Genf, eine elegante und internationale Stadt am Ufer des Genfersees, ist ein faszinierendes Reiseziel. Als Sitz zahlreicher internationaler Organisationen wie der Vereinten Nationen und des Roten Kreuzes strahlt Genf eine besondere Atmosphäre aus. Gleichzeitig bietet die Stadt eine Fülle von kulturellen, historischen und natürlichen Sehenswürdigkeiten.

Genf ist einer der wichtigsten Standorte für internationale Zusammenarbeit und Diplomatie.

Die Stadt ist eine globale Drehscheibe für Themen wie Menschenrechte, humanitäre Angelegenheiten, globale Gesundheit, Handel und Wissenschaft. Mit einem sehr hohen Anteil an ausländischen Nationalitäten ist Genf eine der kosmopolitischsten Städte der Schweiz.

Die Stadt ist bekannt für ihre elegante Atmosphäre, luxuriösen Boutiquen, gehobenen Restaurants und ihre Stellung als Welthauptstadt der Uhrmacherkunst.

Die beeindruckende Lage am Genfersee und die Nähe zu den Alpen und dem Jura (z.B. der Mont Salève) bieten eine hohe Lebensqualität mit zahlreichen Freizeit- und Naturerlebnissen. Der Jet d’eau (Wasserfontäne) ist das moderne Wahrzeichen.

Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung im Genfer Raum reichen bis in die Jungsteinzeit zurück. Die erste schriftliche Erwähnung der Stadt, damals „Genava“ genannt, stammt von Julius Caesar im Jahr 58 v. Chr. als er die Helvetier am Übergang der Rhone aufhielt.

Die Römer besetzten das Gebiet um 120 v. Chr. und errichteten eine befestigte Siedlung. Nach dem Niedergang des Römischen Reiches wechselte Genf mehrfach den Besitzer, darunter die Burgunder und die Franken.

Ab dem 4. Jahrhundert wurde Genf ein wichtiger Bischofssitz. Die Stadt entwickelte sich zu einem Bischofsstaat innerhalb des Heiligen Römischen Reiches. Im 13. und 14. Jahrhundert begannen die Bürger von Genf, mehr Rechte und Freiheiten gegenüber dem Bischof und den Grafen von Savoyen zu fordern, was zu einer zunehmenden Autonomie führte.

1536 nahmen die Genfer die Reformation an und erklärten sich zur unabhängigen protestantischen Republik. Diese Entscheidung wurde maßgeblich von den Reformern Guillaume Farel und später von Jean Calvin beeinflusst.

Unter der strengen Führung Calvins wurde Genf zu einem Zentrum des Protestantismus. Tausende von religiös Verfolgten, insbesondere französische Hugenotten, flohen nach Genf. Sie brachten nicht nur ihren Glauben, sondern auch wertvolles Wissen, handwerkliches Geschick und eine neue Wirtschaftsethik mit. Dies trug maßgeblich zum Aufstieg der Stadt bei und begründete den Ruf Genfs als Zentrum der Uhrenindustrie.

Im Dezember 1602 versuchten Truppen des Herzogs von Savoyen, die Stadt in einem Überraschungsangriff einzunehmen. Der Angriff wurde von den Genfern erfolgreich abgewehrt und wird bis heute als „L’Escalade“ mit einem Fest am 12. Dezember gefeiert.

Nach 260 Jahren der Unabhängigkeit wurde Genf 1798 von den französischen Revolutionstruppen besetzt und in die Französische Republik eingegliedert.

1815, nach den napoleonischen Kriegen und dem Wiener Kongress, trat Genf als 22. Kanton der Schweizer Eidgenossenschaft bei. Dabei erhielt Genf ein geschlossenes, klar definiertes Gebiet.

Ab dem 19. Jahrhundert begann Genf, seine internationale Rolle zu etablieren.

1863 gründete der Genfer Henri Dunant das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK), die erste internationale Hilfsorganisation. Dies markierte den Beginn des „humanitären Genf“.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Genf 1920 zum Sitz des Völkerbunds, dem Vorläufer der Vereinten Nationen. Nach dessen Scheitern wurde das Palais des Nations 1946 zum europäischen Hauptsitz der Vereinten Nationen (UNO).

Heute ist Genf ein führendes Zentrum der internationalen Diplomatie und Zusammenarbeit. Die Stadt beherbergt über 28 internationale Organisationen, 121 Nichtregierungsorganisationen und ist Sitz zahlreicher diplomatischer Missionen. Wichtige Organisationen wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Welthandelsorganisation (WTO) und die Europäische Organisation für Kernforschung (CERN) haben hier ihren Sitz.

Der Jet d’Eau, die berühmte Wasserfontäne im Genfersee, ist das unverkennbare Wahrzeichen der Stadt Genf und eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Schweiz.

Seine Geschichte begann aus rein praktischen Gründen. Im Jahr 1886 wurde der erste Jet d’Eau als Überdruckventil für die Wasserleitungen einer Fabrik errichtet. Abends, wenn die Maschinen abgeschaltet wurden, schoss das überschüssige Wasser als 30 Meter hohe Fontäne in die Luft. Die Bewohner Genfs waren so begeistert von dem Anblick, dass beschlossen wurde, die Fontäne an einen prominenteren Ort im Seebecken zu verlegen.

Der Wasserstrahl erreicht eine beeindruckende Höhe von bis zu 140 Metern.

Das Wasser verlässt die Düse mit einer Geschwindigkeit von 200 km/h.

Pro Sekunde werden 500 Liter Seewasser in die Höhe gepumpt.

Das Gewicht des Wassers, das sich zu einem Zeitpunkt in der Luft befindet, beträgt etwa 7 Tonnen.

Zwei leistungsstarke Pumpen mit einer Gesamtleistung von rund 1000 kW treiben die Fontäne an.

Der Jet d’Eau ist fast das ganze Jahr über in Betrieb, außer bei starkem Wind, Frost oder für Wartungsarbeiten. Nach Sonnenuntergang wird die Fontäne oft mit Scheinwerfern beleuchtet, was einen besonders spektakulären Anblick bietet.

