Prag – Die „goldene Stadt“ an der Moldau ist die Hauptstadt der Tschechischen Republik und eine der schönsten Städte Europas. Den Beinamen „Goldene Stadt“ hat sie sich aufgrund ihrer prächtigen Architektur und der vielen goldenen Kuppeln und Türme verdient. Prag hat eine lange und bewegte Geschichte. Die Stadt war über Jahrhunderte hinweg Residenz von Königen und Kaisern und ist heute ein wichtiges Kultur- und Wirtschaftszentrum.

Das Gebiet des heutigen Prag war bereits in der Jungsteinzeit besiedelt. Im 6. Jahrhundert n. Chr. siedelten sich slawische Stämme an.
Die Gründung Prags ist von Sagen umwoben. Die Prager Burg (Hradčany) wurde im 9. Jahrhundert gegründet und entwickelte sich zum Sitz der böhmischen Herrscher. Unter der Herrschaft der Přemysliden festigte sich die Bedeutung Prags als politisches und kulturelles Zentrum.

Im 10. Jahrhundert entstand auf der anderen Moldauseite die zweite bedeutende Burg, Vyšehrad. Prag entwickelte sich zu einem wichtigen Handelszentrum an der Kreuzung europäischer Handelswege. Im Jahr 973 wurde das Bistum Prag gegründet. 1212 wurde Böhmen unter Ottokar I. zu einem erblichen Königreich, mit Prag als dessen Hauptstadt.
Um 1230 erhielt die Altstadt (Staré Město) das Stadtrecht.

Das 14. Jahrhundert war eine goldene Ära für Prag unter der Herrschaft von Karl IV., der sowohl böhmischer König als auch Kaiser des Heiligen Römischen Reiches war. Prag wurde zur Reichshauptstadt und erlebte einen enormen wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung. 1348 gründete Karl IV. die Karls-Universität, die erste Universität Mitteleuropas.
Im selben Jahr wurde die Neustadt (Nové Město) gegründet, wodurch sich die Stadtfläche erheblich erweiterte. Der Bau der Karlsbrücke begann im Jahr 1357.

Im 15. Jahrhundert war Prag ein Zentrum der Hussitenbewegung, die religiöse und soziale Umwälzungen forderte. Die Stadt war Schauplatz heftiger Konflikte. Nach den Hussitenkriegen verlor Prag vorübergehend an Bedeutung. Im 16. Jahrhundert erlebte Prag unter Kaiser Rudolf II. eine weitere Blütezeit. Er machte die Stadt erneut zum kaiserlichen Residenzsitz und förderte Kunst und Wissenschaft.

Der Dreißigjährige Krieg (1618-1648), der mit dem Prager Fenstersturz begann, hatte verheerende Auswirkungen auf die Stadt. Nach dem Krieg festigte sich die Herrschaft der Habsburger über Böhmen für die nächsten 300 Jahre. Im 18. Jahrhundert wurden die vier unabhängigen Städte (Altstadt, Neustadt, Kleinseite und Hradschin) zur königlichen Hauptstadt Prag vereint (1784).

Im 19. Jahrhundert erlebte Prag eine tschechische nationale Wiedergeburt und einen bedeutenden kulturellen Aufschwung. Die Industrialisierung veränderte das Stadtbild und führte zu einem wirtschaftlichen Wachstum. Es kam zu Spannungen zwischen der tschechischen und der deutschsprachigen Bevölkerung.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde 1918 die unabhängige Tschechoslowakei gegründet, mit Prag als Hauptstadt. Während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg (1939-1945) wurde Prag zur Hauptstadt des Reichsprotektorats Böhmen und Mähren. Viele jüdische Bürger wurden deportiert und ermordet.

Nach dem Krieg kam die Tschechoslowakei unter kommunistischen Einfluss. Der Prager Frühling 1968, ein Versuch zur Demokratisierung, wurde gewaltsam niedergeschlagen.

Die Samtene Revolution im Jahr 1989 führte zum friedlichen Ende des kommunistischen Regimes. 1993 wurde die Tschechoslowakei friedlich in die Tschechische Republik und die Slowakei geteilt, mit Prag als Hauptstadt der Tschechischen Republik.

Seitdem hat sich Prag zu einer modernen, weltoffenen Metropole entwickelt, die von internationalem Tourismus geprägt ist und ihr reiches historisches Erbe bewahrt.

