Die Cinque Terre sind ein magischer Küstenabschnitt, der aus fünf malerischen Dörfern besteht: Riomaggiore, Manarola, Corniglia, Vernazza und Monterosso al Mare. Die Region ist bekannt für ihre farbenfrohen Häuser, die an steilen Klippen kleben, sowie atemberaubende Wanderwege.
La Spezia ist oft der Ausgangspunkt für Reisen in die Cinque Terre, aber die Stadt selbst ist ein verstecktes Juwel, das es wert ist, erkundet zu werden. Sie bietet eine authentische italienische Atmosphäre, eine reiche maritime Geschichte und ist der perfekte Ort, um die Region zu entdecken.
Jedes Dorf hat seinen ganz eigenen Charme und seine eigene Geschichte, die von Jahrhunderten der Landwirtschaft, des Fischfangs und der Isolation geprägt sind. Die Dörfer sind durch Wanderwege und eine Bahnlinie miteinander verbunden oder können per Boot erreicht werden.
Monterosso al Mare
Monterosso al Mare ist das größte und am leichtesten zugängliche der fünf Dörfer. Es ist in einen alten und einen neuen Stadtteil unterteilt, die durch einen Tunnel verbunden sind.
Es ist das einzige Dorf mit einem ausgedehnten, sandigen Strand, was es ideal für Sonnenanbeter und Badegäste macht. Im historischen Zentrum findet man enge Gassen (Caruggi), handwerkliche Geschäfte und alte Kirchen. Die Statue des Riesen (Il Gigante), eine große Neptun-Skulptur, ist ein markantes Wahrzeichen am Ende des Strandes von Fegina.
Vernazza
Vernazza gilt oft als das malerischste und fotogenste Dorf der Cinque Terre. Es liegt eingebettet in eine kleine Bucht und ist von terrassierten Weinbergen umgeben.
Ein farbenfroher Hafen, in dem kleine Fischerboote liegen, bildet das Herz des Dorfes. Über dem Hafen thront der Doria-Turm, eine Festung aus dem 11. Jahrhundert, von der aus man einen spektakulären Blick über die Küste hat.
Corniglia
Als einziges Dorf liegt Corniglia nicht direkt am Meer, sondern auf einem 100 Meter hohen Felsvorsprung. Es ist das kleinste und ruhigste der fünf Dörfer.
Um vom Bahnhof zum Dorfzentrum zu gelangen, muss man entweder eine lange Treppe mit 382 Stufen (die Lardarina) hinaufsteigen oder einen Shuttlebus nehmen. Die erhöhte Lage bietet eine beeindruckende Panoramasicht auf die gesamte Küste und die umliegenden Weinberge. Das Dorf ist bekannt für seine Weinproduktion und strahlt eine landwirtschaftlich geprägte Atmosphäre aus.
Manarola
Manarola ist berühmt für seine ikonischen, pastellfarbenen Häuser, die sich malerisch an die steilen Klippen schmiegen und eine dramatische Kulisse bilden.
Das Dorf ist besonders bekannt für seinen Hafen, von dem aus man das klassische Postkartenmotiv der Cinque Terre fotografieren kann. Die Via dell’Amore, ein berühmter, kurzer Küstenweg, verbindet Manarola mit Riomaggiore, obwohl er aufgrund von Erdrutschen oft geschlossen ist.
Riomaggiore
Als südlichstes Dorf der Cinque Terre ist Riomaggiore das erste, das man von La Spezia aus erreicht.
Die bunten Gebäude sind dicht aneinander gebaut und führen terrassenförmig hinunter zu einem kleinen, felsigen Hafen. Hier gibt es zahlreiche Restaurants und Bars, die das Nachtleben des Dorfes beleben. Der historische Teil des Dorfes liegt höher an einem Berghang, und eine mittelalterliche Burg überblickt die Stadt und das Meer.
Passeggiata Costantino Morin
Die Passeggiata Costantino Morin, auch einfach Passeggiata Morin genannt, ist eine der wichtigsten und schönsten Flaniermeilen in La Spezia. Sie befindet sich direkt am Hafen und bietet einen spektakulären Panoramablick auf den gesamten Golf von La Spezia. Man kann die vorbeifahrenden Boote beobachten, die am Horizont liegende Insel Palmaria sehen und im Hintergrund die majestätischen Apuanischen Alpen bewundern
Die Promenade ist ausschließlich Fußgängern vorbehalten und ist gesäumt von Palmen, Grünflächen und Bänken, die zum Verweilen und Entspannen einladen. Hier herrscht eine ruhige und entspannte Atmosphäre.
