Cinque Terre & La Spezia: Der italienische Küstentraum

Italien wie aus dem Bilderbuch: Pastellfarbene Häuser, die sich an schroffe Felsen klammern, tiefblaues Meer und der Duft von frischem Pesto in der Luft. Die Cinque Terre sind kein bloßes Reiseziel, sie sind ein Gefühl.

Während La Spezia mit seinem maritimen Charme und der perfekten Anbindung punktet, wartet in den fünf Dörfern Monterosso, Vernazza, Corniglia, Manarola und Riomaggiore das pure Postkarten-Idyll auf dich. Pack deine Wanderschuhe und deine Kamera ein – wir nehmen dich mit an einen der schönsten Küstenstreifen der Welt.

Welcome to our blog! While the full article is in German, here are the key takeaways for your Cinque Terre adventure.

If you’re planning a trip to the Italian Riviera, here is a compact guide to help you navigate the stunning villages of Cinque Terre and the bustling gateway city of La Spezia.

Must-See Highlights

The Five Villages: Explore the iconic colorful houses of Riomaggiore, the picturesque harbor of Vernazza, and the sprawling beaches of Monterosso al Mare. Don’t miss the steep vineyards of Manarola and the quiet charm of Corniglia, perched high on the cliffs.

Sentiero Azzurro (Blue Trail): Hike the coastal paths connecting the villages for breathtaking Mediterranean views.

La Spezia’s Waterfront: Enjoy a stroll along the Passeggiata Morin or visit the historic Castello di San Giorgio.

Best Time to Visit

The best window is late spring (May to June) or early autumn (September). You’ll enjoy pleasant hiking temperatures and fewer crowds than in July and August, when the heat and tourist numbers peak.

Where to Stay

We recommend the Affittacamere Lunamar in La Spezia. It´s perfectly situated in the heart of La Spezia, just a short walk from the central train station. This makes it an ideal base for hopping on the Cinque Terre Express.
There are, of course, other hotels in La Spezia.

Inside the Villages: Stay in Vernazza or Manarola if you want the romantic experience of waking up to the sound of the waves (but be prepared to carry your luggage up many stairs!).

How to Get There

By Train: The Cinque Terre Express runs frequently between La Spezia and Levanto, stopping at all five villages. It’s the fastest and most sustainable way to travel.

By Boat: Seasonal ferries depart from La Spezia, offering a unique perspective of the coastline from the water.

Note: Avoid bringing a car; parking is extremely limited and expensive.

What to Bring

Sturdy Footwear: Even if you aren’t a „hiker,“ the cobblestones and steep steps require good sneakers or hiking boots.

Refillable Water Bottle: There are public drinking fountains (nasoni) with fresh water in every village.

Sun Protection: The Italian sun is intense, especially on the hiking trails or boats.

Cultural Pro Tips

The „Cinque Terre Card“: Purchase this at the train station to get unlimited train rides and access to the hiking trails.

Respect the Locals: Remember that these villages are living communities. Keep noise levels down in residential alleys and avoid blocking narrow passages for photos.

Dinner Reservations: During high season, always book your table a day in advance, especially for restaurants with sea views.

Quick-Facts & Beste Reisezeit

Cinque Terre erleben (Quick Facts)

Lage: In der Region Ligurien, am „Golf der Poeten“.

Währung: Euro (€).

Sprache: Italienisch

Fortbewegung: Das Auto lässt du am besten in La Spezia stehen. Die Dörfer sind am besten mit dem Cinque Terre Express (Zug) oder per Boot erreichbar.

Beste Reisezeit

Mai bis Juni & September: Perfekt zum Wandern und Sightseeing bei milden Temperaturen.

Juli & August: Sehr heiß und sehr voll, aber ideal für Badestopps.

Unser Tipp: Besuche die Dörfer unter der Woche, um den größten Besucherströmen am Wochenende zu entgehen.