Unsere Hotelempfehlung für Prag ist das Unitas Hotel. Es befindet sich in ruhiger Lage in einem ehemaligen Kloster, 250 m von der Karlsbrücke entfernt. Zudem verfügt es über sichere Parkplätze im Innenhof. Da die Anzahl der Parkplätze begrenzt ist, ist eine Reservierung ist erforderlich.

Es gibt auf beiden Seiten der Moldau sehr viele Hotels in Prag. Da ist bestimmt für jeden Geschmack etwas dabei. Wenn ihr mit dem Auto anreist, achtet darauf, wo ihr parken könnt und was es kostet. Nicht alle Hotels haben eigene Parkplätze.

Die Prager Burg (tschechisch Pražský hrad) thront majestätisch auf dem Hradschin-Hügel über der Stadt Prag und ist das größte geschlossene Burgareal der Welt. Seit dem 9. Jahrhundert war sie Residenz böhmischer Könige, römischer Kaiser und tschechoslowakischer Präsidenten und ist heute Sitz des Präsidenten der Tschechischen Republik.

Unter den 400 Gebäuden auf dem Areal befinden sich u.a. der Veitsdom, die St.-Georgs-Basilika, der Alte Königspalast, das Goldene Gässchen und der Daliborkaturm.

Die Prager Burg vereint verschiedene Baustile in sich, darunter Romanik, Gotik, Renaissance, Barock und Klassizismus. Die einzigartige Architektur der Burg ist geprägt von prächtigen Fassaden, Türmen, Kuppeln und Skulpturen.

Besondere Highlights auf dem Prager Burg-Areal sind:

Veitsdom:

Der gotische Dom ist das wichtigste geistliche Bauwerk der Tschechischen Republik und beherbergt die böhmischen Kronjuwelen.

Goldenes Gässchen:

Die kleine Gasse mit ihren bunten Häuschen war im 16. Jahrhundert Wohnort von Alchemisten und Goldschmieden.

Wenzelsdom:

Die zweitgrößte Kirche Prags wurde im 10. Jahrhundert erbaut und ist die älteste erhaltene Rotunde in Mitteleuropa.

St.-Georgs-Basilika:

Die spätgotische Basilika ist die Grabstätte der böhmischen Könige und Kaiser.

Alter Königspalast:

Der Palast war im Mittelalter Residenz der böhmischen Könige und beherbergt heute den Spanischen Saal und die Rudolfinische Galerie.

Daliborkaturm:

Der ehemalige Gefängnisturm beherbergt heute ein Museum zur Geschichte der Strafjustiz.

Die Prager Burg ist täglich für die Öffentlichkeit zugänglich. Eintrittskarten für die einzelnen Sehenswürdigkeiten können vor Ort oder online gekauft werden.

Tipp: Für einen umfassenden Besuch der Prager Burg solltest Du mindestens einen halben Tag einplanen.

Die Prager Altstadt (tschechisch: Staré Město) ist der älteste und zugleich lebhafteste Stadtteil Prags. Sie liegt am Ostufer der Moldau und ist umgeben von der Altstadtmauer, die im 14. Jahrhundert erbaut wurde.

Die Prager Altstadt ist ein Freilichtmuseum mit unzähligen Sehenswürdigkeiten, darunter sind:

Altstädter Ring: Der zentrale Platz der Altstadt mit dem Altstädter Rathaus und der astronomischen Uhr.

Teynkirche: Die gotische Kirche mit ihren zwei Türmen ist eines der Wahrzeichen der Altstadt.

Klementinum: Das barocke Gebäude beherbergt die Tschechische Nationalbibliothek.

Karolinum: Die älteste Universität Mitteleuropas, gegründet im Jahr 1348.

Pulverturm: Der gotische Turm markierte einst den Eingang zur Altstadt.

Jüdisches Viertel: Eines der ältesten jüdischen Viertel Europas mit der Alt-Neu-Synagoge und dem alten Jüdischen Friedhof.

Die Prager Neustadt (tschechisch: Nové Město) ist der zweitgrößte Stadtteil der historischen Innenstadt Prags und grenzt direkt an die Altstadt. Sie wurde im 14. Jahrhundert von Karl IV. gegründet und war ursprünglich als eigenständige Stadt mit eigener Verwaltung und Rechtsordnung geplant.

Heute ist die Prager Neustadt ist ein lebendiges Viertel mit einer Mischung aus historischen Gebäuden, modernen Bauten und Einkaufsstraßen. Hier findet ihr zahlreiche Restaurants, Cafés, Bars und Geschäfte.