Am Ende der Promenade befindet sich der Molo Italia, eine lange Mole mit einem Leuchtturm (Faro). Am anderen Ende kann man über die Ponte Thaon di Revel, eine moderne Fußgängerbrücke, vom Stadtzentrum aus in den Yachthafen Porto Mirabello gelangen.
Die Passeggiata Morin ist nicht nur ein Ort für Spaziergänge, sondern auch ein Zentrum für kulturelle Veranstaltungen. Hier finden oft Feste, Märkte und Veranstaltungen wie der jährliche „Palio del Golfo“, ein traditionelles Ruderrennen, statt.
Castello di San Giorgio
Das Castello di San Giorgio ist eine historische Festung, die auf einem Hügel thront. Das Bauwerk ist nicht nur ein beeindruckendes Beispiel mittelalterlicher Militärarchitektur, sondern beherbergt auch ein wichtiges archäologisches Museum.
Die Ursprünge der Festung reichen bis ins 13. Jahrhundert zurück, als der genuesische Adlige Nicolò Fieschi an dieser Stelle eine erste Verteidigungsanlage errichten ließ. Die heutige Struktur des Castello di San Giorgio ist das Ergebnis verschiedener Bau- und Erweiterungsphasen, die hauptsächlich unter der Herrschaft der Genueser stattfanden. Die Festung war Teil der Verteidigungslinie, die die Stadt und ihren Hafen vor Angriffen schützen sollte.
Das Gebäude, dessen Name dem Heiligen Georg gewidmet ist, ist über die historische Via XXVII Marzo zu erreichen. Von den Mauern des Schlosses aus hat man einen atemberaubenden Panoramablick über die gesamte Stadt, den Hafen und den „Golf der Dichter“.
Heute ist das Castello di San Giorgio der Sitz des städtischen archäologischen Museums (Museo Archeologico Ubaldo Formentini). Das Museum beherbergt eine bedeutende Sammlung von Funden, die die Geschichte der Region von der Urgeschichte bis ins Mittelalter dokumentieren.
Das Museum ist besonders bekannt für seine Sammlung prähistorischer Statuenstelen aus der Region Lunigiana. Diese mysteriösen, geschnitzten Steinstatuen stammen aus der Kupfer- und Bronzezeit und sind einzigartige Zeugnisse der prähistorischen Kunst in Europa.
Es werden auch zahlreiche römische Artefakte ausgestellt, die aus den Ausgrabungen der antiken römischen Stadt Luni stammen.
Die Cinque Terre und La Spezia bieten eine faszinierende Mischung aus Kunst und Kultur, auch wenn sie nicht unbedingt als die klassischen Kunstmetropolen Italiens gelten. Ihr kulturelles Erbe ist eng mit ihrer Geschichte als Fischerdörfer und Hafenstadt verbunden, was sich in den architektonischen und religiösen Sehenswürdigkeiten sowie in den Museen widerspiegelt.
Kunst und Kultur in den Cinque Terre
Fast jedes Dorf hat eine sehenswerte Pfarrkirche. Die Kirchen in den Cinque Terre stammen oft aus dem 12. bis 14. Jahrhundert und zeigen den ligurisch-gotischen Stil.
In Monterosso befindet sich am Strandende des modernen Teils die 14 Meter hohe und 170 Tonnen schwere Statue del Gigante, eine beeindruckende Figur des Neptun, die 1910 geschaffen wurde.
Die Cinque Terre dienten auch als Inspirationsquelle für Künstler. Der Maler Telemaco Signorini entdeckte Riomaggiore im späten 19. Jahrhundert und verewigte die malerische Landschaft in seinen Werken.
Kunst und Kultur in La Spezia
La Spezia, oft als „Tor zu den Cinque Terre“ bezeichnet, überrascht mit ihrer Dichte an Museen und historischen Gebäuden.
Museo Civico Amedeo Lia: Eines der wichtigsten Kunstmuseen der Region. Es beherbergt eine umfangreiche Sammlung von Werken aus der Antike, dem Mittelalter bis zur Neuzeit.