Die Top Highlights

Die Cinque Terre sind wie eine Perlenkette an der ligurischen Küste aufgereiht. Jedes der fünf Dörfer hat seinen ganz eigenen Charakter, den du am besten ohne Zeitdruck entdeckst. Wir haben die fünf Dörfer von Nord nach Süd geordnet:

Monterosso al Mare – Strandflair & Zitronenduft

Monterosso ist das größte Dorf und das einzige mit einem ausgedehnten Sandstrand, dem Spiaggia di Fegina. Perfekt, wenn du zwischendurch mal die Füße ins kühle Nass strecken willst! Der Ort teilt sich in eine charmante Altstadt und das modernere Viertel. Überall duftet es nach Zitronen, die hier besonders groß und süß werden – probier unbedingt den lokalen Limoncino

Sentiero Azzurro (Der Blaue Weg)

Der Sentiero Azzurro ist der berühmteste Wanderweg und verläuft entlang der Küste. Er verbindet alle fünf Dörfer und bietet die malerischsten Ausblicke. Der Weg ist in vier Abschnitte unterteilt, die jeweils ein Dorf mit dem nächsten verbinden. Der Abschnitt Monterosso al Mare – Vernazza gilt als mittelschwer. Er führt durch Weinberge und Olivenhaine und bietet atemberaubende Ausblicke auf das Meer. Er ist etwa 3,5 km lang und die Wanderung dauert ungefähr 1,5 bis 2 Stunden.

Vernazza – Das Juwel der Küste

Für viele ist Vernazza das fotogenste aller Dörfer. Der kleine, geschützte Hafen wird von der markanten Kirche Santa Margherita d’Antiochia bewacht, deren Glockenturm direkt am Wasser thront. Unser Tipp: Setz dich mit einem Gelato auf die Kaimauer und beobachte das Treiben der bunten Fischerboote (Gozzi). Wenn du den kurzen, steilen Aufstieg Richtung Monterosso wagst, wirst du nach nur zehn Minuten mit dem klassischen Postkartenblick von oben belohnt.

Corniglia – Die Terrasse über dem Meer

Corniglia ist das „stille“ Dorf unter den fünf. Da es als einziges nicht direkt am Wasser, sondern auf einem 100 Meter hohen Felsplateau liegt, ist es oft etwas weniger überlaufen. Um ins Dorf zu gelangen, musst du die Lardarina erklimmen – eine gemauerte Treppe mit 382 Stufen. Oben angekommen, wirst du mit einem 360-Grad-Panorama belohnt, das dir den Atem rauben wird.

Manarola – Romantik pur zum Sonnenuntergang

Manarola wirkt fast wie eine Leinwand, auf der jemand die buntesten Farben verteilt hat. Die Häuser klammern sich hier besonders dramatisch an den dunklen Felsen. Bekannt ist das Dorf vor allem für seinen Aussichtspunkt am Punta Bonfiglio. Hier kannst du den berühmten Aperitivo genießen, während die Sonne langsam im Meer versinkt und die Häuserfassaden in goldenes Licht taucht.

Riomaggiore – Das vertikale Dorf

In Riomaggiore geht es steil bergauf! Die Häuser sind hier so eng nebeneinander gebaut, dass sie fast wie ein einziges, buntes Bauwerk wirken. Der Hafen ist winzig, aber spektakulär: Die Fischer ziehen ihre Boote hier mangels Platz einfach die Rampe hoch in die Gassen. Von den Felsen am Wasser aus hast du einen fantastischen Blick auf das glitzernde Meer.

La Spezia: Mehr als nur Übernachten

Viele Reisende nutzen La Spezia nur als Durchgangsstation, doch das tut der Stadt unrecht.

Unser Tipp: Sucht euch eine Unterkunft im Viertel rund um die Via del Prione oder in der Nähe des Bahnhofs (Stazione Centrale). Von hier aus seid ihr in wenigen Minuten am Gleis, findet aber abends eine fantastische Auswahl an authentischen Restaurants, die deutlich günstiger sind als in den fünf Dörfern. Ein Spaziergang an der Palmenpromenade Costantino Morin zum modernen Yachthafen Porto Mirabello ist der perfekte Abschluss für einen ereignisreichen Tag.

La Spezia ist oft der Ausgangspunkt für Reisen in die Cinque Terre, aber die Stadt selbst ist ein verstecktes Juwel, das es wert ist, erkundet zu werden. Sie bietet eine authentische italienische Atmosphäre, eine reiche maritime Geschichte und ist der perfekte Ort, um die Region zu entdecken.