Die Prager Neustadt bietet eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten, darunter:

Wenzelsplatz: Der größte Platz Prags mit dem Nationalmuseum und dem Palais Lucerna.

Wenceslas-Denkmal: Das Reiterstandbild des Heiligen Wenzel, des Schutzpatrons der Tschechischen Republik.

Neustädter Rathaus: Das gotische Rathaus mit dem Glockenspiel.

Kirche Unserer Lieben Frau vom Schnee: Die barocke Kirche mit einer prächtigen Kuppel.

Vyšehrad: Die historische Festung auf einem Hügel mit einer schönen Aussicht auf die Stadt.

Das Tanzende Haus: Das moderne Bürogebäude mit seiner ungewöhnlichen Architektur.

Die Prager Kleinseite (tschechisch: Malá Strana) ist ein malerisches Viertel am westlichen Ufer der Moldau, direkt unterhalb der Prager Burg gelegen. Sie ist der drittgrößte Stadtteil der historischen Innenstadt Prags und beeindruckt mit ihren engen, kopfsteingepflasterten Gassen, prächtigen Barockpalästen und gemütlichen Cafés.

In der Kleinseite gibt es viel zu sehen und zu erleben. Ihr könnt die Sehenswürdigkeiten besichtigen, durch die Gassen schlendern, in einem der Cafés einkehren oder an einer Führung teilnehmen.

Die Kleinseite bietet eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten, darunter:

Wallensteinscher Garten: Der barocke Garten mit Springbrunnen, Skulpturen und Irrgarten ist eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten der Kleinseite.

St.-Nikolaus-Kirche: Die barocke Kirche mit ihrer prächtigen Kuppel ist eines der Wahrzeichen der Kleinseite.

Kirche Maria vom Siege: Die Kirche beherbergt das Prager Jesulein, eine Wachsfigur des Jesuskindes, die als wundertätig verehrt wird.

Kampa-Insel: Die grüne Insel mitten in der Moldau ist ein beliebter Ort zum Spazieren und Entspannen.

John-Lennon-Mauer: Die Mauer ist mit Graffiti des Beatles-Sängers und Friedensbotschafters verziert.

Nerudova-Straße: Die steile Gasse mit ihren bunten Häusern ist eine der schönsten Straßen Prags.

Die Brücken von Prag sind ein faszinierendes Zeugnis der Geschichte und Architektur der Stadt. Jede Brücke hat ihre eigene Geschichte, ihren eigenen Charakter und bietet einzigartige Ausblicke auf die Prager Burg, die Moldau und die umliegende Stadtlandschaft. Hier sind einige der bedeutendsten Brücken Prags:

Die Karlsbrücke (Karlův most):

Sie ist zweifellos die berühmteste Brücke Prags und eine der ältesten Steinbrücken Europas. Kaiser Karl IV. ließ sie im 14. Jahrhundert errichten, um die Altstadt mit der Kleinseite zu verbinden. Geschmückt mit 30 barocken Heiligenstatuen und flankiert von imposanten Brückentürmen an beiden Enden, ist die Karlsbrücke heute eine Fußgängerzone und ein beliebter Treffpunkt für Künstler, Händler und Touristen.

Die Mánes-Brücke (Mánesův most):

Diese elegante Brücke im Jugendstil wurde Anfang des 20. Jahrhunderts erbaut und verbindet das jüdische Viertel Josefov mit der Kleinseite. Ihre filigranen Verzierungen und die Skulpturen an den Brückenpfeilern sind charakteristisch für die Epoche. Von der Mánes-Brücke hat man einen wunderschönen Blick auf die Karlsbrücke und die Prager Burg.

Die Čech-Brücke (Čechův most):

Als kürzeste Brücke über die Moldau ist die Čech-Brücke ein weiteres Meisterwerk des Jugendstils. Ihre markanten Bronzestatuen von Genien und Hydren an den Brückenpfeilern machen sie zu einem einzigartigen architektonischen Denkmal. Sie verbindet die Altstadt mit dem Stadtteil Letná.

Die Hlávka-Brücke (Hlávkův most):

Benannt nach dem bedeutenden tschechischen Architekten und Bauingenieur Josef Hlávka, ist diese Brücke die breiteste in Prag. Sie besteht aus zwei parallelen Brücken, die die Insel Štvanice mit beiden Ufern der Moldau verbinden. Ihre schlichte, funktionale Architektur steht im Kontrast zu den älteren, reich verzierten Brücken.