Centro d’Arte Moderna e Contemporanea (CAMeC): Dieses Museum ist der modernen und zeitgenössischen Kunst gewidmet und zeigt Werke von Expressionismus, Futurismus, Pop Art und anderen Stilrichtungen bis zur Gegenwart.
Museo del Sigillo: Ein einzigartiges Museum mit einer Sammlung von rund 1.500 Siegeln aus verschiedenen Epochen und Kulturen, darunter auch chinesische Siegel.
Museo Tecnico Navale: Das Marinemuseum ist eines der ältesten der Welt und ein Muss für alle, die sich für Seefahrt und Militärgeschichte interessieren. Es beherbergt eine beeindruckende Sammlung von Schiffsmodellen, Galionsfiguren und historischen Instrumenten.
Sowohl die Cinque Terre als La Spezia haben einen lebendigen Veranstaltungskalender, der oft traditionelle, religiöse Feste mit modernen Kultur- und Musikveranstaltungen verbindet.
Veranstaltungen in den Cinque Terre
Die Dörfer der Cinque Terre (Monterosso, Vernazza, Corniglia, Manarola und Riomaggiore) sind vor allem für ihre religiösen Feste und traditionellen Dorfveranstaltungen bekannt, die oft mit gutem Essen und Wein verbunden sind.
Sagra del Limone (Zitronenfest): Jedes Jahr im Mai feiert Monterosso seine Zitronen. Es gibt Stände, an denen man Zitronenprodukte wie Limoncino (Zitronenlikör), Marmelade und Kuchen kaufen kann. Es ist eine Hommage an das landwirtschaftliche Erbe des Dorfes.
Fest des Schutzpatrons: Jedes Dorf hat sein eigenes Fest zu Ehren des Schutzheiligen. Diese Feste sind oft mit Prozessionen, musikalischen Darbietungen, einem Jahrmarkt und einem Feuerwerk über dem Meer verbunden.
Historische Feste und Feste der Meeresfrüchte: Im Laufe des Jahres finden in den Dörfern kleinere Festivals statt, die sich auf lokale Traditionen oder Produkte konzentrieren, wie z.B. das Fischfest Sagra del Pesce in Monterosso oder verschiedene Feste, die den religiösen Schutzpatronen gewidmet sind.
Weihnachtskrippe von Manarola: Von Dezember bis Januar verwandelt sich der Hang von Manarola in eine der größten beleuchteten Krippen der Welt. Die über 300 Figuren, die aus recycelten Materialien gefertigt wurden, sind ein atemberaubender Anblick.
Musikalische Events: Im Sommer finden in den Dörfern oft kleine Konzerte, Jazz-Abende oder Chor-Aufführungen statt, die die malerische Kulisse der Cinque Terre nutzen.
Veranstaltungen in La Spezia
Als größere Hafenstadt bietet La Spezia ein breiteres Spektrum an Veranstaltungen, von großen Musikfestivals bis hin zu historischen Wettbewerben.
Palio del Golfo: Dies ist eines der wichtigsten und traditionsreichsten Ereignisse der Stadt, das am ersten Sonntag im August stattfindet. Es ist ein Ruderwettbewerb, bei dem 13 Stadtviertel und Küstendörfer des Golfs in handgefertigten Booten gegeneinander antreten. Das ganze Event dauert mehrere Tage und wird von Märkten, Essen, Musik und einem großen Feuerwerk am Vorabend begleitet.
La Spezia Jazz Festival: Dies ist eines der ältesten und bekanntesten Jazz-Festivals in Italien. Es findet jeden Sommer statt und zieht sowohl italienische als auch internationale Jazzkünstler an.
Fiera di San Giuseppe (Messe des Heiligen Joseph): Die Fiera di San Giuseppe ist ein großer traditioneller Jahrmarkt, der am 19. März stattfindet. Er zieht Tausende von Menschen an und bietet Hunderte von Ständen mit regionalen Produkten, Handwerk und Essen.
La Spezia Summer Festival: Dieses Festival, das oft den ganzen Sommer über läuft, bietet eine Vielzahl von Konzerten, Shows und kulturellen Veranstaltungen unter freiem Himmel.