Passeggiata Costantino Morin

Die Passeggiata Costantino Morin, auch einfach Passeggiata Morin genannt, ist eine der wichtigsten und schönsten Flaniermeilen in La Spezia. Sie befindet sich direkt am Hafen und bietet einen spektakulären Panoramablick auf den gesamten Golf von La Spezia. Man kann die vorbeifahrenden Boote beobachten, die am Horizont liegende Insel Palmaria sehen und im Hintergrund die majestätischen Apuanischen Alpen bewundern

Die Promenade ist ausschließlich Fußgängern vorbehalten und ist gesäumt von Palmen, Grünflächen und Bänken, die zum Verweilen und Entspannen einladen. Hier herrscht eine ruhige und entspannte Atmosphäre.

Am Ende der Promenade befindet sich der Molo Italia, eine lange Mole mit einem Leuchtturm (Faro). Am anderen Ende kann man über die Ponte Thaon di Revel, eine moderne Fußgängerbrücke, vom Stadtzentrum aus in den Yachthafen Porto Mirabello gelangen.

Castello di San Giorgio

Das Castello di San Giorgio ist eine historische Festung, die auf einem Hügel thront. Das Bauwerk ist nicht nur ein beeindruckendes Beispiel mittelalterlicher Militärarchitektur, sondern beherbergt auch ein wichtiges archäologisches Museum.

Die Ursprünge der Festung reichen bis ins 13. Jahrhundert zurück, als der genuesische Adlige Nicolò Fieschi an dieser Stelle eine erste Verteidigungsanlage errichten ließ. Die heutige Struktur des Castello di San Giorgio ist das Ergebnis verschiedener Bau- und Erweiterungsphasen, die hauptsächlich unter der Herrschaft der Genueser stattfanden. Die Festung war Teil der Verteidigungslinie, die die Stadt und ihren Hafen vor Angriffen schützen sollte.

Das Gebäude, dessen Name dem Heiligen Georg gewidmet ist, ist über die historische Via XXVII Marzo zu erreichen. Von den Mauern des Schlosses aus hat man einen atemberaubenden Panoramablick über die gesamte Stadt, den Hafen und den „Golf der Dichter“.

Heute ist das Castello di San Giorgio der Sitz des städtischen archäologischen Museums (Museo Archeologico Ubaldo Formentini). Das Museum beherbergt eine bedeutende Sammlung von Funden, die die Geschichte der Region von der Urgeschichte bis ins Mittelalter dokumentieren.

Shopping in La Spezia

Das Herzstück des Shoppings in La Spezia ist Via del Prione. Sie ist eine lange Fußgängerzone, die den Hafen mit dem Bahnhof verbindet und von vielen Geschäften, Cafés und Restaurants gesäumt ist.

Parallel zur Via del Prione gelegen, ist der Corso Cavour die Adresse für luxuriösere Geschäfte und Boutiquen.

Die Via Domenico Chiodo ist bekannt für ihre Arkaden aus dem 19. Jahrhundert, unter denen sich ebenfalls viele Geschäfte befinden.

Insider-Tipps & Umgebung

Die Cinque Terre sind weltberühmt, aber der wahre Zauber liegt oft in der geschickten Planung und den Orten, die nicht jeder sofort auf dem Schirm hat.

Porto Venere: Das heimliche sechste Dorf

Wenn es deine Zeit erlaubt, solltest du auch Porto Venere besuchen. Es gehört offiziell nicht zu den Cinque Terre, ist aber mindestens genauso spektakulär. Die tiefschwarze Kirche San Pietro, die auf einem schroffen Felsen über dem Meer thront, wirkt wie aus einem Filmset.

Wie hinkommen? Nimm von La Spezia aus den Bus (Linie 11/P) oder – noch schöner – die Fähre. Vom Wasser aus hast du den besten Blick auf die berühmte bunte Häuserfront („Palazzata“).

Das Dorf Volastra: Der Tipp für Wanderer

Die Hauptwege direkt am Meer sind oft sehr voll. Wenn du Ruhe suchst, fahr mit dem Bus von Manarola hoch nach Volastra. Dieses winzige Dorf liegt inmitten der berühmten Weinterrassen. Von dort aus führt ein wunderschöner, fast ebener Wanderweg nach Corniglia. Du wanderst buchstäblich durch die Weinberge mit einem Panorama, das die meisten Touristen nie zu Gesicht bekommen.

Der richtige Rhythmus: Antizyklisch reisen

Die meisten Tagestouristen kommen zwischen 10:00 und 11:00 Uhr in den Dörfern an und fahren gegen 17:00 Uhr wieder ab.