Die Altstadt von Genf, auf Französisch „Vieille Ville“, ist das historische Herz der Stadt und ein faszinierendes Labyrinth aus engen Gassen, Kopfsteinpflaster, charmanten Plätzen und beeindruckenden historischen Gebäuden. Sie liegt auf einem Hügel über dem Genfersee und dem linken Ufer der Rhone.

Die Altstadt strahlt eine unverwechselbare mittelalterliche und zugleich elegante Atmosphäre aus. Fernab des geschäftigen Treibens der modernen Stadt finden Besucher hier eine Oase der Ruhe und des Charmes. Das Viertel ist größtenteils autofrei, was zum entspannten Spazieren und Entdecken einlädt. Man findet dort zahlreiche kleine Kunstgalerien, Antiquitätenläden, gemütliche Cafés und traditionelle Restaurants, die zum Verweilen einladen.

St.-Pierre-Kathedrale (Cathédrale Saint-Pierre)

Die St.-Pierre-Kathedrale thront auf dem höchsten Punkt der Genfer Altstadt (Vieille Ville) und ist eines der wichtigsten historischen und religiösen Bauwerke der Schweiz. Ihre Bedeutung ergibt sich aus der Mischung architektonischer Stile und ihrer zentralen Rolle während der protestantischen Reformation.

Der Bau der dreischiffigen Pfeilerbasilika begann um 1160 im romanischen Stil und wurde später mit gotischen Elementen fertiggestellt. Im Inneren beherbergt sie die größte Anzahl romanischer und gotischer Kapitelle der Schweiz, deren kunstvolle Steinmetzarbeiten den reformatorischen Bildersturm überlebt haben.

Im 18. Jahrhundert wurde der Hauptfassade ein imposanter neoklassizistischer Portikus mit korinthischen Säulen und einem Giebel vorgelagert, der stark vom römischen Pantheon inspiriert ist und einen starken Kontrast zum mittelalterlichen Kirchenschiff bildet.

Die Makkabäerkapelle ist eine sehenswerte Kapelle im südlichen Bereich, die im Stil der Flamboyant-Gotik (Spätgotik) erbaut und später restauriert wurde.

Die Kathedrale ist untrennbar mit der Geschichte der protestantischen Reformation verbunden. Ursprünglich eine römisch-katholische Bischofskirche, wurde sie im Zuge der Reformation im Jahr 1535 zu einem reformierten Gotteshaus.

Sie ist als die „Adoptivheimatkirche“ von Johannes Calvin bekannt, einem der bedeutendsten Reformatoren. Calvin predigte hier über 23 Jahre lang. Im Inneren ist der einfache „Stuhl Calvins“ zu sehen.

Gemäß der reformierten Tradition ist das Innere der Kirche heute weitestgehend schmucklos und nüchtern gehalten, im Gegensatz zum opulenten Stil katholischer Kathedralen.

Der Aufstieg über die 157 Stufen des Nordturms belohnt Besucher mit einem atemberaubenden 360-Grad-Panoramablick über die Stadt, den Genfersee (Lac Léman) und die umliegenden Berge (Mont Salève und Jura).

Unter der Kathedrale befindet sich eine umfangreiche archäologische Stätte, die Überreste von religiösen und zivilen Bauten vom 4. Jahrhundert n. Chr. bis in die Römerzeit (darunter ein keltisches Häuptlingsgrab aus dem 1. Jahrhundert v. Chr.) zeigt. Sie gilt als eine der größten archäologischen Stätten nördlich der Alpen.

Place du Bourg-de-Four

Der Place du Bourg-de-Four ist das Herz der Genfer Altstadt und gilt als ältester Platz der Stadt. Er ist ein malerischer, unregelmäßig geformter Platz, der Geschichte, Kultur und lebendiges Stadtleben auf charmante Weise miteinander verbindet.

Seine Wurzeln reichen über 2.000 Jahre zurück. Der Platz war ursprünglich das Forum (der Hauptplatz) der römischen Siedlung.

Im Mittelalter entwickelte er sich zu einem zentralen und wichtigen Marktplatz für Waren und Viehhandel, wovon sich wahrscheinlich auch der Name ableitet (möglicherweise vom lateinischen Forum oder einem alten Begriff für Markt/Dorf).

Im 16. Jahrhundert spielte der Platz eine zentrale Rolle, da Genf unter Johannes Calvin zum Zufluchtsort für protestantische Flüchtlinge (insbesondere Hugenotten) wurde. Die angrenzenden Gassen und Häuser wurden aufgestockt, um die anwachsende Bevölkerung unterzubringen, was zur charakteristischen Architektur der Altstadt führte.

Heute herrscht auf dem Kopfsteinpflasterplatz dank der zahlreichen Straßencafés, Bistros und Restaurants ein entspanntes, fast mediterranes Flair. Besonders im Sommer und an warmen Abenden ist der Platz ein beliebter Treffpunkt.

Der Platz ist von historischen Bürgerhäusern umgeben, von denen viele aus dem 16. bis 18. Jahrhundert stammen. Diese verleihen dem Platz eine sehr intime und charmante Atmosphäre.

In der Mitte des Platzes befindet sich ein blumengeschmückter Brunnen aus dem 18. Jahrhundert, der als zentraler Blickpunkt dient.

Auf der Ostseite des Platzes steht der Justizpalast (Palais de Justice). Das Gebäude war ursprünglich ein Konvent und später ein Spital, bevor es Mitte des 19. Jahrhunderts zum Sitz der Genfer Justiz wurde.

Der Platz liegt nur einen kurzen Fußweg von der St.-Pierre-Kathedrale entfernt. Eine bekannte, enge Treppe – die „Passage des Degrés-de-Poules“ (Hühnerleiter) – führt von der Nordseite des Platzes direkt hinauf zur Kathedrale.

Zahlreiche kleine Antiquitätenläden, Kunstgalerien und Buchhandlungen tragen zum besonderen Charme des Quartiers bei und laden zum Stöbern ein.

Das Rathaus (Hôtel de Ville) von Genf

Das Genfer Rathaus ist ein bedeutendes historisches Denkmal im Herzen der Altstadt und ein zentraler Ort der internationalen Diplomatie und Geschichte.