Ausstellungen und Märkte: La Spezia beherbergt verschiedene Museen und Galerien, die regelmäßig wechselnde Kunstausstellungen anbieten. Zudem gibt es Märkte wie den Antiquitätenmarkt „Soffitta nella Strada“ in Sarzana, einer Stadt in der Nähe.
In La Spezia trifft die ligurische auf die toskanische Küche, was zu einer köstlichen Mischung führt.
Pesto Genovese ist eine der bekanntesten und beliebtesten Soßen der italienischen Küche, die ihren Ursprung in der Region Ligurien und der Stadt Genua (italienisch: Genova) hat.
Farinata sind dünne, glutenfreie Pfannkuchen aus Kichererbsenmehl, die im Holzofen gebacken werden. Sie werden oft mit einem Hauch von Rosmarin oder Zwiebeln gewürzt.
Focaccia ist ein weiches, flaches Brot, das mit Olivenöl und Meersalz zubereitet wird. Es ist ideal zum Frühstück oder als Snack zwischendurch.
Als Hafenorte gibt es in La Spezia und den Cinque Terre Dörfern eine Fülle an frischem Fisch und Meeresfrüchten, oft einfach zubereitet, um den natürlichen Geschmack zu betonen.
Die Weinberge der Cinque Terre sind für ihre Steilheit berühmt. Probiere den lokalen Weißwein Vermentino und den süßen Dessertwein Sciacchetrà.
Die Via del Prione ist eine der wichtigsten Einkaufsstraßen. Sie ist eine lange Fußgängerzone, die den Hafen mit dem Bahnhof verbindet und von vielen Geschäften, Cafés und Restaurants gesäumt ist.
Parallel zur Via del Prione gelegen, ist der Corso Cavour die Adresse für luxuriösere Geschäfte und Boutiquen.
Die Via Domenico Chiodo ist bekannt für ihre Arkaden aus dem 19. Jahrhundert, unter denen sich ebenfalls viele Geschäfte befinden.
Für frische Produkte und lokale Spezialitäten sind die Märkte eine beliebte Anlaufstelle.
Auf der Piazza Cavour findet täglich (außer sonntags) der Lebensmittelmarkt statt, auf dem man frisches Obst, Gemüse und andere lokale Köstlichkeiten kaufen kann.
Das Einkaufszentrum Le Terrazze befindet sich außerhalb des Stadtzentrums in der Via Fontevivo 17. Es beherbergt über 80 Geschäfte, Restaurants und ein Kino.
Im Gegensatz zu La Spezia zeichnet sich das Shopping in den Dörfern der Cinque Terre vor allem durch lokale Spezialitäten, Kunsthandwerk und Souvenirs aus. Die engen Hauptstraßen sind gesäumt von kleinen Läden, die den Charme der Region widerspiegeln.
Die Dörfer sind bekannt für ihre einzigartigen regionalen Produkte, die sich ideal als Mitbringsel eignen, z.B. Pesto Genovese, Wein und Liköre, Olivenöl, Anchovis (Sardellen) und weitere marinierte oder in Olivenöl eingelegte Fischspezialitäten.
Neben Lebensmitteln ist kunsthandwerkliche Keramik sehr beliebt, oft mit Motiven der farbenfrohen Häuser oder maritimen Darstellungen. Zahlreiche kleine Galerien bieten Gemälde, Drucke und Fotografien der berühmten Cinque-Terre-Landschaften an.
In jedem Dorf gibt es natürlich auch die üblichen Touristenläden mit T-Shirts, Postkarten und kleinen Andenken.
Die Erholung in den Cinque Terre ist eng mit der einzigartigen Küstenlandschaft und den terrassierten Weinbergen verbunden.
Wandern: Die wohl bekannteste Art der Erholung in den Cinque Terre ist das Wandern. Der Nationalpark Cinque Terre bietet ein ausgedehntes Wegenetz. Der berühmte „Blaue Weg“ (Sentiero Azzurro) verbindet die fünf Dörfer und bietet spektakuläre Ausblicke auf das Meer und die Dörfer. Es gibt aber auch anspruchsvollere, höher gelegene Routen, die oft ruhiger sind und atemberaubende Panoramen bieten.
Strände und Buchten: Obwohl die Dörfer hauptsächlich auf Felsen gebaut sind, gibt es in jedem der fünf Dörfer Möglichkeiten zum Baden.