Unser Tipp: Nutz die frühen Morgenstunden für die beliebten Fotospots in Vernazza oder Manarola. Verbring die Mittagszeit bei einem langen Lunch in einer Seitengasse oder am Strand von Monterosso und genieß die magische Abendstimmung, wenn die Tagesscharen weg sind und das Dorfleben wieder den Einheimischen gehört.

Kulinarische Highlights

Die Region rund um La Spezia und die Cinque Terre ist die Heimat einiger der bekanntesten Spezialitäten Italiens. Hier wird mit dem gekocht, was der steile Küstenstreifen und das Meer hergeben.

Das grüne Gold: Pesto Genovese

Du hast wahrscheinlich schon oft Pesto gegessen, aber hier schmeckt es anders. Das echte Pesto Genovese besteht aus winzigen, jungen Basilikumblättern, die an den Hängen Liguriens wachsen, hochwertigem Olivenöl, Pinienkernen, Knoblauch, Parmigiano Reggiano und Pecorino.

Unser Tipp: Bestell dir Trofie al Pesto. Diese kurzen, gedrehten Nudeln sind typisch für die Region und nehmen die Sauce perfekt auf. Oft werden sie traditionell mit Kartoffelstücken und grünen Bohnen serviert – eine Kombination, die du probiert haben musst!

Focaccia – Der perfekte Snack

In den engen Gassen von Riomaggiore oder Vernazza wirst du überall den Duft von frisch gebackenem Fladenbrot wahrnehmen. Die ligurische Focaccia ist außen knusprig, innen weich und großzügig mit Olivenöl und grobem Salz verfeinert.

Variante: Probier auch die Focaccia di Recco, die mit einer dünnen Schicht schmelzendem Käse gefüllt ist, oder die Version mit lokalen Oliven.

Meeresfrüchte aus dem „Cono“

In den Hafenstädten ist Streetfood Programm. Such nach einer Friggitoria – dort bekommst du den Fritto Misto (frittierte Calamari, Garnelen und kleiner Fisch) in einer Papiertüte, dem „Cono“. Es gibt nichts Schöneres, als mit einer Tüte frischem Fisch am Hafen von Manarola zu sitzen.

Sardellen aus Monterosso: Die Acciughe di Monterosso sind eine lokale Delikatesse. Egal ob gesalzen, in Öl oder frisch frittiert – sie schmecken absolut köstlich und haben nichts mit den billigen Supermarkt-Sardellen zu tun.

Farinata: Die herzhafte Kichererbsen-Tarte

Ein toller Snack (und sogar glutenfrei!) ist die Farinata. Dieser dünne Pfannkuchen aus Kichererbsenmehl, Wasser und Olivenöl wird in großen Kupferpfannen im Holzofen gebacken. Er ist herrlich nussig und sättigend.

Sciacchetrà – Ein Schluck flüssiges Gold

Die terrassierten Weinberge, an denen du vorbeiwanderst, produzieren einen ganz besonderen Tropfen: den Sciacchetrà. Dieser süße, goldfarbene Dessertwein wird aus getrockneten Trauben gewonnen. Die Produktion ist extrem mühsam und limitiert, was ihn zu einem exklusiven Mitbringsel macht.

Unser Tipp: Ein Glas Sciacchetrà zusammen mit ein paar Cantucci (Mandelgebäck) ist der perfekte Abschluss für ein Abendessen mit Blick aufs Meer.

Aktivitäten

In dieser Region dreht sich alles um die Verbindung von Natur, Bewegung und Genuss. Hier sind unsere Favoriten für deinen Aufenthalt:

Wandern auf dem Sentiero Azzurro (Blauer Weg)

Dies ist der Klassiker! Der Wanderweg verbindet alle fünf Dörfer miteinander. Die bekanntesten Etappen sind:

Monterosso nach Vernazza: Ein anspruchsvollerer Weg mit vielen Stufen, aber die Belohnung ist der wohl berühmteste Blick auf Vernazza, wenn du um die letzte Kurve biegst. (Dauer ca. 1,5–2 Std.)

Vernazza nach Corniglia: Du wanderst durch Olivenhaine und Weinberge mit fantastischen Panoramablicken. (Dauer ca. 1,5 Std.)