Die Architektur des Rathauses ist eine Mischung aus verschiedenen Epochen. Der älteste Teil ist der wuchtige Tour Baudet (Baudet-Turm) aus dem 15. Jahrhundert. Der Hauptbau wurde später im Renaissance-Stil mit einem beeindruckenden Innenhof umgestaltet.

Die Monumentale Rampe (Rampe de l’Hôtel de Ville) windet sich durch den Innenhof und führt ohne Treppenabsätze in die oberen Stockwerke. Sie wurde zwischen 1555 und 1578 gebaut, um hohen Beamten und Ratsherren den Zugang zu den Sitzungssälen zu Pferd zu ermöglichen, sowie um schwere Güter oder sogar Kanonen in das Gebäude zu transportieren.

Das Rathaus ist der Sitz der Regierung des Kantons Genf (Staatsrat, die Exekutive) und des Genfer Parlaments (Grosser Rat, die Legislative).

Das Hôtel de Ville ist international bekannt als Schauplatz wichtiger historischer Ereignisse:
Im sogenannten „Salle de l’Alabama“ (Alabama-Saal) im Erdgeschoss wurde am 22. August 1864 die erste Genfer Konvention unterzeichnet, das Gründungsdokument des Internationalen Roten Kreuzes (IKRK). Dieser Akt markierte die Geburt des modernen humanitären Völkerrechts.

Auch die erste Versammlung des Völkerbundes im Jahr 1920 fand in diesem historischen Gebäude statt, bevor der Völkerbund in den Völkerbundpalast (Palais des Nations) umzog.

Escalier du Pas-de-l’Escalade

Die Escalier du Pas-de-l’Escalade ist keine einzelne, öffentliche Treppe, sondern bezieht sich vielmehr auf die historischen Gassen, Treppen und Durchgänge der Genfer Altstadt, die während des berühmten Escalade-Festes am 12. Dezember eine zentrale Rolle spielen oder symbolisch mit ihm verbunden sind.

Der Name „Escalade“ bedeutet wörtlich „Kletterei“ oder „Erstürmung“ und erinnert an den gescheiterten nächtlichen Angriff savoyardischer Truppen auf die Stadtmauern Genfs in der Nacht vom 11. auf den 12. Dezember 1602.

Der Plan des Herzogs Karl Emanuel I. von Savoyen, das reformierte Genf im Handstreich zu nehmen, scheiterte, weil die Genfer Bürger, alarmiert durch eine Wache und die läutenden Kirchenglocken, schnell reagierten.

Untrennbar mit der Escalade verbunden ist die Legende der Catherine Cheynel, genannt „Mère Royaume“. Sie soll einen savoyardischen Soldaten erschlagen haben, indem sie einen Topf voller heißer Gemüsesuppe (marmite) aus dem Fenster auf ihn warf – ein Akt, der den Alarm mit ausgelöst haben soll.

Heute steht der Begriff „Escalier du Pas-de-l’Escalade“ im übertragenen Sinne für die mühevollen und entscheidenden Wege innerhalb der Altstadt, die während des jährlichen Gedenkens in den Mittelpunkt rücken.

Während des Festwochenendes im Dezember ziehen Bürger in historischen Kostümen durch die Altstadt, um die Ereignisse nachzustellen. Auch hier werden die historischen „Wege“ und Stiegen genutzt, um die Atmosphäre von 1602 lebendig werden zu lassen.

Die Armory (Ancienne Arsenal)

Das Gebäude, das im Deutschen oft als Genfer Armory oder Altes Zeughaus bezeichnet wird, diente ursprünglich als Waffenlager und Artillerie-Depot der Stadt Genf.

Die Fassade ist relativ unscheinbar, doch Besucher werden sofort von den historischen Kanonen angezogen, die vor dem Gebäude auf der Straße ausgestellt sind. Diese alten Artilleriegeschütze, die an die Verteidigung der Stadt Genf erinnern, sind ein beliebtes Fotomotiv.

Heute begerbergt das L’Ancien Arsenal das Genfer Staatsarchiv (Archives d’État de Genève).

Die bemerkenswerteste moderne Besonderheit des L’Ancien Arsenal sind fünf wunderschöne Mosaiktafeln an der Fassade. Diese wurden viel später, im Jahr 1949, vom Künstler Alexandre Cingria hinzugefügt.

Die Mosaike stellen Schlüsselmomente der Genfer Geschichte dar und dienen als farbenprächtige Geschichtsbücher für die Öffentlichkeit. Sie zeigen unter anderem Szenen aus der Zeit der Römer, dem Mittelalter, der Reformation und der Unabhängigkeit Genfs.

Maison Tavel

Das Maison Tavel ist eines der faszinierendsten historischen Gebäude in Genf, da es das älteste noch erhaltene private Wohnhaus der Stadt ist und heute als Museum für Stadtgeschichte dient. Es ist ein herausragendes Beispiel für die zivile Architektur des Mittelalters in der Schweiz.

Es liegt im Herzen der Altstadt (Vieille Ville), in der Rue du Puits-Saint-Pierre 6.

Das ursprüngliche Haus der Adelsfamilie Tavel wurde 1334 bei einem Großbrand zerstört. Das heutige Gebäude wurde unmittelbar danach (14. Jahrhundert) als repräsentativer Stadtpalast und gleichzeitig als befestigtes Haus wiederaufgebaut.

Seit seiner aufwendigen Restaurierung in den 1970er und 80er Jahren und der Eröffnung im Jahr 1986 dient das Maison Tavel als Museum der Stadtgeschichte (Musée d’Art et d’Histoire). Die Ausstellungen führen die Besucher durch die Jahrhunderte Genfer Geschichte und zeigen Aspekte des bürgerlichen Lebens und der Stadtentwicklung.

Das absolute Highlight im Dachgeschoss ist das Relief Magnin. Dies ist ein großes, spektakuläres Stadtmodell (über 32 m²), das eine detailgetreue Rekonstruktion des gesamten Stadtbildes von Genf vor dem Abriss seiner Festungsanlagen im Jahr 1850 darstellt.

Der Hauptsitz der Vereinten Nationen (UNO) in Genf ist das Büro der Vereinten Nationen in Genf (UNOG) und befindet sich im monumentalen Gebäudekomplex des Palais des Nations (Völkerbundpalast).