Monterosso al Mare: Das einzige Dorf mit einem breiten Sandstrand (Spiaggia di Fegina). Hier gibt es sowohl öffentliche als auch private Abschnitte mit Liegestuhl- und Sonnenschirmverleih.
Vernazza: Hat einen kleinen Kiesstrand im Hafen und eine weitere kleine Bucht, die über einen Felsenpfad erreichbar ist.
Riomaggiore: Hier gibt es einen Kieselstrand am östlichen Ende des Dorfes.
Manarola und Corniglia: Diese Dörfer haben keine klassischen Sandstrände, bieten aber über felsige Plattformen und Leitern Zugänge zum kristallklaren Meer, ideal zum Schwimmen und Schnorcheln.
Bootsausflüge: Eine hervorragende Möglichkeit, sich zu entspannen und die Küste aus einer anderen Perspektive zu sehen, sind Boots- oder Kajaktouren. Man kann an kleinen Buchten ankern, die vom Land aus schwer zugänglich sind, schwimmen und die malerischen Dörfer vom Wasser aus bewundern.
Lokale Atmosphäre: Einfach nur in einem der kleinen Cafés oder Restaurants zu sitzen, einen lokalen Wein (z.B. den berühmten Sciacchetrà) zu genießen und dem Treiben zuzusehen, kann eine sehr entspannende Erfahrung sein. Die Terrassen mit Meerblick bieten eine perfekte Kulisse.
Orte der Erholung in La Spezia
La Spezia, als größere Stadt, bietet andere Möglichkeiten zur Erholung, oft in Verbindung mit Grünflächen und der Hafenatmosphäre.
Parks und Gärten:
Giardini Pubblici: Die öffentlichen Gärten in La Spezia liegen direkt an der Uferpromenade und sind eine grüne Oase im Herzen der Stadt. Mit ihren Spazierwegen, Palmen und Statuen laden sie zum Verweilen und Entspannen ein.
Parco della Mura: Dieser Park liegt oberhalb der Stadt und folgt dem Verlauf der alten Stadtmauern. Er bietet Wanderwege, die zu atemberaubenden Ausblicken auf die Stadt, den Hafen und die umliegenden Apuanischen Alpen führen.
Uferpromenade: Die Passeggiata Costantino Morin ist eine palmengesäumte Promenade, die ideal für einen entspannten Spaziergang am Wasser ist. Die futuristische Brücke Ponte Thaon di Revel verbindet die Promenade mit dem Yachthafen Porto Mirabello, wo man luxuriöse Yachten bestaunen kann.
Bootstouren ab La Spezia: La Spezia ist der perfekte Ausgangspunkt für Bootstouren in den „Golf der Poeten“. Man kann von hier aus nicht nur die Cinque Terre, sondern auch malerische Orte wie Portovenere, Lerici und die Inseln Palmaria, Tino und Tinetto erkunden. Diese Bootsfahrten bieten eine entspannte Alternative zum Wandern oder zum Reisen mit dem Zug.
Strände in der Nähe: Obwohl La Spezia selbst keinen klassischen Badestrand hat, sind die nächstgelegenen Strände leicht mit dem Bus oder Boot erreichbar. Die Strände von San Terenzo, Lerici und Fiascherino sind beliebte Badeorte, die eine entspannte Atmosphäre abseits des Trubels der Cinque Terre bieten. Auch die Strände von Portovenere sind gut erreichbar.
Anreise nach Cinque Terre
La Spezia Centrale ist ein wichtiger Bahnhof, der die Stadt mit großen italienischen Städten wie Rom, Florenz und Mailand sowie mit den Dörfern der Cinque Terre und anderen Küstenstädten verbindet.
Die Stadt verfügt über ein gutes öffentliches Busnetz. Bustickets können an Kiosken oder in Tabakläden (Tabaccherie) gekauft werden. Mit der ATC-App können Fahrpläne eingesehen und Tickets gekauft werden.
Das Stadtzentrum von La Spezia ist kompakt und lässt sich gut zu Fuß erkunden.
Die Cinque Terre sind de facto autofrei, daher ist die Anreise mit dem Zug die beste Option.