Die Palacký-Brücke (Palackého most):

Diese neoklassizistische Steinbrücke aus dem 19. Jahrhundert ist die drittälteste erhaltene Brücke Prags. Sie verbindet die Neustadt mit Smíchov und ist nach dem tschechischen Historiker und Politiker František Palacký benannt.

Die Brücke der Legionen (Most Legií):

Erbaut Ende des 19. Jahrhunderts, verbindet diese Brücke die Neustadt mit der Kleinseite und überquert dabei die Schützeninsel (Střelecký ostrov). Sie ist bekannt für ihre markanten steinernen Pylone an den Enden.

Neben diesen bekannten Brücken gibt es noch viele weitere, die das Stadtbild Prags prägen, jede mit ihrer eigenen Geschichte und architektonischen Besonderheit. Die Brücken sind nicht nur wichtige Verkehrswege, sondern auch bedeutende Wahrzeichen und bieten unvergessliche Perspektiven auf die „Goldene Stadt“.

Die tschechische Küche ist herzhaft, deftig und voller Geschmack. In Prag findet ihr eine große Auswahl an traditionellen Gerichten, aber auch moderne Interpretationen und internationale Einflüsse.

Hier sind einige der besten Gerichte, die ihr in Prag probieren könnt:

Hauptgerichte:

Svíčková na smetaně: Rinderbraten mit Sahnesauce und Knödeln. Ein Klassiker der tschechischen Küche!

Vepřo knedlo zelo: Schweinebraten mit Knödeln und Sauerkraut. Ein weiteres beliebtes tschechisches Gericht.

Goulash: Ein deftiger Eintopf mit Rindfleisch, Paprika und Gewürzen.

Kulajda: Eine cremige Suppe mit Kartoffeln, Pilzen und saurer Sahne.

Český guláš: Ein herzhafter Eintopf mit Rindfleisch, Kartoffeln und Knödeln.

Beilagen:

Knödel: Knödel sind ein wichtiger Bestandteil der tschechischen Küche und werden zu fast jedem Gericht serviert. Es gibt verschiedene Arten von Knödeln, z. B. Kartoffelknödel, Semmelknödel und Kartoffel-Speck-Knödel.

Sauerkraut: Sauerkraut ist eine weitere beliebte Beilage in der tschechischen Küche. Es wird oft zu Schweinebraten oder Gulasch serviert.

Brot: Tschechisches Brot ist meist dunkel und herzhaft. Es wird oft zum Frühstück oder als Snack gegessen.
Desserts:

Ovocné knedlíky: Knödel mit Obst und Vanillesauce. Ein beliebtes Dessert in Tschechien.

Palačinky: Pfannkuchen mit verschiedenen Füllungen, z. B. Marmelade, Schokolade oder Eiscreme.

Trdelník: Ein traditionelles tschechisches Gebäck, das über offenem Feuer gebacken wird und mit Zucker und Zimt bestreut wird.

Pilsner Bier: Tschechien ist bekannt für sein Bier. Pilsner Bier ist ein helles, lagerndes Bier, das erstmals 1842 von Josef Groll aus Vilshofen im nahen Pilsen („Pilsener Urquell“) gebraut wurde.

Svijanský Radler: Ein Radler ist ein Mix aus Bier und Limonade. In Tschechien ist der Svijanský Radler ein beliebtes Erfrischungsgetränk.

Becherovka: Ein Kräuterlikör, der oft als Digestif getrunken wird.

Die beste Reisezeit für Prag ist von April bis Oktober.

Im Frühling (April bis Mai) herrschen angenehme Temperaturen (mittlere Tagestemperaturen zwischen 10 und 20 Grad Celsius), viele Blumen und Bäume blühen und es gibt weniger Touristen als im Sommer.

Im Sommer (Juni bis August) ist das Wetter wärmer (mittlere Tagestemperaturen zwischen 20 und 25 Grad Celsius) und die Tage sind länger (Sonnenuntergang ist erst nach 21 Uhr). Das sind ideale Bedingungen für Outdoor-Aktivitäten und zahlreiche Veranstaltungen.
Wie zu erwarten ist die Stadt im Sommer voller und die Hotelpreise sind höher.

Im Herbst (September bis Oktober) herrschen milde Temperaturen (mittlere Tagestemperaturen zwischen 15 und 20 Grad Celsius) vor und man kann sich an schönen Herbstfarben erfreuen. Zudem gibt es weniger Touristen als im Sommer.

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