Es ist der zweitwichtigste Sitz der UNO weltweit nach dem Hauptquartier in New York und eine zentrale Schaltstelle der multilateralen Diplomatie.

Das Herzstück des UNOG ist der Palais des Nations. Der Gebäudekomplex wurde ursprünglich zwischen 1929 und 1938 als Hauptsitz des Völkerbundes erbaut.

Der riesige Bau liegt im wunderschönen Ariana-Park und ist im neoklassizistischen Stil gehalten. Er ist etwa 600 Meter lang und umfasst heute 34 Konferenzräume und rund 2.800 Büros.

Es ist eines der größten diplomatischen Konferenzzentren der Welt. Jährlich finden hier über 8.000 Treffen und Konferenzen statt, was es zu einem der aktivsten Konferenzzentren macht.

Das Büro der Vereinten Nationen in Genf (UNOG) hat zentrale Funktionen im globalen Miteinander:

Es ist die europäische Repräsentanz des Generalsekretärs der Vereinten Nationen.

Das UNOG dient als Drehscheibe für die Verhandlungen und Zusammenkünfte von über 190 ständigen Vertretungen der Mitgliedstaaten.

Im Gegensatz zu New York, wo die Hauptthemen Frieden und Sicherheit liegen, liegt der Schwerpunkt der UNO-Arbeit in Genf auf Bereichen wie:

Humanitäres Völkerrecht und Menschenrechte (Sitz des UN-Menschenrechtsrats)

Gesundheit (Sitz der WHO in der Nähe)

Handel und Wirtschaft (ITC, UNCTAD)

Wissenschaft und Telekommunikation

Vor dem Palais des Nations befindet sich die „Broken Chair“ (Der zerbrochene Stuhl) auf der Place des Nations, eine monumentale Holzskulptur, die an die Opfer von Landminen und an die Ächtung von Waffen erinnert.

Genf ist aufgrund des UNOG und der Vielzahl anderer internationaler Organisationen, die im Umfeld angesiedelt sind (z. B. IKRK, WHO, CERN), als die „Welthauptstadt des Multilateralismus“ und des Friedens bekannt.

Der Genfer See ist eines der bekanntesten und größten Gewässer Mitteleuropas und bildet eine atemberaubende natürliche Grenze zwischen der Schweiz und Frankreich.

Er ist nicht nur von landschaftlicher Schönheit, sondern auch von großer geografischer und kultureller Bedeutung für die gesamte Region.

Mit einer Fläche von rund 580 km² ist der Genfer See der größte See der Schweiz und nach dem Plattensee der zweitgrößte See Mitteleuropas.

Seine maximale Tiefe beträgt 310 Meter, was ihn zum tiefsten See Frankreichs macht.

Er liegt auf 372 Metern über dem Meeresspiegel und erstreckt sich in einer charakteristischen Halbmondform von Villeneuve im Osten bis zur Stadt Genf im Westen.

Der See gehört zu etwa 60 % zur Schweiz (Kantone Waadt, Genf und Wallis) und zu etwa 40 % zu Frankreich (Département Haute-Savoie).

Der wichtigste Zufluss ist die Rhone, die im Osten bei Le Bouveret in den See mündet und ihn im Westen bei Genf wieder verlässt.

Das weltbekannte moderne Wahrzeichen von Genf, die bis zu 140 Meter hohe Wasserfontäne (Jet d’eau), steht im Hafenbecken, wo die Rhone den See verlässt.

Der See mildert das lokale Klima, was die Existenz der berühmten Weinberg-Terrassen des Lavaux (UNESCO-Welterbe) am Nordufer ermöglicht. Die gesamte Region besitzt ein mildes, fast mediterranes Flair.

Die majestätischen Alpen und der Jura rahmen den See ein und bieten eine spektakuläre Kulisse, insbesondere im Osten, wo die Berge direkt über dem See aufragen.

Eine der meistbesuchten historischen Stätten der Schweiz, das Schloss Chillon, thront auf einer Felseninsel direkt am Ostufer des Sees.

Der See ist ein Zentrum für Wassersportarten, insbesondere den Segelsport (mit Regatten wie der Bol d’Or). Die historische Flotte von Schaufelraddampfern der Compagnie Générale de Navigation (CGN) verkehrt zwischen den Ufern und ist eine beliebte Touristenattraktion.

Der Englische Garten (Jardin Anglais) ist eine der lebhaftesten und beliebtesten Parkanlagen im Zentrum von Genf. Der Garten erstreckt sich entlang des Seeufers, in unmittelbarer Nähe des Pont du Mont-Blanc und der Altstadt. Er bietet einen hervorragenden Blick auf den Jet d’eau.

Die etwa drei Hektar große Fläche wurde Mitte des 19. Jahrhunderts (1854) durch eine Aufschüttung des ehemaligen Holzhafens dem See abgewonnen und im Stil eines englischen Landschaftsgartens angelegt. Er zeichnet sich durch geschwungene Fußwege, Baumgruppen und gepflegte Blumenbeete aus, die zum idyllischen Spazieren einladen.

Der Englische Garten ist berühmt für seine drei Hauptsehenswürdigkeiten, die Genfs Identität widerspiegeln:

Die Blumenuhr (Horloge Fleurie)

Diese ikonische Uhr, die 1955 geschaffen wurde, ist eine Hommage an die Genfer Uhrmachertradition. Sie besteht aus mehreren Tausend lebenden Blumen und Pflanzen, deren Arrangement je nach Jahreszeit wechselt. Ihr Sekundenzeiger ist mit einer Länge von 2,5 Metern einer der längsten der Welt. Die Zeit wird präzise per Funk übertragen.

Das Nationaldenkmal (Monument National)

Das 1869 eingeweihte Bronzedenkmal erinnert an den Beitritt Genfs zur Schweizerischen Eidgenossenschaft im Jahr 1814.

Es zeigt zwei allegorische Frauengestalten: die eine mit gezackter Kopfbedeckung symbolisiert die Republik Genf, die andere Helvetia (die Schweiz). Sie stehen vereint und blicken in Richtung See und Schweiz.

Der Vier-Jahreszeiten-Brunnen (Fontaine des Quatre-Saisons)

Dieser monumentale Bronzespringbrunnen steht in der Mitte des Parks und erfrischt Passanten. Er zeigt mythologische Figuren, die die vier Jahreszeiten und das Meer symbolisieren (u.a. Neptun und Amphitrite).