Die Dörfer sind durch eine regelmäßige Zugverbindung, den „Cinque Terre Express“, miteinander verbunden. Die Züge fahren häufig zwischen La Spezia und Levanto und halten in allen fünf Dörfern. Tickets können an den Bahnhöfen gekauft werden. Ein Tagesticket, die sogenannte „Cinque Terre Card Treno“, ist sehr zu empfehlen, da sie unbegrenzte Fahrten auf dieser Strecke, den Eintritt in den Nationalpark und die Nutzung der Wanderwege beinhaltet.
Die Straßen zu den Dörfern sind sehr eng und Parkplätze extrem rar und teuer. Daher empfiehlt es sich, in La Spezia oder Levanto zu parken und dann mit dem Zug in die Dörfer zu fahren.
Zwischen vier der fünf Dörfer (außer Corniglia, das keinen Hafen hat) verkehren in den wärmeren Monaten auch Boote. Dies ist eine landschaftlich sehr reizvolle, wenn auch langsamere Art, die Küste zu erkunden.
Die Dörfer und Wanderwege sind geprägt von vielen Stufen und steilen Hängen. Bequeme Schuhe sowie leichtes Gepäck sind ein Muss.
Um den Menschenmassen zu entgehen und die Wanderwege bei angenehmeren Temperaturen zu genießen, solltet ihr früh am Morgen aufbrechen.
Die Cinque Terre Card kann auf verschiedene Wege erworben werden:
Der einfachste und oft empfohlene Weg ist der Online-Kauf. Ihr könnt die Karte über die offizielle Website des Nationalparks Cinque Terre oder über die Website der italienischen Bahngesellschaft Trenitalia erwerben.
An den Bahnhöfen der fünf Dörfer (Monterosso, Vernazza, Corniglia, Manarola, Riomaggiore) sowie an den größeren Bahnhöfen in La Spezia und Levanto kann die Karte an den Touristeninformationen (Infopoints) gekauft werden.
An den Eingängen der bewirtschafteten Wanderwege, insbesondere des Sentiero Azzurro, gibt es kleine Kontrollhäuschen, an denen man die Karte ebenfalls erwerben kann. Hier kann es in der Hochsaison zu Warteschlangen kommen.
In einigen Orten gibt es spezielle Informationszentren des Nationalparks Cinque Terre, in denen die Karten ebenfalls verkauft werden.
Die Cinque Terre Card ist nominativ, d.h. man muss auf der Rückseite Vor- und Nachnamen eintragen, um sie zu validieren.
Es gibt die Card in 2 Varianten:
Die Cinque Terre Trekking Card deckt den Zugang zu den kostenpflichtigen Wanderwegen ab.
Die Cinque Terre Treno MS Card beinhaltet zusätzlich zur Nutzung der Wanderwege unbegrenzte Fahrten mit den Regionalzügen (Cinque Terre Express) zwischen Levanto und La Spezia.
Die Preise für die Karten variieren je nach Saison (geringe, mittlere oder hohe Nachfrage). Es ist daher ratsam, die aktuellen Tarife und die Verfügbarkeit der Wege vor dem Kauf zu überprüfen.
Die Unterkünfte in den Dörfern sind begrenzt und teuer. Bucht frühzeitig, vor allem in der Hochsaison.
Bezahlen in La Spezia und den Cinque Terre
Die Währung in Italien ist der Euro.
In La Spezia und den Cinque Terre ist eine Kombination aus Kartenzahlung und Bargeld die beste Lösung.
La Spezia
In La Spezia akzeptieren die meisten Hotels, größeren Restaurants, Geschäfte, Supermärkte und Tankstellen Kartenzahlung mit Kredit- und Debitkarten (z.B. Visa, Mastercard, Maestro).
Es ist dennoch ratsam, etwas Bargeld für kleinere Ausgaben wie Trinkgelder, Taxis oder Käufe auf lokalen Märkten bereitzuhalten.
Cinque Terre
In den fünf Dörfern der Cinque Terre sieht die Situation etwas anders aus. Obwohl Kartenzahlung immer verbreiteter wird, ist Bargeld hier nach wie vor sehr wichtig.
Viele kleine Boutiquen, Souvenirläden, Eisdielen und einige Bars oder Imbisse akzeptieren nur Bargeld oder haben einen Mindestbetrag für Kartenzahlung.
