühren anfallen können.

Sicherheit in Lucca

Lucca gilt als sichere und ruhige Stadt. Wie in jeder touristischen Gegend solltest du jedoch in belebten Bereichen auf deine Wertsachen achten.

Spaziergang auf den Stadtmauern

Ein Spaziergang auf den breiten Stadtmauern ist eine der schönsten Aktivitäten in Lucca. Die Mura di Lucca sind etwa 4 km lang und bieten eine grüne, baumgesäumte Promenade mit zahlreichen Sitzgelegenheiten und tollen Ausblicken auf die Stadt und die umliegenden Hügel.

Fahrradtour

Lucca ist eine fahrradfreundliche Stadt, und eine Fahrradtour ist eine großartige Möglichkeit, sie zu erkunden. Du kannst ein Fahrrad mieten und damit nicht nur die Stadtmauern, sondern auch die engen Gassen und Plätze der Altstadt erkunden.

Tagesausflüge

Lucca liegt ideal, um die Toskana weiter zu erkunden. Von hier aus kannst du Tagesausflüge nach Pisa, Florenz, die Cinque Terre oder in die Küstenstadt Viareggio unternehmen.

Die Villa Romantica Wellness & SPA glänzt mit einer ausgezeichneten Lage und einem Privatparkplatz.

Es gibt aber auch noch viele andere Hotels in Lucca.

Die beste Zeit, Lucca zu besuchen, ist im Frühjahr und Herbst (April bis Juni und September bis Oktober). Das Wetter ist angenehm, und die Menschenmassen sind kleiner als im Hochsommer.

Der Sommer ist auch schön, allerdings können Juli und August sehr heiß und überfüllt sein.

Lucca Galerie

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