Genf bietet ein reichhaltiges und vielfältiges Angebot an Kunst und Kultur, das von Weltklasse-Museen über historische Stätten bis hin zu einer dynamischen zeitgenössischen Szene reicht.

Musée d’Art et d’Histoire (MAH)

Als größtes Museum der Stadt bietet es eine umfassende Sammlung, die von der Vorgeschichte bis zur modernen Kunst reicht, einschließlich bedeutender Werke der europäischen Malerei und umfangreicher archäologischer Artefakte.

Musée Rath

Dieses im neoklassizistischen Stil erbaute Gebäude auf der Place de Neuve dient als wichtigster Ausstellungsort für temporäre Kunstausstellungen von internationalem Rang in Genf.

Patek Philippe Museum

Ein Muss für Uhrenliebhaber. Es präsentiert die exquisite Geschichte der Genfer Uhrmacherkunst mit einer Sammlung von über fünf Jahrhunderten Uhren- und Emailkunst.

Maison Tavel

Das älteste Privathaus der Stadt dient als Museum für Stadtgeschichte und beherbergt das beeindruckende Relief Magnin (ein historisches Stadtmodell von 1850).

Internationales Museum des Roten Kreuzes und des Roten Halbmonds

Ein einzigartiges und tief bewegendes Museum, das die Geschichte des humanitären Völkerrechts und der humanitären Hilfe beleuchtet – essentiell für Genfs Rolle in der Welt.

Grand Théâtre de Genève

Das größte Opernhaus der Romandie (Westschweiz) ist bekannt für seine hochkarätigen Opern-, Ballett- und Theaterproduktionen. Das aktuelle Gebäude wurde nach einem Brand 1951 neu aufgebaut.

Orchestre de la Suisse Romande (OSR)

Eines der berühmtesten Orchester der Schweiz, beheimatet in der Victoria Hall, die für ihre hervorragende Akustik bekannt ist.

Comédie de Genève

Das wichtigste Sprechtheater der Stadt mit einem Fokus auf zeitgenössisches Theater.

Fête de l’Escalade (Dezember)

Das größte historische Fest Genfs, das jedes Jahr Mitte Dezember stattfindet. Es erinnert an die erfolgreiche Verteidigung der Stadt gegen die savoyardischen Truppen im Jahr 1602.

Gefeiert wird mit historischen Umzügen, Kostümen, Fackeln und dem traditionellen Marmite (ein Schokoladen-Suppentopf, der symbolisch zerschlagen wird).

Fêtes de Genève / Genfer Festspiele (Sommer, meist August)

Das große Sommerfest am Genfersee mit Konzerten, Fahrgeschäften und Märkten entlang der Uferpromenade.

Fête de la Musique (Juni)

Ein großes, kostenloses Musikfestival, das zur Sommersonnenwende in der ganzen Stadt stattfindet.

Watches & Wonders Geneva (Frühling, meist April)

Dies ist die weltweit wichtigste Messe für die Luxusuhrenindustrie und zieht führende Marken und Experten aus aller Welt an (für die Öffentlichkeit teils zugänglich).

Grand Prix d’Horlogerie de Genève (GPHG) (Herbst/Winter)

Die jährliche „Oscar-Verleihung“ der Uhrenindustrie, bei der die besten Zeitmesser des Jahres ausgezeichnet werden. Begleitet von Ausstellungen der nominierten Uhren.

Salon International des Inventions (März)

Die Internationale Messe für Erfindungen, die Innovationen aus der ganzen Welt präsentiert.

Les Automnales (November)

Die große Herbstmesse von Genf, eine Publikumsmesse, die Unterhaltung, Handel, Spezialausstellungen und gastronomische Angebote vereint.

Geneva International Film Festival (GIFF) (Oktober/November)

Eines der ältesten Filmfestivals der Schweiz mit Fokus auf innovative audiovisuelle Werke, Filme, Serien und immersive Erlebnisse.

Genf bietet eine kulinarische Landschaft, die so vielfältig ist wie seine internationale Bevölkerung. Hier findet sich eine reiche Mischung aus traditioneller Schweizer und savoyischer Küche sowie hochklassiger internationaler Gastronomie.

Regionale und Schweizer Spezialitäten

Da Genf im französischsprachigen Teil der Schweiz liegt, dominieren Käsegerichte und Einflüsse aus Savoyen (Frankreich) die traditionelle Küche:

Fondue: Das klassische Schweizer Käsegericht, oft mit halben Baguettes und trockenem Weißwein genossen. Genf hat viele hervorragende Fondue-Restaurants, besonders in der Altstadt.

Raclette: Geschmolzener Käse, der über Pellkartoffeln, eingelegte Zwiebeln und Essiggurken geschabt wird.

Malakoffs: Eine lokale Spezialität aus dem Waadtland (Genfersee-Region). Dies sind frittierte Käsebällchen, die oft als Aperitif oder Vorspeise serviert werden.

Longeole: Eine herzhafte, grobe Genfer Schweinswurst, die traditionell mit Kartoffeln und Linsen gegessen wird. Sie hat das Label „Indication Géographique Protégée (IGP)“.

Gratin de Cardons: Ein Gericht mit Kardone (Cardon), einem lokalen Gemüse, das in Genf als Spezialität gilt. Es wird oft in einem cremigen Käsegratin zubereitet.

Süßes und Desserts

Chocolat Suisse: Genf ist die Heimat vieler weltbekannter Maîtres Chocolatiers.

Marmite de l’Escalade: Ein Muss im Dezember. Dies ist ein ausgehöhlter Kessel aus Schokolade, gefüllt mit kleinen Marzipangemüsen und Bonbons. Er wird beim Escalade-Fest symbolisch zerschlagen.

Tarte à la Vigne: Ein traditioneller Kuchen aus Mürbeteig und einer dicken Schicht Weinbeerenmarmelade (aus der Region).

Getränke und Weine

Genfer Weine: Die Region um Genf (insbesondere Satigny, Dardagny) ist die drittgrößte Weinregion der Schweiz. Hier werden hervorragende Weißweine, oft aus der lokalen Rebsorte Chasselas, sowie Rotweine (Pinot Noir, Gamay) und Roséweine produziert.