In den meisten Restaurants ist die Kartenzahlung möglich, aber in kleinen, familiengeführten Trattorien kann Bargeld bevorzugt sein.
Geldautomaten (Bancomat)
La Spezia: In La Spezia gibt es zahlreiche Geldautomaten.
Cinque Terre: In jedem der fünf Dörfer befindet sich mindestens ein Geldautomat, aber die Verfügbarkeit kann begrenzt sein. Es ist ratsam, Bargeld abzuheben, bevor Du in die Dörfer fährst, um sicherzugehen und nicht in einer Warteschlange vor dem Geldautomaten zu landen.
Sicherheit in den Cinque Terre
Die Cinque Terre gelten grundsätzlich als ein sehr sicheres Reiseziel. Die Kriminalitätsrate ist im Vergleich zu größeren italienischen Städten sehr niedrig, und die Dörfer sind in der Regel friedlich und touristisch geprägt.
Dennoch gibt es einige Punkte, die man beachten sollte.
Wie in jedem beliebten Tourismusgebiet sind Taschendiebe aktiv. Dies gilt insbesondere an Orten mit großen Menschenmengen:
In den überfüllten Zügen, die die Dörfer verbinden.
An den Bahnhöfen, besonders während des Ein- und Aussteigens.
Auf den engen Hauptstraßen der Dörfer, wo es oft sehr voll ist.
Um das Risiko zu minimieren, sollten Wertsachen sicher am Körper getragen werden (z.B. in Innentaschen) und auf offene Taschen oder Rucksäcke verzichten werden.
Die größte Gefahr in den Cinque Terre ist allerdings nicht die Kriminalität, sondern die Sicherheit auf den Wanderwegen selbst.
Die Wanderwege können steil, felsig und rutschig sein. Das Tragen von Flip-Flops oder Sandalen ist nicht nur gefährlich, sondern kann auch zu hohen Geldstrafen von bis zu 2500 Euro führen. Festes, knöchelhohes Schuhwerk wird dringend empfohlen.
Bei schlechtem Wetter oder nach starken Regenfällen können die Wege aufgrund von Erdrutschen gesperrt werden. Es ist wichtig, vorab den Status der Wege zu prüfen.
Einige Abschnitte sind eng und verlaufen direkt an steilen Abhängen. Seit vorsichtig und achtet auf die Umgebung.
In der Hochsaison (insbesondere von April bis Oktober) können die Dörfer und Züge extrem überfüllt sein. Dies kann zu Gedränge und einer allgemein stressigen Atmosphäre führen. Um dies zu vermeiden, empfiehlt es sich, die Dörfer früh morgens oder spät am Nachmittag zu besuchen oder außerhalb der Hauptsaison zu reisen.
Wandern
Die Cinque Terre sind ein Paradies für Wanderer und bieten ein ausgedehntes Netz von Wegen mit über 120 Kilometern Länge. Der bekannteste und beliebteste Wanderweg ist der Küstenpfad Sentiero Azzurro (der Blaue Weg), der die fünf Dörfer miteinander verbindet. Es gibt aber auch anspruchsvollere Höhenwege mit spektakulären Ausblicken und weitere Alternativrouten.
Es ist ratsam, vor der Wanderung den aktuellen Status der Wege zu prüfen, da es aufgrund von Wetterbedingungen oder Instandhaltungsarbeiten zu Sperrungen kommen kann. Gutes Schuhwerk und ausreichend Wasser sind für alle Wege unerlässlich.
Sentiero Azzurro (Der Blaue Weg)
Der Sentiero Azzurro ist der berühmteste Wanderweg und verläuft entlang der Küste, verbindet alle fünf Dörfer und bietet die malerischsten Ausblicke. Der Weg ist in vier Abschnitte unterteilt, die jeweils ein Dorf mit dem nächsten verbinden.
Monterosso al Mare – Vernazza: Dieser Abschnitt gilt als mittelschwer, führt durch Weinberge und Olivenhaine und bietet atemberaubende Ausblicke auf das Meer. Er ist etwa 3,5 km lang und die Wanderung dauert ungefähr 1,5 bis 2 Stunden.