Wichtiger Hinweis: Für diese Wege brauchst du die Cinque Terre Card. Die berühmte Via dell’Amore zwischen Riomaggiore und Manarola ist nach langer Sperrung oft nur abschnittsweise oder mit Voranmeldung zugänglich – informier dich hierzu am besten tagesaktuell am Bahnhof.

Die Dörfer vom Wasser aus erleben

Wenn du die Beine schonen willst, ist die Fähre die beste Wahl. Zwischen La Spezia und allen Dörfern (außer Corniglia, da dieses keinen Hafen hat) pendeln regelmäßig Boote.

Unser Tipp: Mach die Fahrt am späten Nachmittag. Wenn die tiefstehende Sonne die bunten Häuser anstrahlt, entstehen die schönsten Fotos. Besonders die Einfahrt in den Hafen von Vernazza ist vom Schiff aus einfach unschlagbar.

Eine Bootstour zum Sonnenuntergang

Für ein ganz besonderes Erlebnis kannst du in den Häfen von Riomaggiore oder Manarola private oder kleine Gruppen-Bootstouren buchen. Viele Anbieter kombinieren die Fahrt mit einem Glas lokalen Wein und ein paar Snacks. Es gibt kaum etwas Romantischeres, als vom Wasser aus zuzusehen, wie in den Dörfern nach und nach die Lichter angehen.

Schwimmen und Schnorcheln

Auch wenn die Cinque Terre kein klassisches Badeziel sind, gibt es tolle Möglichkeiten:

Monterosso: Hier findest du den einzigen großen Sandstrand.

Manarola: Im Hafenbereich kannst du über Leitern direkt in das tiefe, kristallklare Wasser steigen – perfekt für eine Abkühlung nach der Wanderung!

Ponte del Diavolo (Porto Venere): Wenn du nach Porto Venere fährst, kannst du dort wunderbar in den Felsenbuchten schnorcheln.

Wein-Tasting in den Terrassen

Besuche eines der lokalen Weingüter in den Steilhängen. Viele Winzer bieten Führungen durch ihre Weinberge an, bei denen du lernst, wie mühsam die „heroische Landwirtschaft“ hier ist. Die Trauben werden oft noch mit kleinen Zahnradbahnen (Monorails) transportiert, weil es keine Straßen gibt. Eine Verkostung direkt beim Erzeuger ist ein echtes Highlight!

Praktische Reiseinformationen

Damit dein Aufenthalt in dieser traumhaften, aber logistisch manchmal herausfordernden Region reibungslos klappt, haben wir hier die wichtigsten Tipps für dich zusammengefasst.

Die Cinque Terre Card – Dein wichtigster Begleiter

Es gibt zwei Versionen der Karte, die du an jedem Bahnhof oder online kaufen kannst:

Cinque Terre Trekking Card: Erlaubt dir den Zugang zu den kostenpflichtigen Wanderwegen (wie dem Sentiero Azzurro).

Cinque Terre MS Card (Zug & Wandern): Diese Karte nutzen wir meistens. Sie deckt nicht nur die Wanderwege ab, sondern ermöglicht dir auch unbegrenzte Fahrten mit dem Cinque Terre Express zwischen La Spezia und Levanto sowie die Nutzung der lokalen Busse.

Wichtiger Hinweis: Vergiss nicht, die physische Karte vor der ersten Fahrt am grünen Automaten zu entwerten, falls kein Datum aufgedruckt ist!

Fortbewegung: Bahn statt Auto

Wir können es nicht oft genug sagen: Lass das Auto in La Spezia stehen. Die Dörfer sind für den Autoverkehr weitestgehend gesperrt, Parkplätze sind extrem teuer und die Anfahrt über die schmalen Serpentinen kostet viel Zeit und Nerven.

Der Zug: Er ist das „Metro-System“ der Region. Die Züge fahren in der Hochsaison mehrmals pro Stunde und verbinden die Dörfer in jeweils nur 2 bis 5 Minuten Fahrzeit.

Die Fähre: Eine wunderschöne Alternative, um die Dörfer vom Meer aus zu sehen. Die Tagestickets sind teurer als die Bahn, bieten aber einen unvergleichlichen Ausblick.

Parken in La Spezia

Falls du mit dem Auto anreist, um von La Spezia aus die Dörfer zu erkunden:

Parkplatz am Bahnhof (Park Centro Italo): Sehr praktisch, aber oft früh voll.