Absinth: Obwohl Absinth historisch in Neuchâtel und im Val-de-Travers seinen Ursprung hat, wird er auch in Genf und der gesamten Romandie mit der traditionellen Zeremonie genossen.

Diolinoir: Eine relativ neue rote Rebsorte aus der Schweiz, die in Genf angebaut wird und kräftige Rotweine ergibt.

Bier: Neben den großen Schweizer Marken gibt es eine wachsende Szene von lokalen Craft-Beer-Brauereien.

Internationale Gastronomie

Genf ist ein diplomatischer Knotenpunkt und bietet daher eine unglaubliche Vielfalt an internationaler Küche von sehr hoher Qualität.

Genf bietet verschiedene Einkaufsbereiche, die von Luxus- und Uhrengeschäften bis hin zu charmanten Boutiquen und großen Einkaufszentren reichen. Die besten Shopping-Möglichkeiten befinden sich in der Innenstadt, die sich in drei Hauptzonen unterteilt:

  1. Das Luxusviertel und die Haupteinkaufsstraßen (Rive Gauche)

Dieses Gebiet am linken Ufer des Sees ist das Herzstück des gehobenen Einzelhandels und der bekannteste Ort für Uhren und Schmuck.

Rue du Rhône: Dies ist die prestigeträchtigste Einkaufsstraße Genfs und eine der exklusivsten in Europa. Hier findest Du alle großen Luxusmarken der Welt, von internationalen Modehäusern (Chanel, Gucci, Hermès, Louis Vuitton) bis hin zu renommierten Juwelieren und Uhrenmarken (Rolex, Patek Philippe, Cartier).

Rue du Marché / Rue de Rive: Diese Straßen setzen die Einkaufserlebnisse der Rue du Rhône fort und bieten eine Mischung aus gehobenen Kaufhäusern, internationalen Ketten und Parfümerien. Hier befinden sich auch die Genfer Filialen größerer europäischer Kaufhäuser.

  1. Die Altstadt (Vieille Ville) – Für Kunst, Antiquitäten und Charme

Die Gassen der Altstadt bieten ein ganz anderes Einkaufserlebnis, fernab der großen Ketten.

Rund um den Place du Bourg-de-Four: In den kleinen, verwinkelten Gassen wie der Grand-Rue gibt es kleine, unabhängige Boutiquen, Antiquitätengeschäfte, Kunstgalerien und Buchläden. Dies ist der ideale Ort, um nach einzigartigen Geschenken, Vintage-Stücken und Kunsthandwerk zu suchen.

Kunst und Antiquitäten: Die Altstadt ist besonders bekannt für ihre zahlreichen Antiquitätengeschäfte und Galerien, die von selteneren Sammlerstücken bis hin zu moderner Kunst alles anbieten.

  1. Das Quartier des Grottes / Carouge – Für Alternatives und Lokales

Quartier des Grottes: Nördlich des Hauptbahnhofs (Cornavin) hat dieses Viertel ein alternatives und unkonventionelles Flair. Hier gibt es kleine, originelle Boutiquen, Second-Hand-Läden und Kunsthandwerk.

Carouge: Dieses charmante, italienisch inspirierte Viertel südlich des Arve-Flusses ist Genfs „grünes Venedig“. Es ist bekannt für seine zahlreichen Handwerksateliers, Keramiker, unabhängigen Designer und Galerien. Carouge bietet einen entspannten und unkonventionellen Einkaufsstil.

Tipp für Lebensmittel und Märkte

Für frische Produkte, lokale Spezialitäten und ein authentisches Markterlebnis:

Marché de Plainpalais: Hier findet an bestimmten Tagen der Woche ein großer Flohmarkt und ein Wochenmarkt statt, der ideal ist, um lokale Produkte, Antiquitäten und Second-Hand-Waren zu finden.

Hallen des Marché de Rive: Ein überdachter Markt mit frischen Lebensmitteln und Feinkostläden.

Genf ist bekannt für seine zahlreichen Parks, Gärten und seine Nähe zum See und den umliegenden Bergen, was eine Vielzahl an Erholungsmöglichkeiten bietet.

Englischer Garten (Jardin Anglais)

Direkt am Seeufer (Rive Gauche), im Zentrum.

Ideal für einen kurzen Spaziergang am See, um die Blumenuhr zu bewundern und den Blick auf den Jet d’eau zu genießen. Ein belebter, aber malerischer Ort.

Parc de la Grange

Etwas weiter östlich am linken Seeufer.

Eine der größten und schönsten Parkanlagen Genfs. Berühmt für seinen Rosengarten mit Tausenden von Rosenstöcken und seine großen Rasenflächen, die im Sommer zum Entspannen einladen. Er bietet ebenfalls einen herrlichen Blick über den See.

Parc des Bastions

Am Fuße der Altstadt, im Zentrum.

Ein historischer Park, in dem das Reformationsdenkmal steht. Beliebt bei Studenten und Familien. Hier gibt es oft große Schachfelder und ein ruhiges, schattiges Ambiente.

Jardin Botanique (Botanischer Garten) und Parc de la Perle du Lac

Am rechten Seeufer (Rive Droite), in der Nähe der Vereinten Nationen.

Der Botanische Garten bietet eine vielfältige Sammlung von Pflanzen, Gewächshäusern und ein entspanntes, lehrreiches Umfeld. Der direkt angrenzende Parc de la Perle du Lac (Park der Seemuschel) bietet weite Rasenflächen und den wohl schönsten direkten Zugang zum See.

Erholung am Wasser (Lac Léman)

Der Genfersee ist der zentrale Ort der Erholung:

Die Uferwege (Quais) sind perfekt zum Joggen, Radfahren oder einfachen Flanieren.

Les Bains des Pâquis: Eine Institution in Genf, gelegen auf einem Steg im See. Dies ist ein beliebtes öffentliches Seebad, das ganzjährig geöffnet ist. Im Sommer kann man hier schwimmen und sonnenbaden, im Winter eine Sauna oder das traditionelle Eisbaden nutzen. Zudem gibt es ein erschwingliches Restaurant.