Vernazza – Corniglia: Ein mittelschwerer Weg von etwa 3,2 km Länge. Er verläuft oberhalb der Küste und bietet Panoramablicke auf die Bucht und das Dorf Corniglia. Die Wanderung dauert ungefähr 1,5 Stunden.
Corniglia – Manarola: Dieser Abschnitt ist aufgrund von Erdrutschen seit 2013 geschlossen und wird voraussichtlich erst 2028 wiedereröffnet. Wanderer können eine anspruchsvollere Alternativroute über das Dorf Volastra nutzen.
Manarola – Riomaggiore (Via dell’Amore): Der „Weg der Liebe“ ist der kürzeste und einfachste Abschnitt. Er ist ein bequemer, gepflasterter Weg direkt am Meer und dauert nur etwa 15-30 Minuten. Auch dieser Weg ist aufgrund von Schäden durch Erdrutsche häufig geschlossen, ist aber teilweise seit August 2024 wieder geöffnet.
Für die Abschnitte Monterosso-Vernazza und Vernazza-Corniglia ist eine „Cinque Terre Card“ erforderlich (siehe Tipps).
Die besten Aussichten auf dem Sentiero Azzurro habt ihr vom Hafen in Manarola oder von der Doria-Burg in Vernazza.
Sentiero dei Santuari (Der Weg der Wallfahrtskirchen)
Jedes Dorf der Cinque Terre hat im Hinterland eine eigene Wallfahrtskirche. Diese Wanderwege führen steil bergauf durch Terrassenfelder und Wälder und bieten eine spirituelle und ruhigere Alternative zu den belebten Küstenwegen. Sie sind in der Regel anspruchsvoller als der Sentiero Azzurro.
Alta Via delle Cinque Terre (Der Höhenweg)
Dieser historische Weg verläuft weiter im Landesinneren und in größerer Höhe als der Sentiero Azzurro. Er verbindet Levanto mit Portovenere und kreuzt mehrere Wanderwege, die zu den Dörfern hinabführen. Er ist eine anspruchsvolle, aber lohnende Wanderung für erfahrene Wanderer.
Schwimmen und Sonnenbaden
Monterosso al Mare hat den besten Strand, aber auch in Riomaggiore, Manarola und Vernazza gibt es schöne Plätze zum Schwimmen.
Bootsfahrt
Eine Bootstour entlang der Küste bietet eine spektakuläre Perspektive auf die Dörfer und die zerklüftete Landschaft. Viele Touren beinhalten auch eine Badepause in versteckten Buchten.
Von La Spezia: Bootsausflug nach Portovenere und zu den 3 Inseln
La Spezia: Kajak- und Höhlentour bei Sonnenuntergang mit Schwimmen und Aperitif
Tagesausflüge von La Spezia
Von La Spezia sind die fünf berühmten Dörfer der Cinque Terre leicht mit dem Zug zu erreichen.
Portovenere ist bekannt als das „sechste Dorf“ des Golfs der Dichter. Portovenere ist eine malerische Stadt mit farbenfrohen Häusern, einer imposanten Burg und der beeindruckenden Chiesa di San Pietro auf einer Klippe. Man kann Portovenere mit dem Bus oder dem Boot erreichen.
Lerici ist eine charmante Küstenstadt mit einer mittelalterlichen Burg und schönen Stränden. Lerici ist ebenfalls mit dem Bus oder dem Boot erreichbar.
Das Affittacamere Lunamar befindet sich in hervorragender Lage, nur 2 Gehminuten vom Bahnhof La Spezia Centrale entfernt.
Es gibt natürlich noch andere Hotels in La Spezia.
Die beste Zeit, die Cinque Terre zu besuchen, sind die Schultermonate (April, Mai und September, Oktober). Das Wetter ist in diesen Monaten angenehm warm, die Landschaft blüht im Frühjahr auf und die Touristenmassen sind geringer als im Hochsommer.
Im Sommer (Juni – August) sind die Dörfer sind sehr belebt und häufig überfüllt. Die Hitze kann das Wandern anstrengend machen.
Für Strandliebhaber ist der Sommer aber ideal.
Im der Winter-Nebensaison (November – März) sind viele Restaurants und Hotels geschlossen. Das Wetter kann kühl und regnerisch sein, aber ihr habt die Dörfer fast für euch allein und könnt die dramatische Küstenlandschaft genießen.
Cinque Terre Galerie
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