Piazza d’Armi: Ein kostenloser Parkplatz, der etwas weiter weg liegt, aber durch einen Shuttle-Bus gut angebunden ist.

Unser Tipp: Viele Hotels in La Spezia bieten eigene Parkplätze an – fragt am besten direkt bei der Buchung danach!

Wanderausrüstung & Regeln

Unterschätze die Wege nicht! Es sind Wanderwege, keine Strandpromenaden.

Schuhwerk: Flip-Flops und Sandalen sind auf den Wanderwegen streng verboten. Es werden regelmäßig Kontrollen durchgeführt, und bei Missachtung drohen saftige Bußgelder. Feste Turnschuhe mit Profil oder Wanderschuhe sind Pflicht.

Wetter-Check: Bei starkem Regen oder Sturm werden die Wanderwege aus Sicherheitsgründen oft gesperrt. Informiere dich vorab in der „Cinque Terre Hiking Guide“ App.

Trinkwasser & Nachhaltigkeit

Die Region kämpft mit dem Müllaufkommen durch den Tourismus.

In jedem Dorf findest du öffentliche Trinkwasserbrunnen mit hervorragender Qualität. Bring dir eine wiederverwendbare Flasche mit und fülle sie kostenlos auf – das spart Plastik und schont deinen Geldbeutel.

Wo kann man in La Spezia übernachten?

Wir empfehlen, das Affittacamere Lunamar. Es ist nur 2 Gehminuten vom Bahnhof La Spezia Centrale entfernt.

Es gibt natürlich noch andere Hotels in La Spezia.

FAQ

Hier haben wir die Fragen gesammelt, die uns am häufigsten zu La Spezia und den Cinque Terre gestellt werden:

Kann man alle fünf Dörfer an einem Tag sehen?

Theoretisch ja, wenn du nur mit dem Zug von Ort zu Ort fährst, kurz am Hafen ein Foto machst und weiterziehst. Aber ganz ehrlich: Das ist purer Stress! Wir empfehlen dir, mindestens zwei Tage einzuplanen. So hast du Zeit für eine Wanderung, ein entspanntes Mittagessen und kannst die Atmosphäre auch wirklich genießen.

Wie viel kostet der Cinque Terre Express?

Eine Einzelfahrt zwischen den Dörfern kostet in der Hauptsaison (März bis November) stolze 10 € pro Person (Stand 2026), egal wie kurz die Strecke ist. Deshalb lohnt sich die Cinque Terre MS Card (ca. 19,50 € – 32,50 € für einen Tag, je nach Saison) fast immer, sobald du mehr als zweimal am Tag in den Zug steigst.

Ist die Region für Menschen mit eingeschränkter Mobilität geeignet?

Ehrlich gesagt ist es eine Herausforderung. Die Dörfer sind sehr steil, haben viele Treppen und Kopfsteinpflaster. Monterosso ist am flachsten und am besten zugänglich. An den Bahnhöfen gibt es zwar oft Aufzüge, diese sind aber nicht immer in Betrieb. Wenn du nicht gut zu Fuß bist, ist die Fähre die entspannteste Art, die Dörfer zu sehen.

Gibt es in den Dörfern Supermärkte?

Es gibt in jedem Dorf kleine Lebensmittelgeschäfte (Alimentari), in denen du alles Nötige für ein Picknick findest. Die Preise sind etwas höher als in La Spezia, wo du große Supermärkte für einen günstigen Wocheneinkauf findest.

Muss ich die Wanderwege vorher reservieren?

Für die meisten Wege brauchst du keine Reservierung, aber ein gültiges Ticket (Cinque Terre Card). Eine Ausnahme bildet oft die Via dell’Amore – hier wird aufgrund des hohen Andrangs häufig ein Online-Zeitslot verlangt. Schau am besten am Morgen deiner Tour kurz auf die offizielle Website des Nationalparks.

Was passiert, wenn es regnet?

Bei starkem Regen werden die Wanderwege aus Sicherheitsgründen (Rutschgefahr) sofort gesperrt. Der Zugverkehr läuft meist normal weiter. Ein Regentag ist die perfekte Gelegenheit, die Museen in La Spezia (z.B. das Marinemuseum) zu besuchen oder eine ausgedehnte Weinverkostung zu machen.

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