Strände und Plages: Obwohl Genf am See liegt, sind die offiziellen Strände begrenzt. Die Plage des Eaux-Vives (rechterhand des Jet d’eau) ist ein neu gestalteter, künstlicher Strand mit Sand und Kieselsteinen, der zum Baden einlädt.

Bootsfahrten (Croisières): Verschiedene Schifffahrtsgesellschaften bieten entspannte Touren auf dem See an, oft mit historischen Schaufelraddampfern, um die Landschaft zu genießen.

Natur und Ausflüge in die Nähe

Für eine aktivere Erholung liegen die Berge und das Umland in unmittelbarer Nähe:

Mont Salève (Frankreich): Obwohl technisch in Frankreich, ist er Genfs Hausberg und nur einen Katzensprung entfernt. Eine Seilbahn bringt Besucher schnell auf den Gipfel, von wo aus man einen spektakulären Panoramablick über Genf, den See, die Alpen und auf den Mont Blanc hat – ideal zum Wandern oder einfach nur zum Abschalten.

Weinberge von Satigny: Die Region westlich von Genf ist von sanften Hügeln und Weinbergen geprägt. Hier kann man wandern oder radfahren und in einem der vielen lokalen Weinkeller (Caves) Halt machen, um die regionalen Weine zu probieren.

Rhône- und Arve-Ufer: Die Flüsse, die durch Genf fließen, bieten entlang ihrer Ufer ebenfalls ruhige Wander- und Fahrradwege. Besonders das Gebiet um die Jonction (Zusammenfluss von Rhône und Arve) ist ein interessanter Ort zur Beobachtung der Natur.

Anreise nach Genf

 Mit dem Flugzeug: Der internationale Flughafen Genf (GVA) ist gut an zahlreiche Städte in Europa und der Welt angebunden. Vom Flughafen aus erreicht man das Stadtzentrum bequem mit dem Zug, Bus oder Taxi. Reisende, die in einem Genfer Hotel übernachten, erhalten bei der Ankunft am Flughafen eine kostenlose Fahrkarte für den öffentlichen Nahverkehr („Genève Transport Card“), die für die gesamte Dauer des Aufenthalts gültig ist.

Mit dem Zug: Genf ist ein wichtiger Knotenpunkt im europäischen Bahnnetz. Direkte Zugverbindungen bestehen zu vielen großen Städten in der Schweiz, Frankreich, Deutschland und Italien. Der Hauptbahnhof Cornavin liegt zentral und ist ein idealer Ausgangspunkt für die Erkundung der Stadt.

Mit dem Auto: Genf ist gut an das Autobahnnetz angebunden. Beachte jedoch, dass die Parkmöglichkeiten im Stadtzentrum begrenzt und teuer sein können. Es empfiehlt sich, das Auto in einem der Parkhäuser am Stadtrand abzustellen und die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen. 

Fortbewegung in Genf 

Die öffentlichen Verkehrsmittel in Genf sind hocheffizient, gut vernetzt und umweltfreundlich, da ein großer Teil des Verkehrs über elektrische Straßenbahnen und Oberleitungsbusse abgewickelt wird. Das Netzwerk ist in den Unireso-Tarifverbund integriert und umfasst mehrere Verkehrsträger.

Hier sind die wichtigsten Komponenten und Besonderheiten:

  1. Transports publics genevois (TPG)

Die TPG ist das zentrale Verkehrsunternehmen und betreibt das Hauptnetz in der Stadt und im Kanton Genf:

Straßenbahn (Tram): Das Rückgrat des städtischen Nahverkehrs. Die Trams sind modern und fahren auf den Hauptachsen der Stadt, verbinden wichtige Punkte wie den Hauptbahnhof (Gare Cornavin), das internationale Viertel (UNO/Nationen) und die äußeren Stadtteile.

Bus und Trolleybus: Ergänzen das Straßenbahnnetz. Die Trolleybusse (Oberleitungsbusse) bieten eine umweltfreundliche, schnelle Verbindung auf dichteren Routen. Das Busnetz reicht bis in die Randgemeinden und sogar über die Grenze nach Frankreich (im Rahmen des Unireso-Tarifverbundes).

Dichte Taktung: Im Zentrum und auf den Hauptlinien ist die Taktfrequenz sehr hoch, besonders während der Hauptverkehrszeiten.

  1. Léman Express (Bahnverkehr)

Transregionales Netzwerk: Der Léman Express (Léman ist der französische Name für den Genfer See) ist ein modernes S-Bahn-ähnliches System, das die Agglomeration Genf mit dem umliegenden Umland verbindet.

Grenzüberschreitend: Es ist das größte grenzüberschreitende Bahnnetz Europas und verbindet Genf effizient mit dem Kanton Waadt und der französischen Region Haute-Savoie (z. B. Annemasse).

Wichtige Bahnhöfe: Der Hauptknotenpunkt ist die Gare Cornavin im Zentrum.

  1. Les Mouettes Genevoises (Fähren)

Über den See: Die Mouettes (Möwen) sind kleine, gelbe Passagierfähren, die als Teil des TPG-Netzes den Genfersee überqueren.

Nützlich für Touristen: Sie sind eine schnelle und angenehme Möglichkeit, zwischen dem linken (Rive Gauche) und dem rechten Ufer (Rive Droite) zu wechseln und bieten gleichzeitig schöne Ausblicke.

Besonderheiten für Besucher

Geneva Transport Card (Kostenlos für Hotelgäste): Dies ist ein großer Vorteil für Touristen. Wer in einem Genfer Hotel, Hostel oder auf einem Campingplatz übernachtet, erhält beim Check-in eine kostenlose Geneva Transport Card. Diese Karte erlaubt die unbegrenzte und kostenlose Nutzung aller öffentlichen Verkehrsmittel (TPG, Mouettes, Léman Express in Zone 10) während des gesamten Aufenthalts.

Unireso Tarifverbund: Alle Verkehrsträger (TPG, CFF/Léman Express, Mouettes) sind in den Unireso-Verbund integriert, was bedeutet, dass Du mit einem einzigen Ticket alle Verkehrsmittel in der gewählten Zone nutzen kannst.

Ticketkauf: Tickets (Einzel-, Tageskarten, etc.) können an Automaten an jeder Haltestelle gekauft werden. 

Bezahlen in Genf

In Genf, wie in der gesamten Schweiz, ist die Bezahlung sehr modern und kartenorientiert, aber auch Bargeld spielt weiterhin eine Rolle. Die Landeswährung ist der Schweizer Franken (CHF).

  1. Kartenzahlung (Bevorzugtes Mittel)

Karten sind in Genf das am weitesten verbreitete und oft bevorzugte Zahlungsmittel, selbst für kleine Beträge:

Debitkarten: Maestro (oft als EC-Karte oder Bankkarte bezeichnet), V-Pay und die neueren Visa Debit oder Debit Mastercard werden fast überall akzeptiert. Achte auf mögliche Gebühren für den Auslandseinsatz.

Kreditkarten: Visa und Mastercard sind gängig und werden in Hotels, Restaurants, größeren Geschäften und in den Luxusboutiquen problemlos akzeptiert. Auch American Express wird oft angenommen.

Kontaktloses Bezahlen: In den meisten modernen Geschäften, Supermärkten (wie Coop oder Migros) und vielen Restaurants ist das kontaktlose Bezahlen mit der Karte oder dem Smartphone (über Apple Pay, Google Pay etc.) Standard.

  1. Mobile Bezahlung

TWINT: Dies ist die meistgenutzte mobile Bezahl-App in der Schweiz und wird von Schweizer Banken unterstützt. Sie wird an vielen Kassen und sogar an kleineren Ständen und im Online-Handel akzeptiert. Für Besucher aus dem Ausland ist die Nutzung der TWINT Prepaid App möglich.

  1. Bargeld (Schweizer Franken)

Bargeld ist nach wie vor ein wichtiges Zahlungsmittel. Für den Kauf von Fahrkarten an älteren Automaten, auf lokalen Märkten, in kleineren Cafés oder für Trinkgelder ist Bargeld praktisch.

  1. Euro-Zahlung (nicht empfohlen)

An touristischen Orten, in großen Kaufhäusern und vielen Hotels ist es oft möglich, mit Euro (€) zu bezahlen. Der Wechselkurs, der dabei angewandt wird, ist in der Regel ungünstiger als der offizielle Tageskurs.

Praktische Tipps für Genf

Französisch ist die offizielle Sprache, aber aufgrund der internationalen Atmosphäre sprechen die meisten Menschen in touristischen Gebieten auch Englisch.

Sicherheit in Genf

Genf gilt für Touristen im Allgemeinen als eine sehr sichere Stadt, wie es für die Schweiz typisch ist. Die Risiken sind im Vergleich zu vielen anderen Großstädten gering, aber es gibt einige Punkte, die man beachten sollte.

Wie jede internationale Großstadt und jeder touristische Hotspot, zieht auch Genf Taschendiebe an. Dies ist die häufigste Form der Kriminalität, die Touristen betrifft.

Besondere Vorsicht ist geboten an Orten mit großen Menschenmengen, wie dem  Hauptbahnhof Gare Cornavin, dem Flughafen Genf (GVA), in vollen Straßenbahnen und Bussen sowie in den Touristenzentren rund um den Jet d’eau, in der Altstadt und auf belebten Märkten.

Bewahre Geldbörsen und Mobiltelefone immer in verschlossenen Taschen und nicht in Gesäßtaschen auf und achte in Cafés, am Bahnhof oder auf Bänken im Park immer auf Deine Taschen.

Trage nicht alle Wertsachen (Pässe, alle Kreditkarten, Bargeld) an einem Ort und nutze so oft wie möglich die Kartenzahlung, um nur wenig Bargeld mitführen zu müssen.

Genf bietet eine breite Palette an Unterkünften, von luxuriösen Fünf-Sterne-Hotels bis hin zu gemütlichen Boutique-Hotels und preisgünstigen Hostels.

Das Hotel d’Allèves liegt zentral und ist ein ideal für Reisende, die die historische Atmosphäre genießen möchten.

Es gibt aber noch viele andere Hotels in Genf.

Die beste Reisezeit für Genf hängt davon ab, was Du erleben möchtest, denn jede Jahreszeit hat ihren eigenen Charme.

Sommer (Juni bis August) – Für Seenliebhaber und Feste

Wenn du warmes Wetter liebst und das Leben am Genfer See genießen möchtest, ist der Sommer ideal. Du kannst in den Bains des Pâquis schwimmen gehen, lange Spaziergänge an der Seepromenade machen und die langen, hellen Abende genießen. Im Sommer finden auch die großen Genfer Feste statt. Sei dir aber bewusst, dass dies die Hauptsaison ist und die Preise höher sowie die Touristenmassen größer sein können.

Frühling (April und Mai) & Herbst (September und Oktober) – Für Kultur und Entdeckung

Diese Zeiten sind oft die beste Wahl für einen Städtetrip, wenn du dich mehr für Kultur, Museen und die Altstadt interessierst.

Die Temperaturen sind angenehm (etwa 15 °C bis 20 °C) und perfekt für Spaziergänge und Tagesausflüge.

Die Parks, wie der Parc de la Grange, stehen im Frühling in voller Blüte, und die Weinberge im Herbst in wunderschönen Farben.

Es sind weniger Touristen unterwegs als im Hochsommer, und du kannst die Stadt in Ruhe erkunden.

Winter (November bis März) – Für Gemütlichkeit und Historie

Wenn du die festliche Stimmung liebst, ist der Dezember perfekt. Du kannst die Weihnachtsmärkte besuchen und vor allem die historische Fête de l’Escalade am 12. Dezember erleben, die ein absolutes Highlight ist.

Der Winter ist die ideale Zeit, um die Museen zu besuchen und dich in gemütlichen Restaurants bei einem Fondue aufzuwärmen.

Genf ist zudem ein guter Ausgangspunkt für Tagesausflüge in die nahe gelegenen Skigebiete in den Alpen und im Jura.

Unser Fazit

Die beste Allround-Reisezeit für Genf ist der späte Frühling (Mai/Juni) und der frühe Herbst (September). Dann hast du gutes Wetter für Aktivitäten im Freien, kannst aber die größten Touristenmassen und die extremen Hochsommerpreise umgehen.
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